@ Milafranzi

…..wenn ich dich richtig verstanden habe, dann beinhaltet das "rechte Denken" nicht, wie ich denke, sondern, was ich denke, …..


Genau das wollte ich damit sagen, denn nur zu wissen, was beim Denken im Gehirn vor sich geht, sagt noch Garnichts aus darüber, WAS man denkt und wie man sich gegenüber Anderen zu verhalten beabsichtigt.

Natürlich kann man Gehirnregionen reizen, sodass Stimmungen ausgelöst werden, die man körperlich fühlen, und mit Hilfe von Emotionen tatkräftig zum Ausdruck bringen kann, aber wie man das tut, ist angelernt – entweder durch Belehrung, durch eigene Erfahrungen, oder aber am Besten durch Beides.

So kann der Choleriker zB sehr wohl seine temperamentbedingte Wut dadurch kompensieren, indem er auf einen Sandsack einschlägt, statt auf seine Untergebenen, was im Buddhismus den rechten (sozialverträglichen) Umgang mit Gefühlen (dh Stimmungen) bedeutet.

…..also der intensive innere Dialog …..

Beim Denken gibt’s erst dann einen scheinbaren Dialog, wenn man sich geistig vorstellt, dass sich zwei Personen unterhalten, oder wenn man sich an einen bereits stattgefundenen Dialog zweier Personen erinnert.

Dass das Denken „innerhalb von Einem selber“ stattfindet, und nicht „außerhalb“ muss man nicht extra betonen, aber ob es im KOPF stattfindet, oder eher innerhalb des elektromagnetischen Feldes, was beim Denken produziert wird, und welches über den Kopf hinausgeht (und von manchen Leuten als „Aura“ oder „Heiligenschein“ bezeichnet wird), darüber hat man sich schon vor Jahrtausenden Gedanken gemacht, als man sich für die Einteilung des Menschen in ein körperliches, ein seelisches und ein geistiges System entschied.

Bei den Magiern geht man zB davon aus, dass dieses leuchtende Feld weiträumig den ganzen Menschen einhüllt, und dass man an dem Punkt, wo es besonders stark leuchtet, sogar erkennen kann, WORAN Jemand gerade denkt.

….über Dinge, die mich interessieren oder sogar beunruhigen.....

Zur Erkenntnis, wie bestimmte Vorstellungen entstehen, gehört es auch zu wissen, dass es nicht die Dinge sind, die Einen interessieren, sondern dass man es selber ist, der sich für die Dinge interessiert, weil die Dinge keine Personen sind, die die Wahl haben, sich mit ihrer Aufmachung so begehrenswert darzustellen, wie sie es gar nicht sind, denn das kann nur eine Person, die sich das zum Ziel ihres Handelns macht.

Wenn man also aufgrund der Erkenntnis eines offensichtlich real existierenden Mangels das Bedürfnis hat, sich für ein Mittel zu interessieren, welches den Zweck erfüllen soll, diesen Mangel zu beheben, und damit auch das Bedürfnis danach zu befriedigen, geht dieses Interesse immer von Einem selber aus, aber nicht von den Mitteln oder Objekten der Begierde.

…. Diese Art der "Meditation" , die häufig zu einer "Erkenntnis" führt, liegt mir näher als die Gedanken einfach fließen lassen. ….

Es gibt im indischen Kulturraum die Lehre der yogas, (Lebenswege), die zu dem Ziele führen, seine Bedürfnisse, die man hat, auch in angemessener Weise (wobei Aufwand und Ertrag sich die Waage halten) befriedigen zu können.

Das bedeutet zB, dass das hingebungsvolle Betreiben eines Berufes, für den man begabt und damit besonders geeignet ist, auch zum besten Ergebnis führt.

Die hingebungsvolle (meditative) Versenkung in eine Tätigkeit, die man ohne Verzettelung durch die gleichzeitige Konzentration auf anderer Tätigkeiten betreibt, ist ebenso erfolgreich.

