Hallo Naturfreunde,
Wer kennt das Buch "Gärtnern, Ackern ohne Gift" von Alwin Seifert erschienen bei Biederstein München, wer kennt es und wer hat Erfahrungen mit der darin beschriebenen Methode?
Grüße
Werner
ich hab' das buch seit 35 jahren. viele dinge, wie z.b.die kompostbereitung habe ich aus diesem buch.
auch erdäpfel nach seiner methode zu pflanzen, auf einer umgebrochenen wiese, habe ich probiert.
die methoden die er beschreibt, haben schon was für sich.
nur leider lese ich es viel zu selten.
ich muss es wieder mal hervor holen!

viel spass beim pflanzen!
Hallo Artischoke,
Ich dachte schon ich stehe allein auf weiter Flur, ich versuche erst seine Methoden in meinem Garten umzusetzen. Wenn mehr Leute die Methoden von Alwin Seiferth und auch von Sepp Holzer in ihrem eigenen Garten umsetzen würden, würde die Natur auch wieder gesunden. Leider kämpfen sie in einem anderen Tread mit zuviel Löwenzahn, ohne zu wissen, daß das gehäufte Auftreten von "Schädlingen" und Pflanzen, Anzeichen dafür sind, daß dort die Natur aus dem Gleichgewicht geraden ist. Um dies zu ändern muß erst einmal die Natur wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
Dieses Jahr habe ich einen Versuch gemacht mit Kupferspaten nach Viktor Schauberger. Mal sehen wie das Ergebnis ausfällt.
Seit wann arbeitest du nach der Methode von Alwin Seifert?
Grüße
von
Werner
Schwindeggerbua hat geschrieben: Ich dachte schon ich stehe allein auf weiter Flur

Um Missverständnissen vorzubeugen:
Gärtnern ohne Gift ist ein spannendes Thema -
aber nicht jeder legt sich da auf ein spezielles Buch fest.
es kann natürlich nur eine anregung sein, dieses buch und es gibt sicher viele bücher in dieser art.
der biologische garten usw.
es ist deshalb aber für mich so wichtig, weil ich einfach die ersten anregungen in diese richtung erhalten habe.
es ist sicher 35 jahre her, dass ich mit dem buch in kontakt gekommen bin. und wie geschrieben, ich versuche danach zu handeln.
aber ich setze auch mischkulturen, wo eine pflanze schutz für die andere bietet, wie z.b. zwiebel und karotten setze ich zusammen.oder ich mach ein hügelbeet oder, oder.
aber den kompost machen, habe ich von alwin seifert gelernt, zumindest die grundlagen.

heute habe ich aber noch mehr erfahrung mit kompost bereiten.
es ist wichtig, dass kohlenstoff und stickstoff zusammen kommen, das heisst trockene und nasse substanzen und dass die feuchtigkeit passt. nicht zu viel und nicht zu wenig. abdecken bei viel regen und bewässern, wenn der komposthaufen zu trocken ist, damit man die richitge temperatur erreicht.
und vor allem sollte der kompostplatz auch schattig sein!
Hallo,
ich kannte das Buch bisher nicht, werde es mir aber baldigst in der Bibliothek ausleihen (falls dort vorhanden). Ich lege viel Wert auf natürliche Düngung, z.B. durch Erde aus der Komposttonne. Mein großes Problem ist die Schneckenbekämpfung. Bisher habe ich kein wirksames natürliches Mittel gegen diese "Plage" gefunden. Vielleicht werde ich in diesem Buch fündig?
Liebste Grüße
Hallo Marcelline
Ich versuche diese Technik umzusetzen in meinem Garten, auch die EM Technologie (www.mikroveda.de), trotzdem sind bei mir auch die Schnecken. Sie zeigen an, durch ihr massenhaftes Auftreten, daß etwas im Gleichgewicht der Natur nicht mehr stimmt. Der Japaner Masanobu Fukuoka hat mit seiner natürlichen Landwirtschft den Weg gewiesen Sein Statement : Die Natur bedarf der Hilfe des Menschen nicht, sie weiß sich selbst zu helfen, hat immer noch universelle Gültigkeit. Ich wünsch dir viel erfolg mit deinem Garten.
Schnecken reagieren positiv auf höhere Boden- und Luftfeuchtigkeit,
außerdem mögen sie es gerne üppig und gedüngt.
Beides wird ihnen im normalen Garten üppigst präsentiert, und daher vermehren sie sich denn entsprechend - siehe das gegenwärtige Wetter.

Wirksame Mittel gegen Schneckenbekämpfung, die ohne Chemie auskommen, gibt es praktisch keine.
Es gab auch schon Versuche, ihnen Bücher mit entsprechenden Tipps zum Lesen hinzulegen, damit sie sich tot lachen -
hat auch nicht funktioniert.
Also Laufenten, oder wiederholt absammeln.

Wer meint, dass bei stärkerem Schneckenbefall "etwas" in der Natur aus dem Gleichgewicht gekommen ist,
liegt nicht ganz falsch - die Frage ist, was bedeutet "etwas"?
Da in einem geschlossenen Ökosystem mehrere -zig bis Hunderte "Teil-Gleichgewichte" bestehen,
sollte man mal überlegen, um welches davon es sich handeln könnte.

