Ok ... Rezepte für die ultimative Coronaparty :D
barbera hat geschrieben: In dem Labor, in dem mein Vater gearbeitet hat, wurde kiloweise Pervitin erzeugt.

Anscheinend pflegte man damit einen sehr lockeren Umgang - bei Müdigkeit seiner Freunde oder auch in der Familie hat er die kleinen Pillchen großzügig verteilt ...

Ich muss gestehen - auch ich habe einige Nächte mit Unterstützung des Muntermachers vor dem Abi durchgebüffelt .


Jedenfalls erzeugt das Zeug einen höchst angenehmen psychischen Höhenflug - man wird ein wenig allmächtig und größenwahnsinnig.


Früher war es einfacher. Heute ist das Meth kochen nicht unbedingt zu empfehlen. Man kann aber sehr gut auf Bio-Produkte ausweichen, beispielsweise Magic Mushrooms. Die haben auch eine „belebende“ Wirkung. Als ich noch etwas jünger war in London wohnte, hat ein Spezi die öfters mal zu Partys mitgebracht. Einmal bin ich danach noch im Dezember nachts im T-Shirt durch die Kälte – hab ich kein 2.tes mal getan.
https://de.wikipedia.org/wiki/Psilocybinhaltige_Pilze
Mein alter Herr war auch immer fasziniert vom Wirkstoff im Mutterkorn - total biologisch!
Die Erfindung des Lysergsäurediethylamids hat er nicht mehr erlebt.
Das hätte ihm sicher gefallen!

Bei uns zu Hause standen immer die Wälzer von Römpp - "Chemische Zaubertränke" im Bücherschrank.
Ich hab sie noch.

Unglaublich, wie leichtfertig sich die Menschen früher vergiftet haben.
In hundert Jahren werden unsere Nachkommen wahrscheinlich dasselbe von uns denken.
Eure Späßchen erwecken die nächste Frage für mich: Die Haltbarkeit bzw. Stabilität von Tabletten. Eine Apothekerin sagte mir, fest sei stabil, darauf setze ich.
Es gibt viele verschiedene Mutterkornalkaloide mit gegenteiligen Wirkungen: Manche erweitern Gefäße, andere verengen. Sie wurden 50 Jahre lang eingesetzt: gegen Hirnleistungsstörungen (Gehirnstoffwrchselverbesserung), gegen Migräne, niederen Blutdruck, gegen Parkinson (Bromokryptin) und in der Gynäkologie.
Kultii hat geschrieben: Eure Späßchen erwecken die nächste Frage für mich: Die Haltbarkeit bzw. Stabilität von Tabletten. Eine Apothekerin sagte mir, fest sei stabil, darauf setze ich.


Da muss ein TablettenexperteInn her. :wink:
So simpel wie eine Tablette auch aussieht, ist sie scheinbar nicht wie ich gerade auf WIKIPEDIA nachgelesen habe.

Stabililität ist ja das kleiner Problem und wenn die Tablette von selbst zerbröselt, muss sie schon sehr alt oder falsch gelagert worden sein.

Die Haltbarkeit ist kritischer, den wenn sich ein Wirkstoff in der Tablette verändert wäre das immer schlecht - aber dafür gibt es ja ein Mindesthaltbarkeitsdatum.

Innerhalb des Mindesthaltbarkeitsdatums sollten ja keine Probleme auftreten und bei so etwas simplen wie dem Wirkstoff im ASPIRIN, hätte ich auch lange nach diesem Datum keine Bedenken.
Hallo Barbara,

Soweit ich es weiß, sind die Wirkstoffe von Pervitin und Crystal Meth nicht gar so unterschiedlich. Und da hat Deine Mutter sage und schreibe 2 kg weggeworfen – einfach so bei die Fische….?

Ich glaube, für ein Gramm Crystal Meth muss man so um die 80 Euro berappen. Da reicht mein kleines Einmaleins gar nicht aus, um den monetären Gegenwert der 2 kg zu berechnen. Nur mal so als Denksportaufgabe. Das hat jetzt aber nichts mit stöchiometrischem Rechnen zu tun… Das bekomme ich gleich gar nicht hin.

Nicht dass Du jetzt glaubst, ich würde mich mit Drogen oder so auskennen. Meine Drogenerfahrungen beschränken sich auf Kaffee, Rotwein und Sex. Letzteres ist aber auch schon lange her, sehr lange sogar, um da korrekt zu sein.

