Die Situation der Frauen in Indien ist folgende:

Einerseits sind die Inderinnen in hohem Maß unterdrückt; Mitgiftmorde, Tötungen weiblicher Babys, Abtreibung weiblicher Föten (über 80 % der abgetriebenen Föten sind weiblich), Hexenglauben, unzureichende medizinische Versorgung, Müttersterblichkeit, Frauen werden als Ursache allen Übels auf der Welt betrachtet.
In den Krankenhäusern sind große Plakate angebracht, dass bei Schwangeren keine Untersuchungen durchgeführt werden, um das Geschlecht des Fötus zu bestimmen.

Andererseits gibt es Inderinnen als Ärztinnen, Lehrerinnen, Ingenieurinnen und Wisschenschaftlerinnen. Neu Dehli hat eine Bürgermeisterin und seit dem 19 November 1997 gibt es eine erste indische Astronautin (Kalpana Chawla, 36, stammt aus einem Millionärshaushalt).
An der Mehrheit der Frauen ist seit der Unabhängigkeit Indiens die Modernisierung aber vorbeigegangen.
Viele sind sich jedoch ihrer Rechte gar nicht bewußt.
Da Frauen nicht unter Stand heiraten dürfen, müssen sie sich bei einer "höheren" Familie mit Geschenken an den Bräutigam, dessen Eltern und eventuell anderen Familienmitgliedern "einkaufen". Dabei übersteigen die Kosten für die Geschenke und die Feier oft das Jahreseinkommen der Brautfamilie. Töchter sind somit eine teure Angelegenheit und o.g. Repressalien beruhen auf Grundlage dieser Entwicklung der Mitgift. Oft werden die Ehefrauen nach ihrer Hochzeit zu Nachzahlungen ihrer Mitgift angehalten.
Kann nichts mehr gezahlt werden, fallen die Frauen oft inzenierten Unfällen zum Opfer, sprich, sie verbrennen beim Kochen am Kerosinkocher o.ä.:
die Schätzung über die Zahl der Mitgiftmorde gehen bis 15 Frauen pro Tag!
Nach der überlieferten Sitte hat eine Witwe keine unabhängige soziale Existenz, sondern als "ideale" Gattin hat sie ihrem verstorbenen Mann in den Tod zu folgen.
Es kam zu den Witwenverbrennungen, die jedoch inzwischen verboten sind. Witwen aus höheren Kasten, die nicht verbrannt wurden, wurden gesellschaftlich geächtet.
Das lässt vermuten, dass es heute noch so ist.

Die Bilder mit den Händen der Frauen, die sich verbrennen ließen, sind im Palast in Jodpur am Eingang eingelassen und sollen echt sein.
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