Achtsamkeit und Emotionsregulation:

Erste Studien weisen darauf hin, dass Achtsamkeit zu einer verbesserten Emotionsregulation führen kann. So zeigten z. B. fMRT-Studien (funktionelle Magnetresenanztomographien) bei Personen mit hoher dispositioneller Achtsamkeit = erfahren in Meditation (gemessen mit der Mindful Attention Awareness Scale) eine verstärkte Hemmung der Amygdala (Mandelkern, wesentlicher Ort der Erzeugung von Angst, Furcht, Ärger usw.) durch den Präfrontalen Cortex während des Benennens von Emotionen.
Baldwin M. Way, J. David Creswell, Naomi I. Eisenberger, Matthew D. Lieberman: Dispositional Mindfulness and Depressive Symptomatology: Correlations with Limbic and Self-Referential Neural Activity during Rest. In: Emotion. 10 (1), 2010, S. 12–24.

Der Wachund Amygdala wird im nächsten Beitrag vorgestellt.

Felix
Vor dem Wachund Amygdala und dem entscheidenden Wettbewerb um das Bewusstsein zwischen Frontalhirn, Wachhund (Amygdala) und Achtsamkeit, diese Zwischenbilanz:

Achtsamkeit ist ein Bewusstseinszustand. Kernübungen zum Achtsamkeitszustand sind Atemübungen und Body Scan. Body Scan ist die mentale Konzentration auf den Körper, die wechselnde Wahrnehmung von Körperteilen. Was macht der rechte Zeh? Was macht der Herzschlag?
Schon an diesen Übungen wird deutlich: Es sind Mittel zum Zweck. Sie sind die Mittel, das begrenzte Bewusstsein (Flaschenhals) von unliebsamen Gedanken frei zu machen, indem sie durch die Konzentration (Phänomene) auf diese Übungen verdrängt werden. Diese Verdrängung und ist der Zweck. Der Spiegel = das innere Auge = das Fernrohr ist klar und sauber.

Das Thema Meditation hat gerade einen „Lauf“. Es ist angesagt. Die Drängelei um Begriffe, Anwendungsmöglichkeiten und Forschungsergebnisse ist fast nicht mehr überschaubar. Auch die traditionellen kontemplativen (Innenschau) Forschungen der unterschiedlichen buddhistischen Meditationen und anderer religiösen Richtungen sprechen kräftig mit.

Über die oben dargestellte knappe Beschreibung der Achtsamkeit wird wohl weitgehend Einigkeit herrschen. Trotzdem bleibt es weiter kunterbunt. Wundern wir uns nicht, wenn uns eine Vielzahl von zusätzlichen Versuchen an erweiternden Definitionen darüber begegnen. Das macht die Beschäftigung damit umso spannender.
Felix
@Felix Du schreibst

>> Es sind Mittel zum Zweck. Sie sind die Mittel, das begrenzte Bewusstsein (Flaschenhals) von unliebsamen Gedanken frei zu machen, indem sie durch die Konzentration (Phänomene) auf diese Übungen verdrängt werden. Diese Verdrängung und ist der Zweck. Der Spiegel = das innere Auge = das Fernrohr ist klar und sauber. <<


