Also weg vom Ernst des Lebens und auf zu einer kleinen kochtechnische Episode meiner Ernährung.

Da ich Selbstversorger in Bezug essen bin, hatte mich vor Monaten der Teufel geritten und mich auf die Idee gebracht Knödeln zu machen.
Kartoffelknödel gefüllt mit Grammel, Wurst oder Faschiertes, Marillen währen auch möglich gewesen. (schleck… meine Leibspeise)
Mir ging es darum das Grundrezept „Teig“ zu beherrschen.
Also eine Internetseite aufgerufen (Google ist ja dein Freund) Rezept „Kartoffelknödel leicht gemacht

Toll wie viele Rezepte man da findet :(
Man sieht vor lauter Wald die Bäume nicht.

Einkaufsliste geschrieben und ab zum Markt.
Am Kartoffelstand gab es bereits das Rätselraten welche Sorte (Runde, Kipfler, Heurige…?)
Entschieden hab ich mich für „Heurige“ da diese groß und eine dünne Schale hatten.

Wieder daheim, Wasser für zwei KG Kartoffel hinstellen…? Moment… Womit?
Solch einen großen Topf hab ich ja nicht.
Also noch mal runter ins Kaufhaus einen Topf besorgen.
Habe auch einen schönen 10L Aluminiumtopf günstig bekommen.

Also jetzt kann es losgehen. Wasser rein Salz, gewaschene Kartoffel rein und ab auf dem Herd. Als Deckel nahm ich das Schneidbrett.

Jetzt konnte ich mir eine Pause erlauben und TV schauen.
Nach einer halben Stunde schaute ich nach was die Kartoffel machen
Eigenartig… das Wasser ist nach wie vor kalt!
Das Kochfeld ist aber Eingeschaltet!?
Die darunter liegende Lade demontiert und nachgeschaut ob ein Wackelkontakt ist.
Alles in Ordnung auch die Sicherungen. (Kopf kratz)
Nach einerStunde kam die Erleuchtung, ich habe ja einen Induktionsherd der geht mit Aluminium- Geschirr nicht. :idea:

Verärgert über meine Blödheit kaufte ich am nächsten Morgen einen aus Blech.
Der Alutopf wanderte auf den Müll
Und auf ein Neues…Wasser wurde heiß Kartoffel kochten… super.
Nur hatte ich vergessen das einige Kartoffen wesendlich größer sind und somit noch nicht gar sind während die Kleineren aber schon so weit sind.
OK die Kleinen rausgeholt und in der Zwischenzeit geschält.
Das schälen der dünnen Schale war eine Sisyphusarbeit.

Endlich …alle durch und geschält. …Moment mal wie zermatschkerer ich die?? :roll:
Ab in den Keller da gibt es noch vom Mammi eine alte Kartoffelpresse.
Gesagt –getan.
Also der Kartoffelbrei, die Eier und Mehl zu mischen war eine einzige Katastrophe.
Überall klebte der Teig, an den Händen, Tischplatte, Mehlfass, Tür und Ladengriffe.
Stellenweise auch am Fußboden.
Endlich, nach ausreichend zufügen Mehl ist der Teig einigermaßen handelbar geworden.
Es wurden wunderschöne runde Knödel.
Nur das Mehl war überall, auch auf dem Boden.
Die Küche schaute aus wie nach einem Bombenangriff in Syrien.
Neues Wasser hingestellt Salz rein, Knödel rein, nach Rezept ca. 20 min Kochen lassen.

Nach 20 min hatte ich… ??! eine Kartoffelknödelsuppe!!

Ich überlegte was ich damit machen könnte und improvisierte.
Den Restteig aus der „Suppe“ rausgefischt.
Speck in einer Pfanne angebraten den Restteig dazu und ab ins Backrohr mittlere Stufe 160 C.
Nach 20 min. hatte ich eine wunderschöne goldbraune Kruste, ein verführerischer Duft stieg mir in die Nase und lies mir das Wasser im Mund zusammen laufen. (schleck)

Vom Rohr rausgenommen, eine halbe Stunde auskühlen lassen, gekostet und dann...?!
… zum Griechen essen gegangen!!

PS: das Musaka beim Griechen war super.
Hast du einen Bombenangriff in Syrien miterlebt... :shock: :roll:
Ich lach mich grad schief. 
Das hast du so gut geschrieben, dass ich mir alles bildlich vorstellen kann.  
Solche Katastrophen hatte ich in der Zeit meines Kochenlernens auch manchmal.

Kauf dir ein Grundkochbuch oder Teuepte von Schuhbeck, die sind einfach und verständlich 
geschrieben.

Oder eröffne eine Kochgruppe  für Männer  :-)
Dort wären sie wahrscheinlich froh, es würde nur wie in dieser Küche aussehen.
köstlich. einfach nur köstlich,
aber der kandidat hat hundert punkte. ich traute mich erstmal an sowas gar nicht ran .....
wäre mir auch viel zu lästig, aber köstlich, wenn auch nicht zum essen, so doch zum lesen.

aber dass es "heurige" auch als kartoffeln gibt, tztztz ......
ich war bei der heurigen maria in wien, aber da habe ich sowas nicht gesehen, das ist mir wohl durch die lappen gegangen .......

weiterzu gutes gelingen .... und hoffe, wir hören von dir :lol: :lol: :lol:
Gepardin hat geschrieben: Hast du einen Bombenangriff in Syrien miterlebt... :shock: :roll:

nicht nötig der TV bringt alles Hautnah.
:lol: echt, der Lacher schlechthin und ich bewundere Deine Ausdauer :lol:
Mein erster Versuch, Kartoffelknödel aus rohen Kartoffeln zu machen, endet auch mit dieser Suppe. Allerdings habe ich sie entsorgt.
Und irgendwann sind mir sogar die Knödel gelungen, nur nicht aufgeben :D
@Silvermoon

beruhigt mich, dass du die Realität kennst..... :roll:
[quote="DonnaToscana"]
aber dass es "heurige" auch als kartoffeln gibt, tztztz ......
Heurige nennt man die Kartoffel welche frisch geerntet werden.
Sind super Salzkartoffel mit Petersilie, aber für Knödel nicht geeignet.
Beim nächsten Mal wird alles anders :lol:
Der Versuch ehrt dich und zeigt wahren Optimismus!

Kartoffelknödel haben noch einige Tücken mehr, die du gar nicht mitgekriegt hast.

Wer die falschen Kartoffeln erwischt, hat zwar optisch wunderschöne Knödel, die jedoch bereits beim Versuch, sie zu zerschneiden, seltsam am Messer kleben.
Beim Kauversuch dann hast du das Gefühl Schusterleim zu kauen (ich weiß zwar nicht, wie der sich im Mund anfühlt, aber ich hab eine Vorstellung davon).
Die Masse wird im Mund zunehmend mehr und mit etwas Pech zieht sie dir die Zahnkronen runter.

Vielleicht wären sie als Tennisbälle zu verwenden, aber wer weiß, was passiert, wenn man draufhaut....

Was damit im Verdauungssystem passieren würde stelle ich mir lieber gar nicht vor.

Kartoffelknödel esse ich nur mehr beim Wirten meines Vertrauens .
:roll: Spassbremsen MÜSSEN einfach sein, gell :?
@Münchnerin

Vielleicht verwechselst du da etwas..... :roll:
... nein sicher nicht,
nur "barbera" war damit nicht gemeint.

Aber so manche User hier finden in jeder Suppe ein Haar :mrgreen:
@Münchnerin

schubi dubi du.....