Kaffee gab es heute Morgen, ein Glas Rotwein habe ich gerade vor mir, und Sex … na gut. Oder auch nicht.

Ich bin eben – wie schon angedeutet, ein Vertreter der 8. Hauptgruppe des PSE (sehr reaktionsträge). Und das wird sich auch nicht ändern, jedenfalls heute nicht mehr.

Aber immerhin wird mein Interesse an Chemie langsam wieder geweckt…
Kultii hat geschrieben: Eure Späßchen erwecken die nächste Frage für mich: Die Haltbarkeit bzw. Stabilität von Tabletten. Eine Apothekerin sagte mir, fest sei stabil, darauf setze ich.



Hallo Kultii,

Stabilität von chemischen Verbindungen ist ein sehr komplexes Thema, das man von unterschiedlichsten Gesichtspunkten her betrachten kann.

Aus pharmazeutischer Sicht mag Deine Apothekerin nicht ganz falsch liegen, was die Haltbarkeit/Stabilität von festen Substanzen im Vergleich zu flüssigen betrifft. Möglicherweise hat sie es auch mehr auf die gesundheitliche Wirksamkeit bzw. Unbedenklichkeit bei längerer Lagerung bezogen.


Im eher übergeordneten Sinn – Stabilität von chemischen Verbindungen – kann das ganz anders aussehen.

Hier würde ich mich dem Thema eher aus Sicht der Physikalischen Chemie nähern wollen. Am besten zur Erläuterung geeignet erscheinen mir hier der 2. Hauptsatz der Thermodynamik und der Energieerhaltungssatz.

Du kannst es Dir – extrem und sicherlich auch wissenschaftlich unzulässig vereinfacht – so vorstellen.

Je „energieärmer“ ein System ist, desto stabiler ist es auch. Das heißt, je weniger Möglichkeiten zur weiteren „Energiereduzierung“ innerhalb eines Systems noch bestehen, desto stabiler wird es. Die „freigesetzte Energie“ aus dem System bleibt aber natürlich erhalten, wenn gleich auch in anderer Form. Energie kann ja weder erschaffen noch vernichtet werden (Massen- und Energieerhaltungssatz).

Diese energetischen Veränderungen zum Erreichen des unter den gegebenen Bedingungen tiefst möglichen Energielevels des betrachteten Systems finden z.B. in den äußeren Schalen der Atome (Bohrsches Atommodell) oder eben in den betreffenden Orbitalen (Orbitalmodell) statt.

Quantentheoretiker können dieses und vergleichbare Phänomene viel umfassender und allgemeingültiger erklären. Da wird es richtig spannend, aber leider auch extrem Mathematik lastig…


Vielleicht noch einen Nachsatz:
Da Du beruflich wahrscheinlich eher aus dem sozialen/kulturellen Bereich kommst, nachstehend ein mächtig hinkender Vergleich:

Stell Dir bitte eine Gemeinschaft von Menschen vor. Solange innerhalb dieser Gemeinschaft irgendwelche unnötige „Spannungen“ bestehen, wird versucht, diese „überschüssige Energie“ an die Umwelt abzugeben. Erst wenn alles schön „entspannt“, kehrt Ruhe und Stabilität ein. Genau so kann man es sich bei chemischen Verbindungen vorstellen. Auch diese wollen energetisch „entspannt“ und damit stabil sein.

Oft ist dieser Vorgang reversibel. Man kann dem System von außen Energie zuführen und das Ganze beginnt von Neuem. Das „Anstacheln“ des Systems kann z.B. durch Druck oder Temperatur erfolgen. Das kann man alles ganz gut mathematisch modellieren und berechnen.

Bei sozialen Systemen bzw. Beziehungen ist das wohl offenbar bedeutend schwieriger… Soweit ich weiß, ist hier sogar die Quantenphysik noch in den Kinderschuhen – aber auch Soziologen/Psychologen vertreten keine einheitliche Auffassung. Interessant ist es aber allemal….
Ja, ich wusste es - der @Patriach ist auch von Fach…. :-D …… und so wie ich es einschätze, sogar der eher studierte Theoretiker unter uns…… ;-)

Und nun zu den Tensiden

Ich wollte mich noch mal vergewissern, wie die Tenside chemisch aufgebaut sind. Von daher war noch ein bisschen Recherche notwendig.