Das ist mir alles zu verkopft und dieses ständige aufdröseln langweilt zumindest mich, weil so bei mir im Kopf keine Bilder entstehen daher will ich Dir nicht als Widerspruch beschreiben wie ich das sehe.
Man weiß oder hat einmal gemessen, dass eine von "außen " verursachte Emotion 24 Sekunden braucht um im Körper einen Platz zu finden der Ihr entspricht oder sonst wie passend erscheint. Das erscheint mit sehr wichtig zu wissen welche Emotionen sich in welchen Organen oder Köperregionen niederlassen oder sich ansiedeln. Schließlich muß man ja wissen wohin man mit Deinem Fernrohr scheuen sollte.
Wenn man sich dann auch noch vorstellen kann, dass nämlich dort, wo sich die negative Emotionen niedergelassen haben auch fast immer das innere Licht der Zellen abgedunkelt oder gar ganz ausgemacht wird.
Dann kann man sich leicht vorstellen dass dort leicht solche Zustände herrschen können, wie in Amerika wenn dort der Strom ausfällt und die Plünderer als Mob durch die Straßen ziehen bis Nationalgarde oder Polizei für Ordnung sorgen, denn Diese Funktion sollte ja die tägliche Meditation haben.
Felix
Die aufmerksame Leserschaft ist mit Vorträgen über Neurophysiologie ziemlich überfordert.
Falls du auch von Nichtmedizinern verstanden werden willst, musst du damit beginnen, den Leuten zu erklären, dass Emotionen nicht aus dem Herzal oder aus dem Bauch kommen, sondern aus der "Schaltzentrale" - aus dem vielfach so unterschätzen Hirn.

Wenn du anhand von Beispielen erklären kannst, was der kleine Mandelkern so alles regeln und auch anrichten kann, wirst du eine interessierte Leserschaft finden.
Geschichten können Vieles vermitteln - Oliver Sacks hat es anhand seiner Fallbeispiele gezeigt.....

Wenn einge Leute begreifen, dass ihre blinde Wut aus dem Mandelkern kommt und nicht aus der geballten Faust, dann hast du bereits einen wertvollen Beitrag zur "Aufklärung" geleistet.
Das Thema des Threads hatte anfangs viele User/innen angesprochen - und war noch richtig mit Leben erfüllt. Denn wer hatte nicht selbst schon darüber nachgedacht, warum es manchmal so schwierig ist, das Fühlen in Denken, (oder in Sprache) umzusetzen - und dann auch noch entsprechend zu handeln? Doch fast jeder! Eigene Erlebnisse wurden beschrieben, kritische und bestätigende Anmerkungen wurden gepostet, auch theoretischen Überlegungen zugefügt. Ein guter, zum Nachdenken anregender Thread also. (Auch ich habe hier, ab und zu, gerne mitgelesen.)

Wenn sich jedoch der selbsternannte „Moderator“, immer wieder, überheblich über Einwände anderer äußert, wenn er mithilfe von Monologen meint, eine Vorlesungsreihe liefern zu müssen, in der Einwände nur stören, dann „moderiert“ er nicht, sondern ein würgt gnadenlos eine lebendige Diskussion ab.

Wirklich schade!
@babera,
danke für Deinen Hinweis. Du hast natürlich vollkommen Recht, mit Fallbeispielen funktioniert es sicher noch besser. Die schon aufbereitete nächste Geschichte handelt vom Wachhund (Amygdala) und seinem Herrchen. Keine Frage, mit "Fühlen, Denken. Handeln" haben wir uns ein aufregendes Thema vorgenommen. Und dann liefern wir dazu auch noch das "Dritte Medikament" für Psychische Gesundheit, seelisches und soziales Wohlbefinden. Da muss die Meditation halt herhalten. Aber glaube mir, es macht mir riesigen Spaß. Und was ist der Vorteil über das Forum: Ich bin zur Disziplin gezwungen und kann nicht oberflächlich dahinplaudern, stimmen muss es halt auch, Unsinn verboten. Es erinnert mich sehr an meine Zeit als Lehrer an der Universität: lehren und forschen. Unschlagbar diese Kombination. Nun, die Studenten konnten bei Nichtgefallen ungestraft den Hörsaal verlassen. Hier braucht man meine Beiträge nicht einmal anklicken.
Warte erst einmal ab, wenn wir unseren Feldzug gegen die Wut oder Angst führen, ein "Tatort" vom Sonntag ist nichts dagegen:-). Denn die Komponenten "angeborene Persönlichkeitsanteile" sind unter den Haupttätern. und dann als Verschworene die Evolutionsbiologie. Wahnsinn!
Felix
@Fumaria,
das mit den 24 Sekunden ist sehr großzügig. Es geht mit den Emotionen blitzschnell über die Schaltzentrale im Gehirn steuert die körperlichen Reaktionen entsprechend über vegetatives Nervensystem,Cortison, Adrenalin, Noradrenalin usw. Du hast nur ganz wenig Zeit, um im Moorhuhnspiel zu zielen. Aus der Hüfte musst Du ballern.
"Starr vor Schreck", "man hält den Atem an", "verliebt in einem Bruchteil von Sekunden", Du siehst Deinen Feind, Deinen Nachbarn und bist sofort blind vor Wut. Es reicht schon, wenn Du die Vermutung hast, er könnte um die Ecke kommen, sofort steigt Dein Adrenalinspiegel, Deine Kampfbereitschaft.
Die Meditation hält den Mob der Emotionen unter Kontrolle.
Lass auch Du Dich überraschen. Es ist zumindest eine spannend Geschichte und dem Felix musst Du sowieso nicht alles glauben. Kannst Du aber!
Felix
Mir macht es auch Spaß!

Hier im Forum sitzen keine Studenten, die gezwungen sind, zu Verstehen.

Hier sitzen bunt durchmischte Menschen, die mehr oder weniger Vorkenntnisse haben - klar, dass dem Einen zuviel und dem Anderen zuwenig Information geboten wird.
Ich führe viele und intensive Gespräche mit Patienten, weil der Erfolg einer Behandlung von ihrem Verständnis und ihrer Mitarbeit abhängig ist.
Für mich ist es immer eine große Herausforderung, herauszufinden, auf welcher Ebene ein Patient steht - nur dort kann ich ihn auch "abholen".

Viele wissen nicht Bescheid über Hebelgesetze - da bin ich dann gefordert, demjenigen irgendwie klar zu machen, dass das Heben eines gebeugten Arms was Anderes ist als das Heben eines gestreckten.
Das funktioniert am besten mit Spaß und eigenem Empfinden.
Wer in der Lage ist, das Wunder des funktionierenden Körpers bewusst selbst zu entdecken, freut sich darüber wie ein Kind über seine ersten Schritte!

Die Physiologie ist ein weites Land - endlos, spannend und mit vielen "weißen Flecken", die es noch zu entdecken gibt.
Ja, barbera, es sind die "weißen Flecken", die machen alles so unwiderstehlich. Auf Abenteuerfahrt. Du wirst uns bei Deinen Erfahrungen sicher noch manch wichtigen Hinweis zur Pfadsuche geben, ich bin sicher.
Gruß
Felix
MargeSimpson hat geschrieben:
41acul hat geschrieben: @Diadem,
Du bist so schrecklich ungeduldig. Ich bin doch erst am Anfang. Du bist immer überaus scharfsichtig in der Kritik. Du solltest mit diesem Verstand doch wissen, dass man solch ein neues Forschungsgebiet nicht mit schnellen Seiten abhandeln kann. Du spürst doch hoffentlich durch das Nachfragen der "Mitarbeiter" den bunten Blumenstrauß der offenen Fragen. Wir predigen nicht aus Büchern, wir erarbeiten zusammen Erkenntnisse. Ich bin nur der Moderator. Diese Drängelei verstehe ich aber nicht als Mitarbeit.
Felix


Ach, du lieber Himmel, deine Ergüsse sind erst der Anfang? Also erstmal gemeinsames „Erarbeiten“ von Erkenntnissen, bevor das Thema des Threads in seiner Gesamtheit gesehen werden darf? - Und du bist also der selbsternannte Moderator, soso... :D

Wo ist hier ein MODERATOR??

