Seit Jahren versuchen uns eine Reihe von Politikern, batteriebetriebene Autos als Lösung vieler Probleme zu verkaufen. Eine Million E-Autos sind das vorgegebene Ziel, das nun auch mit Hilfe von Subventionen erreicht werden soll. Völlig ungerechtfertigt wird der Autoindustrie vorgeworfen, sie würde in diesem Technikbereich nicht genug tun. Als leuchtendes Beispiel wird auf den Hersteller tesla verwiesen. Verschwiegen wird dabei, dass dieses Unternehmen seit seiner Gründung nur Geld verbrannt, aber noch nie einen einzigen Euro mit seiner Produktion verdient hat trotz hoher Verkaufspreise von ab 80.000 Euro pro Fahrzeug.
Nach wie vor scheitert diese Technik an einigen Mängeln, die den Gebrauch eines E-Autos wenig attraktiv machen. Ein Problem ist die geringe Reichweite mit einer Ladung. Zwar sind die Papierwerte, die in den Prospekten stehen, beeindruckend, haben jedoch mit der Realität wenig zu tun. Nachts im Winter, also mit Beleuchtung, Scheibenwischer und Heizung reduziert sich die Reichweite oft auf unter 100 km. Kommt noch Vollbeladung mit mehreren Personen und Gepäck dazu, wird es dramatisch. Dazu kommt, dass Batterien altern und sich damit ihre Kapazität kontinuierlich reduziert. Ein neuer Batterisatz kostet fast soviel wie ein herkömmlicher neuer PKW der unteren Mittelklasse.
Kernproblem ist nach wie vor die relativ geringe Energiedichte der Batterien, die aus pysikalischen Gründen nicht beliebig erhöht werden kann. Es ist deshalb auch nicht möglich, LKW elektrisch zu betreiben. Die dafür notwendigen Batteriesätze wären fast gigantisch und würden die Nutzlast auf ein unwirtschaftliches Minimum reduzieren.
Es gibt eine Alternative, die man besser fördern sollte. Brennstoffzelle in Verbindung mit Wasserstoff hat alles, was ein benzinbetriebener PKW auch hat. Produziert werden könnte Wasserstoff mit dem überflüssigen Strom der Windkraft. Ein diesbezügliches Grossprojekt ist derzeit in Dänemark im Bau.
Seit Jahren werden deutsche U-Boote mit Brennstoffzellen betrieben und bereits in diesem Jahr bieten drei Autobauer PKW mit dieser Technik an. Diese Technik ist also bereits bewährt und steht zur Verfügung.
Leider ist wieder einmal zu befürchten, dass die Politik auf das falsche Pferd setzt und Subventionen unsinnig verpulvert. Batteriebetriebene PKW sind und bleiben eine rechnische Sackgasse ohne Zukunft. In grösseren Stückzahlen sind und bleiben sie unverkäuflich.
Wo soll ich unterschreiben?
@homo.sapiens
und hast du noch welches Problem? :mrgreen:
ich denke mal, die ersten Autos mit G- Cat werden demnächst nicht mehr überall fahren dürfen und werden wegen ihren Abgas-Werten bestraft, wofür sie doch damals belohnt wurden. :)
der total liebe aber nicht immer artige Rumtreiber Jo.......... wünscht allen ein super Wochenende
Ich will auch unterschreiben!
 Solange unser Strom nicht locker und alles abdeckend aus alternativen Quellen kommt, ist und bleibt
das E-Auto Schwachsinn! 
Strom ist keine Primär-Energie  und wird weiterhin ueberwiegend von Öl,  Gas, Kohle, Atomkraft kommen

Deshalb wird der einzige Nutzen daraus für ueberbelastete Innenstädte sein.
Solange E-Autos keine kontaktlose (induktive) Ladetechnik haben, bleiben sie für die Masse eh uninteressant. Zu Hause fehlt oft jede Lademöglichkeit. Und selbst wenn: An einem im Freien stehenden Auto ist am nächsten Morgen garantiert das Ladekabel geklaut. Zack... Zwischen 250 und 400 Euro futsch.

