Heute mal wieder ein kleines update.

Bei den gestrigen warmen Temperaturen sind die beiden Halbstarken im Gartenhaus natürlich wach geworden aber es war auch noch kein Tiefschlaf, denn sie üben ja erstmal. Es ist auch ihr erster Winterschlaf, da wissen sie nicht gleich, wie das geht.
Sie hatten eine kleine Portion Futter gefressen und fast nicht randaliert.
Heute erhielten sie wieder Feuchtfutter und frisches Wasser.
Ich lege auch immer wieder etwas Knüllpapier und etwas von der Küchenrolle neben die Schlafhäuser und das ist immer weg, denn sie vervollständigen damit ihr Nest. Das machen sie wirklich vorbildlich :D

Mit meinem Zeitplan habe ich mich etwas verspätet. Ole, Lola und Maja hatten am letzten Dienstag die erste Spritze gegen Lungenwürmer bekommen, morgen die zweite. Ich spritze jetzt nicht mehr die angegebene Dosis von Pro Igel, sondern die erhöhte, die der Berliner Igelspezialist immer nimmt. Das ist mir zwar etwas unheimlich aber bisher ging alles gut. Eine Bekannte kommt immer und hält beim Spritzen die Igel fest, denn (der) Maja und Ole sind tüchtig bockig.
Die Igelmama gibt schon wieder Töne von sich aber sie ist mobil und frisst gut. Ich ignoriere das jetzt, denn im Prinzip ist sie austherapiert. Morgen oder am Freitag (wie ich es schaffe) wird sie in Ihr Winterschlafgehege in der Loggia gebracht und danach erst beziehen Ole & Co. den Souterrain-Raum. Ich wollte die Igelmama nicht mit dem Geraschel und Gewusel der anderen Igel konfrontieren.

Es ist immer eine ganz schöne Arbeit, die Gehege umzuräumen. Die Bretter sind L2mxB50cmxH1,6cm, ziemlich unhandlich also und auch schwer. Ich schleppe sie zum Desinfizieren immer raus in den Garten, damit sie gleich auslüften können. Vorher müssen sie natürlich abgeschrubbt und mit klarem Wasser abgespült werden. Dann wieder rein mit den Brettern und entweder nach oben oder nach unten. Tüchtige Schlepperei aber - noch gehts :)
Dann müssen alle Igel neue Kartons bekommen, die mit Zeitungspapier und Küchenrollenpapier bestückt werden, damit die Kandidaten es kuschelig haben. Die Mama bekommt natürlich ihre Spezial-Winterkiste. Zum Schluss werden die Gehege (je 2m²) mit Zeitungen ausgelegt und Wassernäpfe reingestellt.
Und dann bin ich fertig!!!.
Leider habe ich nebenbei auch noch andere Sachen zu tun...
Im Moment ist es wirklich heftig aber glücklicherweise gibt es bei den Igeln derzeit keine Probleme. Alles unter Kontrolle.
Zum Glück funktioniert der Fernseher noch immer nicht, so muss ich keine Zeit verschwenden. Und einige Kilos bin ich durch die viele Arbeit und die Sorgen auch losgeworden.
Ich hatte heute am Vormittg einen Beitrag geschrieben, der nun leider nicht mehr da ist. Na, vielleicht habe ich ja was falsch gemacht.

Also noch einmal in Kurzfassung.
Gestern erhielt ich einen kleinen Winzling. Die Igelin (Greta) wog 150g. Das ist für diese Jahreszeit schon ein Todeskandidat. Wer weiss, wie lange die Kleine schon hungrig durch die Gegend lief, bevor sie gefunden wurde.
Da konnte ich einfach nicht Nein sagen. Die Finderin ist die von Ole und Lola.

