Hallo,
Wie seht ihr die Entwicklung auf dem Buchmarkt. Wird sich das elektronische Buch durchsetzten oder hat das gedruckte Buch weiterhin Zukunft?
In Frankfurt auf der Buchmesse wurde das elektronische Buch massiv beworben und vorgestellt. Man versucht es mit Gewalt zu etablieren.
Grüße
Werner
Ein gedrucktes Buch ist nur schwer zu ersetzen!
Ich liebe Bücher, aber mit elektronischen Büchern stehe ich auf Kriegsfuss!

Es geht schliesslich nicht nur um's Lesen, sondern um das Drumherum. Wie fühlt sich ein Buch an, das Geräusch beim Umblättern der Seiten, der Geruch, die Möglichkeit, Seiten einzuknicken (ich weiss, das ist sträflich, aber trotzdem!), das Stöbern im Bücherschrank und das Finden alter Raritäten und nicht zu vergessen, der Moment des Aufwachens, wenn Dir auf der Couch das Buch aus den Händen und direkt auf die Nase fällt! :wink:
:( :(
niemals könnte ich auf gedruckte Bücher verzichten... das schmökern
im Buchladen... in der Hand halten.. die schönen Einbände anschauen vorne
die Inhaltsbeschreibung lesen.. nein .. niemals... Hörbücher lasse ich mal gelten
für unterwegs... aber auf richtige Bücher-- nein nie nicht :twisted:
Auf Bücher möchte ich auch nicht verzichten. Ohne Bücher hat lesen so was unbequemes und ich kann nicht eintauchen in Geschichten die spannend sind. Selbst bei Fachliteratur hab ich lieber Bücher, obwohl es schon alles schneller geht ist es nicht wirklich meins.
Auch ich denke, dass es zu jeder Zeit gedruckte Bücher geben wird.

Doch das E-book hat vielerlei Vorteile.
So könnte ich mir eine Plattform für Autoren vorstellen, auf der man entweder nach Autoren oder nach Sachthemen sowohl seine Erstlings- oder jeweils neuesten Bücher vorstellen könnte.
Wenn man dann für kleines Geld das komplette Buch auf seinen stic downloaden kann, kann man es mit einem kleinen Wiedergabegerät überallhin mitnehmen.
Aber zum Beispiel auch auf das handy downloaden und übern Kopfhörer abhören, wenn es als Hörbuch gestaltet ist.

Für Neulinge auf dem Autorenmarkt ist es unheimlich schwierig, einen Buchhandelsverlag von ihrem Erstling zu überzeugen.

Über BOD kann jeder Neuling ein Buch veröffentlichen, indem er das Manuskript nach Wunsch aufarbeiten lässt und BOD dafür sorgt, dass das Buch eine ISBN-Nummer bekommt, damit es jeder (Versand-) Buchhändler bestellen und verkaufen kann.

Wenn man beispielsweise an Studis denkt, bietet sich die elektronische Vermarktung von Fach- und Sachbüchern dahingehend ganz besonders an, dass sich der Suchende partielles Wissen downloaden kann.

Und so gäbe es noch viele Beispiele über die elektronische Vermarktung von Büchern.

Dennoch wird es immer gedruckte Bücher geben, die man sich in ein Regal stellen kann, da es für diese Form mindestens genau so viele Gründe gibt, wie für das E-book.
Ich besitze aus der Bibliothek meines Vaters das Meyers Konversations-Lexikon von 1902, bestehend aus 20 Bänden plus 7 Zusatzbänden. Ein unglaubliches enzyklopädisches Werk und auch sehr schön anzusehen (sofern ich es mal wieder vom Staub befreit habe).
Nur --- wenn ich etwas suche, schlage ich nicht dort nach, sondern gehe ins Netz.

Es wird immer Liebhaber von gedruckten Büchern geben, so wie es Liebhaber von alten Bildern gibt. Aber es wird -schon aus Kostengründen- immer weniger dieser Bücher geben. Bei vielen Themen, die sich nicht zum Bestseller eignen und nur für eine bestimmte Gruppe von Menschen interessant sind, ist der Druck bei einer verhältnismäßig geringen Auflage schon heute nicht mehr bezahlbar. Aus diesem Grund bin ich sehr dankbar, dass sich die Möglichkeit der Veröffentlichung durch das neue Medium E-Book noch zu unserer Zeit eröffnet hat.

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Hallo@All,
e-books werden die Zukunft sein, noch nicht in unserer Generation, damit meine ich auch 40+, es wird hier sicherlich auch schon Fans geben, aber unsere Kinder und Enkel werden damit aufwachsen und es wird das Zukunftsmedium sein.
Die gedruckten Bücher werden nicht ganz verschwinden, es werden, wie Indian Summer auch schon schrieb, immer Liebhaber und Sammler geben.
Ich selbst kann mit dem neuen Format auch nichts anfangen, ich schaffe nicht einmal ein Hörbuch, ich will die Buchstaben lesen........

Zum Schluss noch ein kleines Beispiel aus meinem Job als Ausbilder...
die Azubi haben alle einen Arbeitsplatz mit Internetzugang. Kommt ein neues Thema, wird erstmal automatisch im Internet recherchiert....das Lehrbuch bleibt nahezu unberührt.........
wie blues 1956 schon schrieb, werden unsere Kinder resp. unsere Enkel sicherlich kaum noch ein Buch in die Hand nehmen, sie sind es gewohnt(von allerfruehester Kinderzeit an) Geschichten und Informationen z. B. aus dem Internet zu bekommen. Für diese Kinder ist der Umgang mit den Medien kein Fremdwort. Sie wachsen eben damit auf und es ist für sie selbstverständlich.

