Die Kelten (6) - Ein verklungenes Lied?

Der Begriff „Kelte" taucht zum ersten Mal im Jahre 1707 auf, als sich England und Schottland vereinigten. Kein Zufall, wie manche glauben mochten, die darin eine Behauptung der schottischen Minderheit über die verlorene Identität erkannten. Die Kelten, wo auch immer sie siedelten, wurden von zwei sich bekämpfenden gigantischen Völkern -- Britannien und Frankreich -- über Jahrhunderte hinweg aufgesogen oder aber dazu gebracht, ihre eigene Kultur leidenschaftlich zu verteidigen.

So ungewiss wie ihre Existenz ist auch die Zukunft der Kelten in unserer Welt -- einer Welt, die kulturelle Vielfalt begrüßt und doch zum Bestreben verdammt scheint, sie zu beherrschen.

https://www.youtube.com/watch?v=umuelq7_vn4
Die Deutschen Ordensritter


Der Deutsche Orden ging aus der geistlichen Ordensgemeinschaft der Deutschritter hervor. Heute widmet er sich ausschließlich karitativen Aufgaben. Doch einige Zeit stand er für die Einheit Deutschlands unter preußischer Herrschaft.

Der Deutsche Orden oder Deutschritterorden wurde 1190 als Hospitalsbruderschaft von deutschen Kaufleuten zur Unterstützung ihrer Glaubensbrüder während des Dritten Kreuzzuges in der israelischen Stadt Akko gegründet. Ziel der Unternehmung, zu der Papst Innozenz III. aufgerufen hatte, war die Rückeroberung Jerusalems, das sich unter muslimischer Herrschaft befand. Durch die Kreuzzüge hatte das deutsche Rittertum neuen Auftrieb bekommen. Die neu gegründeten Ritterorden sahen in ihnen ein Ziel und die Möglichkeit, das Heil zu erlangen. Sie forderten von ihren Mitgliedern, das Mönchsgelübde abzulegen und sich zu einem Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu verpflichten.

Der Deutschritterorden unterschied sich von seinen Vorgängern durch moderne Grundsätze, in denen sich bereits das Ende des Mittelalters ankündigte. Denn hatte es bisher nur Kaiser, Adel und Lehnswesen gegeben, bildeten Kaufleute und Handwerker nun eine neue Gesellschaftsschicht, die sich bald zum Bürgertum formieren sollte. Diese Modernität verdankte der Orden seinem vierten Hochmeister, Hermann von Salza. Mit großem diplomatischem Geschick und dank zahlreicher Verbindungen gewann er Papst und Kaiser für sein Anliegen, dem Deutschen Orden ein Herrschaftsgebiet zu sichern.

Im Zuge dieser Entwicklung verließen die Deutschritter das Heilige Land zu Anfang des 13. Jahrhunderts und zogen zunächst nach Siebenbürgen. Ihren im christlichen Abendland einmaligen Ordensstaat gründeten sie schließlich in einem von heidnischen und christlichen Pruzzen, Polen und Litauern besiedelten Gebiet in Nordpolen. Den Ordenschroniken folgend, beleuchtet die Dokumentation die wichtigsten Etappen bis hin zur Schlacht bei Tannenberg im Jahr 1410, bei der den Deutschrittern vom gemeinsamen Heer Polens und Litauens eine entscheidende Niederlage beigebracht wurde. Mit dieser Schlacht, die als bedeutendster Feldzug des Mittelalters gilt und auch hinsichtlich Militärtaktik und Truppenbewegungen eine besondere Stellung einnimmt, beginnt der Niedergang der Ordensherrschaft.

Auf den Spuren der Deutschritter besucht die Dokumentation Festungen und Kirchenburgen, die der Orden von den Hügeln des heutigen Libanon bis zur Ostsee errichtete.


https://www.youtube.com/watch?v=cvaU0egWgYo
@ littlemermaid: der Begriff "Kelten" für die Völker nördlich der Alpen ist meines Wissens wesentlich älter. Im Buch von Alexander Demandt über die Kelten schreibt er: "Die griechischen Autoren verwenden die Formen Keltoi (so Herodot), Keltai (so Strabon) und Galatai (so Pausanias), die Lateiner Celtae (so Livius) oder Galli (so Caesar). Alle diese Namensformen bezeichnen dasselbe, im Deutschen 'Kelten' genannte Volk. Es handelt sich bei diesem Namen um eine Selbstbezeichnung, sie wird vermutungsweise mit 'die Kühnen' übersetzt."

