Hallo, ihr alle zusammen, hatte am 9.3. eine Hüft-OP und bin jetzt wieder zuhause.
Würde mich gern mit euch austauschen über: den Alltag meistern (ich lebe allein mit meinem
Hund, mit dem ich natürlich z. Zt. gar nicht gehen kann)!!
Was habt ihr alles "umgerüstet" (Bett soll 70 cm hoch sein, meines ist aber nur 50 cm hoch),
hinlegen u. aufstehen nur über die operierte Seite ( ich gehe seit Wochen auf der nicht-operierten
Seite ins Bett / auf die Couch), Essen kochen - wie?? Reinigungsarbeiten.....
Wie beschäftigt ihr euch den ganzen Tag??
Meine Stimmung schwankt, ich finde es sooooo anstrengend!!
Bin gespannt ob jemand von euch ebenfalls bereits eine Hüft-OP hatte.
LG Anke
Hallo

Sicher sind hier im Forum viele mit so einer OP , in diesem Alter gibt es gerade bei den Frauen einige, die durch Osteoporose usw. geplagt sind.
Bei mir war die OP vor 4 Jahren und ich hatte das Glück, gleich anschliessend eine Kur zu bekommen wegen einer anderen Erkrankung.
Somit konnte ich unter guter Aufsicht und Versorgung wieder recht selbständig werden.
Zu hause hab ich nicht viel verändert, es genügte eine Sitzerhöhung für das Toilettenbecken, und die Bettenhöhe blieb so, 50 cm ist doch okay.
Wichtig ist auch beim Treppen steigen darauf zu achten, mit der gesunden Seite hoch , das operierte nachziehen, jede Stufe aber einzeln am Anfang.
Beim runtergehen dann die operierte Seite zuerst runter, das gesunde danach, auch nur immer eine Stufe. So habe ich es bei der Kur gelernt.
Schlafen auf der operierten Seite muß man üben, am besten tagsüber kurze Zeit auf der Seite liegen, wenn es nachts über einige Stunden noch nicht geht.
Mit Krücken am Herd stehen und kochen ist natürlich beschwerlich, ich hatte mir 3-4 Wochen lang Essen auf Rädern kommen lassen, vielleicht eine kurzfristige Möglichkeit?
Und zwischendurch übte ich kurze Einheiten auf dem Ergometer Fahrrad, falls du eins hast.
Ansonsten muß man nicht viel beachten, sich viel bewegen, jedoch vorsichtig und nicht mit Gewalt.
Gute Genesung wünsche ich dir
Meine Mutter (82) hatte Ende Februar ihre zweite Hüft-OP. Sie war 10 Tage im Krankenhaus, danach 14 Tage zu Hause und bekam dann eine Anschluss-Heilbehandlung für 3 Wochen in einer Reha-Klinik.
Eigentlich wollte sie keine stationäre Reha, aber 3 Wochen umsorgt und intensiv therapiert zu werden, hat ihr gut getan. Gerade für allein lebende Menschen ist eine stationäre Reha gut.*)
Sie kommt eigentlich mit allem ganz gut klar: einen Greifer, mit dem sie Gegenstände vom Boden aufnehmen kann, hatte sie schon von der vorigen OP, genauso wie die Sitzerhöhung für die Toilette. Genauso die Höhe der Stühle, Sessel und des Bettes, welche längst "altersgerecht" angeschafft waren. Von der Krankenkasse bekam sie eine Strumpfanziehhilfe, welche ihr gute Dienste leistet.
Meine Mutter hat ein gut ausgebautes soziales Netz aus Freundinnen, Bekannte und Nachbarinnen, die sie besuchen und von denen sie sich kleine Handreichungen erledigen lässt, so dass sie nicht allein auf meine Hilfe angewiesen ist. Soviel wie möglich erledige ich für sie über das Internet, z.B. den gesamten Einkauf lassen wir von Bringmeister liefern. Mit dem Essen selbst ist sie relativ anspruchslos, kocht nicht jeden Tag. Dabei kann sie inzwischen schon am Herd mit einer Krücke stehen. Vorher hat sie die Küchenarbeit viel im Sitzen gemacht. Zum Putzen hatte sie schon vorher eine Hilfe.
Ansonsten hält sie es so wie im vorherigen Kommentar beschrieben: versuchen, was geht, aber nichts erzwingen! Es wird so nach und nach alles wieder besser und sie ist guten Mutes, bald wieder ohne Krücken gehen zu können!