Wenn diese Tätigkeit nun darin besteht, zu beobachten, wie man mit seinen eigenen Gedanken oder auch Stimmungen (Affekten) verfährt, die Einen scheinbar von selber wie eine Herde schnatternder Affen vom Wesentlichen ablenken, wird auch das erfolgreich sein, sofern man sich durch nichts Anderes dabei ablenken lässt.

Viele buddhistische oder auch christliche Weisheiten sind jedoch Nichts, was man nicht mit seinem gesunden Menschenverstand verstehen könnte, sodass sie nur einem ausgewählten Kreis von Esoterikern vorbehalten wären, die damit handfeste Machtpolitik betreiben, indem sie Anderen erfolgreich einreden, sie seien noch nicht soweit, und brauchten noch einige Inkarnationen, in denen sie sich regelmäßig mit Hyperventilation, Weihrauch, Tanz und Trommelschlag bekiffen müssen, um auch zu den erleuchteten Avataren gehören zu dürfen, die den Menschen auf Lateinisch. Arabisch oder Tibetisch offenbaren, wo der Frosch die Locken hat, und vor Allem, wo NICHT!

@ Fumaria1

....Od-hin und /oder Od-her ist der durch sein Hängeopfer gewandelte Wo-dann und astrologisch der Mann im Mond.....

Dazu fällt mir auch nur Eines ein:

La-le-lu
Nur der Mann im Mond schaut zu
Wenn die kleinen Babies schlafen
Drum schlaf' auch du!
@filofaxi:
"Zur Erkenntnis, wie bestimmte Vorstellungen entstehen, gehört es auch zu wissen, dass es nicht die Dinge sind, die Einen interessieren, sondern dass man es selber ist, der sich für die Dinge interessiert, weil die Dinge keine Personen sind, die die Wahl haben, sich mit ihrer Aufmachung so begehrenswert darzustellen, wie sie es gar nicht sind, denn das kann nur eine Person, die sich das zum Ziel ihres Handelns macht.

Wenn man also aufgrund der Erkenntnis eines offensichtlich real existierenden Mangels das Bedürfnis hat, sich für ein Mittel zu interessieren, welches den Zweck erfüllen soll, diesen Mangel zu beheben, und damit auch das Bedürfnis danach zu befriedigen, geht dieses Interesse immer von Einem selber aus, aber nicht von den Mitteln oder Objekten der Begierde."



Wenn ich (immer wieder) solche Formulierungen lese, dann erhärtet sich meine Vermutung, daß Leben nicht gelebt, sondern zerdacht wird. Schade eigentlich. Aber natürlich darf jeder so wie er will bzw. kann. Das steht jedem frei.
„Ich“ = Selbst = Ego:

Es ist eine praktische und bequeme Illusion, die es uns erlaubt, uns in Bezug zum Rest der Welt zu setzen. Und es beschleunigt Entscheidungen bei Gefahr, denn das "schnelle" Denken erfolgt durch Parallelverarbeitung außerhalb des Bewusstseins und wird dem "Ich" als Bauchgefühl zur Verkündung der Entscheidung angeliefert. Das "langsame" Denken, seriell im Bewusstsein, das logische Denken, das ist es, was wir mit vernünfitigen Denken meinen. Schön ein Gedanke hinter dem anderen - eben seriell.
Da lässt sich dann ein Problem stundenlang bewusst "kauen". Und eine ganz besonders gute Idee: Eine Nacht darüber schlafen. Dann kann selbst der Traumschlaf helfen, im Konflikt klaren zu sehen.

Es lässt sich für das "Ich" kein spezielles Areal im Gehirn zuordnen. Selbst bei Entfernung einer Hirnhälfte (operativ bei schwerer Epilepsie bis zum 20. Lebensjahr) bleibt das Selbstgefühl erhalten. Für die autobiographischen Erinnerungen und für die Körperwahrnehmungen gibt es interessanterweise ein spezielles Areal im Gehirn.

