Oh je....da wird ein altes Scheunentor aufgestossen.
Seit ich vierzehn war, ließ mich der Gedanke ans Schreiben nicht los.
Einmal kam ich auf sechshundert Din A 4 Seiten in sechs Wochen.
Handschriftlich mit Bleistift.
Blase am Finger; die nasse Wäsche in der Waschmaschine vergammelte.....
Jeden Abend wartete mein Mann gespannt auf die nächsten Seiten.

Dann machte ich im Garten ein großes Kartoffelfeuer
und schmiß die Blätter hinein....
Leonardo, haben denn Leo Tolstoi oder F. Dostojewski irgendwo das Schreiben gelernt?
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube nicht.
Vielleicht bin ich naiv, doch ich denke, manche Menschen können einfach direkt vom Herzen in die Hand schreiben.
Fragender Gruß, die Colombine.
warum darf- sogenannte Eigenwerbung nicht sein?
die Anfangsfrage heißt doch>>>> Hat jemand schon ein Buch von sich veröffentlicht?[

und darauf hatte ich geantwortet...!!!!!
nun--- mal sehen, ob es wieder gelöscht wird---

" Ein Sonnenstrahl für deine Seele"
nochmal ich>>>
Columbine. schade, dass du deine damals geschriebenen Seiten nicht aufbewahrt hast... und beginne einfach noch einmal mit dem SCHREIBEN- AUS DEM HERZEN HERAUS-
einfach beginnen... immer Zettel und Bleistift bei sich tragen und die spontanen Sätze. Gedanken aufschreiben....
Es macht Freude...
Schreibwerkstatt--- ---leider gibt es auch Situationen, wo am eigenen Text herumgefeilt wird- so dass es eben dann nicht mehr der eigene Impuls ist---
und Sätze schreiben, Wörter usw. ist dem Autor seine Magie, auch, wenn es nicht alle Leser verstehen..
Schreiben ist eine Sache des Herzens-
ich war mal an einem buch beteiligt, sehr speziell

und mit der schreibwerkstatt, jahre später, habe ich die gleiche erfahrung gemacht wie du, crecentia, da wurde auch an meinen texten herumgefeilt, dass ich dache, nein, dass bin ich ja gar nicht .....

dann bin ich auch nicht mehr hingegangen, habe sicher auch einiges an erfahrung gemacht, aber wirklich mein ding war es auch nicht
Hat jemand schon ein Buch von sich veröffentlicht? Ja, habe ich.

Nicht Talent, sondern Motivation und Selbstdisziplin sind die kritischen Faktoren, um ein Buch fertig zu schreiben. Hast Du die Mentalität einer SportlerIn, kannst Du es schaffen.

Wenn Du nur für Deine Familie oder für das Internet etwas schreibt, wird Du es ohnehin schaffen, so wie Barbera vorschlägt. Noch einfacher ist es wenn Du nur für Dein eigenes Spaß schreibt, so wie Columbine.

Will Du etwas als ein E-Buch veröffentlichen, ist das mit noch mehr Selbstdisziplin durchführbar. Es gibt Verlage, wo Du selbst alles besorgt, sogar den Buchumschlag. (Kontaktiere mich privat, falls Du eine Link wünscht.) Du musst ziemlich gescheit mit dem Computer sein, um den Text zwischen verschiedenen Formaten zu konvertieren und die Größe des Umschlags zu verarbeiten.

In diesem Fall muss das erste rohe Manus mehrmals verarbeitet werden. Wenn man von der Sprache und Gedankenführung sehr interessiert ist, kann das noch am vierten Überarbeitung Spaß machen. Bei der sechsten Überarbeitung ist der Spaß weg.

Bei einem Verlag, der seine Arbeitszeit in Dein Buch investiert, kommen noch Probleme dazu. Welcher Verlag will in eine nicht ganz junge Autorin investieren, die niemals bevor etwas veröffentlich hat? Am einfachsten ist es, wenn Du schon einen Namen als Vorleserin oder ähnliches hast. Sonst musst Du Dich auf eine Reihe von demütigenden Ablehnungen vorbereiten.

