Tosca, das kann doch jeder machen. Wenn es in ihm diese Frage nach Gott nicht gibt. Das Problem entsteht doch erst, wenn die Frage nach Gott einfach da ist.
Liebe toska,

man kann!!

Wenn Du dir Gott so vorstellen willst, ist oder wäre das doch deine Sache!
hallo simeon,

vermutlich hat kaum ein anderer als ich, so oft klar zu verstehen gegeben, dass das von ihm dargestellte Gottesbild seine Vorstellung von Gott sei.

Somit kann ich gerade nicht so sehr viel mit deiner Empfehlung zum Gebrauch des Wörtchens "Wir" anfangen.

Auch habe ich in früheren Beiträgen schon längst den persönlichen Weg zu meinem Bild von Gott dargestellt.

Aber, damit meine Art der Vermittlung meiner Vorstellungen noch weniger "von oben runter" klingen, muss ich meinen Denkprozess zum Thema Gott scheinbar doch noch ein paar mal wiederholen oder wie soll ich dich verstehen?

Im thread von dorisdo: Glaubt ihr an Gott habe ich einen langen Beitrag eingestellt, den Du vielleicht noch einmal lesen solltest.

Irgendwie tue ich mich manchmal schwer, zu verstehen, was ich eigentlich falsch mache, wenn ich versuche, meine Gedanken zu diesem oder jenem darzulegen.

Liebe Grüße auch an Dich von mir aus Waldkirch
..
Zweifellos beeindruckst du durch dein Schreiben und das ist verdächtig. Wenn du anders schreiben würdest, um nicht "von oben herab zu klingen", wäre es angepasst und unecht.
Hallo,
ich halte es da mit dem "Alten Fritz"...
und hoffe, Ihr wißt , wen ich da meine...
"Ein jeder werde nach seiner facon selig!"

Aber frohlocket nicht so sehr, es ist wohl derselbe ,der in der Schlacht eigene fliehenden Soldaten nach vorne getrieben hat mit dem Krückstock dreinschlagend : "Hunde wollt ihr ewig leben!"
Andere berichten ,er habe "Kerls" gesagt.

wolfhart
...ich kenne den Herrn nicht, aber ich hätte wahrscheinlich gesagt: "eigentlich schon." Ich hatte aber auch ein ziemlich liebevolles Leben bis jetzt. Nicht unbedingt liebevolle Menschen um mich rum, aber ein liebevolles Leben. Meine subjektive Grundempfindung - natürlich mit Pausen dazwischen.

Meine Mutter sagte mal so gegen Ende: "eigentlich ist es doch gut, dass das Leben im Alter nicht mehr soviel Freude macht, sonst würde man ja gar nicht sterben wollen." Ich habe überhaupt oft über die kindlich-weisen Aussprüche ohne Eitelkeit von Menschen gestaunt, die am Gehen waren. Aber vielleicht habe ich einfach viel Glück im Leben gehabt - richtige Scheußlichkeiten, die wir im Fernsehen sehen konsumieren, sind mir live weitgehend erspart geblieben. Schon wenn ich die Nachrichten sehe, denke ich: du magst ja etwas seltsam sein, aber was da abgeht, schlägt alles.

Marcella - mir hat dein Vergleich mit den Blumen gefallen: dass wir (oder doch die meisten - oder ich sag lieber "ich") sie schön finden. Nicht, weil wir sie gewöhnt sind, sondern eher, als ob "wir" schon so beschaffen sind, Schönheit als angenehm und erstrebenswert wahr zu nehmen. Das allein ist schon für mich ein Zeichen, dass etwas "Liebevolles" dahinter steckt. Als ob man einen Chip eingesetzt bekommen hat, der uns ein bisschen lenkt. Eine Art Kompass, der mich dazu bringt, mir meine Zeit hier so einzurichten, wie es mir möglichst entspricht und die Reise bestmöglich zu genießen. Auch Durststrecken können ihre rauhe Schönheit für mich entfalten, Intensität erleben lassen. Dass ich überhaupt "erleben" kann - und will.

