DIE GERMANEN!
Anfangs wussten die Gernanem noch, dass über Odin und allen anderen Göttern ein heiliges Wesen thronte, das unsichtbar blieb, dem aber die ganze Welt untertan war.
Sie nannten es " ALLVATER" und beteten es um seiner Heilikeit willen an
Die Sonne, der irdische Lichtspender, sei sein Auge, sagten sie, das gütig und mild, segenspendend und belebend, aber auch alles durchdringend und das Dunkel erhellend auf seine Geschöpfe niederblickt.
Spätere Zeiten wussten nichts mehr von diesem heiligen Geheimnis, dieser " Wihinei" , wie die Germanen das Wissen um heilige Dinge nannten.
Heilig waren die Götter den Germanen, darum machten sie sich keine Bilder von ihnen, und kein Tempel erschien ihnen würdig genug, sie darin zu verehren.
Ihre Götterdienste fanden stets im Freien statt, in heiligen Hainen, auf Berggipfeln , an reinen Quellen.
Aus ihrem alten Wissen heraus errichteten sie die Kultstätten genau so, wie sie es in Atlantis getan hatten.
Wo keine Riesensteine in genügender Anzahl zu finden waren, pflanzte man Gesträuch im Ring, am liebsten Wacholder.
Den Kultdienst versahen Priester und Priesterinnen, wobei die Frauen die höhere Stelle einnahmen; denn sie konnten weissagen und die Wahrheit von der Lüge unterscheiden.
FORTSETZUNG:

Wie die Erarier einst waren die Germanen eng mit der Natur verbunden, aus ihr schöpften sie ihr Wissen um die göttlichen Gesetze, die in ihnen schwangen, in denen sie lebten, solange sie frei von fremden Einflüssen blieben.
Tiefe Frömmigkeit war ihnen eigen, eine Frömmigkeit , die sich nicht in Worten äusserte, sondern ihr Tun durchdrang, Mut und Treue, Wahrhaftigkeit, Heinatliebe und Gastfreundschaft waren ihnen selbstverständliche Tugenden.
Eines entsprang aus dem anderen.
Die Frau genoss die grösste Achtung.
Die auf Jagd und Krieg ausziehenden Männer sahen in ihr die Schützerin und Verwalterin des heimischen Herdes, der ihnen heilig war, sie sahen auch die Mutter in ihr, sowohl die eigene wie die Mutter ihrer Kinder, und die Mutterschaft war ihnen heilig.
Und die germanische Frau verdiente ihre hohe Stellung.
Rein waren ihre Sitten, froh und fleissig schaffte sie im Hause , versuchte auf alle Weise ihr Wissen zu vermehren, um die Kinder lehren zu können
Kraftvoll schritt sie dahin, aufrecht war ihr Gang, ihre Kleidung verhüllte den ganzen Körper.
Niemals nahm sie an den Gelagen der Männer oder an lauten Festen teil .