Bei einem Verlag, der ein Buch drucken wird, kommen dann die Vorschläge zu Veränderungen vom Verlag und danach der Korrektur nach den Bemerkungen des Lektors. Das fordert noch mehr harte Arbeit.

Wenn Du an einsame, harte, routinemäßige Arbeit gewöhnt bist, kannst Du es bis zum publizierbaren Manus schaffen und sogar ein E-Buch veröffentlichen. Wenn Du Dein Kopf durch auch alle Ablehnungen hoch halten kannst, wirst Du vielleicht auch Dein Buch im Buchhandel sehen können.

Den Meisten macht es mehr Spaß, Bücher zu lesen als sie zu schreiben.
Zitat: Bei einem Verlag, der seine Arbeitszeit in Dein Buch investiert, kommen noch Probleme dazu. Welcher Verlag will in eine nicht ganz junge Autorin investieren, die niemals bevor etwas veröffentlich hat?

Das ist Quatsch! Rosamunde Pilcher war 63, als ihre erste Schnulze 1987 veröffentlicht hat und danach weltberühmt wurde. Das Alter spielt überhaupt keine Rolle. Wer schreibt, was gefragt ist, kann auch mit 70 noch einen Verlag finden.
Tiramisu.

Woher weißt Du das?

Ein Beispiel beweist keine Regel, insbesondere nicht, wenn das Beispiel nicht stimmt. In Wikipedia lese ich:

„In 1949, Pilcher's first book, a romance novel, was published by Mills and Boon, under the pseudonym Jane Fraser. She published a further ten novels under that name. In 1955, she also began writing under her real name with Secret to Tell. By 1965 she had dropped the pseudonym and was signing her own name to all of her novels.“

1949 war RP 25 Jahre alt.

Ich kann Dir die Regel wie folgend erklären. Es ist teilweise ein Zufall, wenn ein Buch wirtschaftlich erfolgreich wird. Mit einem jungen, guten Autor, den ein Verlag an sich binden kann, hat der Verlag mehrere Chancen, dass der Autor während seiner Laufbahn ökonomisch erfolgreich wird. Deswegen gilt die Regel also.

Hoffentlich macht diese Erläuterung die Sache klarer für Dich.
Heutzutage ein Buch zu veröffentlichen geht nur mit Rückendeckung eines Verlages - oder als "Print-on-demand". Meine bisherige Erkenntnis ist: ohne Verlag wirst zu gnadenlos niedergeknüppelt (Man lässt Dich in Vorkasse gehen und springt kurz vor Vollendung ab. Fazit: Du bist pleite). Bei den Verlagen geht es ohnehin nur ums Geldverdienen und bei der Internet-Konkurrenz muss man schon gute Ideen haben, damit andere überhaupt bereit sind, mit Deinen Produkten Geld verdienen zu wollen. Mein Tipp: wenn Du es trotzdem versuchen willst, angel Dir eine Schreibwerkstatt, die mit einem Verlag verbunden ist. Das geht allerdings nicht ohne Kosten. Mein Tipp (von Reich-Ranitzky übernommen): Cornelia-von-Goethe-Akademie in Frankfurt/Main http://www.cornelia-goethe-akademie.de/. Macht einen guten Eindruck, ist mir aber im Moment zu teuer. Allerdings - glaube mir - Du machst allein Hunderte von Fehler, die Du im ersten Moment nicht bemerkst. Zumal in Deutschland sowieso alle 200 km eine andere Grammatik gesprochen wird. Ich persönlich habe mit Wikipedia-Artikel begonnen und angesichts dessen, was da alles verbessert wird, erwachsen einige Fragezeichen in mir. Wenn es Dich trotzdem zum Schreiben drängt, versuch es doch einfach mit einem Blog im Internet - das machen viele - aber schreib in Deutsch, nicht in irgendeiner Mundart - das liest eh kein Mensch.
Nach meiner Meinung gehört sowohl Disziplin UND Talent zum Schreiben.
Eine Werkstatt die Literatur schreiben lehrt? Auch Leuten, die eigentlich nichts zu sagen haben? Wozu?

Bevor man sich ans Schreiben macht, sollte man nach meiner Meinung erst einmal Rilkes "Briefe an einen jungen Dichter" lesen. Aber aufrichtig.

Gibt es denn nicht heute schon zuviele Bücher und zu wenig Literatur in den Buchkaufhäusern?
Es gibt viele, die sich gerne ein Buch geschrieben zu haben wünschen, wenige aber, die es wirklich gern schreiben wollen.

Die Empfehlungen von Jenne25 sind deswegen sehr gut. Es hilft, wenn man Zwischenstationen hat, Rückmeldung bekommt, und eventuell auch aussteigen kann.

Ein ganzes Buch ist so etwas wie ein Alles-oder-nichts-Projekt. Jeder, den ich kenne, der ein Buch veröffentlich hat, hat auch viele Bücher geschrieben, die er nicht veröffentlichen wollte.

Es stimmt wohl wie Pelops56 meint, dass man auch Talent und ein Inhalt haben muss. Doch das haben viele, denn es gibt viele gute Erzähler oder Personen mit guten Ideen. Der Engpass liegt eher bei der inneren Disziplin und äußeren Motivation. Wenn die Inspiration 5% der Leistung ist, dann die Transpiration 95%.

Werden zu viele Bücher geschrieben? Sicher, aber es wäre schwierig im Voraus zu entscheiden, welche Bücher lieber ungeschrieben werden sollten. Während des Schreibens bekommen die Themen oder Gestalten ein eigenes Leben, die auch dem Autor im Voraus unbekannt war.
Wir, die Hildesheimlichen Autoren hatten bei der Veranstaltung "Babel im Park" einen Stand aufgebaut mit einer Schreibwerkstatt. Alle 90 Minuten fand diese statt. Es gab ein Thema und die "Probanten" sollten 25 Min. schreiben. Nur wenige trauten sich das zu..... aber eine junge Frau war ganz erstaunt über das, was sie geschrieben hatte und welche Konzentration doch bei allen zu sehen war. Babel im Park fand auf einem stillgelegten Friedhof mit wunderbar alten Bäumen statt und es gab zwei Bühnen.
Also mitten im Trubel - Klezmermusik - spielende Kinder, Bratwurstgerüche, allerlei Sprachen, war es allen Teilnehmern möglich zu schreiben.
Ich möchte hier auch die Literatur-Apotheke empfehlen und hoffe, dass diese minimale Werbung zu Gunsten aller erlaubt ist und nicht gestrichen wird. Dort kann man Beiträge kostenlos veröffentlichen.
Manchmal wird man da entdeckt - eher selten - aber eben doch.


Eine ganz wichtige Voraussetzung für ein zumindest sprachlich-handwerklich gutes Buch ist das erfolgreiche Lektorat! Erfahrungsgemäß braucht ein solches unbedingt eine außenstehende Person, die möglichst viel Ahnung vom Redigieren haben sollte. Und daran hapert es meist bei selbstpublizierten Büchern von Hobby-Autoren.

Ich selbst habe erst durch einen fachlich versierten Freund, der schon viele Sachbücher geschrieben aber auch für literarische Texte ein gutes Gespür hat, und meine zu veröffentlichen Texte dankenswerterweise mehrfach mit mir durchgesprochen und redigiert hat, gelernt, diese letztlich auch schonungslos (!) selbst redigieren zu können. Er hat meine „Schulaufsätze“ in Grund und Boden gestampft - sehr freundschaftlich, „hart aber fair“. :wink:

Und das war wirklich nötig. Danach begann ich erst, richtig daran zu arbeiten, zu verwerfen, neu zu schreiben - und immer wieder zu streichen (das wichtigste überhaupt!) - und nebenbei verlor ich zum Glück auch meine Empfindlichkeit weitgehend, die mir vorher total im Wege gestanden war. Danach überwog die Erleichterung, jederzeit meine Texte verwerfen und neu schreiben zu können. Aber es ist viel Arbeit damit verbunden und die kostet ihre Zeit.