Aber ich bin ein altmodischer Mensch - es gibt ja auch Geschöpfe, die Metall und Wolkenkratzer schön finden. Dann ist es eben so.
Alter Fritz
Friedrich der Zweite von Preußen
Auch als Friedrich der Große bekannt....
Freund Voltaires
Flötenspieler und Komponist
In seinem Preußen fanden viele Asyl
Aber er war auch verantwortlich für den Siebenjährigen Krieg...den er fast schon verloren hatte...und dennoch gewann...und nach dem Schlesien preußisch wurde.
Er hat dafür gesorgt, daß Katharina die Große nach Rußland kam.
Sie war ja Preußin, wurde als Sophie Auguste Friderike von Anhalt-Zerbst- Dornburg geboren...als Tochter des preußischen Statthalters von Stettin...

usw....

wolfhart

Ihre Vorliebe für Männer hat bewirkt, daß sie sich als eine der ersten Damen aus dem Hochadel einen "Männerharem" hielt....*lach* und nur kein Neid...
Hallo,
ich halte es da mit dem "Alten Fritz"...
und hoffe, Ihr wißt , wen ich da meine...
"Ein jeder werde nach seiner facon selig!"


Tja - aber Juden ausdrücklich ausgenommen.
Also doch nich ganz so liberal.
Also - den alten Fritz mein ich natürlich.

Hebbe
Keine Ahnung Herbert., ich war nicht dabei,
aber die Verhältnisse sollen da auch besser gewesen sein,als in anderen Teilen des Deutschen Reiches.Moses Mendelsohn hätte da einiges erreicht beim Alten Fritz...
aber vilelleicht habe ich da was Falsches gelernt in meiner DDR- Oberschule...
Die hatten ja die Geschichte stellenweise neu erfunden...was hier und heute ja auch Usus ist....


wolfhart
wolfhart hat geschrieben: Es kann die Spur von meinen Erdentagen, nicht in Äonen untergehn........

Fausts Vision

Ein Sumpf zieht am Gebirge hin

Verpestet alles schon Errungene;

Den faulen Pfuhl auch abzuziehn,

Das letzte wäre das Höchsterrungene.

Eröffn' ich Räume vielen Millionen,

Nicht sicher zwar, doch tätig-frei zu wohnen.

Grün das Gefilde, fruchtbar! Mensch und Herde

Sogleich behaglich auf der neusten Erde,

Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft

den aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft!

Im Innern hier ein paradiesisch Land,

Da rase draußen Flut bis auf zum Rand,

Und wie sie nascht gewaltsam einzuschießen,

Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.

Ja! diesem Sinne bin ich ganz ergeben,

Das ist der Weisheit letzter Schluß:

Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,

Der täglich sie erobern muß!

Und so verbringt, umrungen von Gefahr,

Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.

Solch ein Gewimmel möcht ich sehn,

Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn!

Zurn Augenblicke dürft ich sagen:

Verweile doch, du bist so schön!

Es kann die Spur von meinen Erdetagen

Nicht in Äonen* untergehn.


Im Vorgefühl von solchem hohen Glück

Genieß ich jetzt den höchsten Aubenblick.

(Aus "Faust" , II.Teil) Johann Wolfgang von Goethe

Und was wird unser Vermächtnis sein....immer schön gekuscht?

wolfhart :roll:




@wolfhart
lange her, dein Thread...und schon ein paar Tage alt.
Hab dich schon sehr lange nicht mehr gelesen (weil vielleicht im Politikforum nicht aktiv!?)
Lange her seit wir uns in Lüneburg beim Regionaltreffen von Volker ausgiebig über Bienen unterhielten..
Gruss an Dich und Herrn T





Zum Thema
Faust....kuschen.


Nein, kuschen ist nicht meine Art und zum Kuschen tauge ich auch nicht.

Ich denk niemand muss kuschen.
Es gibt Lebenssituationen, wo es manchmal einfach besser, klüger, vorausschauend vernünftiger ist, sich abwägender, zurückhaltender, vorsichtiger zu verhalten.
Meinetwegen mag manch einer sagen "kuschen",
Aber: Gut Ding will Weile haben, erst denken dann sprechen, erst überlegen, dann handeln..usw.usf. ist immer gut.
Spontaneität/Spontanität ist gefragt aber oft nicht sinnvoll, wenn es um weittragende Entscheidungen geht.

Ja: Es kann die Spur von meinen Erdentagen
nicht in Äonen untergeh'n.
Im Vorgefühl von solchem Glück
geniess' ich nun den Augenblick.