Nicht jede Rückschau
auf das Müttersein oder Mütterempfinden ist schön,
genauso ist nicht jede Rückschau verklärt.
:)
Ja, jeder darf seine Sichtweise haben :D
Sicher gibt es auch lieblose Mütter-
man sollte nicht aus eigenen negativen Erfahrungen generelle Aussagen machen.
Aber sogar diese waren wahrscheinlich in den ersten Jahren zum Kind gut.
Der Muttertrieb ist bei Mensch und Tier stark ausgeprägt!

Vielleicht waren einige Mütter überfordert, -zu jung,-wollten nicht die große Aufgabe und Verpflichtung übernehmen.

Heute kann eine Frau bei ungewollter Schwangerschaft abtreiben.

Es ist verrückt!- weil Andere sich sehnsüchtig ein Kind wünschen...
Ist ein Rückfall in kindliche Regression ein Urbedürfnis? Sicher nicht. Es geschieht aus Schwäche. Diese zu überwinden und das anzunehmen, was ist, wäre ein Schritt nach vorn. Wir sind geboren worden, um uns (weiter) zu entwickeln, nicht um auf halber Strecke kehrt zu machen. Würde basiert auf Eigenverantwortung.
Ragwurz hat geschrieben: Ist jetzt vielleicht ein wenig traurig, aber als kürzlich meine 91-jährige Tante verstarb, war "Mama" das letzte, was sie sagte. Ihre Mutter war an einer Blutvergiftung gestorben, als die Tante, die selber nie Kinder hatte, 11 Jahre alt war.


@ Ragwurz,

kann es sein, dass sie diesen Tod der Mutter nie verarbeiten konnte?
Und sich deshalb auch ein Leben lang mit dem sicherlich für sie schmerzhaften Weggang , vielleicht auch nur im Unterbewußtsein, beschäftigte?
@monty1, das denke ich.
...... und andere werden mit Mama gross und stark und checken es
überhaupt nicht.

https://www.arte.tv/de/videos/073448-00 ... -auf-mama/

(An) Bindung hat schon seinen Preis.
Wichtige Information für Teilnehmer, die
mit psychologischen Fragen weniger vertraut sind:

https://www.vaterfreuden.de/vaterschaft ... -leben?amp

'Urvertrauen' ist ein Begriff aus der Psychologie.
@mehusae
Der Film ist 1a :!:
Urvertrauen ist ein Begriff aus der Psychologie...

Das ist mir ganz neu..danke
Nennt es Wunder ... oder einfach Glück. Vier mal sprang ich dem Tod ins Gesicht und trotzdem lebe ich noch. Nach meiner Mutter rufe ich nie, dieses Urvertrauen habe ich eher zu meiner Schwester, meinem Ehemann und wenigen Freunden.
Aber ... instinktiv fühlte ich mich immer geborgen. Kennt ihr den Ausspruch: In Gottes Hand?
Ich kann diesen Gott weder benennen noch beschreiben. Es war ein Gefühl von Geborgenheit. Unerschütterliches Gottvertrauen, dass da jemand genau weiß, was mit dir geschehen soll.
Ich wurde katholisch erzogen und getauft, glaube heute nicht mehr an Religionen, in denen Mann mehr wert sein soll, als Frau.
Aber tief in mir verwurzelt ist ein Gefühl der absoluten Sicherheit. Egal, was das Leben für Stolpersteine bereit legt, es ist immer etwas an meiner Seite und das rufe ich auch an. Nur nicht sehr laut.
Vertrauenswürdig (bzw. richtiger: vertrauenswert) ist eine Mutter erst dann, wenn sie treu war, dh ihre Versprechen immer eingehalten hat.

Der Vater im Himmel hingegen kann nicht mehr treu sein, weil er nicht mehr lebt und die Mutter Natur auch nicht, weil sie keine Person ist.

