Hallo,
seit einigen Jahren schon beobachte ich die Felder, sowohl in Franken als auch in Altbayern. Im Herbst nach der Ernte wird rund um die Felder ein Streifen , der normalerweise mit Gräsern und anderen Pflanzen bestanden ist, innerhalb einer Woche erst gelb und dann braun, die Pflanzen sterben ab.
Hier wird anscheinend massiv Round up gesprüht ein Pflanzengift, das irgendwann über die Nahrungskette in unseren Körper gelangt. Werden wir langsam vergiftet? Bleibt uns noch eine Alternative zu vergifteteten Lebensmitteln. Bio Lebensmittel haben auch Giftstoffe von den Nachbarfeldern in sich, wenn auch in niedrigerer Konzentration.
Wenn ich mir den Satz von Prof. Dr. Max Otto Bruker " Unsere Nahrung unser Schicksal" anschaue, so bedeuted dies in letzter Konsequenz eine schleichende Vergiftung ohne Alternative.
Unseren Bauern wird von den wird von Giftstoff produzierenden Großkonzernen vorgegaukelt, dass sich diese Gifte nicht im Boden anreichern und ansonsten völlig unschädlich für den Menschen sind. Dies wird unseren Bauern Jahr für Jahr eingetrichtert, irgendwann glauben sie es einmal.
Wie seht ihr das?
Franken?
Das kann ich nicht bestätigen.
Hier blüht und grünt noch alles. Nicht wahr.
Aber richtig abenteuerlich wird es erst, wenn die Felder
- obgleich verboten - abfackelt werden!
Vielleicht sollten wir doch auswandern, aber wohin bloß!
Dann kommt doch zu uns in die Rhein-Hessische-Schweiz, da ist die Welt noch in Ordnung. Schaut doch mal unter "Siefersheim" nach. Hier lässt es sich gut leben.
Hallo Tarantel und Pletschkapp,
Man muss schon genauer hinsehen, es ist oft nur ein Streifen von 50 bis 100 cm die sich rings um die Felder ziehen. Auf den ersten Blick schauen die Felder wunderschön grün aus, ohne die sogenannten "Unkräuter", aber dies ist nur mit dem Einsatz von chemischen Keulen möglich. Es gab früher Schleifwurzeln die aufwendig mit der Egge entfernt werden mußten, trotzdem waren sie im nächsten Jahr wieder da. Seit einigen Jahren sind sie total verschwunden, dies geht nur mit Round up.
Im Übrigen habe ich bei meiner Zugfahrt am 09.10. nach Frankfurt, auch zwischen Schweinfurt und Würzburg diese Streifen um die Felder gesehen.
Es handelt sich also nicht um ein lokales Problem.
Grüße
Werner
Die Giftanreicherung in der Intensiv-Agrarlandschaft ist Tatsache,
auch dass das Zeug mittlerweile örtlich schon das Grundwasser erreicht hat.

Die Kontaminierung der Nachbarflächen sehe ich nicht so dramatisch,
auch wenn durch die Luft so einiges eingetragen wird.
Aber diesen Anteil habe ich längst mehrfach eingeatmet, bevor er in meinem Essen landet.

Ich hab es noch immer selbst in der Hand, wen ich was verdienen lasse,
d.h. wo ich einkaufe. Und da hat der Biobauer einfach bessere Karten bei mir.

Übrigens haben auch die Landwirte inzwischen gemerkt, dass Pestizide etwas kosten.
Der Gifteinsatz ist angeblich rückläufig, aber offizielle Statistiken habe ich keine.
Hallo Walter,
Offizielle Statistiken zum Verbrauch von Pestiziden in der Landwirtschaft werden vermutlich niemals veröffentlicht werden.
Der Chemiegigant Ciba Geigy in Basel/CH hatte Forschungen laufen, die die Produktion von Pestiziden überflüssig machten. 2 Schweizer Forscher setzten Samen von verschiedenen Nutz- und Zierpflanzen einem elektrostatischen Feld aus, bevor sie gesäät wurden. Das Ergebnis dieser Behandlung waren an Weizenpflanzen bis zu 15 Halme pro Pflanze, doppelt so viele Körner pro Ähre und an Maispflanzen 12 - 14 Kolben. Diese Pflanzen waren bis zu 4 Wochen früher reif, lange bevor die Schädlinge auf den Plan traten. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet und Ciba Geigy kaufte dieses Patent auf und lies es in ihren Schubladen verschwinden. Das Labor wurde geschlossen und die beiden Forscher wurden in den Ruhestand geschickt. Man hätte ja die eigene Produktion von Pestiziden überflüssig gemacht. Nachzulesen im Buch "Der Urzeitcode" des schweizer Journalisten Luc Bürgin.
Das ist die Arbeitsweise der Pestizid Multis, aber wie du schon sagst, es hat jeder in der Hand was auf seinem Teller ist.
Grüße
Werner
Nun, ist ja schon ein paar Tage älter- dieses Thema!

Doch auch hierzu möchte ich "meinen Senf" abgeben.
Ja, es stimmt Rund up ist hochgiftig und die Landwirte wissen damit umzugehen...wenn auch für uns im negativen Sinne!
Die "Randstreifen" um die Felder sind nicht mehr naturbelassen, aber bis vor kurzem (weiß nicht wies dato ausschaut) war dieses Gift über die landw. Agrarmärkte - Raiffeisen- für jeden frei käuflich!!!

Zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen wie auch die noch so lieben Nachbarn ihre Hofeinfahrt u.Ä. damit bespritzten, obwohl Kleinkinder und Haustiere vor Ort sind. Meine Vermutung: einfach zu faul um ne Harke in die Hand zu nehmen!!!

Bei den Bauern ist es gelungen, einen Nachweis über die "Spritzverordnung" -oder wie auch immer es heißt- zu erwirken:
Jährliche Überprüfung der Feldspritze ( dem lieben Gott seis gedankt!!) und Kenntnisse über Anwendung der Chemikalien zu haben / bzw zu erlangen.

Trotz alledem, es ist nicht in Ordnung was die Chemie der Nahrungsmittelkette und dem Umfeld "antut":
Aus Gewinnsucht, Gleichgültigheit oder Bequemlichkeit :!: :!: :!:

Es gibt eben in den Betrieben keinen Opa& keine taugliche Sense mehr, keine
Arbeitsintensive Stunde wird "vergeudet".....
Schlagkraft und Rundierung ist das Aussagethema der heutigen Landwirte!!!

Ich selbst habe einen kleinen "Abhang" mühevoll mit Lupienen angesät, damit hier keiner auf die Idee kommt die Brennessel mit "Zeugs" wegzuspritzen *ehrlich----es gibt Alternativen auch im kleinen Bereich, oder???
Hallo Nockerl,
Die Gefährlichkeit dessen was unsere Bauern, oder sollte man sagen Agrarindustrielle, unserer Natur antun, werden wir erst sehen wenn es zu spät ist.
Wie die Chemiegiganten mit (eigenen) Forschungen umgehen, die Pestizide überflüssig machen, hat der Schweizer Luc Bürgin in seinem Buch "Der Urzeitcode" aufgedeckt. Sollte jeder sich zu Gemüte führen.
Grüße
Werner