Für Griechen und Römische Bürger waren das sowieso alles nur Barbaren. Wer an der A45 unterwegs ist, begegnet am Rande der Region um den Glauberg den Hinweis auf eine Ausgrabung und Fund einer Fürstenstatue, woraus mittlerweile ein Museum entstanden ist: http://www.keltenwelt-glauberg.de/.
@Jadooman, Du hast recht, der Ausdruck "Kelten" ist hier wirklich nicht angebracht.
Hier handelt es sich um die "keltische Renaissance" und ich kopiere aus dem Internet:

1) die keltische Renaissance im 18. Jahrhundert, im Zusammenhang mit der Union Schottlands mit England (1707) als Rückgriff auf mündlich überlieferte keltische Sagen und Lieder (J. Watson, »Choice collection of comic and serious Scots poems«, 1706); mit vorromantischer Rückkehr zu Sage und Geschichte in J. Macphersons Ossiannachdichtungen (seit 1760); 2) die irische Renaissance als Teil der Unabhängigkeitsbewegung Irlands mit Rückwendung zu altirischen Mythen und Überlieferungen sowie zur Volksdichtung, z. B. bei W. B. Yeats, Lady Augusta Isabella Gregory, J. M. Synge, S. O' Casey, und der Erneuerung des Theaters (1904 Gründung des Abbey Theatre).

http://universal_lexikon.deacademic.com ... enaissance

https://de.wikipedia.org/wiki/Irische_Renaissance
Ein kleiner Eindruck von der gälschen Sprache, die zur keltischen Sprachfamilie gehört.

Die schottische Kultband RUNRIG mit dem Song "Alba" ( Scotland)

https://youtu.be/Nt2d30EaDWM
Danke roadrunner für ein schottisches Lied, das zeigt, daß die keltische Sprache bis zum heutigen Tag noch gesprochen wird.
Ich habe einen interessanten Artikel über eine weitere keltische Sprache, das Bretonische gefunden und dazu die wunderbare bretonische Hymne: "BRO GOZH MA ZADOU "


Einführung in die bretonische Sprache: Brezhoneg

Bretonisch ist die einzige moderne keltische Sprache, die ihr Sprachgebiet auf dem europäischen Festland besitzt. Die Urform von Brezhoneg wurde von keltischen Völkerstämmen aus Britannien herübergebracht, welche sich zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert n. Chr. vor den ständigen Angriffen der Angelsachsen aus dem Gebiet des heutigen Devon und Somerset herüberretteten. Darüberhinaus wird angenommen, dass Reste der keltischen Traditionen der Gallier noch in der bretonischen Kultur überlebt haben. Die Bretagne war über Jahrhunderte ein selbständiges Königreich, bevor sie durch (erzwungene) Heirat an Frankreich fiel. Vielleicht wirklich erstaunlich ist, das Bretonisch bis nach dem 2. Weltkrieg dominante Umgangssprache im Westen der Bretagne verblieb, obwohl der zentralistische Staat seit der Französischen Revolution offen alle Regionalsprachen bekämpfte. Erst in den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Bretonischsprachigen von über einer Million auf etwa 250.000 gesunken. Beginnend bereits in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erwuchs eine Gegenbewegung in der allgemeinen gesellschaftlichen Aufbruchstimmung jener Zeit, die sich neben der Wiederentdeckung der bretonischen Musik und Kultur auch für die Sprache einsetzte. Aus kleinen Anfängen erwuchsen starke (private) Bestrebungen, die Sprache insbesondere unter Kindern wieder aufleben zu lassen. Vorschulgruppen und Grundschulen wurden gegründet mit langsam steigender Tendenz. Dies jedoch alles gegen den entschiedenen Widerstand des französischen Staates, der erst 1992 wieder in der Verfassung festschrieb: Die Sprache der Republik ist Französisch.


