uhu2901 hat geschrieben:
Ich habe die Erfahrung gemacht, wichtig ist es informiert zu sein, mit den Ärzten reden und ihnen vertrauen, sie haben die Kompetenz. Meine damals behandelnde Ärztin ist meine Vertraute und sie hat sich auch weiter entwickelt und fort gebildet.
Damals habe ich sehr viel gelesen und ein amerikanischer Arzt wunderte sich warum manche Patienten sterben und andere überleben. Er hat eine Untersuchung gemacht und erfahren, dass es an der Einstellung liegt wie man mit der Krankheit umgeht. Ich mag das Wort zwar nicht...positiv denken...aber es hat etwas.



Mein Vater hattte absoluten Lebenswillen, trotz seines Alters. In seiner Wahrnehmung waren die Ärzte Quacksalber und nur sein Lebenswille hat ihn letztendlich am Leben gehalten.
Uhu2901. Danke für Deine Worte u Erfahrungen. Ja wenn ich genau wüsste wie meine kranke Tochter wirklich denkt  und fühlt ginge es mir besser,aber sie macht vieles mit sich selber ab. Gestern ist sie  nach dem fiebrigen Infekt aus dem Krankenhaus gekommen,mittags war sie schon mit ihrer Tochter auf einem Kindergeburtstag u heute  morgen mit ihrem Sohn beim Arzt.  Ich bin noch berufstätig  und kann ihr nicht alles abnehmen.  Der Papa ging heute wieder arbeiten.  Man könnte vieles anders regeln,aber ich will den Jungen  nicht zu sehr reinreden.   So mache ich mir eben Sorgen.
Das positive Denken fällt mir oft schwer.
Rabea.... Ich weis genau was Du meinst.    Ich bin ab Mai in Rente u muss unbedingt  den Spagat schaffen , für meine Kinder da zu sein u mich nicht selbst zu vergessen.
Dabei hilft mir mein Lebensgefährte , der zwar auch für uns da ist aber immer wieder dafür sorgt,dass ich  wir auch  etwas für uns tun. Nun  ich wünsche Dir ,dass Duauch einen Weg findest ,etwas für Dich zu tun ( vielleicht   auch eine Reha).    Alles Gute für Dich.
OMally.       Viel Glück u Freude dem zukünftigen Opa.. 
Hallo Kira
Ich habe vor 4 Jahren die Diagnose Brustkrebs bekommen und das ganze Programm durchlaufen. Ich hatte Chemo, Antikörpertherapie, Bestrahlung und bin noch in der Hormontherapie. Die erste Zeit war schlimm, besonders, weil ich so starke Wundheilungsstörungen hatte, dass sich die verhasste Therapie, die ich jetzt ganz dringend haben wollte, immer weiter hinauszögerte. Meine Eltern haben ganz fürchterlich gelitten, besonders meine Mutter. Es ist ja so, dass nichts mehr ist wie vorher. Durch diese Krankheit wird ein Grundvertrauen erschüttert und die Angst, die sich eingeschlichen hat, geht einfach nicht mehr weg. Ich hoffe, deine Tochter hat bis jetzt alles gut überstanden. Mit jedem weiteren Monat, der vergeht, wachsen Zuversicht und Stärke. Auch bei Dir. Und irgendwann kehrt wieder die Normalität ein und das Leben ist wieder da. Mich würde wirklich interessieren, wie es deiner Tochter und vor allem auch Dir jetzt geht.

Und noch kurz etwas zu Sphinx; auch wenn man selber Krebs hatte und gerade dann sollte man mit seinen Statements etwas sensibler sein. Wenn die Krankheit noch "neu" ist und man so gar nicht weiß, was sie einem noch bringen wird machen sich düstere Nachrichten nicht gut. Ich kenne das und ich habe es gehasst. Und ich höre es heute noch nicht gerne. Was soll es mir auch bringen? Fakt ist, dass es viel viel besser werden wird und das ist doch schon mal was. Alles Gute Euch
Nach längere Zeit wieder ausgegraben. :(
Chemo verträgt jede anderes und das hängt von verschiedenen Faktoren, das alles zu allgemeinen ist falsch. Und jeder Fall ist anderes.
Du sagst es. Wir haben zu dritt die gleiche Chemo bekommen. Zwei, darunter auch ich, haben es verhältnismäßig gut verkraftet und die Nummer 3 hat von der ersten Runde an gelitten. Steckt man nicht drin. Ich denke, das gilt für jede Form der Therapie. Momentan schlage ich mich mit den Hormonen und wer den Fight gewinnt, ist auch noch nicht raus. Was ich meine ist ganz einfach, dass Menschen in dieser Situation -und das gilt auch ganz besonders für die Angehörigen, die immer gerne vergessen werden- ganz viel Mut und Zuspruch brauchen. Kein Versteckspiel, keinen Rückzug und keine falsche Betroffenheit. Aber auch keine Äußerungen, die auf Schlimmes schließen lassen könnten. Was glaubst Du wie oft ich Berichte über Leute höre, bei denen es schlecht läuft. Muss ich nicht haben. Ich weiß, wie Krebs ausgehen kann. Aber gerade darum bin ich ein Fan positiver Statements.
Wünsche ich Euch alles gute! :D
Ich habe keine chemo gemacht, habe sie abgelehnt, aber ich für mich wusste, sie bringt mich um
aber ich würde niemals jemandem zu etwas oder gegen etwas raten. 

