Im Fachwerkhaus mit einem Rolli, geht gar nicht.
Die Räumlichkeiten geben einfach den Platz nicht dafür her.

So schön romantisch wie ein Fachwerkhaus auch sein mag, aber es bedarf immer einer behördlichen Bewilligung wenn man umbauen möchte.
nein, das wäre auch trotz aussenaufzug innen nicht möglich gewesen,ausserdem von der lage bezüglich selbständigkeit nicht, und so haben wir das haus verkauft.
Wir wohnten auch 10 Jahre in der "Prärie" und unsere Familie hatte damals 4 Autos!
Mein Mann eines für seine Reisetätigkeit, ich eines um die Senioren zum Arzt zu bringen und für 6 Personen einzukaufen, jede Tochter eines, da sie in verschiedene Richtungen zu unmöglichen Zeiten an ihre Arbeitsstelle mussten.....
Keine Möglichkeit für Öffis :?
In der Ortschaft in der ich lebe geht auch nur dreimal am Tag der Bus aber das stört mich nicht da ich einen zuverlässigen Pkw habe.
Im Gegenteil sogar bin ich froh das hier kaum Verkehrslärm ist.
Kann ich so bei geöffnetem Fenster schlafen und die sauerstoffreiche Luft atmen.
In den Sommermonaten habe ich meine Terrassentür zum Garten immer offen.

Der Vorteil ländlich zu leben ist zudem das meine Leute immer vorher anfragen müssen ob ich Zuhause bin wenn sie mich besuchen wollen. :lol:

So kann ich entscheiden, will ich diesen Menschen heute sehen oder nicht.
Ich kann ja so was von Nachrichten gnadenlos ignorieren
:wink:
Jaja, die PKW-Fahrer, die froh sind, wenn sie keine PKWs hören....

Der eigene ist da wahrscheinlich ausgenommen - nehm ich mal an.

Ich gönn mir den Luxus, keinen PKW zu haben - allerdings lebe ich in der Stadt und habe, was das betrifft, leicht reden.
Du Balkonkind tzeee
:lol:
@barbera,
ich bin ein regelmäßiger Nutzer der WESTbahn, trotz PKW :wink:
@katinka:

Den 'Luxus' so zu leben, wie es mir Spaß macht, werde ich
die nächsten 5 Jahre nur zeitweise erleben...

Solange meine Tochter keinen passenden Partner getroffen hat,
werde ich viel Verantwortung für meinen 5j. kleinen Enkel übernehmen,-
mich bemühen, ihn gut durch die Schule zu bringen,-
Ihn zu fördern, als ob er mein eigenes Kind wäre....

Es fällt mir leicht, da er ein liebenswertes Kind ist
und mir auch viel Liebe gibt!
leonetta hat geschrieben:
er wahre Luxus ist die Abwesenheit von Luxus.
Diese Aussage gefällt mir!


Ich habe hier gelesen, daß teilweise der Betonung auch darin lag, die verschiedenen Sichtweisen von "Luxus" zu betrachten. Das ist klar - "fast jeder" sieht und empfindet Luxus anders.

Für mich war aber entscheidend, daß letzendlich aus diesen (obigen) 2 alles andere als marginalen Zeilen abzulesen ist, daß erst der GEGENSATZ den Luxus ausmacht :!: Auch im Sinne von "mal zeitweise auf etwas Liebgewonnenes verzichten, um gerade dieses Etwas wieder mehr u. intensiver zu erfahren/zu spüren/zu empfinden."

Wie geht`s denn denjenigen, die materiell (meinetwegen) sehr "reich" sind, dann aber sich an ihren MATERIELLEN Luxus standardgemäß so gewöhnt haben, daß etwa die kleine Yacht langweilt und nichts mehr hergibt. Und eine Mega-Luxusjacht nur noch die (scheinbare) Glückserfüllung bietet.

Ich glaube, es liegt in der Natur des Menschen, daß er, sobald er etwas hat, dieses alsbald dann nicht mehr wertschätzt. "Gewöhnungsprozeß", so oder so ähnlich. Und immer noch mehr haben will. Und diese Spirale dreht sich immer weiter ... mehr-mehr-mehr.

Manchmal hilft es in diesem Sinne sicher, sich nur mal wieder b e w u s s t zu machen, daß ganz alltägliche Dinge, die uns heute alltäglich normal umgeben, wie etwa fließend Kalt/Warm-Wasser, noch vor kurzem in unserer Kindheit ein ... Luxus war. Und wenige Generationen davor ... gab`s nur Brunnen, aus denen man mühsam seinen Wasservorrat schöpfen mußte.

Also - ich kannte noch als Kind das Plumps-Klo. Und nur kaltes fließendes Wasser. Und wurde in einer Zink-Wanne gebadet. Nixda mit komfortabler Dusche u.ä. ...
Apropos Dusche und komfortable Toilette :wink:

In meinen wildesten Zeiten im Outback von Australien habe ich diesen Komfort tatsächlich schätzen gelernt.