Sprachliches

Bretonisch gehört zum brythonischen Zweig der keltischen Sprachen und ist damit eng verwandt mit dem Walisischen und insbesondere mit dem Kornischen. Obwohl es auf dem europäischen Festland gesprochen wird, ist es linguistisch eine Form der "insel-keltischen" Sprachen. "Festland-Keltisch" wie zum Beispiel die Sprache der Gallier war im Gefolge der römischen Besatzung und der Völkerwanderungen bereits fast vollständig erloschen, als die Besiedlung der armorikanischen Halbinsel durch brythonisch sprechende Kelten im 5. Jh. gerade begonnen hatte. Die Kultur war bereits sehr etabliert und entwickelt, als die Bretonen erstmalig vereint unter Nominoe im Jahre 845 die Franken in der Schlacht von Ballon besiegten. Dies belegt auch das älteste erhaltene Manuskript in bretonischer Sprache aus dem späten 8. Jh. In der ganzen Zeit bis zur Französischen Revolution erfreute sich die bretonische Kultur einer gewissen Unabhängigkeit, der Pariser Vorläufer des "Hoch-Französischen" blieb dem Adel und dem städtischen Bürgertum vorbehalten. Bereits im Jahre 1499 wurde das erste Bretonisch-Französisch-Lateinische Lexikon von Johan Lagadeuc herausgegeben. Die über tausend Jahre währende sprachliche Trennung zwischen dem Walisischen und Bretonischen hat überraschenderweise nicht verhindern können, dass sich große Gemeinsamkeiten erhalten haben. Lediglich die Fremdwörter wurden zumeist aus der englischen bzw. französischen Sprache entlehnt. Trotz der 1789 einsetzenden Feindseligkeiten des französischen Zentralstaates gegenüber allen Regionalsprachen blieb die bretonische Kultur im ländlichen Raum sehr lebendig. Das 19. Jh. sah zum Beispiel die aufsehenerregende Veröffentlichung der Gedichtssammlung "Barzaz Breiz" von La Villemarqué. Ein großes Hindernis blieb aber die uneinheitliche Rechtschreibung in den vier Hauptdialekten. Erst 1908 konnte man sich auf eine gemeinsame Ortographie für die drei westlichen und nördlichen Dialekte (Kerneveg, Leoneg, Tregerieg) einigen. 1941 kam dann die Einbeziehung des Dialektes von Mor-bihan (Gwenedeg) hinzu. Diesem Umstand verdankt u.a. das "zh" wie in Breizh seine Existenz. Auch das 20. Jh. brachte sehr viele bedeutende Literaten hervor wie Kalloc'h, Abeozen und Angela Duval. Vielleicht war der große Ehrgeiz der bretonischen Poeten auch zu einem Großteil aus der Energie zu erklären, wie sie gegen den mächtigen Strom der Kriegsereignisse und den nationalistischen Zeitgeist anzuschreiben versuchten. Die Wahrnehmung weiter Teile europäischer Öffentlichkeit erreichte aber erst die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts populär werdende bretonische Musik mit Interpreten wie Alan Stivell.


https://www.youtube.com/watch?v=8J2CIhA1mwE

NOLWENN LEROY : HYMME BRETON " BRO GOZH MA ZADOU "

Ich vermute die Bretonen sehen das als ihre Nationalhymne an.
Die Templer Kreuzzug in die Hölle

https://www.youtube.com/watch?v=xnNaZdS6rj0
Wir Deutschen - Das neue Kaiserreich

https://www.youtube.com/watch?v=Q9-iQ_d ... BN&index=3
Wir Deutschen - Kaiser und Kaufleute

https://www.youtube.com/watch?v=qmcy1R8 ... 4HHrKpsLBN
Wir Deutschen - Das späte Mittelalter

https://www.youtube.com/watch?v=RPFgriG ... 4HHrKpsLBN
Wir Deutschen - Der Dreißigjährige Krieg

https://www.youtube.com/watch?v=hTCWsOs ... BN&index=8