Mein Sohn (40 Jahre) hat ,glaube ich, in seinem Leben nur 1 Buch gelesen, abgesehen von Comics. Alles andere hat er über Hörbücher und Internet "gelesen". Dies fing schon in seinen Kindertagen an, da gab es Kassetten und Kassettendecks , die wurden von morgens bis abends gehört. Auf die Idee ein Buch zu lesen kam er gar nicht. Auch heute wird die Tageszeitung über Internet gelesen.

Dies ist für mich unvorstellbar. Da zu einem guten Buch für mich auch ein gemütliches Plätzchen zum Lesen bedeutet. Sicherlich höre ich auch Hörbücher oder suche im Internet spezielle Themen, aber am Liebsten lese ich ein Buch. Dazu gehört der Geruch von neuem oder auch ganz altem Papier,ferner brauche ich das Buch auch zum "Begreifen". Ich muß es anfassen, um es zu verstehen. Ich hoffe,ich habe mich verständlich ausgedrückt.

Ich liebe es in Antiquariaten nach schönen Büchern zu suchen und ich freue mich, wenn ich fündig geworden bin.

Ich glaube, daran merkt man, daß man älter wird. :lol:
es ist doch schön, sich in der Bahn hinter seinem Buch zu verstecken und so der lästigen Fahrt zur Arbeit noch was Tolles abgewinnen können.
Ach nee...E-Books sind nichts für mich
Ich habe mich mal mit Randnotizen mittels Faserschreiber am e-book versucht - sah echt besch..... aus!
:) :)
Für mich ist das gedruckte Wort im Buch auch eine sinnliche Erfahrung, das fängt beim Cover bereits an!
Es gab die Zeit, da kamen die ersten schnurlosen Telefonapparate auf den Markt. Ein Handy brauche ich nicht, da war ich ganz sicher. Die ersten Computer waren Fremdkörper. Und das www, auweia. Alles davon ist inzwischen ganz normal und in fast jedem Haushalt - auch in meinem - vorhanden. Und jetzt die e-books ... also ich glaube nicht, dass ich mich dafür erwärmen kann. Ich bin mir wieder ganz sicher, denn ich möchte bunte Pappe und Papier in der Hand halten, manchmal darüber einschlafen und dabei nichts kaputt machen. Allerdings habe ich noch kein e-book in echt gesehen und berührt. Ein echtes wirkliches Buch kann es bestimmt nicht ersetzen. Das war doch die Frage, oder?
Du hast mir ein Schmunzeln entlockt Tigi ... sehr sympathische Selbsteinschätzung.

Nun, ich habe sehr wohl beschlossen, mich von meinen Büchern nach und nach zu trennen, da ich beim letzten Umzug schon zwei Leute bezahlen musste um meine Bücher zu transportieren. Ein für mich im wahrsten Sinne nicht mehr »tragbarer« Balast. Und das, weil ich eine lange und lebhafte Liebe zu Büchern habe.

Mein derzeitiger Kompromiss ist die Rückkehr zum Bibliotheksausweis und mittelfristig sicher auch das Lesen vom elektronischen Medium. Das sehe ich ziemlich unausweichlich.

Allerdings sind meine Erwartungen da höher als der derzeitige technische Standard. Ich stelle mir für die komplette Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik seit 20 Jahren schon ein zweiteiliges System aus einem portablen Teil und einen stationären. Mit meinem Iphone und den Computern sind wir der Sache zwar schon nahe, aber das Ebook ist für mich ein Zwischenschritt auf dem Weg den ich wünsche und sehe.

Liebe Grüße

Chris
Die Zeilen von tigi9909 kann ich nachvollziehen - es ging mir ebenso......

Was Bücher angeht, habe ich einen für mich akzeptablen Weg gefunden. Ich lese ein Buch und je nach dem, wie sehr es mich fasziniert hat behalte ich es - oder nicht. Auf ebay (nicht mehr ganz so toll) oder amazon oder dem Flohmarkt habe ich bisher immer gute Abnehmer gefunden, meine Bibliothek auf ein Minimum reduziert und nebenbei ein bisschen Geld zurückbekommen um mir neue Bücher zu kaufen, die dann den gleichen Weg gehen. Ich habe etwa 40 Bücher, die ich nicht weggebe - davon allerdings nicht Eines zwei- oder mehrfach gelesen - und deswegen stehe ich immer Mal wieder davor - nun kommst Du aber auch weg, ich kenne doch Deinen Inhalt......
Ich weiß nicht, ob ich diese Diskussion mit den e-büchern führen könnte.....
Diese Frage stellen sich die Verlage seit mindestens fünfzehn Jahre schon,
regelmäßig spätestens im Herbst jedes Jahres anlässlich der Buchmesse.
So gesehen ist die Frage hinreichend bekannt, aber ihr Bedenken
nicht begründet. Nicht wahr.
Eben so wie es weiter hin Zeitungen geben wird auf Papier gedruckt,
so wird es auch Bücher aus Papier geben.
E-Bücher sind insofern praktisch (so habe ich mal gehört)
dass sie sehr viel Platzsparender sein sollen...
Tarantel60 hat geschrieben: E-Bücher sind insofern praktisch (so habe ich mal gehört)
dass sie sehr viel Platzsparender sein sollen...


Stimmt schon:
Hunderte, wenn nicht gar tausend Bücher können gespeichert werden!

Aber:
lass das Ding mal herunterfallen und kaputt sein, oder ein böser Bube klaut Dir das Gerät - Deine ganze Bibliothek ist futsch. :shock:
Es sei denn, Du hast beim Kauf all dieser Bücher auch eine Sicherung angelegt und kannst auf diese zugreifen. :wink: