Sehe es nicht als Kritik Schneeweiss1256.

Ich denke, manches wird eher gelesen und verstanden, wenn es knapp gefasst ist. Manch einer freut sich auch über eine ausführliche Erklärung.

Allerdings neige ich auch oft zu zu viel Text.

Also alles gut.
@ maybe:

Hab ich nicht als Kritik aufgefasst..... :D

Ich neige allgemein dazu, auschweifend zu erklären. Was nicht immer von Vorteil ist. Von daher..... mal sehen..... ob ich das dann mal besser auf den Punkt gebracht hinkreige...... konnte ich schon mal.... ;-)
Ich nun wieder:
Mit dem Verfallsdatum der Waren und Medikamente halte ich das eher als eine Empfehlung des Handels, fix wieder neu zu kaufen. Da muss ich schon mit mehr als einem Aufdruck überzeugt werden. Ich warte auch nicht an der Ampel wegen der roten Farbe. :)
Zum Beispiel hat meine Uralt-Tablette kürzlich der Nachbarin sehr wirkungsvoll gegen Dünnpfiff geholfen. Mir hilft zur Zeit meine alte Salbe gar nicht, da muss ich erst zum Doktor wegen eines Rezepts. :mrgreen:
Bei der Pharmaindustrie sollte man lieber Aktien kaufen als Medikamente. :lol:

Mit Tensiden im Wasser, das war mir schon klar, nur nicht woraus sie bestehen. Also nach eurer Erklärung aus allen möglichen Atomen bzw. Molekülen?
@ Kultii:

Es gibt so viele verschiedene Tenside, dass ich gar nicht aufzählen kann, aus welchen Elementen die sich zusammen setzen. Das Wirkprinzip ist aber immer das gleiche. Mal mehr und mal weniger ausgeprägt.

Hier nur ein einziges, nichtionisches .... also nicht über die Ladungen funktionierendes Tensid, das sehr moderat wirkt..... und dadurch wunderbar dosierbar war ....

https://de.wikipedia.org/wiki/Octoxinol_9


Und zu den Medikamenten noch mal:

Das, was Du meinst ist das MHD (Mindesthalbarkeitsdatum), das ja mittlerweile sogar auch auf allen mögichen Sachen zu finden ist, auch wenn man eigentlich weiß, dass die nicht verderben. Das dient.... auch.... als Kaufanreiz.... :wink:

Das, was auf den Medikamenten steht, ist das Verfallsdatum. Der Zeitpunkt, an dem der Wirkstoff in der Laboranlalyse aufgehört hat, zu wirken.... oder andere nicht gewünschte Eigenschaften gezeigt hat. Er kann auch darüber hinaus wirksam sein. Aber ich vertraue darauf nicht.

Das MHD ist übrigens der Zeitpunkt, bei dem sich im Labor auf den angelegten mikorbiologischen Kulturen die ersten Keime zeigen und man sie auszählen kann. Hab selbst nie damit gearbeitet, aber auch in einem Labor gearbeitet, in dem auch mikrobilogisch gearbeitet wurde. Das Feld gehört den mikrobiologisch ausgebildeten Menschen.... :wink:
Scheinbar bin ich die Einzige, mit diesbezüglich dummen Fragen. Ich versuch's dennoch noch mal:

Weil ich grade meine neuen Strumpfhosen durchs Wasser ziehe - was passiert mit dem Perlonfaden, dass Wasser ihn festigt?
@Kultii:
Von meiner Seite aus muss ich Dich mit einer Antwort vertrösten. Die Gesundheit hat mir gerade einen richtigen Strich durch die Rechnung gemacht und es wird etwas dauern, bis ich wieder regelmäßig hier sein kann.
Kultii hat geschrieben: Scheinbar bin ich die Einzige, mit diesbezüglich dummen Fragen. Ich versuch's dennoch noch mal:

Weil ich grade meine neuen Strumpfhosen durchs Wasser ziehe - was passiert mit dem Perlonfaden, dass Wasser ihn festigt?





Also, Kulti, ich bin jetzt ja nicht so der Nylon-Fetischist und kenne mich in der Chemie der Polyamide, zu der dieses Produkt gehört, nicht mehr wirklich gut aus. Früher übrigens auch nicht…

Ich erinnere mich allerdings noch gut an die Sorgen der Mädels, dass bei neuen Nylon-Strümpfen ganz schnell Laufmaschen entstehen könnten. Deshalb durfte man ihnen ja auch nicht zu nahe kommen. Vielleicht gab es aber auch andere Gründe….

Aber zurück zu Deinen aktuellen Nylons: Die Eigenschaften von Polyamiden hängt u.a. auch von ihrem Wassergehalt und dem kristallinen Gefüge ab.

Letzteres kann sehr verwirrend sein und ist auch nicht bei allen Arten einheitlich. Lassen wir es also und konzentrieren wir uns auf den Wassergehalt.