Es gibt unzählige verschiedene Tenside (auch Emulgatoren – das gleiche Wirkprinzip), die unterschiedlich chemisch aufgebaut sind, aber immer die gleiche Wirkweise haben. Sie haben einen hydrophilen „Kopf“ und einen hydrophoben „Schwanz“.

Das heißt, dass der hydrophile Kopf sich immer zum Wasser wendet. Und das macht er, weil sich Ladungen dann austauschen und neutralisieren können. In der Chemie sucht sich ja alles den entspanntesten Zustand, den es einnehmen kann…. mal ganz vereinfacht ausgedrückt. Und dieser Austausch von Energien bewirkt schon, dass die Oberflächenspannung von Wasser, die durch den Winkel im Wasseratom entsteht, aufgehoben wird. Die „Schwänze“ des Tensids ragen dann in die umgebende Luft.

Wenn man etwas reinigt, sehen sich die hydrophoben „Schwänze“ der Tenside genötigt, sich an den Schmutz, Öl, etc., anzulagern. Was etwas anderes ist, als sich chemisch zu verbinden. Sie mögen halt das Wasser nicht und versuchen möglichst, etwas anderes zu ergattern, um sich nicht mit dem Wasser auseinander setzen zu müssen…… um es dann mal menschlich auszudrücken….. :-D

Und eben das können wir für uns nutzen, um die Oberflächenspannung für richtig viele Anwendungen herab zu setzen und mit dem Wasser einiges anzustellen, was das Wasser ohne Zusatz von Tensiden strikt verweigern würde. Und so wird halt unsere Wäsche sauber. Für blütenweiß ist dann noch mal ein anderer Stoff zuständig. Optische Aufheller…… von denen ich chemisch gesehen so gut wie gar keine Ahnung habe…… was dann doch vielleicht noch mal geändert gehören könnte…. ;-)

In Cremes werden Emulgatoren, die die gleiche Wirkweise haben wie Tenside, halt nur in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie auch aus guten Gründen nicht Tenside genannt werden, genutzt, um Fett- und Wasserphase fest so miteinander verrühren zu können, dass sie sich nicht mehr oder nur sehr bedingt voneinander trennen können.

Aber sie werden auch Emulgatoren genannt, weil es bei Cremes und auch anderen Wasser-Fett-basierenden, oft nicht mehr gut fließenden Gemischen auch um Emulsionen geht.... ;-)

Und in Mayonnaise oder auch in Soße Hollandaise ist das Lecithin aus dem Eigelb der Emulgator, der die Fettphase stabil hält. Und das Lecithin zusammen mit dem Milcheiweiß bewirkt, dass in Sahne und Milch die Fettphase sich nicht von der Wasserphase trennt.

Zum Schluss noch eigene Erfahrungen zu Tensiden…. :-D ….. ich habe sehr oft vor diesen wirklich überaus zickigen Oberflächenspannungsmessgerät gesessen, das meine Kollegen und ich schon in eine sehr abgeschiedene Ecke des Labors verbannt hatten, in der es ….. und das ist halt der Punkt….. SO GUT WIE ….. keine Erschütterungen gegeben hat. Und wenn nur einer zu diesem Raum, in dem das Gerät stand, die Tür nicht vorsichtig genug zu gemacht hat….. war die Messung zu Ende…. abgebrochen. Und man durfte noch mal anfangen. Mit dem Gerät wurde die (dynamische) Oberflächenspannung von Mixen für die technische Anwendung über eine Blasenbildung gemessen…. was eine sehr hohe Empfindlichkeit für Erschütterungen nötig macht.

https://www.seilnacht.com/waschm/tenside.html
Das ist schon beeindruckend, was ihr so wisst. Selbst am ausgeschlafenen Sonntagmorgen geht das nicht in mein Gehirn.

Partiarch, auch mit deiner versuchten Erklärung weiß ich nun nicht, ob die Zusammensetzung fester Tabletten nach dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums bleibt. Für Dummis ist sie nicht geeignet ;-)) Ich habe da noch Uraltbestände.

Zu den Tensiden, Schneeweiss, stehen die auch im Periodensystem oder was ist das?

Verzweifelt nicht, sind halt so Fragen eines totalen Laien. Müsst auch nicht darauf eingehen. :?
Kultii. Das Periodensystem ist eine Liste der chemischen Elemente (aktuell 118). Ein Tensid ist aber kein chemisches Element.