Ich schließe mich dem TE an: Die Zukunft gehört absolut der Brennstoffzelle. Konnte letztens am Abholtag eines neues Autos in Wolfsburg einen Brennstoffzelle-Concept-Golf Probe fahren. Einwandfreie Sache! Selbst der begleitende Mitfahrer des Werks sagte das dies die echte Zukunft ist.
jo, die mangelnde Energiedichte der Batterien wird diesem Konzept auch den Todesstoß versetzen.
Schlussendlich werden die derzeitigen Autos im Museum neben den batteriebetriebenen Autos der ersten Generation stehen. Genauso so ineffizient, genau so belächelt.

Wegen Reichweite. Ich habe noch eine Wohnung in Wiesbaden und von dort bis zur Arbeit sind es 23 km und zurück ergibt 46km. In Rüsselsheim gibt es eine kostenfreie Stromtankstelle und tanken für umme kann nicht das dümmste sein. so überlegte ich, ob ich mir nicht einen Renault Twizzy kaufen sollte.
"Die maximale Reichweite des Leichtkraftwagens liegt nach Fahrzyklus ECE-15 (Stadtzyklus des NEFZ) mit voller Ladung bei ca. 100 Kilometern. Üblicherweise wird eine Reichweite von 70–80 km (im Winter von 50–60 km) erzielt."
Quelle wikipedia

Klingt doch super gut, bis ich las Renault tauscht die Batterien erst bei 70% Ladekapazität aus.
Damit bin ich bei 35km Reichweite. Selbst die läppische Reichweite von 46 km ist nicht möglich.

Es gab mal ganz hoffnungsvolle Einsätze von Lastkarren. Damals als DB noch einen Postwagen hinter dem Zug hatte. Aber den gibt es auch nicht mehr. Was ich persönlich für völlig unverständlich halte. Es gäbe technische Lösungen genug.

Wie mein Vorposter schon schrieb, der Brennstoffzelle wird es richten.

Wenn ich jetzt noch ein wenig in die Zukunft schaue und weiß, dass heute schon 5 Autos umherfahren, die sich autonom, so ganz fahrerlos, durch den Straßenverkehr wursteln.
Am schlechtesten geht es dem Pkw in Berlin. Autonome Pkw können nicht drängeln und so schafft der es nicht immer die richtige Ausfahrt zu bekommen.