Ein Garten -egal ob konventionell oder "naturnah" bewirtschaftet- ist kein natürliches Ökosystem,
sondern der Mensch greift massiv ein - sonst wäre es ja auch kein Garten, sondern wilde Natur.
Der Mensch möchte, dass in seinem Garten etwas wächst, was dort ursprünglich nicht wächst.
Wenn es dort nicht wachsen will, ist meistens der erste Gedanke "braucht Dünger",
und es wird gestreut.
Nur in recht extremen Fällen (z.B. Kokospalme), kommt Mensch auf die Idee, dass es Sonne und Wärme sein könnte, was der Pflanze fehlt. Aber auch hier: Dünger, denn das Pflänzchen könnte ja kümmern.

Die allerwenigsten Gärtner kommen auf die Idee, nach den Standortsansprüchen der von ihnen kultivierten Pgflanzen zu fragen,
und sich zu überlegen, ob die Gegebenheiten in ihrem Garten überhaupt passen.
Und wenn nichts funktionieren will, dann kommt ihnen der Gedanke, dass "etwas" aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Dass dieses "Etwas" sie selbst und ihr Handeln sein könnte,
das wiederum kommt so gut wie keinem in den Sinn.

Aber für alles gibt es Bücher... :mrgreen:
Hallo Fagus,
Daß wir selbst es sind die die Unordnung in die Natur bringen ist eigentlich klar. Die Spanische Wegschnecke die ich meine, ist vom Menschen nach Mitteleuropa gebracht worden und hat sich prächtig an unser Klima gewöhnt. Mein Garten ist nicht wie andere, in meinem Garten darf die Natur sein wie sie will, es wird kein Gras gemäht und nur vereinzelt gepflanzt, z.B. Sequoien, Pau Pau Bäume, Goji Beeren, und ander Beerensträucher, ich versuche den Garten naturnah zu bewirtschaften. Du hast schon recht wenn du meinst daß ein 100% natürlicher Garten nicht möglich ist. Trotzdem ändern sich von selbst langsam die Gräser und Blumen ohne mein zutun. Natur bedarf der Hilfe des Menschen nicht, sie kann sich selbst helfen. Dieses Statement von Masanobu Fukuoka ist von zeitloser Gültigkeit. Wer danach handelt kann in einigen Jahren die Früchte ernten
Grüße
Werner
Fagus,
du solltest einmal meine Garten besuchen.

Ein total bayrisches Biotop, mit Disteln und Löwenzahn.

Und doch - die Schnecken habe ich halbwegs besiegt.
Ich habe - vor lauter Wut - tonnenweise Schneckenkorn neben den Gehwegen gesteut - das hilft gegen glitschiges Ausrutschen.
cyrano hat geschrieben: Und doch - die Schnecken habe ich halbwegs besiegt.
Ich habe - vor lauter Wut - tonnenweise Schneckenkorn neben den Gehwegen gesteut - das hilft gegen glitschiges Ausrutschen.

Wut ist manchmal ein erfolgreiches Hilfsmittel.
Ich habe eine zeitlang die Schnecken zerhackt.
Damals hatte ich fetten, feuchten Lehmboden und die Schnecken kamen aus allen Himmelsrichtungen,
als ob's bei uns was umsonst gäbe, und das war es ja wohl auch.

Jetzt habe ich mageren Sandboden und das Problem ist deutlich geringer.
FagusW hat geschrieben: Damals hatte ich fetten, feuchten Lehmboden und die Schnecken kamen aus allen Himmelsrichtungen,
als ob's bei uns was umsonst gäbe, und das war es ja wohl auch.

Jetzt habe ich mageren Sandboden und das Problem ist deutlich geringer.


der Boden in meinem Garten ist auch recht lehmig, würde es denn genügen wenn ich die Beet-erde mit Sand mische um die Schnecken von dem Beet fernzuhalten? Funktioniert vielleicht auch eine "Sandspur" um das Beet herum?

Liebe Grüße :)
Marcelline hat geschrieben:
FagusW hat geschrieben: Damals hatte ich fetten, feuchten Lehmboden und die Schnecken kamen aus allen Himmelsrichtungen,
als ob's bei uns was umsonst gäbe, und das war es ja wohl auch.

Jetzt habe ich mageren Sandboden und das Problem ist deutlich geringer.


der Boden in meinem Garten ist auch recht lehmig, würde es denn genügen wenn ich die Beet-erde mit Sand mische um die Schnecken von dem Beet fernzuhalten? Funktioniert vielleicht auch eine "Sandspur" um das Beet herum?

Liebe Grüße :)

Kaum, das müsste wohl im größeren Rahmen sandig sein.
Und bei diesem feucht-warmen Wetter ist gegen Schnecken eh kein Kraut gewachsen
(FÜR sie aber umso mehr.)
Es grüßt
Walter
ja fagus, auch bei uns gibt es heuer rote schnecken zum saufüttern.
ja schön wäre es, wenn sie gefressen würden.

aber selbst die indischen laufenten denke ich, sind heuer überfordert!

es ist ein graus.

aber damit muss man zu leben lernen, es hilft nix.

ich hoffe nur, dass ich sie halbwegs dezimieren kann, bevor sie im august eier ablegen.
komposthaufen umschaufeln, soll auch helfen, denn dort ist auch ein beliebter ablageplatz, schön warm!

und was es da noch so für neue wundermittel gibt, muss erst nachfragen!
Hallo Artischocke
Gegen Schnecken hilft eigentlich aus meiner Erfahrung nur, die Schnecken aus dem ersten Schlupf im April zu erwischen, mit Schneckenkorn, dann hat man eine zeitlang Ruhe. Die anderen wandern erst im laufe des Sommers wieder zu.
Grüße
Werner