Tagelang im Bushcamp bei 40 bis 50 Grad Hitze ungewaschen abends in den Swag zu kriechen, der sich im Inneren selber schon ganz krümelig anfühlte. :o

Dann die tägliche Penetranz dieser Abermillionen von Aussieflies. :roll:
Regelrecht übersät von diesen versuchten sie in Nase, Mund, Augen und Ohren mit einer Versessenheit zu kriechen, die durchaus so manchen Europäer in den Wahnsinn treiben könnte :!:

Ein Smozzienet über dem Kopf gezogen war dort ein absolutes "have must".

Ebenso ein gutes Moskitospray, das wir anstatt einer Bodylotion auf den Körper sprühten, weil das einfach überlebenswichtig war. :roll:

Ach ja, und der Spaten mit dem wir abwechselnd, ein jeder für sich, einen morgendlichen Spaziergang durch die bizarre Landschaft unternahmen.
:mrgreen:

Dennoch wollte ich diese Zeit nicht missen, die Landschaft und die Leute waren einfach unbeschreiblich.
Habe selten zuvor soviel gelacht und dabei mit Sicherheit Minimum drei Kilo Insekten verschluckt. :oops:


Dann diese Augenblicke bei der Sichtung einer Ranch oder Farm.
Die Haut juckte und lechzte regelrecht nach einer Dusche....
Ah herrlich... :D
das kann ich nachvollziehen.....
bin öfters im Winter nachts zitternd aufgewacht in meinem Blockhaus (da hatte ich noch keine zusätzliche Isolation)......
das Feuer war so gut wie aus.....und an den Scheiben waren die Eisblumen.....
habs Feuer wieder angemacht - bin nochmal eingeschlafen......jaaaaa..... :D
Liebe Gundel

Mit Kälte wird man fertig.
Da wir schon als Kinder damit aufgewachsen sind.
In ein dickes Plumeau eingemummelt und die Eisblumen am Fenster bewundern und dann den Ofen so richtig anheizen das sich die Nasenhaare krümmen. :)

Das allerdings hat auch was :wink:
mit Kälte wird man fertig - und mit Hitze wird man fertig .....wie Du es ja beschrieben hattest..... :wink:
irgendwann ist man aber dankbar für den Luxus eine Fußbodenheizung - einer Badewanne.....und - in deinem Fall - lauwarm bis kalt duschen können so oft und so viel man will....... :wink:
Der wahre Luxus ist, das Elementare zum einfachen Leben zuhaben, dann die Lern-und Verbesserungsfähigkeit respektiv das Wissen damit hoffentlich achtsam umzugehen.
Ich bin kein Luxusgegner, somit sehe ich Luxus sowohl positiv als auch negativ, ich überlege aber, ab wo ich mir, oder anderen aber mit unnötigem Luxus schade, oder ab wo der Luxus kontraproduktiv ist oder wird.
Grosse negative Luxusbeispiele der Menschheit, Naturverschmutzung, Meerverschmutzung und die Verschmutzung der gesamten Erde durch den Menschen. Die Vermüllung der Erde durch den Menschen ist ein unverantwortlicher Luxus, der sich die Menscheit momentan leistet. Bei jedem Ausgang oder bei jeder Reise, entdecke ich Müll oder Plastik in der Natur und hinter jedem Müll steckt ein Mensch. Unsere sogennante Männlichkeit und die sogennante Weiblichkeit produziert auch unmöglich viel Müll ohne dass wir dadurch zufriedener sind oder werden.

Gesundheit ist der erste wahre positive Luxus, das kann jeder bezeugen, der mal selbst ernsthaft krank war oder der mit ernsthaft kranken Menschen lebt oder arbeitet, lebte oder arbeitete.
Danach kommt sofort das benötigte Wasser für unseren Eigenbedarf, unsere Grundhygiene und normales Essen. Dann Energie, Strom, Treibstoff und das Wissen wie man mit diesen Energien verantwortlich umgeht.
Auch ist das, was wir Medizin nennen, ein Teil von unserem positiven Luxus, wo es aber auch in der Medizin negativen Luxus gibt.
Haben wir dann auch noch eine kleine angepasste im Winter beheizte Wohnung, alle Basishaushaltsartikel und Basiskleidung, haben wir was wir brauchen zum Leben.
Ab hier beginnt, was das Materielle betrifft für mich auf jeden Fall der übertriebene und verantwortungslose Luxus.

In westlichen mitteleuropäischen Ländern haben mehrere Generationen an den Infrastrukturen gearbeitet die wir in unseren Städten und Dörfern haben, die uns das Leben ermöglichen, was wir Heute leben. Diese Infrastrukturen weiter zuverbessern um sparsamer mit Wasserverbrauch, Energie und Material zuleben, ist für mich positive Luxuspflicht und positive Luxusverantwortung jeder weiteren Generation.

Da jeder von uns eine politische Stimme in unseren Ländern hat, haben wir auch die Möglichkeit, unsere politischen Systeme und Weltwirtschaftssysteme mit unserer Stimme zubeeinflussen, dieser Luxus hat auch nicht jeder Mensch auf dieser Welt.
Mein Moto ist und bleibt, ja zum positiven Luxus, nein zum negativen Luxus für Umwelt und Mensch.