Wenn es fahrerlose Fahrzeuge gibt und gleichzeitig siese Fahrzeuge eine Reichweite von 100.000 km hätten, dann wäre es doch garnicht mehr nötig, dass ich ein eigenes Auto besitze. Es würde völlig ausreichen wenn ich Nutzungsrechte erwerbe, dann rufe ich "mein" Auto an und es erscheint pünktlich, ohne dass ich noch Scheiben kratzen müsste oder noch tanken müsste.
Es wird wohl auch Zeit, dass sich einer pro Elektro- Auto ausspricht. Ich oute mich als Fan von Elon Musk und Tesla. Fakt ist dass Tesla 2008 begonnen hat und von allen nur belächelt wurde aber heute selbst die deutsche Auto Industrie vor sich her treibt.
Als Überschrift soll gelten dass ich eine Familie kenne die mit dem Model S vom Norden Deutschlands zur deutschen Lieblings-Insel im Mittelmeer gefahren ist und für die Rückfahrt nur 23 Stunden brauchte. Drei Fans sind in 48 Stunden in Europa 4000 km gefahren. So viel zur Reichweite.
Für den Model 3 (ca 35.000 Dollar) gibt e schon weltweit 400.000 Vorbestellungen. Die Massenproduktion von Autos muss Tesla aber noch lernen. Das hat auch E.Musk erkannt und er war jetzt permanent in der Factory und brachte seine Liege und den Schlafsack gleich mit. Übrigens habe ich diese Factory in Fremont besichtigen können... Wahnsinn.
Gerade wir als ältere Generation sollten dieser Technologie offen gegenüber stehen. Mann stelle sich vor, du fährst 300 km, gehst für 30 min einen Kaffee trinken und steckst vorher den Ladestecker rein ( geladen wird mit 125 KW) und hast Saft wieder für 300 km.( z Zt sogar kostenlos)
Aber auch das ist ja erst der Anfang. Du hast ein Auto ohne Verbrennermotor, ohne Kupplung, ohne Getriebe, ohne Abgaseinrichting......Ein Elektromotor ist eigentlich wartungsfrei und wenn nicht gerade der Scheibenwischer kaputt geht musst du Jahre nicht zum Service. Die aktuellen Verbesserungen werden dir nachts per Update auf dein Auto überspielt. Für die Batterie gibt es 8 Jahre Gewährleistung und dann kannst du sie immer noch als Energiespeicher für dein Haus nutzen.
Das Smartphone ist auch erst 8 Jahre alt und ich sehe den Stand des Tesla wie ein Phone vor 5 Jahren.
Übrigens... Norwegen ( wo es wesentlich kälter ist) hat die meisten Elt-Autos in Europa und dort gibt er einen Regierungs- Beschluss, ab 2025 dürfen k e i n e Autos mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden.
Etwas Neues erfahren ? Nicht mehr so ablehnend ?
Wenn jeder statt Benzin/Diesel- ein Strom-Auto hätte, wäre der insgesamte Strombedarf noch um ein vielfaches höher, kann leider keine Daten liefern, aber jeder kann selbst kurz nachdenken, was es bedeutet, die Fahrtkosten für Benzin in Strom umzusetzen...

Solange aber Strom nicht ausschließlich von Sonne, Wasserkraft oder Wind kommt, verbleibt als Haupt-Lieferantengruppe Öl, Gas, Kohle, Atomkraft!

Und deshalb schrieb ich schon öfters, dass es m.E. keinen Sinn macht, den Autoverkehr per Strom fahren zu lassen, es reicht schon der Mega-Verbrauch der Bahn!

Die Dreckschleuder-Funktion wird lediglich vom einzelnen Auto weg zum meist ebenso "schlimmen" Stromerzeuger verfrachtet!


Strom ist immer Sekundär-Energie, die aus anderer Primär-Energie gewonnen werden muß und deshalb erst dann "spruchreif" für Elektroautos, wenn die angestrebte Öko-Strom-Erzeugung vollends gedeckt, bzw. überschritten ist.

Aber bis dahin lassen wir Billigkohle aus Südamerika schippern und kaufen auch von anderen Nachbarländern Atomstrom...

Der für mich EINZIGE gute Grund "pro Strom" wäre für reine Innenstadt-Autos, z.B. Stadttaxis, um die Dreckdichte der Großstädte zu entlasten.


In 10 - 15 Jahren mag alles anders sein, jetzt ist es noch völlig unökologisch, weil eben der meiste Strom nicht aus einigermaßen sauberer Ursprungsenergie kommt, das Ziel zum flächendeckenden Ökostrom ist noch -für einige Zeit- nicht erreicht.
Und ob es bereits in 10 Jahren wirklich soweit ist, dass der ohnehin schon gegebene Verbrauch damit gedeckt sein wird UND zusätzlich noch alle Autos bedienen kann, bleibt abzuwarten :
:

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 041355.htm

"Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix wächst deutlich schneller als von der Bundesregierung vorgesehen. Im ersten Halbjahr 2015 sprang der Ökostromanteil am Bruttoinlands-Stromverbrauch auf knapp 33 Prozent, wie manager magazin online zunächst aus Branchenkreisen erfuhr und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) später bestätigte. Ende 2014 lag der Anteil noch bei 27,8 Prozent.

Die Bundesregierung plant mit einem Ausbau auf 40 bis 45 Prozent Ökostrom für das Jahr 2025. Demnach müssten 35 Prozent erst etwa 2020 erreicht werden, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft errechnet hat. Dieses Ziel rückt nun schon fünf Jahre früher in greifbare Nähe."


Der Artikel ist zwar aus Vorjahr, aber trotzdem inhaltlich aktuell!
Die laufende Diskussion ist m.E. der Lobby der Autohersteller zu verdanken, die wieder eine neue Nische zur Förderung ihrer Absatzzahlen erkennt.

Und solange die Politiker -die größtenteils selbst wenig Technik-Ahnung haben, aber der entstandenen Diskussion nachrennen, weil "öko" und wählerstimmenfang-geeignet- sich mitnehmen lassen, ist es ein prima Schachzug.
E-Autos werden wieder durch Steuergelder gefördert... fände ich als Vorstandsmitglied eines Autokonzerns auch gut!
Schießlich sind die Umsatzzahlen seit der Abwrackprämie wieder gefährdet...

Woher aber derzeit die zusätzliche Strommenge kommt/kommen muß, wird einfach verschwiegen!

Idealerweise -weil sonst Kohle oder Atom!- aus dem Erdöl, das sonst als Treibstoff direkt und effizienter in den Autotank fließt...
Chri51 hat geschrieben: Die Dreckschleuder-Funktion wird lediglich vom einzelnen Auto weg zum meist ebenso "schlimmen" Stromerzeuger verfrachtet![/b]


Tatsächlich stellt es sich nicht ganz so einfach dar.
Moderne GuD-Kraftwerke erreichen Wirkungsgrade über 50%, Kohlekraftwerke ca. 40%; der Wirkungsgrad eines Elektromotors liegt bei ca. 95%. (Lassen wir die erneuerbaren Energien mal außen vor). Automotoren liegen deutlich darunter und im Stadtverkehr deutlich unter 5%. Selbstverständlich sind noch viele andere Aspekte zu berücksichtigen.
@dick01

bitte nicht den Wirkungsgrad des Elektromotors mit "Birnen" vermengen!
95% , das ist jener Wert, der dann erst als Rechenfaktor zu tragen kommt, wenn der Strom bereits in der dafür notwendigen Großbatterie geladen ist!

Der Weg dahin ist viel umweltbelastender und verlustreicher und der gesamte Stromerzeugungsprozess muß ganzheitlich erfaßt werden.
Zum Beispiel werden derzeit südamerikanische Billigkohlen per Großtanker und Dieselaggregaten nach Europa verschifft, weil hier die Bergwerke dichgemacht werden, aber nach wie vor viel Kohle zur Stomerzeugung gebraucht wird!

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-09/k ... l-cerrejon


Nach wie vor bezweifle ich sehr stark die ökologische Sinnhaftigkeit der E-Autos, zumindest noch derzeit...
Chri51...es ist etwas nervend wenn du alles auf die Stromerzeugung reduzierst. Dabei macht diese ja mit der erneuerbaren enorme Fortschritte auch wenn die durch mangelnde Trasportmöglichkeiten noch entscheidend gebremst werden. Hast du außer kritischen Gedanken auch welche die ausdrücken, was du möchtest ?
Zitat

Gerade wir als ältere Generation sollten dieser Technologie offen gegenüber stehen. Mann stelle sich vor, du fährst 300 km, gehst für 30 min einen Kaffee trinken und steckst vorher den Ladestecker rein ( geladen wird mit 125 KW) und hast Saft wieder für 300 km.( z Zt sogar kostenlos)


........und wenn Mann am nächsten Morgen erwacht, merkt er daß er alles nur geträumt hat :roll:
Elektroautos in die Sackgasse, dort sind sie steckengeblieben und dort werden sie auch bleiben. :mrgreen: