Hallo,ich bin sehr froh diesen Pfad und gefunden zu haben und sehe das ich nicht allein mit meinem "Kummer" bin.
Mein letztes Kind ist im Januar ausgezogen und jetzt ist das Haus sooooooo still und ruhig. Mein Mann findet es absolut Klasse, ich bin kann mich damit nicht so richtig anfreunden und bin sehr traurig,
Der verstand sagt das alles richtig ist aber mein  Gefühl ist eher ein nicht mehr gebraucht fühlen, Einsamkeit - dabei gibt es eigendlich keinen Grund dafür.................... 

Ich gehe den ganzen Tag arbeiten habe Hobbys.........................Habt ihr Erfahrung wann das aufhört und was man dagegen tun kann?
Unser Sohn meldet sich nicht sehr oft, ich erkundige mich 1x wöchentlich ob alles i.O. ist--------------

Dann kommt momentan noch mit dazu das es meiner Mutti nicht so gut geht und ich hautnah mit der Endlichkeit konfrontiert werde....................

Ich bin grundsätzlich ein sehr optimistischer Mensch und wurde kalt erwischt....................
Liebe Grüsse
Senise 
Es ist schwierig Loszulassen ,doch eine Notwendigkeit. Ein Partner oder
Familienmitglied wäre Vertrautes ,die Einsamkeit weniger spürbar. 
Wünsche können sich auch negativ auswirken.Kinder mit Ehepartnern,nach
einer Trennung  retour,wäre nicht so  angenehm. :wink:  
Senise hat geschrieben: Mein letztes Kind ist im Januar ausgezogen und jetzt ist das Haus sooooooo still und ruhig. Mein Mann findet es absolut Klasse, ich bin kann mich damit nicht so richtig anfreunden und bin sehr traurig,
Der verstand sagt das alles richtig ist aber mein  Gefühl ist eher ein nicht mehr gebraucht fühlen, Einsamkeit - dabei gibt es eigendlich keinen Grund dafür.................... 

Dann kommt momentan noch mit dazu das es meiner Mutti nicht so gut geht und ich hautnah mit der Endlichkeit konfrontiert werde....................

Ich bin grundsätzlich ein sehr optimistischer Mensch und wurde kalt erwischt....................
Senise 


Ich glaube das ist Typ-Sache. Der Eine lernt es nie - weil er sein Leben auf das Leben des Kindes projiziert hat und sich ohne dieses nur noch halb-wertig fühlt. Der Andere empfindet es als normal und sogar manchmal als Erleichterung, dass die Zeit der ständigen Fürsorge und Verantwortung vorbei ist. So ähnlich war es bei mir. Mein Kind ist mit 17 ausgezogen, nun ist das 5 Jahre her - es gab nicht einen Tag, wo ich das bedauert hätte. Dabei liebe ich es sehr und wir sind nach wie vor miteinander verbunden - nur eben nicht mehr in der gleichen Wohnung. Seitdem habe ich wieder mein eigenes Leben reaktivieren können, was mich so angefüllt hat mit neuen Energien, dass ich der Zeit mit Kind im Heim nicht nachtrauere.
Mein Vater dagegen hat es nie gelernt. Er hofft noch heute, dass ich zurückkehre. Er ist mittlerweile über 70... Er hat leider nie gelernt loszulassen.
Oft trifft es eben auch Menschen sehr hart, die ihre gesamte Daseinsberechtigung allein auf die Familie und die Kinder ausgerichtet haben. Wenn das dann wegbricht - dann ist das eine mittlere Katastrophe....

Ja, die Endlichkeit, die müssen wir alle akzeptieren. "Nicht mehr gebraucht zu werden", kann ich bei Dir, Senise, allerdings nicht sehen. Deine Mutti lebt ja noch!!!
Und außerdem: Du bist nicht nur dafür auf der Welt, von anderen gebraucht zu werden! Lebe Dein eigenes Leben - wo sind Deine Leidenschaften? Was wolltest Du schon immer einmal machen? JETZT ist die Zeit dafür da! 
Senise hat geschrieben: Hallo,ich bin sehr froh diesen Pfad und gefunden zu haben und sehe das ich nicht allein mit meinem "Kummer" bin.
Mein letztes Kind ist im Januar ausgezogen und jetzt ist das Haus sooooooo still und ruhig. Mein Mann findet es absolut Klasse, ich bin kann mich damit nicht so richtig anfreunden und bin sehr traurig,
Der verstand sagt das alles richtig ist aber mein  Gefühl ist eher ein nicht mehr gebraucht fühlen, Einsamkeit - dabei gibt es eigendlich keinen Grund dafür.................... 

Ich gehe den ganzen Tag arbeiten habe Hobbys.........................Habt ihr Erfahrung wann das aufhört und was man dagegen tun kann?
Unser Sohn meldet sich nicht sehr oft, ich erkundige mich 1x wöchentlich ob alles i.O. ist--------------

Dann kommt momentan noch mit dazu das es meiner Mutti nicht so gut geht und ich hautnah mit der Endlichkeit konfrontiert werde....................

