Kein Krebs ist wie der andere - keine Chemo ist gleich oder/und gleich verträglich.

"Der Wille kann Berge versetzen", aber nicht bei jedem führt dies zu Erfolg.
Leider erfuhr ich im engsten Umkreis - Chemo heilte nicht (bei größtem Lebenswillen) - Chemo verlängerte das Leben um drei Jahre......, aber um welchen Preis!
Nie im Leben würde ich das durchmachen wollen, ich würde lieber "gehen"!

So wie die Wissenschaft nicht weiß, wie Krebs entsteht, so ist dagegen bis heute kein "Kraut" dagegen gefunden worden.
Abgesehen davon - ein Wahnsinnsgeschäft - wenn ich an die Rechnungen für eine Sitzung am "Tropf" pro Woche denke.......!
@flesemutzel,
das ist ein außergewöhnlich genauer und ehrlicher Bericht über die Möglichkeiten der Chemotherapie. Man erkennt sofort die große Erfahrung von Dir mit dieser Behandlungsmethode.
Danke
Felix
@Danke Felix
@Atata
Wie gesagt, die Auswirkungen und auch die Erfolgsaussichten sind von
Mensch zu Mensch verschieden. Wenn Du es im Familienkreis so negativ erlebt hast, tut es mir leid. Aber das ist zum Glück nicht die Regel.
Wie lange ist das denn her? Es hat sich in den letzten Jahren viel geändert.
Heutzutage gibt es sehr hilfreiche Begleitmedikationen.
Auch weißt Du nicht, wie der Patient ohne die Chemo gelitten hätte.
Auch unbehandelter Krebs ist grausam!

In diesem Jahr ist eine Freundin von mir an Krebs gestorben. Acht Jahre lang hatte sie immer wieder Chemo. Sie hatte Lebermetastasen, die zwar
auf die Behandlung reagiert haben, aber doch immer wieder
neu aufgelodert sind. Immerhin hat sie acht Jahre lebenswertes,
selbstbestimmtes Leben gewonnen. Sie konnte allein in ihrem geliebten
Haus leben und hat ihre Behandlung als letzten Strohhalm ergriffen.
Zum Glück waren die Nebenwirkungen erträglich. Vielleicht lag das zum Teil auch an ihrer positiven Einstellung?
Man weiß es nicht, aber bei ihr habe ich das so erlebt und war immer wieder freudig überrascht, wie sie ihr Leben trotz allem genossen hat!
Nebenwirkungen der Chemotherapie (2018)

https://onkologie.hexal.de/arzneimittel ... kungen.php
Wenn ich eine Firma hätte, die daran ....Geld verdiene würde, würde ich auch ggf. alles schön reden.

Krebs reduziert/zurückgedrängt (um ggf. wo anders erneut auszubrechen), Immunsystem im Keller!
Vergessen wurde anzugeben, dass die Chemo auch Schlaganfälle verursachen kann (erlebt im Umkreis) - und danach, für die Medizin geheilt, für wie viele Jahre, man lebt unter welchen Umständen?

"Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel", wie geschrieben, jede Ursache/jeder Mensch/jeder Krebs/jeder Behandlung ist anders - toll für die, die es geschafft haben. Wobei ich auch einige Fälle kenne, die ohne/mit Chemo es schafften (oder eben nicht).
@ataata,
schön, dass das jeder merkt, dass das nur ein oberflächliches Herumgemeckere ist. Ohne geringste Ahnung einfach drauflos. Es wäre ja lustig, wenn es nicht so einen furchtbar ernsten Hintergrund hätte. Und auf den Gefühlen von diesen Menschen in äußerst kritischen Lebenssituation trampeln Sie hier mit Besserwisserei herum.

Schämen Sie sich!