Der Wassergehalt ist u.a. stark vom Wasseraufnahmevermögen abhängig. Der wiederum ist stark von der Konzentration der Amidgruppen abhängig.

Um die Reißfestigkeit (die Experten sprechen hier übrigens von Schlagzähigkeit) zu verbessern, kam man auf die Idee, sogenannte Additive beizumengen.

Irgendwelche Polyolefine, glaube ich zumindest. Diesen beigefügten Additives ist es auch zu verdanken, dass Deine Nylons nach dem Spülen im Wasser reißfester sein sollten.

Ich habe hier allerdings sehr dünnes Eis betreten – am Besten wartest Du ab, bis Schneeweiss wieder da ist.

Übrigens: Schön, dass Du Nylonstrümpfe trägst…
Danke Patriarch,
das ist schon mal ein Ansatz. Also verstehe ich, dass tatsächlich nicht die Naht, sondern der Faden mittels Wasser gefestigt wird. Nun frage ich mich, warum die Hersteller das leidige Problem der Laufmaschen erst hineinproduzieren?
Da fällt mir das Glühlampenkartell ein. :cry:
Früher kosteten Strumpfhosen im Osten ein Vermögen und heute sind ordentliche auch nicht grade billig.
Also ich trage gern Rock und die jungen Mädchen entdecken ihn auch wieder. Aber es gibt Berufe, da ist das Vorschrift.
Grüße in die Nachbrschaft. :)
Ich denke, dass die neuen Strümpfe schon lange gelagert wurden und total trocken sind. Das bekommt den Fasern nicht. Das Waschen bzw. das Wasser macht die Faser stärker und elastischer.

Der Feuchtigkeitsverlust verringert auch die Elastizität der Haut der User 50 plus, gelle.u , das nur im Allgemeinen :D

Ich kenne noch diesen Trick, der etwas länger vorbereitet werden muss, aber als Vorbeugung dient. Nachdem ich neue Strümpfe gekauft habe, spüle ich sie sie unter Wasser durch und steckt sie für die Nacht in eine Plastiktüte im Gefrierschrank. Am nächsten Tag warte ich, bis sie auftauen und ziehe sie an. Der Clou ist, dass der Frost die Fasern stärkt und sie dann weniger reissen.
Kultur schreibt:
‚Nun frage ich mich, warum die Hersteller das leidige Problem der Laufmaschen erst hineinproduzieren?‘

Warum wohl? Weil sie verdienen wollen!
Auch in Geräte (ZB Laptops) werden absichtlich ‚Schwachstellen‘ eingebaut. Reparieren ist zu teuer,- es muß ein neues Gerät gekauft werden....

Zu den Strümpfen: Ich halte die Veränderung der Strümpfe (haltbarer?) nicht für keinen chemischen, sondern einen physikalischen Effekt.
Das bei der Produktion eingeplante frühzeitige Kaputtgehen von Gebrauchsartikeln nennt man Obsoleszenz.

Glühbirnen könnten fast ewig brennen, Akkus könnten jahrzehntelang halten (das tun sie in Raumsonden und Satelliten), Drucker haben ein Zahl einprogrammiert, bei der sie den Geist aufgeben, und Strümpfe soll man sowieso nur einmal tragen.

Es gab eine Waschmaschinenfirma, die ein geniales System für die Trommelverankerung eingebaut hatte.
Die Wäscht und wäscht und geht nicht kaputt ich hab noch eine.
Die Firma ist in Konkurs gegangen - eine Maschine, die ewig läuft, muss man nicht nachkaufen.

Unser ganzes momentanes Wirtschaftssystem beruht auf auf Wegwerfen und Neukaufen.
Z.B. finktioniert eine Küchenwaage tadellos ein Leben lang durch Gewichte.
Die schlaue neue Wirtschaft hat die digitale Waage unters Volk gebracht.
Man braucht eine Batterie fürs Funktionieren, und nach zwei Jahren ist das Ding hässlich zerkratzt oder kaputt.

Egal - so ein Ding kostet 15 Euro - weg mit dem alten, ein neues wird gekauft.

Eine gute nicht digitale Waage kostet 45 Euro und hält ewig.
Auf Lebenszeit gerechnet ist das Teurere das Billigere.


Der Handel und die Produktion leben vom schnellen Verbrauch billiger Dinge.
Der Konsument ist der Angeschmierte, aber er kriegt es meistens gar nicht mit.
Billig Shoppen ist so schööööön !!!
Genau das meine ich mit dem Glühlampenkartell - das war damals nach der Erfindung tatsächlich eine Absprache, die Dinger kaputt gehen zu lassen. Und das ist heute noch gang und gäbe zum Ärger der Ingenieure, die Besseres könnten.

Neuerdings hat eine Ministerin Verschwendung und Materialvergeudung den Kampf angesagt. Ob sie wirklich was erreicht, glaube ich nicht, so lange die Wirtschaft ständigem Wachstum als Geist hinterherhechelt.