Ein Kleinkind, dessen Mutter immer da war, sodass es meint, sie habe ihm das Versprechen gegeben, es nicht im Stich zu lassen, sodass es sich mit 100%iger Sicherheit auch weiterhin drauf verlassen kann, und womit dann ein sogenanntes Urvertrauen begründet wird, gibt’s jedoch auch nur in der Fantasie von Erwachsenen (und von Psychologen), die gerne ihre Kindheit verklären, um die Erinnerung an die eigene schmerzliche Erfahrung zu verdrängen, vollkommen auf die Mutter angewiesen gewesen zu sein, und im Notfall ihr Nichterscheinen solange erleiden haben zu müssen, bis sie ihr Schreien gehört hat, und endlich gekommen ist, um sie mit dem Nötigsten zu versorgen.

Da bieten sich dann – wenn dieser Verdrängungsmechanismus nicht mehr funktioniert – tatsächlich andere Personen an, die nicht so oft versagt haben – nicht, weil sie zuverlässiger gewesen wären, sondern weil man gar nicht in derselben Weise abhängig von ihnen war, oder weil sie nur kurzfristig eine Rolle im eigenen Leben gespielt haben, und damit gar keine Zeit hatten, so oft zu versagen, wie es die Mutter zwangsläufig tun musste, weil man schon sein Leben lang kennt.

Dass man letztlich Dämonen als Ursache für menschliches Versagen heranzieht, damit die Menschen selber nicht mehr dafür verantwortlich gemacht werden können, ist ein guter Trick, um sich in Gedanken mit denen, die man zu Recht hasst, wieder versöhnen zu können, wozu auch oft die eigenen Eltern gehören, denen man sonst auch noch nach ihrem Tode ihr unabsichtliches Versagen oder sogar ihre Böswilligkeit, mit der sie Einen einst für Ungehorsam bestraften, nachtragen täte.

Die Ursache für alles Gute hingegen einem Gott anzurechnen, ist genauso bequem, weil man damit prima verdrängen kann, dass man in Wirklichkeit seinen menschlichen Gönnern zu Dank verpflichtet ist, wozu auch die Mutter gehört, die sich um ihre Vertrauenswürde redlich verdient gemacht hat, indem sie tatsächlich ihr Bestes gegeben hat, um ihre Versprechen einzuhalten, was nicht heißt, dass sie deshalb als Wünscheerfüllerin die Pflicht gehabt hätte, jeden nur erdenklichen Wunsch zu erfüllen – auch wenn er völlig unsinnig war - , sodass man ihr die Verweigerung desselben nicht als Untreue anrechnen kann.
Wir dürfen uns glücklich schätzen, wenn uns die Mutter beizeiten der symbiotisch engen Bindung entwöhnt hat, damit wir zu selbstständigen Menschen heranwachsen konnten. Trauer über den "Verlust" gehört zu dem natürlichen Entwicklungsprozeß dazu und ist unvermeidbar. Mütter, die versagen, sind die, die um ihrer selbst willen nicht loslassen wollen und das für Mutterliebe halten.
Solange keine eindeutige Bevorzugung gegenüber den Geschwistern oder sonstige Zuwendungen damit verbunden sind, haben Kinder noch nichts davon, dass ihre Mutter sie liebt, denn es ist ihre pflichtbewusste Fürsorglichkeit und nicht ihre launische Liebe, die ihnen von Nutzen ist.
Da widerspreche ich, weil
ich denke, ich habe es anders erlebt - und auch meine Geschwister, drei weitere an der Zahl
Nie nicht habe ich eine pflichtbewusste Fürsorglichkeit empfunden - im Nachhinein beurteilt - sondern eine eigennützige Aufgabe ihrer eigenen Empfindungen zugunsten unseres Wohlbefinden, inclusive des des Vaters.
Und dieses Verhalten schlägt sich noch heute, 30 Jahre nach dem Tod der Mutter, nieder im Verhalten der Kinder, also meinem und meiner Geschwister, aber auch unserer Kinder, also der Enkel. Keine Familienfeier, auf der nicht von den "Jungen" auf die Oma zurückgegriffen wird: "weisst Du noch........" , die mit ganz viel Liebe in der Vergangenheit graben, dass wir direkten Kinder uns wundern.
Ich finde es wichtig, meine wunderbare, so am Leben hängende Mutter, die wir so früh hergeben mußten, immer wieder in Familiengesprächen dabei zu haben.
Dies zum Thema Mutter. Ich selbst will mich in keinster Weise vergleichen.