In vereinfachter Kurzfassung ist Tensid alles, was die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit herabsetzt, wodurch nicht mischbare Flüssigkeiten oder fein verteilte Feststoffe miteinander vermischt werden können. Man kann Tenside auch als Emulgator verwenden. Wie auch Schneeweiss beschrieb.

Seife ist bspw. ein Tensid, sie setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab und löst dadurch Schmutzpartikel. Bei Mayonnaise dient der Eidotter als Emulgator.


Zur Haltbarkeit von Tabletten hat hier TomCat7 eine einfache Zusammenfassung geschrieben. Ein Zitat daraus:

TomCat7 hat geschrieben: Innerhalb des Mindesthaltbarkeitsdatums sollten ja keine Probleme auftreten und bei so etwas simplen wie dem Wirkstoff im ASPIRIN, hätte ich auch lange nach diesem Datum keine Bedenken.
@Kultii:

Im Periodensystem stehen nur die einzelenen Elemente, die sich dann zu Molekülen zusammen setzen. Tenside sind nicht eben kleine, aber auch nicht eben große Moleküle, die sich aus den einzelenen Elementen gebildet haben, auf sehr verschiedene Arten.

Ich versuche mal, ob ich so einen Molekülaufbau hier posten kann.... .....nein, gibt es nicht.... ;-) ....... dazu gibt es zu viele und zu unterschiedliche.... und nur in schematischer Darstellung.

Ich versuchs dann mal am Wasser zu erklären. Ist am Einfachsten.

Der Wasserstoff (H) steht an allererster Stelle im Periodensysten. Davon hat das Wasser 2. Der Sauerstoff (O) steht an 16. Stelle. Und aus Platz- und anderen Gründen, bindet der Sauerstoff in der Regel nur 2 Wasserstoffatome. Also wird H2O daraus.

2H + O = H2O

Die ganz korrekte chemische Bezeichung für Wasser wäre Dihydrogenmonoxid..... :-D ..... und wird ganz gern mal dafür benutzt, um sich den einen oder anderen Spaß zu erlauben.... :-D .... und Menschen auch schon mal auf falsche Fährten zu setzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dihydrogenmonoxid

Alle Stoffe, die wir so kennen... auch Tenside..... setzen sich aus einzelnen Elementen zusammen, die sich auf die eine oder auch andere Art an andere Elemente gebunden haben. Und die Moleküle können schon mal ungeahnte Dimensionen annehmen.... so dann man meint, man müsste sie mit dem bloßen Augen schon sehen können..... ;-) .... kann man aber nicht..... :-D

Und noch was zu dem Tabletten .... aber das nur als Vermutung..... ich denke, es sagt nichts darüber aus, dass der Wirkstoff sich nicht schon zersetzt haben kann, wenn die Tabletten noch in Ordnung aussehen. Ich achte deswegen immer.... und vor allem bei Medikamenten .... auf das aufgedruckte Verfallsdatum. Die Wirkstoffe haben auch nur eine begrenzte Haltbarkeit.


@ maybe: Danke für die Erklärung......

Vielleicht sollte ich doch mal üben, mich kürzer zu fassen .... :D ...... das geht auch viel kürzer, wie ich hier dann immer mal wieder feststelle.... 8)
Kultii hat geschrieben: ob die Zusammensetzung fester Tabletten nach dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums bleibt. Für Dummis ist sie nicht geeignet ;-)) Ich habe da noch Uraltbestände.


Ich habe ehrlich keine Ahnung wieviele Substanzen Pharmazeutisch Verwendung finden...100000? 200000? ?? ....es sind jedenfalls so viele das wahrscheinlich auch ein Apotheker keine seriöse Auskunft geben kann.
"Uraltbestände" ohne wenn und aber entsorgen (in der Apotheke)

So nebenbei: bei 20 Jahre alten Tabletten in einem Plastikbehälter bestünde sogar die Gefahr das Weichmacher im Plastik die Tabletten kontaminiert haben. Auch nicht so toll....
Danke @Schneeweiss.

Nun muss ich dank Deines Einwandes nochmals kurz gefasst nachbessern, Tenside sind keine chemischen Elemente, sie bestehen aber aus Molekülen und diese Moleküle aus Atomen chemischer Elemente.
@maybe:

Jepp, genau so ist es...... :D

Ich übe mal, mich kürzer zu fassen...... 8)