Felix
Klar hat jede Chemo Nebenwirkungen.
Krebs kann man leider nicht mit Zuckerwasser vertreiben und auch nicht mit irgendwelchen Zaubermittelchen.
Zum besseren Verständnis:https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/therapieformen/chemotherapie.html Die Medikamente der Chemo = Zytostatika
vernichten die Zellen, die sich gerade in Teilung befinden. Da sich Krebszellen viel schneller teilen und damit auch schneller wachsen als alle anderen normalen Körperzellen, werden dementsprechend mehr Krebszellen vernichtet, aber leider eben auch andere. Daher die Nebenwirkungen, die man inzwischen relativ gut symptomatisch behandeln kann.
Übrigens kann nicht nur Chemo einen Schlaganfall auslösen. Auch der Krebs kann das, leider!
Ja, die Medikamente sind sehr teuer. Aber weder die Ärzte noch die Kliniken verdienen viel daran. Die Firmen, die sie entwickelt haben, haben jahrelang geforscht und getestet. Jede Chemo wird auf den Patienten speziell zugeschnitten je nach Zellart, Tumorart, Verbreitung und Zustand des Patienten.
Diese Arbeit will auch bezahlt werden.
Unsere Klinik, die auf Tumornachbehandlung = Chemo spezialisiert war, ist pleite gegangen, weil der Aufwand einer Chemo die Fallpauschale der Krankenkassen weit überstiegen hat.
Das sollte man realistisch sehen und nicht laienhafter Hetze glauben.
Jeder hat das Recht, eine Chemo abzulehnen, wenn das sein eigener
Entschluß ist, aber ich würde es nicht wagen jemandem zu- oder abzuraten.
Wer will das verantworten? Ich nicht!
Wer sich weiter informieren will, bitte schön:https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/therapieformen/chemotherapie/gute-informationen-helfen-wenn-patienten-angst-vor-de.html
41acul hat geschrieben: @ataata,

Schämen Sie sich!
Felix


Ja, ja Herr "Oberlehrer und Dr. Allwissend"........!
Das Wort "eigene Erfahrung" Informationen über "andere Quellen" sind wohl für Sie Fremdwörter? Hier gibt es nicht nur ein "Weiß-Denken" im Sinne von....!

Trotzdem, sollte sich eine Usererin von meiner persönlichen Ansicht gekränkt fühlen, das war nicht meine Absicht, es tut mir leid.
Ich glaube nicht, dass ich jemanden persönlich angesprochen, angegriffen oder beleidigt habe.
Mir stellt sich die Frage, warum Chemo, wenn keine Metastasen und kein LKbefall? Tumorentfernenung und Bestrahlung, wären doch auch eine Option. Viel Kraft an Euch.
Ja, z,B. bei Brustkrebs, bei dem der Wächter-Lymphknoten unter der Achsel frei ist von Metastasen. Bei mir ist das nun mehr als 13 Jahre her. Der Knoten blieb örtlich begrenzt.
Anders verhält es sich bei Krebs an Organen, die "streuen". Da sollten durch die Chemotherapie auch Metastasen an weit entfernten Stellen erreicht werden.
Quelle: © M. Letschert - fotolia.com

>> Chemotherapien werden oft mit einer unheilbaren Erkrankung in Verbindung gebracht. Das ist nicht richtig. Chemotherapien werden nicht nur bei fortgeschrittenen Tumoren, sondern auch im Frühstadium (neoadjuvant, d.h. vor der Operation, oder adjuvant, d.h. nach der Operation) eingesetzt, wenn die entsprechende Indikation besteht. Dabei sollen winzigste Tumorabsiedlungen, sogenannte Mikrometastasen, in anderen Organen zerstört werden. Weil deren Existenz auch mit modernen bildgebenden Verfahren nicht nachgewiesen und daher auch nicht sicher ausgeschlossen werden kann, wird eine „vorbeugende“ Chemotherapie Patientinnen mit entsprechender Risikokonstellation empfohlen, weil dadurch das Rückfall- und Sterberisiko nachweislich gesenkt werden kann.


Bei wem wird die Chemotherapie eingesetzt?

Nur Patientinnen mit frühem Brustkrebs und nachgewiesen niedrigem Rückfallrisiko kann eine Chemotherapie erspart werden. Dies betrifft vor allem Hormonrezeptor-positive, >> HER2-negative Patientinnen ohne Lymphknotenbefall, bei denen eine rein endokrine Therapie ausreichend ist. Biomarker- und Gentest können ggf. zukünftig helfen, diese Patientinnengruppe sicher zu identifizieren.

Allen anderen Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium wird heute eine vorbeugende Chemotherapie empfohlen, unabhängig von ihrem Alter:


Wer den ganzen Artikel lesen will:
https://www.krebsgesellschaft.de/onko-i ... rapie.html
@Flesermutzel,
nochmals möchte ich mich für Deinen Beitrag bedanken. Objektiver kann über den jetzigen Stand der Chemotherapie als Überblick nicht berichtet werden. Auch das wichtige Dilemma der Mikrometastasen wird angesprochen. Heute ist die Medizin nicht in der Lage, sie nachzuweisen. Es genügen ja wenige Krebszellen, die sich irgendwo im Organismus vom Primärtumor (Anfangstumor) ausgehend dort angesiedelt haben, um ein Rezidiv (Wiederaufflammen) zu bewirken.
Als Entscheidungshilfe bleibt nur die empirisch erarbeitete Wahrscheinlichkeit. Diese Daten werden weltweit auf Kongressen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen verglichen: Wieviel Patienten haben nach fünf Jahren mit Chemotherapie, ohne nachweisbare Metastasen, mehr überlebt als ohne. Selbst diese ist von Krebsart zu Krebsart verschieden. Und selbst die Medikamente der Chemotherapie - für jede Krebsart anders - entwickel sich in einem rasenden Tempo weiter. Wir stehen mit Hilfe der Gentechnik vor einem neuen Durchbruch der Behandlung und einem erweiterten Behandlungskonzept. Das ist der Stand der Dinge, die Aussichten der Krebsbehandlung haben sich beträchtlich verbessert. Trotzdem, eine Garantie gibt es nicht.
Gruß
Felix
@Felix,
danke für Dein Lob!
Wenn ich etwas gelernt habe, dann über den Wandel der Chemos und
ihrer Folgen. Ich hab fast mein ganzes Berufsleben in einer onkologischen
Klinik gearbeitet, angeschlossen an das Klinikum Großhadern.
Ich habe vor 40 Jahren gesehen, wie schlecht verträglich die
Chemos damals oft waren, und die Erfolge waren doch recht spärlich.
Aber die Wissenschaft hat Erfolge errungen (ja, das hat viel Geld verschlungen),
viele Patienten wurden geheilt, oder es hat sich doch für längere Zeit
ihr Zustand verbessert. Die Nebenwirkungen konnten recht gut
in den Griff bekommen werden.
Die Chemo ist eine Chance, leider noch keine Garantie auf Erfolg,
aber ich finde es unverantwortlich, hier jemandem Angst davor zu machen.
Jeder kann doch selbst entscheiden, ob er den Strohhalm ergreifen will.
ja, Chemo ist EINE Chance..... aber die Diagnose Krebs hat für viele Menschen sprichwörtlich die Reaktion zur Folge "Angst essen Seele auf" ......
weil diese Möglichkeit der Erkrankung selten auf unserer inneren Festplatte eine Platz hat (fast wie das Sterben - obwohl der Tod zwangsläufig zum Leben dazu gehört)....
und die Wirkung/Auswirkung auf jeden einzelnen ist NICHT vorauszusehen - siehe die oben geschilderten Beispiele

ich habe bereits als Kind/Jugendliche meinen kranken Vater erlebt, bei dem letztendlich Krebs in Form eines Hirntumors (später Metastasen) diagnostiziert wurde - ja, er hat alle Chemos mitgemacht, die ihm angeboten wurden ...

viele Jahre später stand meine Mutter mit Brustkrebs vor der OP (ohne Chemo)

eine gute Bekannte(in meinem Alter) hatte ebenfalls Brustkrebs und zusätzlich versch. Chemotherapien - noch heute wirft ihr Körper ihr immer wieder neue Stolpersteine in den Weg ... die z.B. was die Probleme am Herzen betrifft lt. Aussage des Kardiologen auch noch als Folgen der Chemo anzusehen sind
und sie hat immer noch Kontakte zu Frauen, die damals mit ihr "im Boot sassen" - mit den unterschiedlichsten Ergebnissen...

"erstens kommt es anders, zweitens als man denkt" - dies ist meines Erachtens ein Sprichwort was auch hier passt
JEDER hat letztendlich die Entscheidung selber zu treffen und sollte objektiv beraten , aber nicht überredet werden....und mit seinen Fragen ernst genommen werden

und JEDER sollte sich spätestens dann persönlich fragen, wovor er die größte Angst hat

@flesermutzel
ja, der Wandel ist beachtlich - doch die klare Aussage "eine Chance ohne Garantie" auch ......

@acul
auch du hast geschrieben, dass es keine Garantie gibt!!
und beleidigend jemandem zu schreiben "schämen sie sich" zeigt für mich verdammt wenig Toleranz
jeder hat SEINE Erfahrungen und SEINE Rückschlüsse - die wollen erst mal ernst genommen werden, bevor ich ihn angreife

und der schriftliche Austausch - wie hier - ist sehr linear und Fehlinterpretationen somit fast zwangsläufig ...
Hallo,
Angst entsteht halt oft auch aus Unwissenheit.
Jemand, der noch nie damit zu tun hatte, erlebt es halt in einer meist lebensbedrohlichen Situation.
(Ich selbst hatte aber weder eine Krebserkrankung noch eine Chemo, nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen).

Man bekommt vielleicht aus heiterem Himmel heraus die Diagnose Krebs.
Das hebelt einen und die Angehörigen schon völlig aus. Dann weitere Untersuchungen und evtl. Operationen. Danach warten auf die Tumorkonferenz.
Dazwischen vielleicht Entlassung aus der Klinik oder auch nicht. Je nach dem.

"Aufklärende Gespräche" - auch so oder so. Hängt auch vom Wissen und Wesen des Patienten ab.

Patient und nächste Angehörige können nur mehr zum Teil wahrnehmen, was ihnen gesagt wird.

Dann Entscheidung, wo die Chemo durchgeführt wird... im Krankenhaus, beim Onkologen ?



Wenn man von dieser Diagnose quasi überrollt wird, dann ist man einfach überfordert. Es ist einem nicht klar, daß es wichtig ist, daß bei Chemozwischenfällen auch am Wochenende ein Arzt erreichbar sein muß.
Man weiß vielleicht nicht, daß man am Tag vor der Chemo zur Blutabnahme muß, daß man evtl. danach zur Blutabnahme muß, daß man evtl. eine Bluttransfusion braucht,
daß die Chemo auch mal 24 Stunden dauern kann, daß man nicht selbständig dorthin fahren kann, daß man einen Teil der Chemo auch über Nacht zuhause mittels einer Pumpe bekommen kann, d.h., man am nächsten morgen wieder zum Arzt oder in die Klinik muß, daß man im Denken langsamer werden kann, daß man den Haushalt nicht mehr schafft,

usw.

schlicht, daß man einfach Hilfe brauchen kann.


Das sind schon sehr relevante Punkte, die es da zu beachten gibt.

Auch wenn es viel Literatur und Artikel im Internet gibt, ist es etwas anderes, das selbst zu erleben. Deshalb ist meine Bitte, daß die Aufklärung etwas pragmatischer sein sollte.
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