Felix
Was will ein materialistischer Naturwissenschaftler von einem geisteswissenschaftlich orientierten Filosofen Neues erfahren, wenn er sich nicht einmal für den differenzierten Gebrauch der Begriffe interessiert?

Es wurde bereits mehrmals drauf hingewiesen, dass das vorgestellte Bild, was der Mensch von sich selber macht, und was hier fälschlicherweise „Ich-Illusion“ genannt wird, keine Illusion ist, denn als eine Illusion wird nur die falsche Vorstellung genannt, und nicht die richtige.

Dass ein Mensch allerdings auch mit nur einer Gehirnhälfte lebensfähig ist, mit der er immer noch davon ausgehen kann, DASS es ihn selber gibt, und er sich sogar obendrein damit noch vorstellen kann, WIE er beschaffen sei, ist tatsächlich erstaunlich, denn da fragt man sich, wofür er denn die andere Hälfte überhaupt benötigt?

Die Begriffe aus der Computertechnik wie „seriell und und parallel“ werden hier modebedingt im selben Sinne verwendet, wie früher die Begriffe „analog und digital“ aus den Anfängen der digitalen Uhrenziffernblätter.

Gleichzeitig wird nicht unterschieden zwischen „der Empfindung und dem Gefühl“, was die Psychologen, die diesen Begriff in ihren Abhandlungen zigmal pro Seite verwenden, als reine Fühlologen ausweist, die im Leben nicht begreifen, WAS eine Empfindung für die Person jeweils zu bedeuten hat, weil sie zu sehr auf die Lokalisierung des Gefühls im Bauche fixiert sind, womit die (eventuell sozial bedingte) Empfindung zum Ausdruck gebracht wird.

Ein Schmerzgefühl im Kopfe sagt genau so wenig darüber aus, WAS sich der Betreffende gerade geistig vorgestellt hat, wenn er körperlich darauf mit Schmerzen reagiert, sodass Psychologen mit der Gleichsetzung von „Fühlen und Vorstellen“ eher noch mehr Verwirrung anstiften, anstatt Zusammenhänge zu erklären, was die ganze unwissenschaftliche Darstellung höchst dilettantisch aussehen lässt.

Last but not least ist hier auch die Gleichsetzung von „Glauben und Meinen“ immer wieder eine Quelle von Missverständnissen, wo gebetsmühlenartig Etwas zitiert wird, was gar nicht von Einem selber stammt, nur weil man das, was man sagt, bedeutungsvoller klingen lassen will, als es möglicherweise tatsächlich ist, weils Jemand mit Rang und Namen auch mal gesagt hat, und eine Kritik daran als verpönt gilt.

Hierbei wäre ein persönliches Statement mit Begründung, oder einer Beschreibung, WIE man auf den jeweiligen Gedanken zum Thema kam, sicher aufschlussreicher und besser darstellbar, als aus dem Zusammenhang gerissene Textpassagen, worin es womöglich sogar um ganz was Anderes geht, als eigentlich beabsichtigt.
@Filofaxi,
Du bist und bleibst ein unverbesserlicher Betreiber von Verwirrung. Du warst aber schon einmal besser! Luna hat es einmal auf den Punkt gebracht: Die Diskussionen werden "zerdacht". Es ist ein freies Forum und jeder macht sich bemerkbar, so wie er mag. Ich richte mich deshalb nicht nach Dir, denn jeder kann machen, was er will. Gruß
Felix
Ich könnte glauben, dass auch Tiere ein Ich-Gefühl haben: Die Summe aus Erfahrungen, Gefühlen, Empfinungen, der Selbsterhaltungstrieb.
@Adorabella,
da bin ich auch fest davon überzeugt. Auch Tiere reagieren auf Anerkennung, mögen es, wenn man sie gern hat und verteidigen ihren sozialen Status. Das geht ja nur durch Ichbezogenheit.
Gruß
Felix
Was will ein materialistischer Naturwissenschaftler von einem geisteswissenschaftlich orientierten Filosofen Neues erfahren, wenn er sich nicht einmal für den differenzierten Gebrauch der Begriffe interessiert?