Das ist meine Erfahrung. Jeder muss seine eigene machen.

Grundsätzlich aber, so finde ich, besteht auch bei bestmöglicher Überarbeitung, letztlich immer ein Unterschied zwischen Büchern, die selbst oder von einem Verlag – also „richtig“ veröffentlich und vermarktet werden. Ganz zu schweigen vom Autorenhonorar. Wer als Autor dagegen Geld bezahlen muss dafür, frönt einem Hobby, das sich mit dem Book-on-Demand-Angebot eines Verlages verwirklichen lässt. Nicht mehr und nicht weniger.

Das eigentliche Problem aber ist meist der Umstand, dass es sich bei den Texten von Hobby-Autoren meist nicht um Literatur sondern um die Beschreibung persönlicher Erlebnisse und Gefühle handelt, die ein Verlag von sich aus nicht veröffentlichen würde, auch wenn sie sehr gut geschrieben sein sollten. Die tatsächlichen Erlebnisse interessieren nur bei bekannten Persönlichkeiten, die der unbekannten brauchen andere Qualitäten.

Hier kommt es immer auf literarische Veränderungen, Weglassungen, Ergänzungen (Dazuerfindungen) und Verdichtungen des Inhaltes und auf den Schliff der Sprache an. Wer das nicht leisten will, weil ihm seine originalen Geschichten zu sehr am Herzen liegen, sollte die selbst publizierten Werke tunlichst nur an Familienmitglieder und Freunde verschenken.


Ja, ich habe vor 10 Jahren ein Buch veröffentlicht.

Ich würde mich nicht als Autor bezeichnen, da ich dies niemals gelernt oder geplant hatte dies beruflich zu verfolgen.
Im Zuge einer Art Selbstfindung habe ich meine Erfahrungen mit Männern aufgeschrieben, um mir darüber klar zu werden, warum es bislang immer schief ging. Als ich dann Auszüge meinen Freundinnen vorlas, haben diese sich schief gelacht und mir gesagt: Da könntest du ein Buch drüber schreiben. Als ich mit dem Schreiben so weit fertig war, hatte ich 176 Seiten zusammen und begann zu überlegen, ob ich dieses Sammelsurium wirklich veröffentlichen sollte. Also ging ich auf die Suche nach einer Lektorin. Und ich hatte Glück. In einem Forum wie hier, stieß ich auf eine Lektorin, die mir für einen Euro pro Seite mein Buch durcharbeitet. Sie machte das nur, weil es für sie so amüsant war. Verlage konnte ich für meinen humorvollen Roman leider nicht begeistern. Also habe ich es in Eigenregie veröffentlicht. Es ist seit 10 Jahren erhältlich und hat sich ca. 100 mal verkauft - auch ohne Werbung und Verlag. Aber ich wollte damit ja weder reich noch berühmt werden, sondern nur etwas von mir hinterlassen, das mich überdauert. Das habe ich dann wohl geschafft.

Also ja, jeder kann ein Buch veröffentlichen, mit ein wenig Hilfe gelingt es auch ziemlich professionell.

Mein Tipp: lasst eure Manuskripte nicht in irgendwelchen Schubladen liegen, sondern versucht sie zu veröffentlichen. Es lohnt sich.
"Schreibwerkstatt" wäre hier das letzte Stichwort.
Als ich mich einem Autorenkreis anschloss - es ist lange her - war der erste gute Tipp: "Schreibe so, wie du es fühlst; keine Regeln, kein Verkrampfen, keine Schreibwerkstatt".
Jahre später, als mein erstes Buch fertig war, würde ich ergänzen wollen.
Schreibwerkstatt ja... wenn man zu sich selbst im Schreiben gefunden hat.
Nebenbei: Ein Lektorat ist zu empfehlen, auch wenn es kostet.

LG Heidi