Ich hatte allerdings ein ziemlich schlechtes Gefühl und fragte mich, ob ich das kleine abgemagerte, dehydierte Tier, das außerdem noch extrem Durchfall hatte, durchbringen könnte.
Es sah sehr schlecht aus. Die Igelin wollte nicht fressen und sich auch nicht zwangsfüttern lassen. Ich war regelrecht verzweifelt, denn so würde sie mit Sicherheit sterben.
Seit Freitag ca. 12.00 Uhr bis weit in die Nacht hinein habe ich um das Leben von Greta gekämpft. Ich habe ihr Sterofundin, Aufbaumittel und Vitamine etc. gespritzt und immer wieder versucht, sie zu füttern und ihr was was gegen den Durchfall einzuflößen.
Das war unendlich stressig. Schon einen so kleinen, mageren Igel zu spritzen (subkutan, unter die Haut) war sehr schwierig aber da musste ich durch.
Für die Fütterung fand ich in einer meiner Kisten einen winzig kleinen Plasteaufsatz mit einem Loch vorn. Den konnte ich auf die Spritze (ohne Nadel) stecken und bekam so das Futter verdünnt wenigstens teilweise in den Igel. 3x habe ich Dronenmilch zubereitet und 3x musste sie wegwerfen (die Flüssigkeit wird nach einer Weile schwarz und kann dann nicht mehr verwendet werden), weil es nicht klappte. Beim 4. Mal konnte ich Greta 2ml einflößen.
Gegen 3.00 Uhr war ich regelrecht kaputt und musste ins Bett. Ich hatte kaum Hoffnung, dass das Tier überlebt. Um 5.00 Uhr wurde ich wieder wach und Greta lebte noch. Ich bereitete ihr einen Unterteller mit allem zu, was Igel gerne fressen und ging wieder ins Bett.
Um 8.00 Uhr ging es der Igelin besser. Sie hatte gefressen und wog 170g.
Durch den Durchfall reduzierte sich das Gewicht natürlich wieder und ich beschloss, da das wirklich gute Durchfallmittel Bene Bac nicht half, Greta eine Spritze gegen die fiesen Darmsaugwürmer zu geben. Das passt genau zu den Symptomen. Nun fragt sich mancher, warum werden nicht erst Kotproben untersucht? Weil in diesem Fall keine Zeit dafür ist. Der Igel hat einfach keine Woche Zeit, auf Ergebnisse zu warten. Da muss man eine Entscheidung treffen. Das kann man aber nur, wenn man ausreichend Erfahrung hat und ich glaube, die habe ich. Wenn es wirklich Darmsaugwürmer sind, ist die Igelin in Kürze tot und das Risiko ist mir zu groß.
Auf alle Fälle muss der Durchfall weg, da sie sonst nicht zunehmen kann.

Mal sehen, wie die Nacht heute wird.
Die Nacht vom Samstag zum Sonntag war schlecht...
Die Igelin wollte einfach nicht fressen, nur Durchfall. Das Gewicht war wieder bei 150g und Greta sah nicht gut aus....
Sie m u s s t e fressen! Ich ließ den Plasteaufsatz an der Spritze weg, denn da kommt einfach zu wenig durch und das Futter muss zu sehr verdünnt werden.
Dann hielt ich Greta über das Spülbecken, ließ das Wasser etwas laufen (die Finderin hatte mir erzählt, dass die Igelin auf Wasser reagiert) und flößte dem Tier 2ml Dronenmilch und 2ml Spezialfutter (vom TA f. Hunde/Katzen) ein. Es ging relativ gut.
2-3 Stunden später, es war mitten in der Nacht, bekam sie 3ml Futterbrei eingeflößt. Ich wollte nochmal ein sehr gutes Aufbaumittel und Sterofundin spritzen aber das ging daneben, denn die Igelin wehrte sich und ich war wohl auch zu müde.

Am Sonntag (der Durchfall hatte bereits das Gewicht auf 150g reduziert) war wieder nur Fütterung angesagt und auf einmal ging alles super. Die Kleine schluckte fleißig den nahrhaften Brei und trank die Drohnenmilch.
Das Gewicht ging dann zwar wieder runter aber der Zustand von Greta war deutlich besser. Ihre Augen waren offen, die Nase feucht und in ihrem kleinen Gehege (mit dem selbstgebastelten Schlafhaus) war sie gut zu Fuß.
Gegen 14.00 Uhr kam die Finderin und brachte mir Bene Bac (bei meinem TA war das "ausverkauft"). Ich flößte Greta davon eine ordentliche Portion ein und danach gab es noch 6ml Futterbrei.
Da die Finderin Erfahrungen in der Aufzucht von Wildvögeln hat, dürfte sie ihre Greta auch füttern und war schwer begeistert. Sie machte das wirklich gut und sagte immer wieder, dass Greta jetzt leben wird. Ich hatte aber auch ein gutes Gefühl. Dann erhielt Grea noch eine Aufbauspritze, ich hatte ja jetzt jemanden zum Festhalten.
Die Fütterungen gingen dann in Abständen bis zum Abend weiter und gegen 22.00 Uhr stellte ich der Igelin eine ordentliche Portion Futter und einen Wassernapf ins Gehege und ging schlafen. Ich war völlig übermüdet.

Heute Morgen - der 1.Gang zu Greta - sie hatte ordentlich gefressen, brachte 187 g auf die Waage. Sie hatte zwar viel gekäckert aber es war kaum Durchfall dabei.
Also brauche ich heute nicht zum Tierarzt. Ich wollte mir ein Antibiotikum holen, falls es eine Darmentzündung ist. Nun, das ist nicht mehr nötig.

Meine Vermutung ist, dass die Kleine mit Darmsaugwürmern infiziert war. Die Spritze mit dem Wirkstoff Praziquantel hat ihr wohl das Leben gerettet.

Ich rufe jetzt erstmal die Finderin an und freue mich schon darauf, wie sie sich freut. Die ist genau so emotional, wie ich, schon erstaunlich.

Was für ein schöner Tag!!!!!!!!!!!
Die kleine Igelin "Greta" hat es geschafft!!!!!!!!!
Der Durchfall ist weg und sie wog heute leicht über 200g.
Also keine nächtlichen Fütterungen mehr und kein Sorgenmachenmüssen.

Alle anderen 6 Igel sind bereit für den Winterschlaf.

Ich hoffe sehr, dass ich in diesem Jahr keine hilfsbedürftigen Stachler mehr aufnehmen musss, könnte etwas Ruhe gut gebrauchen.
Jetzt fängt aber erstmal das große Putzen/Desinfizieren an :roll:
Herzlichen Glückwunsch, liebe weidenzweig, zu deinem Erfolg, den du dir redlich verdient hast :D

Ich freue mich mit dir und wünsche dir eine erholsame Pause :)


Ein kleines Update bei mir... die kleine Miezekatze, welche in den Büschen meines Gartens gewohnt hat, konnte eingefangen werden und hat nun ihren Lebensplatz bei meiner Tochter mit Familie. Sie einfach nur goldig und es geht ihr prächtig. Inzwischen hat sie auch ordentlich an Gewicht zugelegt :D

Meine Tochter hat über 40 Zecken von ihren kleinen, dünnen Körper abgesammelt. Flöhe hatte sie keine, doch die Ohrmilben sind trotz Therapie sehr hartnäckig.

Zwei Mini-Igel konnte ich auch einfangen und sie in verantwortungsbewusste Hände geben. Selber bin ich ja inmitten vom Umzug.

Alles Liebe und Gute dir @weidenzweig :D
Liebe WildRose,
na, das sind ja gute Nachrichten.

Das freut mich sehr, dass die kleine Mieze ein gutes Zuhause gefunden hat und es freut mich auch riesig, dass du die beiden kleinen Igel untergebracht hast.
Alle Igel unter 500g, die jetzt noch draußen rumirren, sind Todeskandidaten, sie werden es nicht schaffen.
Da hilft auch keine Zufütterung mehr, denn wenn der Frost da ist, kann kein Igel mehr zunehmen. Die Kalorien, die er aufnimmt, braucht er schon, um seine Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.

Ich bestücke zwar noch mein Futterhaus aber nur, um zu sehen, ob da eventuell irgendwo untergewichtige Igel rumlaufen. Die Igel, die meinen Garten immer besuchen, schlafen jetzt alle.

-Meine beiden Halbstarken im Gartenhaus schlafen nun endlich richtig.
Sie bekommen jetzt nur noch eine Notration Igeltrockenfutter mit einigen Mehlwürmern hingestellt und jeden Abend frisches Wasser.

-Die Igelmama in der Loggia schläft auch. Das ging sehr schnell. Na, sie kennt das ja schon.

-Ole, Lola und Maja (heißt jetzt "Stinker") werden doch nicht bei mir schlafen. Sie werden am kommenden Mittwochabend abgeholt und in ein Gartenhaus gebracht. Die Gehege sind schon fertig.
Sie werden in meinen vorbereiteten Winterschlafkisten nur noch dort reingestellt und können nach dem Winterschlaf und der Auffütterung in der Gegend ausgewildert werden. Das ist praktisch, man entfernt nur die Gehegebretter und öffnet die Tür...
Das ist also für uns in diesem Fall am Mittwoch ein Abschied für immer.

-Die kleine Greta nimmt gut zu und hat auch keinen Durchfall mehr. Morgen schicke ich erstmal die Kotproben zur mikroskopischen Untersuchung weg.
In einigen Tagen bekommt sie einen größeren Auslauf.
Mit 600g (wird noch etwas dauern) darf sie dann auch in der Loggia schlafen.

Also im Prinzip hätte ich dann erstmal ab Donnerstag nur noch einen Igel. Das heißt, es gibt wieder freie Plätze. Zwei Igel könnte ich nehmen und hätte dafür auch die Schlafplätze. Wenn sie bei den Findern schlafen könnten, wäre die Aufnahmekapaztät noch etwas größer.
Mal sehen, was da noch kommt. Die Freundin mit der geschlossenen Igelstation ist informiert.


Morgen, äh, heute, etwas später, werde ich euch über Karin Oehl von Pro Igel berichten, die ihre Igelstation im nächsten Mai aufgeben muss.
Ich gehe jetzt erst nochmal ins Bett.
Heute die angekündigte E-Mail von Frau Oehl von PRO IGEL, die an alle aktiven Igelfreunde und an Mitglieder vom Nabu deutschlandweit gesendet wurde. Ich hatte sie nicht bekommen aber eine Freundin vom Katzenschutz ist im Verteiler.

Wer hier neu ist und von Karin Oehl und PRO IGEL noch nichts gehört hat, kann hier reinschauen:

http://www.pro-igel.de/
und
http://forum.igel-hilfe.org/index.html


Sehr geehrte Damen u. Herren

Schon vor einigen Jahren hatte ich die Absicht, die nun seit fast 40 Jahren bestehende u. stark frequentierte Igelstation zu schließen weil die Zugangszahlen ständig stiegen, meine Gesundheit aber deutlich machte, daß ich der Belastung nicht mehr hinreichend gewachsen bin.

Auch ist es nicht mehr zu verantworten in einem Privathaus derart viele Tiere aufzunehmen u. zu versorgen.

Zum Glück ist die finanzielle Belastung durch große Hilfe erträglicher geworden, denn mit Zuckerwasser kriege ich die Tiere weder gesund noch groß.

Auf dringende Bitten u. in der Einsicht, daß der Bedarf sehr hoch ist – immerhin haben wir einen Jahreszugang zwischen 300 u. 400 Tieren, habe ich dieses Ansinnen trotz deutlicher gesundheitlicher Einschränkungen zurück gestellt.

Mehrfach habe ich angeboten, Schulungen u. Vorträge zum Thema Igel zu halten, das Interesse hat sich sehr in enttäuschenden Grenzen gehalten.

Nun ist der Igel wohl das am häufigsten in der Tierarztpraxis vorgestellte Wildtier u. leider werden Igelfinder sowohl von den Auskünften der tierärztlichen Mitarbeiter, wie auch von den Tierärzten nicht zufriedenstellend beraten u. behandelt. Immerhin sind diese Tiere auch so gut wie nicht Gegenstand der Ausbildung.

Ja es kam häufig vor, daß tierärztlich Mitarbeiter ohne zu hinterfragen, was der Aufnahmegrund ist, einfach empfohlen haben, das meist kranke oder verletzte Tier am Fundort auszusetzen , ja schlimmer noch, es wurde gesagt:,, Sie können den Igel bringen, wir schläfern ihn sowieso ein!”
Das ist weder gesetzeskonform noch mit der tierärztlichen Ethik vereinbar.

Ich hatte gehofft, daß sich in den Jahren, die ich nun schon weiter gemacht habe in Zusammenarbeit mit engagierten u. igelkundigen Tierärzten, die Situation für den Igel deutlich verbessern würde, denn der Lebensraumverlust, der Verlust der Nahrungsvielfalt u. die Gefährdung für den Kulturfolger IGEL haben zu-statt abgenommen.

Und Igel sind keine Holzstöckchen sondern lebende , fühlende Tiere, wie geliebte Haustiere auch.

Noch immer ist trotz aller Bemühungen der Informationsstand zu diesem Tier schlecht, Weder in der Öffentlichkeit , noch dort, wo man kompetente Hilfe erwarten dürfte, nämlich in den Tierarztpraxen, wohin man sich mit einem offensichtlich kranken oder verletzten Tier zunächst Hilfe suchend wendet, noch in Tierheimen, wo entweder keine Igel aufgenommen werden oder die Ausbildung der Tierpfleger zu dieser Spezies wirklich gut und kompetent ist.

Nun läßt mein fortschreitendes Alter u. mein Gesundheitszustand einen weiteren Betrieb der Station in der bisher gewohnten Form bestenfalls noch bis zum Frühling zu, das heißt bis zur Auswilderung im Mai /Juni 2019.

Da aber der Bedarf an sachkundiger Hilfe anhaltend groß ist, biete ich noch einmal an, zu schulen, zu informieren. Anmeldungen sind ab sofort erbeten.

Dabei ist zu bemerken, ein Stündchen oder zwei mal hinhören und reinschaun reicht absolut nicht.

Mit Ende der Saison 2018/19 wird die Station geschlossen. Ich bin dann 75 Jahre alt.

Mir tun schon heute die Tiere leid, die dann keine sachkundige Hilfe mehr erfahren, denn privat geführte Stationen sind nicht flächendeckend vorhanden und da der Begriff nicht geschützt ist, ist die Qualität der Igelhilfe in privater Hand qualitaiv äußerst unterschiedlich. Von mir geschulte Leute führen heute längst eigene so stark frequentierte Stationen, daß eine Übernahme aller sonst hierher gebrachten Tiere nicht möglich ist.

Viele mit Begeisterung eingestiegene Helfer haben schnell das Handtuch geworfen ob der frustrierenden Situation, der finanziellen u. familiären Belastung.

In wie weit die Betreuung im Tierheim gewährleistet ist, kann ich nicht beurteilen, Es waren Mitarbeiter einige Stunden hier, aber in dieser Zeit kann ich meine 40 jährige Erfahrung nicht weiter geben, bleibe aber als BMT-Mitglied im Hintergrund gern hilfsbereit und ansprechbar, wenn es gewünscht wird, so lange es mir möglich ist.

Es tut mir leid, wenn meine Nachricht so negativ zu Ihnen rüber kommt, aber Grund zum Jubeln u. Grund positiv zu berichten ist leider keiner vorhanden.

Seit Mai 2018 nähern wir uns bereits wieder einer Zugangszahl von annähernd 300 Tieren.

Mit sehr besorgtem Gruß und einem Funken Hoffnung, daß es noch einen deutlichen Ruck zum Positiven gibt.

Karin Oehl



Ich persönlich glaube leider nicht daran, dass es einen deutlichen Ruck zum Positiven gibt.
Viele kompetente Igelstationen werden von älteren Personen betrieben, die dann irgendwann nicht mehr können, oft auch aus finanziellen Gründen.
Als eingetragene Igelstation, eingebettet in einen Verein, wie Pro Igel, erhält man sicherlich Zuschüsse aber man steht im Internet und wird mit hilfsbedürftigen Igeln förmlich zugeschüttet. Da man nicht alle Tiere aufnehmen kann, muss man die Leute abweisen und das wäre für mich sehr schlimm, da ich weiss, dass Fundigel, wenn sie nicht sachkundig versorgt werden, keine Chance haben.

Nun, heute war es mal wieder eine längere Info aber wichtig.
Bis bald,
Weidenzweig
Gestern wurden die 3 Igel gegen 19.00 Uhr abgeholt.
Es war schon wirklich etwas komisch für mich aber die Frau, zu der sie ins Gartenhaus einziehen, ist super, hat viel Ahnung von Igeln und ich muss mir keine Sorgen machen.
Sie rief mich dann auch später noch an, und erzählte mir, dass die Kisten mit den Tieren schon im Gartenhaus stehen. Zur Begrüßung hat jeder Igel einen gekochten Hühnerflügel zusätzlich zum Futter bekommen.
Alles guuuuut.

Aber heute... das hat allerdings nichts mit Igeln zu tun....
Ich habe eine meiner Tierschutzkatzen vermittelt und die Mieze wurde heute abgeholt. Das war sehr schlimm für mich. Die Leute sind gut, haben Haus und Garten und sind auch ganz lieb.
Aber die Mulle ist nun schon 3 Jahre bei mir und wollte nicht weg, obwohl sie dort Einzelprinzessin ist und es viel besser hat, als bei mir.
Ich musste sie in den fremden Transportkorb setzen und sie schrie, als sie zurückwollte und ich ihr Hinterteil weiter in den Korb schob. Das war so schlimm für mich und da liefen nur so die Tränen. Es ist schon fast 2 Stunden her aber ich bin noch immer ganz aufgelöst.
Sowas will ich nie wieder erleben müssen!!!!!!! Im Moment weiss ich nicht, wie ich darüber hinwegkommen soll, denke an den Spruch "Abschied ist ein kleines Sterben" und heule schon wieder.
Ich werde mal jetzt besser aufhören, kann schon gar nicht mehr richtig sehen.

Grüße von der
unendlich traurigen Weidenzweig
Von Igeln verstehst Du ja wirklich viel!
Aber von Katzen? Wie konntest Du dem Tier, das schon 3 Jahre bei Dir ist,
das nur antun! :?
ninanachteule hat geschrieben: Von Igeln verstehst Du ja wirklich viel!
Aber von Katzen? Wie konntest Du dem Tier, das schon 3 Jahre bei Dir ist,
das nur antun! :?


@ninanachteule, wie kannst du nur so unsensibel sein!!!

Eine Katze gewöhnt sich schnell an ein neues Zuhause, wenn es ihr gut geht und "weidenzweig" wird mit Sicherheit darauf geachtet haben, dass es so ist!

Bei mir in der Nähe wohnt eine Katze, die hat sich sogar selbst ein neues Zuhause gesucht, weil sie ihre "Dosenöffner" mit anderen Katzen teilen musste. Die ursprüngliche Familie besucht sie immer mal wieder, sie wohnt und lebt aber in der neuen Familie.

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Liebe @weidenzweig, sehr gerne lese ich hier mit und wollte dir immer schon mal schreiben wie sehr ich deinen Einsatz für die Igel und auch für andere Tiere bewundere. Dass du gerade sehr traurig bist, kann ich gut verstehen. Bild

Ganz liebe Grüße an dich
Biggi
@ninanachteule
Diese Katze sollte schon vor 3 Jahren von den Tierschützern, die sie mir brachten, vermittelt werden. Es gelang ihnen nicht. Ich selbst habe auch schon unendlich viel unternommen, es waren immer die falschen Leute. So gingen die Jahre ins Land.
Jetzt haben sich zufälligerweise Menschen gemeldet, die bei einem Tierarzt noch einen alten Aushang gesehen hatten. Sie fragte nach und erhielten meine Tel.-Nr. Ich war sehr überrascht und lernte die Leute kennen. Sie sind genau richtig für diese Katze, einfühlsam, emphatisch und mit Haus und Garten. Der Sohn, der auch schon hier war, hat auf dem gleichen Grundstück sein Haus und dort kann die Katze auch rein, wenn sie will und wird betreut, wenn die Besitzer mal wegfahren. Der übernimmt sie dann auch, falls mit seinen Eltern (knapp unter 70J.) mal was sein sollte.
Wenn es die Katze dort nicht so gut hätte, wäre diese Entscheidung nie von mir getroffen worden, denn ich selbst leide am meisten darunter und sie fehlt mir sehr. Aber es geht nicht um meine Befindlichkeiten, sondern, was für das Tier am besten ist.
Die neue Besitzerin und ich telefonieren jeden Tag 2-3 Mal und wir sind uns einig, wenn es der Mieze genauso geht, wie mir, kommt sie zurück. Im Moment sieht es aber nicht so aus.

Liebe Biggi,
vielen Dank für Deine nette Nachricht.
Ich habe der Mieze ganz viel mitgegeben, ihre Schlafhöhlen, Kratzbaum, Spielzeug uvm. Die Leute habe auch noch einen Kratzbaum gekauft und alles ganz lieb vorbereitet. Vielleicht musste es einfach so lange dauern, damit sie zu den richtigen Menschen kommt. Ich würde mich freuen, wenn sie sich dort gut und schnell einlebt. Alle Voraussetzungen sind vorhanden.


