@ paulus100

Ich möchte dir etwas widersprechen. Ich beginne da mit deinen ersten zwei Sätzen. Mensch sollte wesentlich genauer hin schauen, welche Aussagen in solchen aus meiner Sicht viel zu allgemeinen Sätzen stecken:

1) Tja, es zeigt, dass die Entwicklung der neuen Antriebsformen noch Potenzial nach Oben haben.
2) Aber vielleicht erinnert sich ja noch jemand an die Einführung des Verbrennungsmotors.


1) Nach einer Studie werden im Jahr 2030 höchsten 10% bis 20% der Fahrzeuge einen alternativen Antrieb (z. Z. E-Motor) haben. Mindestens 80% der Motoren sind weiterhin Verbrenner.

2) Rudolf Diesel hat seinen nach ihm benannten Motor auch mit Pflanzenöl betrieben so im Jahr 1900 bei der Weltausstellung mit Erdnussöl. Womit betreiben wir heute den Dieselmotor?

Völlig vergessen werden alternative Kraftstoffe, wie Biodiesel, Pflanzenöl, Ethanol, Biogas mit Erdgasqualität., synthetische Kraftstoffe … . Warum?
Von diesem Zeug gehen ja nur die Motoren kaputt, wird immer wieder fälschlicher Weise behauptet. Andere Länder machen uns da was vor wie Brasilien mit Ethanol.

Noch einmal: Elektromobilität kann im Stadtbereich und stadtnahen Bereich eine sehr große Bedeutung haben, wenn man die Umstellung mit Augenmaß unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen, gemeint ist das elektrische Leitungsnetz, durchführt.

Es fehlt mir ein Konzept, wie sich die Motorentechnik genauer gesagt die Automobiltechnik entwickeln sollte. Da hat die Politik mindestens ein Jahrzehnt geschlafen. Es gibt noch andere Dinge, die mich an der E-Mobilität stören. Für heute soll es hier reichen.
Also ich muss mich wiederholen. Ich spreche nicht von heute sondern von übermorgen. Hier ist niemand in der Lage, eine definitive Aussage zur Zukunft zu geben. Nur wenn so viele fähige Leute an einem guten Konzept arbeiten, ist meine langjährige Erfahrung so, das sehr schnell Alternativen zum Tragen kommen. Das beste Beispiel sind die Batterien, diesich in den letzten Jahren so rasant entwickelt haben, dass ich jetzt nur noch kleine leistungsstarke Batterien benutze.
paulus100 hat geschrieben: ... Ich spreche nicht von heute sondern von übermorgen. ...

Das ist der ganz entscheidende Satz von dir, wo ich ganz große Zweifel habe und sehr große Probleme sehe!

Das könnte bedeuten:
1) Müssen alle Straßen in einer Stadt aufgerissen werden, um neue Stromleitungen zu verlegen?
2) Müssen neue Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen gebaut werden, weil wir Strom brauchen?
3) Wie teuer wird das für den Stromkunden und Steuerzahler, damit SUVs (eigentlich Geländewagen) und andere Fahrzeuge mit E-Antrieb durch die Stadt fahren oder die Autobahn rauschen.
4) Wie viele öffentliche Ladestationen müssen gebaut werden?
5) Wie werden E-Autos heute entsorgt?
6) Wo kommen die seltenen Rohstoffe vor allem für die Batterien (eigentlich sind es Akkus) her?

Es müssen Frage heute in der Gegenwart geklärt werden und nicht erst morgen oder übermorgen.
Die E-Mobilität erinnert mich an die Kernkraft. Erst waren die Kernkraftwerke da und die Entsorgung ist bis heute nicht geklärt.

Ich finde es sehr unverantwortlich von übermorgen zu reden, wenn man Fragen von heute nicht beantwortet oder nicht beantworten kann oder nicht beantworten möchte. Die nächsten Generationen müssen sich ja dann mit der Inkompetenz oder Ignoranz der gegenwärtigen Menschen befassen.
So geht das nicht!
Übermorgen sind die Straßen heillos verstopft, wenn das mit dem Individualverkehr so weitergehen soll.
Der Antrieb ist dabei völlig egal - es bewegen sich ganz einfach zu viele viel zu große Vehikel durch die Städte.

Ich habe Moskau erlebt - wer auf sich hält, steht in einer Luxuslimusine in der Stadt herum.
Da rennen genervte Oligarchen, flankiert von ihren Bodyguards, zu Fuß über die Plätze, weil der Verkehr nicht verkehrt, sondern steht.