Ich bin grundsätzlich ein sehr optimistischer Mensch und wurde kalt erwischt....................
Liebe Grüsse
Senise 


Nein, dem muß ich ganz vehement widersprechen. Du wurdest nicht kalt erwischt, denn mit der Geburt eines Kindes ist doch schon sein eigenes Leben programmiert. Wir wurden mit 21 Jahren volljährig und ich sah ein 'kleines' Problem für mich, in der Erziehung 3 Jahre
einsparen zu müssen, weil meine Kinder mit 18 volljährig waren. Für mich bzw. uns hieß das damals, sie ein wenig am Kochen teilhaben zu lassen, sie in die Steuererklärung einzuweisen, den Führerschein machen zu lassen und sonstige Wege zu ebnen.

Ich habe für Dich den Tipp: Genieße die ruhige Zeit jetzt, denn, vielleicht sind in wenigen Jahren Enkelkinder da und dann bist Du mit Sicherheit wieder einbezogen. Freu Dich drauf :!:
Hallo ich möchte mich recht herzlich bei euch für die Meinungen und Ratschläge bedanken. Es hat mir doch sehr zu denken gegeben in was ich mich da hereinkatapultiert habe.

Ich bin eigendlich ein sehr positiv denkender Mensch und versuche aus allem das Beste zu machen
.

Viele Grüsse
senise 
Senise hat geschrieben: Hallo,ich bin sehr froh diesen Pfad und gefunden zu haben und sehe das ich nicht allein mit meinem "Kummer" bin.
Mein letztes Kind ist im Januar ausgezogen und jetzt ist das Haus sooooooo still und ruhig. Mein Mann findet es absolut Klasse, ich bin kann mich damit nicht so richtig anfreunden und bin sehr traurig,
Der verstand sagt das alles richtig ist aber mein  Gefühl ist eher ein nicht mehr gebraucht fühlen, Einsamkeit - dabei gibt es eigendlich keinen Grund dafür.................... 

Ich gehe den ganzen Tag arbeiten habe Hobbys.........................Habt ihr Erfahrung wann das aufhört und was man dagegen tun kann?
Unser Sohn meldet sich nicht sehr oft, ich erkundige mich 1x wöchentlich ob alles i.O. ist--------------

Dann kommt momentan noch mit dazu das es meiner Mutti nicht so gut geht und ich hautnah mit der Endlichkeit konfrontiert werde....................

Ich bin grundsätzlich ein sehr optimistischer Mensch und wurde kalt erwischt....................
Liebe Grüsse
Senise 


und dein Ehemann ist nicht in der Lage dich ein bisschen aufzufangen, dir in diese ungewohnten Situation Trost und ein bisschen Stärke zu geben?
Wenn die Kinder in der Familie der einzige Halt (waren)sind, dann würde ich die Partnerschaft in Frage stellen,
anders verhält es sich bei Alleinerziehenden, da kann ich den Verlust-Schmerz schon eher nachvollziehen,
irgendwann müssen die Kinder auf eigenen Beinen stehen und ich freue mich, wenn ich meinen Job als Mutter gut gemacht habe und sie ziehen lassen kann.
Ich denke, das kann man nicht so generell sagen Sally. Manchmal leiden die Väter lautlos mehr als sie je zugeben würden und brauchen mehr Trost als unsereins.
Hallo Sally57, hallo Tanrantel  ja darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Jedoch war es bis dato immer
so das ich immer die "Starke" war und diese Situation für uns beide eine sehr ungewohnte ist. Ich habe
mit ihm darüber gesprochen, das ich seine Hilfe brauche. Rein emotional kann er die Sache nicht verstehen, obwohl er zugibt auch traurig zu sein, das kann ich ja selber nicht.

Er" leidet" auch bloß anders.  Ich hoffe durch eine offene Kommunikation lösen sich meine "Sorgen" in Luft auf.
LG Senise 
Du kommst darüber hinweg, du wirst dich daran gewöhnen, ist nur eine Frage der Zeit.
Mein Jüngster lebt auch noch bei mir und fängt jetzt eine Ausbildung an, er ist 19 und ich bin der Meinung dass er mit ein bisschen finanzieller Hilfe langsam Zeit wird sich eine kleine Wohnung zu suchen, damit er Selbstständiger wird.
Hotel Mama schließt in absehbarer Zeit, die Lebenspläne haben sich geändert und Junior muss und möchte sich langsam abnabeln.
Es ist an der Zeit dass das Vögelchen fliegen lernt, ich war mit 19 schon Mutter :wink: :idea: :arrow:
Danke Sally57.
Da habe ich beizeiten vorgesorgt. Hotel Mama im üblichen Sinne gab es gar nicht. Und gerade gestern hat einer meiner Nachkommen erfreut festgestellt, dass er sich nicht als Kind fühle wenn er zu mir komme so wie es in seinem Bekanntenkreis oft der Fall sei. Bei uns findet schon die familiäre Beziehung in "Augenhöhe" statt, beste Voraussetzung für eine Partnerschaft in Augenhöhe, vor allem für meine Nachkommen.