ich für mich habe andere wege gewählt, und ich kann sagen, für mich war es richtig so.

Und nein, krebs muss kein todesurteil sein, obwohl es sich erst so anfühlt, fallen in ein schwarzes loch.

meine beiden erkrankungen, brust und lunge, sind 20 jahre her.
danke nach oben 
@Donna_
kannst mir vielleicht ein Brieflein schreiben? Danke! :D
Ich finde es stark, dass Du das alles ohne Chemo geschafft hast. Da hat der liebe Gott gut auf Dich aufgepasst. Ich hätte viel zu viel Angst gehabt, auf die Chemo und den Rest zu verzichten. Hatte immer das Gefühl, ich würde mir die Chancen zum Weiterleben nehmen. Gerne habe ich es nicht gemacht, wobei ich vor der Bestrahlung fast noch mehr Angst hatte. Wer weiß schon, was richtig ist. Und falls ich garstig war, liebe Sphinx, so war das nicht so gemeint. Manchmal habe ich in jedem Muskel Schmerzen von dieser blöden Hormontherapie und dann bin ich etwas zickig. Außerdem hat mir vorgestern jemand ganz glücklich berichtet, dass er auch jemanden kennt, der Brustkrebs hat. Abgesehen von der Verstümmelung hat die Arme jetzt noch Tumore in der Speiseröhre und im Hals und was weiß ich wo. Warum erzählen einem die Leute immer sowas und gerade dann, wenn man ohnehin körperlich einen schlechten Streifen hat? Ich kann das wirklich nicht immer vertragen. Ich habe nix gegen offene Gespräche aber diese Nachrichten werden einmal manchmal apportiert wie ein Hund das mit nem Knochen macht. Huhu. Ich kenne auch wen. Und da ist alles gaaanz schröcklich
ich lese jetzt gerade erst wieder hier, liebe sphinx, was soll ich dir denn für ein brieflein schreiben?

weisst du, igraine, ich wusste innerlich, was gut und richtig für mich ist, und dem bin ich nachgegangen, und ja, es haben viele für mich gebetet, ich selber auch,

aber wie ich diese zeit überstanden habe, weiss ich bis heute noch nicht, bin zwischen brust- und lungenop mit meiner tocher, die eine behinderung hat, zu ihrer herz op gefahren .....

ich kann da wirklich nur sagen, dass gott mich da durchgetragen hat, wie, weiss ich nicht ......
aber er hat ......

war mehrmals in einer klinik für ganzheitsmedizin, wo ein aufbau mit verschiedenen sachen gemacht wurde, habe viel für meine seele getan, und die angst, was passiert mit unserem kind, wenn ich sterbe ..... hat mich auch am leben gehalten ....ich sage das jetzt mal so einfach .....es waren viele faktoren