Die Teslas stehen auch.
Die Oligarchen rennen per pedes.
Mich wundert, mit welcher abgrundtiefen Phantasielosigkeit in den Zukunftsszenarien immer nur das Verkehrsmittel A durch das Verkehrsmittel B ersetzt wird.
Inklusive der autarke Fußgänger durch den E-Roller.

Aber niemand stellt die aberwitzige Mobilität an sich in Frage.
Macht es wirklich Sinn, dass tagtäglich Hunderttausende und Millionen von Werktätigen von daheim zur Arbeit fahren, und wieder zurück.
Was soll die ganze Digitalisierung mit dem papierlosen Büro (die übrigens eine irrwitzige Energie kostet), wenn ich zwar mit dem Händi vom Urlaubsstrand aus den Kühlschrank abstellen kann, aber das Händaut zum Mieting soll ich immer noch in der Aktenmappe höchst physikalisch durch die Region fahren?
Das ist doch Schwachsinn hoch drei.

Der Tiemleiter 2100 leitet das Tiem von der heimischen Badewanne aus, und unterdrückt das wohlige Stöhnen, während seine PersonalConcubine ihn zwischen den Beinen krault ...

Doch, ganz bestimmt.
@ barbera
@ BilderBeger

Ich stimme euch beiden völlig zu.
Die Kraulerin der Zukunft heißt Alexa und schwächelt, wenn mal der Strom ausfällt.
Der Ansatz von "BilderBerger" ist gut. In Zukunft, Ok die meisten werden es vielleicht gar nicht merken, wird es eine neue Form des Eigentums geben. Sharing zur Schonung der Ressourcen. In Detroit habe ich den nächsten Schritt erleben dürfen. Die letzte Meile zum Arbeitsplatz mit einem Shuttlefahrzeug, dass eigentlich schon autonom fahren könnte. Wir hier in Deutschland, und das zeigen auch die Kommentare, glauben immer noch das der Verbrennungsmotor eine unbegrenzte Zukunft hat. Wir sind jetzt schon abgehängt, und abhängig von der globalen Entwicklung. Ach lebt euer Leben und genießt es. Es ist gerade wunderschön. Jedenfalls wenn man gesund ist.
Paulus das ist richtig, wenn du schreibst, wir sind zu alt bzw. nur eine kurzen Blickwinkel unseres Hiersein....

trotz allem interessiert es mich doch:

https://efahrer.chip.de/news/wasserstof ... kus_101550

was die Autos mit Verbrennungsmotoren haben: sie sind bei jeder Temperatur verlässlich!
Während politische Lobbyverbände wie Greenpeace gerade mit einer neuen Auftragsstudie Verbrenner-Verbote ab 2025 fordern , gibt es nur wenige Länder, die dieses Datum für realitätsnah halten.
Den global gesehen größten Push fürs Elektroauto würde China machen, wenn ab 2030 alle Benziner und Diesel verboten werden, woran ich das persl. bezweifel, denn das Problem für die Klima-Bilanz:
China hat mit einem Kohleverstromungs-Anteil von rund 74 Prozent aktuell ein denkbar schlechtes Potenzial dafür, dass das Wachstum der Elektroauto-Zahlen auch eine nationale Reduzierung des CO2-Anteils bedeutet. Damit dies geschieht, müsste China deutlich stärker auf regenerative Energie und / oder die besonders CO2-arme Atomkraft umschwenken.

Kann natürlich auch daneben liegen, bin evtl. schon zu alt :-(

https://efahrer.chip.de/news/zukunftstechnologie_113

https://www.reuters.com/video/watch/toy ... n=869xaahj

ich habe mir dies mal angeschaut:
https://www.youtube.com/watch?v=OxgzOP8 ... e=emb_logo

denke, es wird in Zukunft mehrere Techniken geben, es sollte zum autonomen Fahren dann passen!
es tut sich was.......

14.01.2020 - The Pennsylvania State University
Neue Methode zur Untersuchung von Lithium-Dendriten könnte zu besseren und sichereren Batterien führen
https://www.nature.com/articles/s41565-019-0604-x


06.01.2020 - Monash University
Weltweit effizienteste Lithium-Schwefel-Batterie entwickelt
https://advances.sciencemag.org/content/6/1/eaay2757


01.11.2019 - The Pennsylvania State University
Elektrofahrzeuge in 10 Minuten aufladen
Selbsterhitzende Batterie soll das Problem der Reichweitenangst verringern
https://www.chemeurope.com/en/news/1163 ... harge.html