Das war jetzt ein kleiner Ausflug in Reich der Katzen. Belassen wir es dabei und wenden uns wieder den Igeln zu.

Die kleine Igelin Greta wog heute früh 299g und hat mich schon ordentlich in den Finger gezwickt. Gut so. Sie läßt sich nichts gefallen und das Wiegen mag sie schon gar nicht.
Der Hühnerflügel vom gestrigen Abendbrot (zusätzlich zum Futter) war heute fein säuberlich zerlegt.
Am Abend zieht sie in ein 2m²-Gehege ein. Ich sitze dann meistens eine Stunde dort und beobachte, wie sich so ein kleiner Igel in dem großen Areal verhält. Das fasziniert mich immer wieder.
Kleiner Nachtrag zu Greta:

Gerade kam der Kotprobenbefund per E-Mail.

Die kleine Igelin hat:

Lungenwurmlarven in hoher Anzahl
und
Darmsaugegel-Eier in mittlerer Anzahl


Das hätte ich nicht gedacht. Sie hatte schon eine Spritze gegen die DS-Egel und für LW-Larven gibt es bisher keine Anzeichen.
Aber so ist das. Ein Igel, der einen gesunden Eindruck macht, muss nicht unbedingt ok sein. Er würde irgendwann tot im Gehege liegen und der Laie wundert sich.

Heute gehts erstmal gegen die DS-Egel (1 Spritze) und 3 Tage später gegen die LW-Eier (je 1 Spritze im Abstand von genau 48 Stunden).
Da brauche ich wieder jemanden zum Festhalten :roll:
Hallo @Weidenzweig......
Danke für die Aufklärung - und ihr neues Zuhause dann - das ist
wohl tatsächlich ein Glückstreffer! (Sehe ich ein) :oops:

Auch daß Du mit dem neuen Frauchen telefonierst
und sie ggf. zu Dir zurück könnte - klasse! :D

Dir und Deinen Igelchen alles Gute!......LG. Nina.
Gruß auch an @Biggi.
Ich war jetzt einige Tage ohne PC und das war nicht so toll.

Greta wiegt 340 g und hat heute die erste Levamisol-Spritze gegen Lungenwürmer bekommen, am Donnerstag folgt dann die zweite.
Als erstes hatte ich natürlich vor 3 Tagen gegen Darmsaug-Egel gespritzt.

Wenn ein Igel mehrere Endo(Innen-)parasiten hat, beginnt man immer mit dem gefährlichsten und das sind hier die Darmsaug-Egel.
Normalerweise legt man man immer zwischen den Behandlungen eine Pause von 5-7 Tagen ein. Da der LW-Befall sehr hoch ist, habe ich mich aber ausnahmsweise für 3 Tage entschieden.

Greta fühlt sich im größeren Gehege sehr wohl und randaliert kaum. Das passiert sehr selten. Na, dafür hat sie schon öfter zugebissen :D

Die Halbstarken im Garten schlafen jetzt endgültig und die Mama in der Loggia auch.

Bisher keine Neuzugänge. Könnte so bleiben.

Nochmal ganz kurz abschließend zur vermittelten Katze:
Sie hat im neuen Zuhause zwar geschnurrt, gespielt und sich streicheln lassen aber sie wollte nicht fressen. Wir hatten beschlossen, noch den 3. Tag abzuwarten. Wenn sie dann nicht frisst, wollten wir sie wieder zu mir holen.
Aber dann kam der Anruf: Alles guuut!!!! Die Mieze frisst und alle lieben sie und sind glücklich. Es ist ein wahres HAPPYEND. Die Frau und ich telefonieren trotzdem noch fast jeden Tag und 1 Monat nach Vermittlung erfolgt die Kontrolle. Die Katzenschützer sagen, sie erkennt mich nicht mehr. Wäre wohl besser.
Mal sehen, ob die Vermittlung bei den beiden unzertrennlichen Katern (auch vom Tierschutz), die ich noch habe, auch klappt, ansonsten bleiben sie bei mir.
Ach wie schön, daß die Mieze sich
nun doch eingelebt hat! :D .....LG. Nina