Einer der im "FÜHLEN, DENKEN, HANDELN" mit unbewiesenen Gedankenkonstrukten die Denkrichtung vorgibt?
Hat er seine Neuronen und ähnlichen Imaginationen je gefühlt, gerochen, geschmeckt, gesehen, gehört?
Woher nimmt er sich die Berechtigung, themenbezogene Beiträge mit absurden
Interpretationen zu verhöhnen?

Da gefällt mir doch die pragmatische Frage nach dem Sinn und Zweck des Ganzen weitaus besser!
Ich selbst könnte übrigens diese Antwort problemlos geben, auch jetzt schon ...[

Mit stoischem Gleichmut verharrt er weiterhin in seinem selbstgezimmerten Elfenbeinturm, und solange er noch einen Willingen Zuhörer findet wird er nicht aufhören uns zu langweilen.

Als bekennender Naturwissenschaften und Mann aus dem Norden hilft vielleicht eine uns eigene Lebensweisheit :
NICHT LANG SCHNACKEN--- ZUPACKEN
@Diaden, jetzt hatte ich angenommen Du bist klug. Ich bin reingefallen. Diese Threads haben alle in solchen Foren diese Begleitung: Schwarze Krähen umkreisen lauernd nach Möglichkeiten und hacken ohne viel Sinn einfach drauf. Dabei wird niemals auch nur ein konstruktives Wort zum Thema gesagt. Manchmal hat man das Gefühl, sie verstehen das Gesagte gar nicht. Hauptsache drauf, Hauptsache hässlich und destruktiv: Es ist die feige Kunst der Zerstörungslust. Denn alles ist ja anonym. Ach wir herrlich ist das Hacken! Und sie müssen dafür extra nach Beute alles absuchen. Eine zu 70% angeborene Persönlichkeitskomponente, Niedertracht. Mach Dir keine Sorgen, ich kenne die Menschen in ihrer Vielfältigkeit.-)

"Die Menschen sind, wie sie sind, andere gibt es nicht. (Adenauer). Uns so wird so lange mit Steinen geworfen, bis der "Liebe Gott" sie aus der Hand nimmt.

Keine Angst, ich werde mich auf sinnlose Diskussionen nicht einlassen.

Felix
Aha, der alte Mann muss wieder mal Präsenz markieren in altebekannter Art und Weise. In den Foren den Furchtlosen spielen und aus lauter Furcht vor Userinnen deren Profil sperren. Ja Felix, du hast den Blender richtig erkannt.

Übrigens Felix, Gruss an Sigi von Sigi
@acul sollte doch bitte mal „Moderator“ googeln, da kann er noch etwas lernen. Tatsächlich hätte ich ihn für so intelligent ( :D ) gehalten, dass er selber weiß, was ein Moderator ist, und welche Aufgaben dieser hat.
Weder sind dies, von ihm unflätig als „Krähen“ kritisierten User/innen, noch er, der Selbsternannte, der anderen untersagen möchte, ihn in seinen theoretischen Ausführungen zu unterbrechen - und dabei noch nichtmal vor persönlichen Beleidigungen zurückschreckt.

Sowieso gibt es hier gar keine Moderatoren, was oft schade ist. Ich hätte mir manchmal welche gewünscht, aber solche, die wissen wie moderieren geht.

Da sind mir grundsätzlich „Krähen“ noch weitaus lieber als beleidigte Narzissten, die nach einer Kritik hirnlos um sich hauen.

(Dies ist meine Reaktion auf @aculs Statement, u.a. auf das von 12:45 Uhr, dass nicht unkommentiert beiben konnte)
acul hat um 12.45 gar keinen Beitrag geschrieben
@Shekinah, Du bist wieder da, das freut mich sehr. Ja, Sigi hatte schon Sehnsucht. So zwei Garudas, die bringt niemand ins Wanken. Die stärksten Fabeltiere, die gibt:-). Irgendwie muss auch ein Stein zwischen die Krähen gefallen sein, sie sind so hektisch und aufgeregt.
Willkommen
Felix
cron