Ob selbst gedichtet, oder nicht........... :D

Wein vergoldet jeden Tag
(Bacchus)

Wein vergoldet jeden Tag,
Scheucht hinweg des Daseins Plag,
Macht die Menschen froh und heiter,
Ihren Geist sehr viel gescheiter,
Lässt das Leben schön erscheinen,
Die Gedanken Gutes meinen,
Lässt uns all zu Freunden werden,
Friedlich wird es dann auf Erden.
Wer den Wein so klug genießt,
Freude aus den Sternen liest,
Merkt an seines Herzens Schlag:
Wein vergoldet jeden Tag


Bild
Du bist die Sonne meines Lebens,
Ich bin Dein Leitstern in der Nacht.
Du bist ein Fels im Meer,
Ich bin die Welle die Dich umfliesst.
Du bist der Mann,
Ich bin die Frau, die Dich in ihre Arme schliesst.
Du bist der Tau,
den die Blume braucht die Du zum Blühen gebracht.
Du bist der Baum,
der Wind, der durch die Aeste rauscht,
löst ein Blatt
das lautlos und unbeachtet zu Boden schwebt.
Ich bin nichts,
ohne Dich.


(von mir, vor vielen Jahren, unsterblich verliebt :wink: :wink: )
Ein wunderschönes Gedicht.

Es hat mich sehr berührt.
Vielen Dank Joker
Inzwischen bin ich aus meinen Träumen aufgewacht :roll: :wink:
Ein Gedicht von Max Dauthendey.
Ich mag diesen Dichter sehr.

Du und ich!
Wunschlose Seligkeit
Strömt deine Nähe über mich.
Der Alltag wird zur Sonntagszeit,
Unsterblich schlingt das Leben sich
Um uns. Und Menschengöttlichkeit
Fühl' ich bei dir durch dich.

Was einst gewesen, weiß ich kaum.
Die enge Welt wird weiter Raum.
Und Holz wird Eisen, Eisen Holz
Und Stolz wird Demut, Demut Stolz.
Gar wunderbare Weisen
Singt dann bei seinem Kreisen
Mein Blut im Paradies für mich.
Es haben alle Wünsche Ruh', -
Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du.
Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich.

Max Dauthendey (1867-1918)

Was ist Glück?
Ist es ein Telefonanruf,
ein plötzliches Verstehen,
ein erlösendes Lachen,
Kraft zu spüren
für das Lösen von Problemen?

Oder ist Glück
ein winziger Augenblick,
wenn unsere Seelen sich berühren,
ich in Deinen Augen versinke,
mich wehrlos meinen Gefühlen ausliefere,
die mich überfluten?


(AlekeThuja)
Das ist von mir. Etwas nachdenklich ....


Frei nach Heine

Gedanken an Deutschland
und die Welt
bei Nacht -
noch immer
um den
Schlaf gebracht.
Das Glück sieht klein aus,

wenn man es in Händen hält,

aber lass es ziehen, und du siehst,

wie gross und wie kostbar es ist.


Alexei Maximowitsch Peschkow, /Pseudonym - Maxim Gorki -
Das folgende Gedicht habe ich nach einer "geführten" Heilmeditation geschrieben, ich war derart aufgewühlt, dass ich nicht schlafen konnte.
(auch das viele Jahre her)

Ich sah Dich auf einer Waldlichtung stehn,
zusammen mit andern die ich noch nie gesehn.
Voller Freude und Erwartung standest Du da;
ob Du wohl ahntest, was darauf geschah?
Ein Licht erschien und hüllte euch ein!
Ich seh noch jetzt den hellgoldenen Schein.
Er brachte Gesundheit, Liebe und Glück.
Die Zukunft beginnt, lass Alles zurück
und wehre Dich nicht, auch Du wirst verstehn:
Du musst es mir glauben, ich hab es gesehn!


November Tage


Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
Träumen Mensch und Erde.

-von Christian Morgenstern-
Poetry Slam

Westend Girl

Du integrierst dir das Viertel als sei es ein Ganzes
Sagst: "Fehl'n dir die Worte zum Glück, ey, dann tanz es!"
Neckst die, die sich niemals dem Hier stellen mussten
Und erlöst altes Denken aus lokalen Krusten

Du erinnerst dein Kopftuch, doch machst auch FKK
Nennst das bislang Servierte zu schal und zu starr
Du gönnst dir ein "Sehr gut" im schlechten Betragen
Und reizt deine Schwestern, die nicht genug wagen
Veralberst ihr Klammern an Uralt-Verboten
Und kriegst doch zum Ende die besseren Noten

Du musst dir damit nicht mal selbst was beweisen
Und burschikos signalisierst du den Greisen
Und Würde-trag'nden geistig Alten:
"So, Schnuffis, jetz ma Fresse halten!"

Weil Tradition und Religion
Wir instinktiv zu oft verschon'n

Aber du bist ein Profi im Hürden-Passieren
Kannst lässig die lästige Würde verlieren
Wo immer du stehst, geht es nur noch um dich
Und dein Bruderherz lobt: "Die hört eh nicht auf mich!"

Du bist die wahre Westend-Queen
Mit den Füßen in München, im Kopf in Berlin
Du pegelst das Viertel, lachst, wie simpel das ist:
"Das Herz zu den Herzen - und der Mist auf den Mist!"

-Franz Klötgen-
Abendlied

Friedlich bekämpfen
Nacht sich und Tag.
Wie das zu dämpfen,
Wie das zu lösen vermag!
Der mich bedrückte,
Schläfst du schon Schmerz?
Was mich beglückte,
Sage, was war's doch, mein Herz?
Freude, wie Kummer,
Fühl ich zerrann,
Aber den Schlummer
Führten sie leise heran.
Und im Entschweben,
Immer empor,
Kommt mir das Leben
Ganz, wie ein Schlummerlied vor.

(Friedrich Hebbel 1813-1863