Vor 23 Jahren schloss ich bei der DBV-Versicherung eine kapitalbildende Lebensversicherung (LV) ab. Versicherungssumme waren ca. 110000 DM. Die Laufzeit betrug 23 Jahre und die prognostizierte Auszahlungssumme waren ca. 220000 DM, umgerechnet ca. 112000 €. Die LV war an die Commerzbank zur Tilgung einer endfällig gestellten Hypothek abgetreten.

Fällig war diese LV jetzt am 31.12.2014. Ausgezahlt wurden allerdings nicht 112000 € sondern nur 72000 €. Begründet wurde dies mit den Kapitalmarktzinsen. Weitere Nachfragen meinerseits beantwortete das Unternehmen damit, das würde mich nichts angehen. Sie müßten Einsicht in ihre Kalkulationen gewähren, zu denen sie nicht verpflichtet seien.

Meine Frage jetzt: Hat jemand etwas Vergleichbares erlebt. Ich bin nicht bereit, diesen riesigen Verlust kampflos hinzunehmen. Weiss jemand, wo der Hebel anzusetzen ist, der Versicherung die nötigen Informationen aus dem Rücken zu leiern?
Gemäß Deiner Schilderungen fällt der Vertragsbeginn in eine Zeit, in der ein Punkt in den AVB nicht deutlich genug beschrieben wurde, bzw. gänzlich fehlte. Dieser Punkt zielt auf das Risiko ab, dass beim Nichterreichen der für den Versicherungsablauf zugrunde gelegten Zinsentwicklung eine deutlich niedrigere Ablaufsumme entstehen kann als ausgedruckt.

Dieses will nun anhand der Dir vorliegenden Unterlagen gut geprüft werden. Hilfe dazu erfährst Du durch einige Veröffentlichungen im Portal des Verbraucherschutz NRW, der in diesem Punkt derzeit höchstaktiv ist.

Sollte die Deinem Vertrag zugrunde liegenden AVB diesen Mangel enthalten, so kannst Du auf Heller und Pfennig die ausgedruckte Ablaufsumme rechtlich fällig stellen (lassen).

So war es auch in einem meiner Verträge, der zum 31.10.'14 fällig war. Nach Eintreffen des zunächst niederschmetternden Schreibens der DEVK (Köln) reichte ein kurzes Antwortschreiben meinerseits auf diesen Missstand. 14 Tage später kam sang- und klanglos der Auszahlungsschein mit Nennung der ausgedruckten Summe, gleichtäglich fand die Gutbuchung statt.

Will heißen: Die Unternehmen wissen, dass sie dann mit dem Rücken an der Wand stehen und wissen auch, dass sie vor Gericht keine Chance haben. Begehrt der Kunde also auf zahlen sie.
Danke Frank GT. Werde den Verbraucherschutz mal durchforsten.
@katerchen66
s. meine PN an Dich