aber ich hatte einfach für mich die totale innere gewissheit, keine chemo zu machen, und auch, dass mir die chemo nicht helfen würde------ ja, und dem bin ich nachgegangen, habe auf mein innerstes gehört, gegen die vernunft und gegen die ärzte
Hallo Igraine.....
Danke für Dein Interesse. meine Tochter hat soweit alles überstanden. Am 30!Juli hat sie Ihrem 40 . Geburtstag groß gefeiert. Dann führ sie zur Reha, die ihr sehr gut getan .hat ,besonders mit  den Erfahrungswerten anderer Betroffenen. Nun arbeitet sie wieder u führt ein normales Leben.  ABergerade heute  heute fahre ich mit ihr nach Freiburg um das Ergebnis ihrer Genanalyse zu erfahren.  Wenn sie den Gendefekt hat muss Sie  sich weiter mit ihrer Krankheit auseinandersetzen.
Ja. Ich habe schreckliche Angst um Sie.  Würde am liebsten den Kopf in den Sand  stecken...........mein Grundvertauen in das Leben ist sehr erschüttert.aberdas darf ich nicht aussprechen.
Es. Tut mir heut morgen gut dies hier sagen ,schreiben zu dürfen.
mal sehen was der Tag bringt....
L.g. Kira. 
Chemotherapie kann man unterstützen und die Nebenwirkungen lindern, wenn man einige Zeit fastet.
das bedeutet 24 Stunden vor und 12 Stunden nach der Chemo nichts essen
die Havelklinik in Berlin bietet das Krebspatienten an. es ist aber nur praktizierbar, wenn man nicht zu engmaschig die Chemo bekommt.
[Liebe Kira,
nicht den Kopf in den Sand stecken, dafür gibt es keinen Grund. Meine Diagnose Brustkrebs ist ein Jahr her, ich habe erhaltene OP, Chemo und Strahlentherapie, sowie REHA hinter mir. ehrlich gesagt: Mir geht es jetzt besser als vorher! Es ist da viel passiert seelisch. Die Chemo war nicht immer einfach, aber machbar mit Unterstützung der sehr lieben Chemoschwestern, der Ärzte, Erfahrungsaustausch mit Anderen bezüglich Nebenwirkungen, Hilfe von Freunden. Vor einer Fastenkur bei der Chemo wurden wir in der Klinik ausdrücklich gewarnt. Es gibt ja verschiedene Chemos, bei der EC alle drei Wochen, ist einem in der ersten Woche recht schlecht. Wenn man es weiß, kann man sich darauf einstellen und es gut durchstehen. Wem es sehr schlecht geht, der bekommt gegen die Übelkeit auch Tabletten. Wer fastet riskiert, dass er nicht genug Abwehrkräfte besitzt, das Immunsysthem nicht ausreichend gestärkt ist, was zu dieser Zeit sehr wichtig ist. Bei schlanken Personen muß sogar vor Fasten gewarnt werden, man nimmt sehr viel ab.
Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Dir liebe Kira möchte ich sagen: Ich finde es gut, dass Du viel an Deine Tochter denkst und Dich kümmerst, aber von Sorgen und Angst ist noch keiner gesund geworden. Was man mit Krebs lernt ist die Dinge so zu nehmen wie sie sind und das Machbare Schritt für Schritt zu tun. Bei Krebs liegt vieles nicht in unserer Hand, wir müssen loslassen lernen und jeden Tag intensiver genießen, sehen was wir Schönes haben. Denn jeder neue Tag ist ein Geschenk! Sieh zu, dass Du Dein Lebensgefäß immer wieder neu füllst mit schönen Dingen, die Dir Spaß machen. Angst, Stress und Sorgen saugen Dich aus, Du wirst kraftlos und hast nur noch mehr Angst. Hier gilt es gut für sich selbst zu sorgen!!! Ich hätte es vorher nie gedacht, aber Krebs hat auch Vorteile: Man sieht das Leben mit anderen Augen, lebt gesünder, intensiver, geht liebevoller und toleranter mit sich und anderen um, nimmt nicht mehr alles so wichtig, lacht öfter, auch über sich selbst.
Liebe Kira rede mit anderen über Deine Sorgen, laß sie raus und los. Es ist so, dass es Angehörigen oft genausoviel zu schaffen macht, ja oft mehr als den Betroffenen selbst.
Vertraue den Ärzten, die meisten wissen was sie da machen und es gibt viel Neues!!!
In diesem Sinne liebe Grüße von Ostseekind2
Gibt es verschiedene Chemos und jeder verträgt anderes. :wink:
Hallo Ostseekind
Danke für deine lieben Worte und deine Geschichte. Du bist etwa so weit wie meine Tochter u hast alles am eigenen Leib erfahren.Meine Tochter wird als geheilt bezeichnet u fühlt sich auch so.
Letzte Woche hat uns das ganze nur noch mal eingeholt, da wir nach Freiburg einbestellt wurden um das Ergebnis der Genanalyse zu erfahren. Im Vorfeld hatte man gesagt ,dass wir bei einem für Sie positiven Ergebnis schriftlich benachrichtigt würden. Doch es ist soweit alles gut. Sie hat keinen Gendefekt, der auf eine weitere Krebserkrankung hinweisen könnte.   Sie hat nur eine Abweichung, deren Grund u Folge noch nicht bekannt ist. 
Der Arzt wollte dies persönlich erklären u  hat sich sehr gefreut, meine Tochter so strahlend u gesund zu sehen. Sie soll ihr Leben genießen, die Vorsorge gewissenhaft durchführen .Wir waren sooo erleichtert u glücklich.
Nun werde ich meine Angst versuchen los zu lassen u mich um mich selbst zu kümmern.
Dir wünsche ich alles erdenklich Gute u viel Glück. Du  hast ja die richtige Einstellung und so wird es bei Dir auch gut werden u bleiben.

Liebe Grüße Kira 
cron