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Ich bin sehr für den differenzierten und bedachten Gebrauch von Begriffen. Denke aber, daß dieser uns dazu dienen sollte, uns die Welt verständlicher zu machen, uns darüber zu verständigen und uns gegenseitig zu erklären.

Daher hat für mich die Anwendung dieser Differenzierung von Begriffen Grenzen. Nämlich da, wo jeder Satz eines Vorredners zerpflückt wird und kein roter Faden mehr ersichtlich wird. Und auch keine neue Erkenntnis hinzugefügt wird durch die beharrliche Differenzierung von Begriffen. Ich meine, man könnte in diesem Fall auch von einem „Nebenkriegsschauplatz“ sprechen. Wenn der fälschliche Gebrauch eines Begriffes hilft, eine Sache zu verdeutlichen, verständlicher zu machen, dann kann man dem Diskussionspartner sagen, daß eine Differenzierung angebracht wäre, aber um des Verständnisses willen diesen „falsch gebrauchten Begriff“ doch einfach mal dem Andern schenken – meinst Du nicht?
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Es wurde bereits mehrmals drauf hingewiesen, dass das vorgestellte Bild, was der Mensch von sich selber macht, und was hier fälschlicherweise „Ich-Illusion“ genannt wird, keine Illusion ist, denn als eine Illusion wird nur die falsche Vorstellung genannt, und nicht die richtige.

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Ja, Filofaxi, da hast Du Recht, es wurde bereits mehrfach von Dir darauf hingewiesen.
Und ich glaube auch, daß es mittlerweile jede/r Lesende begriffen hat. Viel wichtiger ist aber doch sicher, herauszustellen, was die Essenz dieses „fälschlicherweise“ gebrauchten Begriffes ist. Nämlich, daß das ICH im Gehirn nicht zu verorten ist wie z. B. die Milz in unserem Leib, sondern daß es sich nur um eine, von einer Person gedachten, Hilfs-Vorstellung handelt. Weil eh alles so kompliziert und kaum vorstellbar ist. Uns geht es doch um die Inhalte, darum, die Welt und uns, den Menschen zu verstehen.
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Dass ein Mensch allerdings auch mit nur einer Gehirnhälfte lebensfähig ist, mit der er immer noch davon ausgehen kann, DASS es ihn selber gibt, und er sich sogar obendrein damit noch vorstellen kann, WIE er beschaffen sei, ist tatsächlich erstaunlich, denn da fragt man sich, wofür er denn die andere Hälfte überhaupt benötigt?

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Na, die zweite Hälfte brauchen wir vermutlich, um die Differenzierung der Begriffe voranzutreiben - - - kleiner Scherz am Rande :D !

Es gibt einen ganz interessannten Fall, der einen Einblick in die Funktion des Gehirns zeigt. Auf diesen Fall bin ich in einem Philosophiebuch gestoßen: Phineas Gage. Sein Gehirn wurde von einer Eisenstange durchbohrt (fehlgeleitete Sprengung). Er wurde für die neurologische Forschung sehr interessant. Er überlebte, war in kürzester Zeit körperlich und intellektuell wieder hergestellt. Jedoch kam es zu erheblichen Persönlichkeitsveränderungen – in diesem Fall negativ).

Damit will ich nur anführen, daß wohl alle Areale des Gehirns wichtige Funktionen haben und man trotzdem überleben kann, auch wenn ein Teil fehlt. In diesem Fall war es die moralische Handlungsfähigkeit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Phineas_Gage

https://www.biologie-seite.de/Biologie/Phineas_Gage
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Die Begriffe aus der Computertechnik wie „seriell und und parallel“ werden hier modebedingt im selben Sinne verwendet, wie früher die Begriffe „analog und digital“ aus den Anfängen der digitalen Uhrenziffernblätter.

