@ cinnober

oha.

Es geht mir doch gar nicht darum ob eine klassische Krankheit vorliegt welche nach ICD-10 bzw. DSM eingestuft ist.

Der Punkt ist daß jemand "krankes" darüber Erkenntnis gewinnt, das er krank ist, entweder durch eigene Veranlassung oder durch Input aus seinem Umfeld oder beides und sich ggf. behandeln lässt.

Ob und wie das geschieht hängt in erster Näherung davon ab wie der Betroffene selbst einen entsprechenden Leidensdruck hat.

Aber die "Krankheit" ist dann wohl die psychische Störung. Insofern ist die Thematik der fehlenden Empathie nur untergeordnet einzustufen -> einverstanden. :D

@all
Das solls dann zu dem Thema auch gewesen sein. Habt vielen Dank. :D
Wer sich mehr informieren will, kann auch mal was über Spiegelneurone lesen :D
Hallo hal,

nicht unbedingt „oha“.

Es muss sogar darum gehen, dass man „Krankheit“ ausschließlich nach internationaler Klassifikation zuordnet. Für den Fachmann sowieso zwingend, da könnte es um die durch langes Studium erworbene eigene Lebensgrundlage gehen, den Schaden des Hilfesuchenden mal für einen Moment ungeachtet.

Auch als Angehöriger, Freund oder sonstwie Mitglied eines sozialen Gefüges kann ich mein Gegenüber nicht als krank bezeichnen, wenn es vielleicht darum geht, dass ich endlich mal in meinen Bedürfnissen gesehen werden möchte und der Andere sie einfach nicht stillen möchte.

Es ist doch gut, dass nicht Jeder die Grenze zur Krankheit stecken darf, wie es ihm durch eigene Wünsche und Gelüste in den Sinn passt und gefallen würde. Es nützt auch nix, ihn deshalb zum Arzt zu schicken, der wird keine Erkrankung bestätigen, so lange keine Eigen- oder Fremdschädigung vorliegt.

Empathie ist nicht genormt, auch, wenn man den Anderen erkennt und versteht in dessen Wünschen, muss man ihm entsprechend nicht handeln und darf die Wünsche einfach unberücksichtigt stehen lassen, auch wenn Balance eine Grundlage für Zufriedenheit ist. Ein Mangel an Empathie muss es nicht sein. Und wenn man den doch geringeren Anteil psychischer Erkrankungen unbeachtet lässt, wird die Diskussion ja erst ab hier spannend.

Weil dann müsste Jeder individuell seine Wünsche, eventuell Forderungen und Grenzen preisgeben und liefe damit Gefahr, selbst unter den Vorwurf mangelnder Empathie zu geraten. Das könnte so manche Sicht auf Empathie verändern.

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@Karo … gerade erst gesehen … auf jeden Fall empathisch genug … aber bitte keine 24 Stunden lang, sonst gibt’s den Schimmel, die Krone oder Holladiewaldfee. Herrlich.