Mein Fazit: es ist immer gut, soziale Kontakte und Freundschaften zu pflegen, denn in der Not stellen sie eine unschätzbare Hilfe dar!

Ich wünsche dir gute Besserung, vor allem, dass du nicht die Geduld verlierst, denn es dauert lange bis alles richtig ausgeheilt ist! Aber jetzt kommt die schöne Jahreszeit, da ist sowieso alles leichter....

*) Hat man dir keine Anschlussheilbehandlung/Rehabilitation angeboten? In Bad Schwartau ist es schön, da war ich 2014!
Hallo Elimarc
Ich hatte vor 26 Jahren die erste OP an der rechten Hüfte. Die läuft immer noch wie geschniert¨!
Ich ging nach fünf Tagen aus dem Spital, am sechtsen ins Geschäft mit der Strassenbahn. Kein Mensch stand auf, ich musste mit zwei Krücken stehen!
Am siebeten Tag fuhr ich mit dem Auto, damals noch mit Handschaltung, ins Geschäft, immer noch mit zwei Krücken!
Am Achten Tag, ich habe alles aufgeschrieben :shock: nur noch mit einer Krücke da ich meinen Hund wieder hatte. Nach 10 Tage nahm man mir die 44 Bostitsch aus der Haut wobei der Arzt meinte, ich könne jetzt nur noch an einer Krücke gehen.
Dabei hatte ich überhaupt keine Krücke mehr genommen.
Vor fünf Jahren die zweite OP am linken Bein!. Am zweiten Tag nach der Operation fragte ich die Krankenschwester ob ich duschen könne! Sie sagte nein!
Als der Arzt kam fragte ich ihn und der sagte ich dürfe aber die Schwerster müsse mir einen wasserdichten Kleber auf die Wunde machen. Ich duschte!
Nach fünf Tage ging ich nach Hause, am anderen Tag fuhr ich mit dem Auto ins Geschäft, Auto in der Zwischenzeit mit Automatik. Leider hatte der Arzt einen Nerv durchtrennt das wie eine tote Stelle am Oberschenkel ist. Aber man gewöhnt sich an solchen Sachen! Mein Hund war ab dem fünften Tag immer bei mir und nicht nur bei UHU, ums Hus umme;
Hallo Kirsche-Berlin, ich hatte eine Reha in dem Klinikum, in dem ich auch operiert wurde.
Ich fand nur 2 Wochen für mich zu kurz.
Ich habe seit 2 J. mit Gesäßschmerzen zu tun, sie sind auch jetzt noch nicht weg - trotz
der OP und ich habe eine Adduktorenzerrung (linker Oberschenkel).
Ich genese ergo nicht so schnell wie andere, leider!!
Hallo Pinoggel, das ist ja unglaublich was du da beschreibst!!
Bei mir ist die OP übermorgen 6 Wochen her, ich benutze draußen noch meine Gehhilfen,
autofahren darf ich erst nach 3 Monaten wieder und mit meinem Hund gehen immer noch die
4 Gassigeher. Da hast du aber eine körperliche Stärke, die ich nicht besitze, schade eigentlich
Meine Hüft-OP war vor 23 Jahren und es läuft noch wie geschmiert.
Auch ein Kniegelenk wurde vor 2 Jahren ersetzt und nur ganz wenig Beschwerden wie z.B.
Wetterfühligkeit sind geblieben.

Frag doch bei Deinem Orthopäden nach ob Du nochmal eine REHA bekommst.
Denn die ist das A und O auf dem Weg der Heilung und Beweglichkeit.


Und immer daran denken, was im Laufe der Jahre kaputt gegangen ist, braucht auch einige Zeit zum Heilen. Bis zu einem Jahr kann es dauern, bis Dein Gelenk wieder voll einsetzbar ist.
Hallo Elimarc
Kein Mensch ist gleich. Lass Dir Zeit! Ich ging nie in die REHA aber für die einen ist das dass Besste.
Bei dir geht es halt ein bisschen langsamer aber Du wirst sehen, in einem halben Jahr gehst Du wie ein junges Reh. :D :D :D
Also, Kopf hoch und gute Besserung wünscht dir
Pino aus Zürich
Noch eine Episode nach der ersten Operation :D
Donnerstagmorgen Operation.
Gegen Abend kam die Therapeutin , brachte mir zwei Krücken und ich musste im Korridor hin und her laufen. Ich war gar nicht erbaut davon, aber es sei Wichtig, meinte sie.
Dann sagte sie. Morgen um neun Uhr einen Stock tiefer zur Physio kommen, aber ohne Lift!!
Am anderen Tag um 8.45, die Pflegerin wollte das Bett machen, hinkte ich nach draussen und stieg in den Lift. Da tönte es von unten, ich habe gesagt zu Fuss! also ging ich zu Fuss mit der Urinflasche, Katheter, die mir die Pflegerin am Morgenrock fest gemacht hatte, hinunter , klar mit den beiden Krücken:
Hallo Pinoggel, du scheinst ja wirklich eine gute Physis zu haben - toll!!
Die Geschichte mit dem Treppen gehen und Urin und Katheter ist ja unfassbar!!
Ich habe so etwas noch nie gehört oder gelesen.--
Durch diese Aduktorenzerrung im linken Bein verzögert sich leider alles - auch die Nachsorge,
zu der ich 2x pro Woche gefahren werde, ist "nur" darauf konzentriert die Zerrung weg zu bekommen.
Inzwischen gehe ich aber die meiste Zeit ohne Gehhilfen - nur draußen bin ich noch ängstlich
wenn die schnellen Fahrradfahrer angesaust kommen. Mit den Gehhilfen kann jeder sehen, dass
ich "mit Vorsicht" zu behandeln bin :-)
Das Schlafen mit den Kissen zwischen den Beinen finde ich recht unbequem - ich habe fast jede
Nacht Wadenkrämpfe. Alles Gute und liebe Grüße zurück in die Schwyz
@Elimarc
bekommst Du Magnesium?Hatte auch immer Krämpfe und habe Magnesium verschrieben bekommen.
Jetzt ist es viel besser, nützt aber nicht bei Allen, aber einen Versuch allemal wertt :D
Pino, ich habe mir Magnesium von Schüssler gekauft, mal schauen.
Heute war der 1.te Nachsorgetermin - die Prothese sitzt - das ist doch schon mal was.
Schönes Wochenende euch allen.
Na also. Es geht aufwärts. Langsam, aber sicher!
ein schönes wochenende wünsch dir der pino. 
Hallo Anke,

erstmal wünsche ich dir einen guten heilungsverlauf.
Ich habe inzwischen beide Hüften neu.

naja, ich war danach jeweils in einer tollen Reha.
Zuhause habe ich nichts verändert außer einem guten sitzkissen.
Auch eine toilettenerhöhung habe ich dann nicht mehr gebraucht.

ja, das schlafen fand ich auch schwierig- finde es heute zum teil noch schwierig- das umdrehen.
ich habe jetzt seit neustem eine neue nviel härtere matratze und da geht alles viel besser.
rödlich finde ich diese vasko....matratzen.

also es ist alles gut bei mir verlaufen,aber ich habe mir mehr versprochen.ich bin allerdings ziemlich übergewichtig- vielleicht liegt es auch daran.oder an meiner polyneuropathie.
jedenfalls habe ich r´ückenschmerzen und kann nur kurze strecken laufen.,

nach der 1.0p war es besser- die war vor etwa 4 jahren

lg janni