Die, die wollen dass man ihnen gehorcht sind zufrieden wenn es geschieht,
die, die gehorchen, sind zufrieden weil sie dadurch ihre Ruhe haben.

Ist das nicht wunderbar ..... oder doch nicht :oops:
Was der eine als Pflicht versteht, macht ein anderer aus Liebe.
Ja sicher es gibt doch nur 2 Möglichkeiten:

  LIEBE oder ANGST 
LIEBE würde ich in diesem Kontext eher als
ABHÄNGIGKEIT
bezeichnen.
Oder meint jemand, ei e Kleinkind würde dem Papa aus Liebe gehorchen ?
Dann wohl eher die ANGST vor der Ablehnung, die es erfahren wird, wenn es dem Papa nicht gehorcht.

Auch viele Erwachsene gehorchen den Anweisungen eines Vorgesetzten oder auch Partners, weil sich h dadurch Anerkennung erhoffen.
Sie sind so abhängig von der Anerkennug durch den Anderen, dass sie sich selbst zum Narren machen.
Man tut seine Pflicht immer lieber freiwillig als unfreiwillig, und man gehorcht auch immer lieber dem, den man liebt, als dem, den man hasst, in der Erwartung, von ihm dafür ebenfalls geliebt zu werden. Dafür nimmt man auch gerne eine Abhängigkeit in Kauf, solange sie Einem Sicherheit und Zuwendung garantiert.

Die falsche Vorstellung jedoch, man habe seinem Freunde gegenüber, den man liebt, und der Einen auch liebt, keinerlei Pflichten, und könne daher ungestört seinen Neigungungen folgen, ohne Rücksicht auf ihn nehmen zu müssen, ist natürlich falsch, denn damit riskiert man das Ende seiner Liebe, und damit auch das Ende der Liebesbeziehung, die man Freundschaft nennt.

Ein weiterer Irrtum ist, dass man automatisch auch versorgt würde von dem, der Einen liebt, aus Dank für das, was man ihm Gutes getan hat, denn das, was man besitzt, weiß man meist nicht zu würdigen, wenn man es besitzt, sondern nur solange, wie man es noch nicht besitzt, und dann erst wieder, wenn man es wieder verloren hat.
Manchmal hat etwas nicht nur zwei Seiten, sondern drei :!: :wink:
Ja Hawaii :) oder noch mehr
Unlängst hat ein Mann in einer Talkshow über seinen Hund erzählt und gemeint, nur die Liebe eines Hundes bzw. Tieres ist ein wahre, ehrliche und bedingungslose. In einem der nächsten Sätze erzählte er ganz stolz, dass es nur einige wenige Tage dauerte, bis sein Hund alles seine BEFEHLE befolgte und war ganz empört, als ihm von der Diskussionsrunde dieser Widerspruch vor Augen gehalten wurde.

Wahre Liebe dem/der gegenüber die mir Futter und Befehle gibt, oder einfach ".. ich erkaufe mir meine Ruhe und das gute Dasein damit..."?
Menschen mit Hunden zu vergleichen ist immer riskant und nie ganz zutreffend.

Hunde sind Rudeltiere und von der Evolution her dazu geschaffen, einem Anführer zu gehorchen.
Deshalb haben sie als Wölfe überlebt und deshalb wurden sie auch zu treuen Haustieren.

Menschen fühlen sich als Individalisten und sind auch stolz darauf.
Und weil Menschen so unterschiedlich sind, gibt es auch viele, die gerne gehorchen.
Das entbindet einen von der Verantwortung und erspart das eigene Nachdenken.
@barbera

ich habe hier nicht Hunde und Menschen verglichen, wollte nur mit diesem Beispiel darauf hinweisen, dass zwischen Gehorchen und Liebe manchmal eine fragwürdige Kausalität hergestellt wird, in diesem Fall von einem Hundesbesitzer.
siegfried37 hat geschrieben: Ja sicher es gibt doch nur 2 Möglichkeiten:

  LIEBE oder ANGST 



Nein, sehe ich überhaupt nicht so.
Wenn ich meinem Gewissen gehorche, ist das nicht immer mit Liebe
und schon gar nicht mit Angst verbunden.
Dort sind ebenso Anstand und Wertschätzung, Vernunft und Notwendigkeit gespeichert.
Jetzt haben wir schon 4 denkbare Möglichkeiten und alle haben ihre Berechtigung. :wink:
Wer gehorcht, und tut, was man ihm befiehlt, ist für den Befehlshaber liebenswert - egal ob er ein Mensch oder ein Tier ist. Ob er dafür aber auch entsprechend belohnt wird, oder nur einfach froh sein kann, nicht bestraft zu werden, weil er nicht ungehorsam war, steht noch auf einem ganz anderen Blatt, und hängt meist davon ab, wie der Befehlshaber gelaunt ist, und davon, ob ihm nicht ein anderer noch liebenswerter erscheint, weil er zB noch schönere blaue Augen hat, als der, der nur gehorsam war, um den Befehlshaber zu erfreuen.
das Wort - gehorchen - mag ich gar nicht, mir ist folgen viel lieber. Als kleines Kind folgt man, weil man unsicher ist und noch lernen will. In der Schulzeit dann folgt man - hier im Sinne von "so könnte es sein" den Lehrern, denen man gewogen ist "folgen im Sinne von hinterhergehen".

Aus Liebe im späteren Leben bietet sich schweigen an, nicht widersprechen, nicht, weil man seine Ruhe haben möchte, sondern, weil man weiß, dass es zwecklos ist.
Bestimmte Themen "verfolge" ich nicht mehr.... , das heißt aber noch lange nicht, dass ich gehorche.
Gehorchen sollte ein Tier, aber auch nur dann, wenn es für andere gefährlich werden könnte oder sich selbst verletzen würde.
Dieses "Down" oder andere Befehle laufen bei mir unter Kommunikation.
IN akuten Notsituationen gehorche ich meinem Instinkt, funktioniere und handele automatisch, nur dann kommt für mich das Wort gehorchen zum Tragen.
Deinen Beitrag kann ich gut nachvollziehen.....
als Kinder haben wir den Eltern "gefolgt", weil wir gemerkt haben, dass es gut ist, wenn wir ihnen nachfolgen.....

dem Instinkt gehorche ich automatisch - eben weil es der Instinkt ist......gerade beim Überlebensinstinkt läuft alles in Sekundenbruchteilen ab - jede "Überlegung" käme da zu spät.....