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Filofaxi, was willst Du uns mit dieser Feststellung eigentlich sagen? Ist das schlimm? Wenn ja, warum? Wo ist das Problem? Inwieweit hilft uns diese Feststellung beim Verstehen weiter?
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Gleichzeitig wird nicht unterschieden zwischen „der Empfindung und dem Gefühl“, was die Psychologen, die diesen Begriff in ihren Abhandlungen zigmal pro Seite verwenden, als reine Fühlologen ausweist, die im Leben nicht begreifen, WAS eine Empfindung für die Person jeweils zu bedeuten hat, weil sie zu sehr auf die Lokalisierung des Gefühls im Bauche fixiert sind, womit die (eventuell sozial bedingte) Empfindung zum Ausdruck gebracht wird.

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Du kannst uns sicher erklären, WAS eine Empfindung für die Person jeweils zu bedeuten hat. Obwohl bei 41acul nicht davon die Rede war. Warum führst Du es dann hier an/hinzu? Das erhellt meinen Horizont in der Sache nicht unmittelbar.
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Ein Schmerzgefühl im Kopfe sagt genau so wenig darüber aus, WAS sich der Betreffende gerade geistig vorgestellt hat, wenn er körperlich darauf mit Schmerzen reagiert, sodass Psychologen mit der Gleichsetzung von „Fühlen und Vorstellen“ eher noch mehr Verwirrung anstiften, anstatt Zusammenhänge zu erklären, was die ganze unwissenschaftliche Darstellung höchst dilettantisch aussehen lässt.

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Mir ist auch hier nicht klar, auf welchen Satz von 41 acul Du Dich beziehst und inwieweit es uns beim Thema weiterhilft. Außerdem kommt mir der letzte Teil des Satzes wie eine Pauschalverurteilung von Psychologen vor. Woher nimmst Du das? Und vor allem WOZU?
Hilft auch nicht wirklich in der Sache weiter.
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Last but not least ist hier auch die Gleichsetzung von „Glauben und Meinen“ immer wieder eine Quelle von Missverständnissen, wo gebetsmühlenartig Etwas zitiert wird, was gar nicht von Einem selber stammt, nur weil man das, was man sagt, bedeutungsvoller klingen lassen will, als es möglicherweise tatsächlich ist, weils Jemand mit Rang und Namen auch mal gesagt hat, und eine Kritik daran als verpönt gilt.

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Das emfpinde ich als ganz schön herablassend.
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Hierbei wäre ein persönliches Statement mit Begründung, oder einer Beschreibung, WIE man auf den jeweiligen Gedanken zum Thema kam, sicher aufschlussreicher und besser darstellbar, als aus dem Zusammenhang gerissene Textpassagen, worin es womöglich sogar um ganz was Anderes geht, als eigentlich beabsichtigt.

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Das würde ich mir auch wünschen – AUCH von DIR!
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Übrigens Filofaxi:

um jedem Mißverständnis vorzubeugen, möchte ich Dir sagen, daß ich überhaupt nichts gegen Dich habe. Ich bin durchaus gespannt auf Deine Beiträge, weil ich glaube, daß Du ein kluger Kopf bist - besser (ein Kopf ist ja keine Person): einen klugen Kopf hast :wink:.

Und es ist überhaupt nicht in meinem Sinn, dieses Forum zum Erliegen zu bringen. Wäre schade.
Viele Grüße, Luna
@ luna15

…. Viel wichtiger ist …..daß das ICH im Gehirn nicht zu verorten ist wie z. B. die Milz in unserem Leib, sondern daß es sich nur um eine, von einer Person gedachten, Hilfs-Vorstellung handelt......


Das ICH IST die jeweilige Person selber in Abgrenzung zum DU, welches eine andere Person IST, als das ICH. Daher sagt man ICH, wenn man sich selber meint, und DU, wenn man jemand Anderen anspricht, bzw die anderen Artikel, wenn man andere Personen meint.

Die VORSTELLUNG davon, wie man selber (also das ICH) beschaffen ist, und die hier fälschlicherweise Ich-Illusion genannt wird, ist das SELBSTBILD, welches dem entsprechen kann, wie man tatsächlich ist, sodass es als richtig gelten kann, oder – wenn es dem nicht entspricht - eine eine falsche Vorstellung darstellt, nämlich: eine Illusion.