Danke Barborka für den Trick.
Hallo Kulti (25.05.2020, 17:21)

Ob man in dem speziellen Fall der Nylonstrümpfe eine „Schwachstelle“ bewusst hineinproduziert hat, weiß ich nicht. Es könnte durchaus sein, dass hier neben dem Kostenfaktor für mögliche Qualitätsverbesserungen auch produktionstechnische oder verfahrenschemische Ursachen eine Rolle spielen.

Ob übrigens die Naht der Nylons eine Schwachstelle ist, weiß ich nicht aus eigener Erfahrung. Die Mädels, mit denen ich zu tun hatte, bevorzugten alle die „Nahtlosen“ und hatten Angst vor Laufmaschen. Es wäre aber tragisch zu erfahren, dass ein bewusst von den Strumpfherstellern hineinproduziertes Laufmaschenproblem meine damaligen Annäherungsversuche erschwert hätten…. :(


Hallo Leonetta (25.05.2020, 21:01),
Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, dass die physikalischen Eigenschaften der Nylons (Polyamide) abhängig von der chemischen Struktur und den entsprechenden Bindungsverhältnissen sind? Die Reißfestigkeit wäre dann nur die messtechnische physikalische Verkörperung der zu Grunde liegenden chemischen Strukturen/Bindungsverhältnisse.


Hallo Barborka (25.05.2020, 18:55)
Ob Nylonstrümpfe durch die Lagerung so sehr austrocknen, dass sie noch leichter Laufmaschen ziehen, halte ich für eher unwahrscheinlich. Deine bewundernswerte Herangehensweise mit den gefrosteten Nylons zeigt mir aber, was frau alles auf sich nimmt, um schön und attraktiv zu sein….. :wink:


Hallo Barbera (25.05.2020, 21:33)
Ich habe auch meine eigene Meinung zur geplanten Obsoleszenz. Aus wirtschaftlicher Sicht der Produzenten zwar verständlich, aus Sicht der meisten Konsumenten eher weniger. Mit Nachhaltigkeit hat das nicht immer viel zu tun.

Man sollte aber fairerweise auch berücksichtigen, dass die Verbraucher zu einem großen Teil mit ihrem Kaufverhalten (oder auch Wegwerf-Verhalten) Einfluss auf die geplante Produktlebenszeit nehmen. Aus Sicht der Produzenten macht es wenig Sinn, extrem langlebige Produkte auf den Markt zu bringen, die dann innerhalb kurzer Zeit moralisch verschlissen sind und vom Verbraucher durch vermeintlich bessere Produkte ersetzt werden.

Technisch ist allerdings sehr viel machbar, um robuste und verlässliche Gebrauchsgüter zu fertigen. Es gibt auch ganz tolle mathematisch-statistische Methoden, um die Ausfallswahrscheinlichkeit oder Reparaturzyklen zu berechnen.

Aber um beim Beispiel der Nylons zu bleiben: Hier reichte manchmal ein einziger unbedachter Handgriff und die Dinger waren hinüber….. Da hat auch die beste Statistik nicht mehr geholfen. :wink:
Neue Frage aus der Praxis:

Gegen Muskelkrämpfe nehme ich täglich Magnesium. Im Sommer wegen des Schwitzens mehr, im Winter weniger. Ohne geht's leider nicht mehr.

Nun habe ich mich mal kundig gemacht und festgestellt, dass Magnesium in verschiedenen Kombinationen verkauft wird. Da braucht der Laie schon in der Drogerie die Lupe und sollte wissen, worauf es ihm ankommt!

Nun habe ich erlesen, daß eine Verbindung mit Glycin für Magen und andere Befindlichkeiten mir am besten dient und fragte in der Apotheke nach solch einer Kombination. (Glycin hatte ich bereits früher mal probiert, angeblich nehmen es Sportler auch). Die Apothekerin war überfragt, gibt es so etwas, hatten sie das schon mal? Eigentlich gedachte ich so etwas bei ihr kaufen. Ihr Computer half ihr auch nicht. Solch Computergläubigkeit beobachte ich bei diesen "Fachkräften" immer öfters. Am besten man begibt sich selbst ins Internet!
Alte Apotheker hatten da wirklich noch Ahnung!

Nun meine Frage: Diese bevorzugte Verbindung (Mg+Gly) gibt es unter verschiedenen Namen und der Laie muß selbst fündig werden.
Aber immer finde ich Magnesium mit anderen Verbindungen (Ka, Ca usw.)

Kann Magnesium auch allein stabil sein?
Magnesium ist bei ca 350 Stoffwechselvorgöngen notwendig. Es gibt Kombinationen mit Kalium, die für Patienten mit Herzschwäche besonders effektiv sind und deshalb in Österreich von der Kasse bezahlt werden. Als Citrat ist Mg besonders gut verfügbar.