…..Na, die zweite Hälfte brauchen wir vermutlich, um die Differenzierung der Begriffe voranzutreiben.....

Es gibt tatsächlich eine rechte („weibliche“) Gehirnhälfte, die mit einer „gestreuten Aufmerksamkeit“ korelliert, und eine linke („männliche“), die bei einer punktuellen Aufmerksamkeit, aktiver ist, wie 41acul sicher noch besser erklären kann, was aber nicht heißt, dass es das Gehirn ist, was anders denken kann, als der Mensch es tut, denn es ist selber keine Person, sondern nur ein Bestandteil davon.

….Es gibt einen ganz interessannten Fall, der einen Einblick in die Funktion des Gehirns zeigt. Auf diesen Fall bin ich in einem Philosophiebuch gestoßen: Phineas Gage. Sein Gehirn wurde von einer Eisenstange durchbohrt (fehlgeleitete Sprengung). Er wurde für die neurologische Forschung sehr interessant. Er überlebte, war in kürzester Zeit körperlich und intellektuell wieder hergestellt. Jedoch kam es zu erheblichen Persönlichkeitsveränderungen – in diesem Fall negativ).....

Es wurde in dem Falle das sogenannte „dritte Auge“ verletzt, wo Siegmund Freuds „Über-Ich“ beheimatet ist, und wo die Moralvorstellungen abgespeichert sind.

Welche das allerdings im Einzelnen sind, kann man erst sagen, wenn man ungefähr weiß, in welchen speziellen Synapsen üblicherweise welche Informationen abgespeichert werden, und die im Laufe des Lebens der jeweiligen Person besonders stark ausgebildet worden sind.

In Indien spricht man auch vom Ahamkara, dem „Ich-Macher“, mit dem der Mensch aber nicht sich selber macht, sondern nur die Vorstellungen von sich selber, also sein SELBSTBILD.

…..Inwieweit hilft uns diese Feststellung beim Verstehen weiter?....

Die Frage, ob Informationen digital in Form von biologischen Datenbits und Bytes abgespeichert werden, oder eher analog im Rahmen eines elektromagnetischen Feldes, welches sich im Raume zwischen den materiellen Bestandteilen des Gehirns befinden (die Inder sprechen von der Akasha- oder Raum-Chronik), finde ich schon sehr interessant, und würde im letzteren Falle auch mit dem alten indischen Wissen der Veden übereinstimmen..

....Du kannst uns sicher erklären, WAS eine Empfindung für die Person jeweils zu bedeuten hat. Obwohl bei 41acul nicht davon die Rede war. Warum führst Du es dann hier an/hinzu? Das erhellt meinen Horizont in der Sache nicht unmittelbar.....

Ich weiß nicht, wen du mit UNS meinst, aber ich kanns DIR gerne am altbewährten Körper-Seele-Geist-Modell erklären:

Empfindungen stellen eine seelische Reaktion dar, Gefühle sind körperliche Reaktionen, und bildhafte Vorstellungen stellen eine geistige Reaktion auf ein Ereignis dar, wobei auch ein Gefühl, eine Empfindung oder eine Vorstellung selber die Ursache für diese Reaktionen sein können.

Für weitere Fragen zum Thema an MICH (und nicht an mein ICH) steh ich gern zur Verfügung, behalte mir aber das Recht vor, auf Bemerkungen, die nicht zur Sache gehören, wie zB Rechtgeberei oder Meckerei an meinem Schreibstil oder an meiner Nase nicht zu reagieren.

Dass ich diese Diskussionsplattform NICHT für einen Kriegsschauplatz halte, habe ich bereits schon so oft erwähnt, dass es mittlerweile eigentlich Jedem klar sein sollte.
@Filofaxi,

"Dass ich diese Diskussionsplattform NICHT für einen Kriegsschauplatz halte, habe ich bereits schon so oft erwähnt, dass es mittlerweile eigentlich Jedem klar sein sollte."

Ich fände den Gedankenaustausch mit solch einer interessanten Person wie Dir sehr schön. Das beinhaltet natürlich in Abschnitten völlig unterschiedliche Weltbilder. Freuen wir uns über diese Gabe des Menschen: Ein Universum an Vorstellungen. Aber! Streitlust ist Sucht. Da nützt das fortwährende Beteuern des Gegenteils nichts.

Der Mensch kann wollen , was er will, er kann aber nicht tun, was er will (Felix).

Felix
@filofaxi,

Für weitere Fragen zum Thema an MICH (und nicht an mein ICH) steh ich gern zur Verfügung, behalte mir aber das Recht vor, auf Bemerkungen, die nicht zur Sache gehören, wie zB Rechtgeberei oder Meckerei an meinem Schreibstil oder an meiner Nase nicht zu reagieren.

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Ich würde es gerne verstehen und nachvollziehen können, wo sich unsere Wertvorstellungen unterscheiden: Bitte führe mir doch mal die Textstellen auf, an denen ich Deiner Meinung nach in meinem letzten Beitrag Rechtgeberei (was ist das?), Meckerei an Deinem Schreibstil und an Deiner Nase betrieben habe.

Vor allem Meckerei unterstellst Du mir zum wiederholten Male.
Mit dieser Begriffswahl nimmst Du schon eine ziemlich negative Bewertung meiner Person vor. HIER wäre durchaus eine größere Differenzierung Deinerseits von Begriffen von Nutzen, um weiterhin im Dialog bleiben zu können. Du kannst es doch ....
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Dass ich diese Diskussionsplattform NICHT für einen Kriegsschauplatz halte, habe ich bereits schon so oft erwähnt, dass es mittlerweile eigentlich Jedem klar sein sollte.

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Im deutschen Sprachgebrauch steht der durchaus übliche Begriff „Nebenkriegsschauplatz“ als Synonym dafür, daß es um ein Thema geht, dem weniger Bedeutung beigemessen wird. Daß ich es genau SO meinte, habe ich sogar oben beschrieben und begründet.

Daher sollte auch DIR klar sein, daß ich Dir NICHT unterstelle, daß es Dir um Krieg untereinander geht. Du erzählst uns/mir immer wieder, daß es Dir um Differenzierung der Begriffe geht. Hier fehlt sie mir eindeutig. Es wäre schön, wenn Du diesbezüglich gedanklich und auch sprachlich „abrüstest“.
Ein-facher kann die Ich-Illusion nicht beschrieben werden...und der Unterschied zwischen der reinen, ungefilterten Wahrnehmung und egofiziertem Verstand wird deutlich:


https://www.mystica.tv/shanti-in-der-wi ... eit-leben/

Letztendlich ist es nur die Angst, die vor unbekanntem Terrain zurückschreckt.

...."Menschen", die in diesem Frieden sind, machen auf mich keineswegs den Eindruck, dass sie mit dem "Leben" nicht zurecht kommen - ganz im Gegenteil. :wink: :D
@Loveley,
danke für den interessanten Hinweis. Mystik habe ich allerdings nicht entdeckt. Irgendwie ist es ja auch egal, wie man die Arbeit mit der Wundermaschine Gehirn, diesem Universum in unseren Köpfen, nennt.
So einfach ist es allerdings nicht: Ein Guru erklärt das Radfahren für ein besseres Lebensgefühl - aus seiner subjektiven Sicht. Können wir es dann? Natürlich nicht. Es ist harte Arbeit es zu lernen, es nennt sich Meditation. Und bleiben wir bei uns selbst, wir entscheiden was wir verbessern möchten, ob überhaupt!
Gruß
Felix
@acul...was ist für Dich Mystik, mit wenigen Worten beschrieben?

acul: Es ist harte Arbeit es zu lernen, es nennt sich Meditation.

...na dann man tau... :wink: