Hans-Herbert und der Ambrosius ? jetzt verstehe ich es nimmer.
Irgendjemand lässt mich da auflaufen. Das mag ich ganz und gar nicht. Soll ich mich wiederholt um genaueres bemühen oder das ganze wegen dubioser Namen fallen lassen?
Sorry, Arrive, habe den Fehler korrigiert. Danke für den Hinweis.
    So langsam kommen meine Gehirnwindungen wieder in den Normalzustand zurück. Sollte das etwa jener Herr sein, der mich schon einmal an der Nase herumführte?

    1000 Namen schwirrten mir durch den Kopf

    Hans-Herrmann . . . . Ambrosius . . . obwohl das zu Mayer passen würde

    grübel grübel . . . war da nicht etwas Ähnliches vor einiger Zeit mit einem anderen Herrn? Zumindest ist mir irgendetwas mit dem Philosophen Kant in Erinnerung, mein Gott, wie nannte sich dieser Herr von damals nur? Nannte er sich nicht Immanuel? Sollte er das nun wieder sein? Das hieße ja, dass er mich nur als Vorwand nutzte und uns wieder alle an der Nase herumführen will -mein Gott, was treibt diesen Mann nur dazu, solch ein Spiel zu spielen, was ist der naiv. Schluss jetzt, wenn der feine Herr meint, er kann mich, ja dann soll er mich auch mal können . . . . so schlau bin ich schon lange. Na, dann werden wir mal sehen, bei wem die Freude länger währt . . . .
Liebe Yentl,bleib cool,wer zur Unterhaltung beiträgt darf bleiben,egal welchen Namen er sich gibt,so sehe ich das,aber wer sich näher darauf einlassen will,sollte vorsichtig sein 8) Aber da gibt es bestimmt noch Andere ,die in trüben Gewässern fischen und Die sin manchmal nur langweilig,aber im N et gibt es eben soone und solche :idea:
Burgell hat geschrieben: Liebe Yentl,bleib cool,wer zur Unterhaltung beiträgt darf bleiben,egal welchen Namen er sich gibt,so sehe ich das,aber wer sich näher darauf einlassen will,sollte vorsichtig sein 8) Aber da gibt es bestimmt noch Andere ,die in trüben Gewässern fischen und Die sin manchmal nur langweilig,aber im N et gibt es eben soone und solche :idea:


    Hallo liebe Burgell,
    nun ist hier schon genug OT geschrieben worden, da kommt's nimmer drauf an .

    Dies hier hat Rinderbaron initiiert - eine Fortsetzungsgeschichte, wie er es im Eingangsbeitrag auch schreibt. Diese Geschichte begann, mir Spaß zu machen, aus diesem Grund habe ich mich hier beteiligt.

    Ich selbst habe einen Lebensgefährten, sogar hier im Treff kennengelernt, jawoll

    . . ich bin cool, bzw. gerade am Schmunzeln, wie sagt Musikerin immer? Kreisgrinsen, das hat jedoch nichts mit Dir zu tun.
    Auch ich sehe ansonsten die Dinge wie Du. :wink:

    Yentl
Um die durch mich entstandene Verwirrung wieder zu beenden, bitte ich alle Mitschreibenden und Mitlesenden alle Beiträge auf Seite 2 bis hier als off topic zu betrachten.
Ich setze also die Geschichte mit meinem nachfolgenden Beitrag, an den letzten Beitrag auf Seite 1 anknüpfend. wieder fort.
Rinderbaron hat geschrieben: Um die durch mich entstandene Verwirrung wieder zu beenden, bitte ich alle Mitschreibenden und Mitlesenden alle Beiträge auf Seite 2 bis hier als off topic zu betrachten.
Ich setze also die Geschichte mit meinem nachfolgenden Beitrag, an den letzten Beitrag auf Seite 1 anknüpfend. wieder fort.


der interessierte Mitleser quittiert das mit einem erstaunten Aha!
Meine Reaktion war eher ein breites Grinsen.
So verschieden - und doch gleich - sind die Menschen.
Fortsetzung des letzten Beitrags von Seite 1.

Die Ferien auf dem Bauernhof waren also vereinbart.
Doch, oh Schreck, meine Freundin Hermine weiß ja noch gar nicht, dass sie ab kommendem Sonntag mit mir Ferien auf dem Bauernhof machen wird, dachte ich so vor mich hin, als ich nach ihrer Nummer im Telefonverzeichnis suchte.

"Hallo Hermine, wie geht es dir? Ich hoffe du bist wohlauf!".
"Ja, liebe Ehrentrude, mir geht es bestens. Ich fahre ja kommenden Sonntag für ein paar Tage zu meiner Mutter auf das Land."
"Du machst Ferien auf dem Bauernhof!", fragte ich ganz unschuldig.
"Quatsch, wieso auf dem Bauernhof, du weißt doch ganz genau, dass meine Mutter in diesem ländlich idyllischen Seniorenheim ihren Lebensabend verbringt. Ich selbst werde wie immer im Rössel logieren."
"Das ist jetzt aber saudumm, liebe Hermine, könntest du .........!

Erst als meine Freundin erfuhr, dass ich einen neuen Mann kennen lernen wollte, ließ sie sich plötzlich für ein paar Tage Ferien auf dem Bauernhof gewinnen.
Schließlich war es ja etwas ganz Besonderes, sozusagen hautnah miterleben zu dürfen, wie sich zwei Herzen zaghaft einander annähern.
Am kommenden Sonntag fuhren meine Freundin Hermine und ich mit meinem auf Hochglanz polierten Cabrio nachmittags gegen halb drei in Amselschwang die Auffahrt zu einem herrlichen Hofgut im Grenzgebiet von Oberschwaben und dem Allgäu hinauf.
Ein ausgewachsener Berner Sennhund verkündete mit seinem Bellen lauthals unsere Ankunft.
Ambrosius oder Hans Herbert stand kurz darauf mit breiten Schultern und gepflegtem Schnauzbart in der reichlich mit Schnitzereien verzierten großen Eingangstür zu seinem prächtigen Wohnhaus, das über drei Etagen mit rundlaufenden Balkonen von einer üppigen Blumenpracht geziert war.

"Guten Tag die Damen. Herzlich willkommen auf dem letzten hauptberuflich wirtschaftenden Bauernhof in Amselschwang."

Mit einem breiten Grinsen öffnete er zuerst meiner Freundin die Autotür und bot ihr seine Hilfe beim Aussteigen an.
Danach wuselte er fix hinter meinem Auto auf meine Seite und spielte auch hier den geübten Galant.

"Gestatten meine Damen, Hans Hintermayer vom Dreikönigshof in Amselschwang. Herr über 81 Kühe, zwei Stiere, 160 Ziegen, 10 oder 12 Schweinen, einigen Hasen, 18 Hühnern, 1 Hofhund und keiner Frau."

Mit dieser Vorstellung produzierte er unvermeidlich ein lautes Lachen selbst bei seiner getrennt von ihm lebenden Frau, die uns mittlerweile freundlich vom mittleren Balkon herunter winkte.

"Grüß Gott, Ambrosius, darf ich vorstellen, meine Freundin Ehrentrude Schilling und meine Wenigkeit, Hermine Schlageter, aus der fernen Stadt.", gab ihm meine Freundin schlagfertig zurück.

"Ja mei, der Ambrosius, der ist aber gar net daheim. Der weilt momentan in Düsseldorf auf einer Messe.
Sie müssten sich bis zu seiner Heimkehr schon mit meiner Gesellschaft zufrieden geben, falls sie den Ambrosius unbedingt kennen lernen wollen."

"Also da ich diejenige bin," gab ich ihm zurück, "die unbedingt die Stimme des genialen Schreibers im net kennen lernen wollte, bitte ich nun um Aufklärung."

"Das ist ganz einfach meine Damen. Nach meiner Trennung von meiner Gattin, bin ich einen Stock weiter hoch zum Ambrosius Mayer gezogen, der seit ewigen Zeiten als Witwer bei uns wohnt, nachdem er in jungen Jahren seine über alles geliebte Frau durch einen tragischen Wanderunfall in den Bergen verloren hatte.
Und wenn ich im net mit einer Frau flirte, was äußerst selten vorkommt, benutze ich seinen Namen und seine Telefonnummer für den ersten Kontakt.
Jetzt wissen sie die ganze Wahrheit.
Ambrosius kommt am Mittwochabend von Düsseldorf zurück.
Ich hoffe sehr, dass die Damen nicht wieder abreisen, bevor sie überhaupt richtig hier bei uns in Amselschwang angekommen sind, sodass unser aller Freund Ambrosius die gleiche Ehre und Freude empfinden darf, die ich verspürt habe, als ich vorhin ihren Wagen zu unserer Auffahrt empor rollen gesehen hatte."
Während unserem gegenseitigen bekanntmachen trat Johanna Hintermayer, die noch Ehefrau von Hans aus dem Haus heraus auf uns zu, hieß uns ebenfalls herzlich auf dem Dreikönigshof willkommen und lud alle Anwesenden zu einem herrlichen Sonntagskaffee mit frisch gebackenem Zwetschendatschi ein, für den sie auf der Sonnenterrasse des Wohnhauses eingedeckt hatte.

Mit uns saßen noch der neue Lebensgefährte von Hansis Ehefrau, Hilmar Ganghofer, nebst dem 87-jährigen Vater von Hans, Josef, genannt Seppi, mit am Tisch.

Nach dem ersten Schluck des wohl duftenden Kaffees lehnte ich mich etwas zurück und ließ, von der geschwätzigen Runde fast unbemerkt, meinen Blick kreisen, weil mich das große Anwesen mit seinem großzügig gebauten Haupthaus und den beiden Nebengebäuden langsam in seinen Bann zu nehmen schien.

Irgendwie wollte aber mein erster Eindruck nicht stimmig werden.

Hansi riß mich unvermittelt aus meinem Staunen mit dem Satz: "Frau Schilling, falls sie die Ställe für die Tiere suchen sollten, muss ich sie enttäuschen. Die liegen einige Schritte von den Wohngebäuden entfernt."

Die Tafelrunde stockte kurz, fuhr dann aber gottlob gleich wieder mit der allgemeinen Unterhaltung fort.

Nachdem ich meinen Kaffee ausgetrunken hatte, stand ich kaum merklich auf und bewegte mich auf die Tür zum Haus zu, als würde ich den Weg zur Toilette suchen.
Weil mich Hansi die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen hatte, stand er sofort auf und folgte mir ins Haus.

"Irgendwie bin ich ein wenig enttäuscht," sagte ich zu ihm, "ein Bauernhof ganz ohne Tiere und dem dazugehörigen Geruch."
"Falls Du, äh, Entschuldigung Sie, gerne Tiere sehen möchten, ist das kein Problem. In einer Stunde muss ich mit meinem Vorarbeiter und seiner Frau ohnehin zum Melken in den Stall gehen.
Aber, mit Stöckelschuhen, sollte man nicht gerade da hinter gehen. Haben sie passende Kleidung und flache Schuhe dabei?"

"Keine Sorge, ich bin bei meiner Oma groß geworden, mit vielen Tieren auf einem alten, strohgedeckten Bauernhof im Hochschwarzwald. Wann gehen sie los?"

"Sagen wir um halb fünf, unten vor dem Haus. Meine Frau wird sie vorher noch im gegenüberliegenden Gästehaus einquartieren, sodass sie sich auch umziehen können."

Mit einem vielversprechenden Lächeln ging er wieder zur Kaffeetafel zurück, während ich die Toilette aufsuchte.

Pünktlich um halb fünf standen später meine Freundin Hermine und ich vor dem Haus und warteten auf Hansi, den Bauern vom Dreikönigshof in Amselschwang.
Kaum zwei Minuten waren vergangen, bis sich die Tür des Wohnhauses öffnete und die stattliche Figur des großen Lausbuben Hansi auf den gepflasterten Vorplatz heraus trat, der alle drei Gebäude miteinander verbindet.

"Fesch, schaut's aus, meine Damen!", begrüßte er uns und hakte sich einfach bei Beiden so geschmeidig unter, dass unser Protest gegen sein forsches Auftreten sehr schnell in ein beherztes Laufen in Richtung des kleinen Wäldchens überging.

"Da hinten liegt also der tierische Reichtum deines Hofguts?", fragte Hermine mit gut gelaunter Stimme.

"Jawohl, meine Damen, nachdem vor vielen Jahren der alte Bauernhof in Flammen aufgegangen war, hat sich Seppi und meine Mutter entschlossen, das an der Durchgangsstraße gelegene Gelände zur Bebauung zu nutzen, weil sie früher immer von ein paar Sommerfrischlern auf unserem Hof träumten, damit das Leben auf dem Hof etwas bunter werden sollte. Und wenn ich euch Beide so ansehe, ist er ja auch bunter geworden."

"Soso, wir sollen also die Farbtupfer in Hansi's Singlewelt darstellen.", konterte ich mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen.

Während wir so hin und her scherzten standen wir unverhofft vor einem der beiden Zuchtbullen des Dreikönigshof von Amselschwang.
Majestätisch stand er auf der saftig grünen Allgäuwiese und lugte etwas misstrauisch zu uns herüber.

Unwillkürlich drückte ich mich ein wenig an Hansis Arm etwas fester an, weswegen er nur meinte: "Braver Bippo, hast den Damen einen schönen Schreck eingejagt. Man merkte es an dem festen Anschmiegen der Beiden."

Augenblicklich ließen wir diesen Allgäucharmeur los, traten beide einen Schritt von ihm weg und beschimpften ihn sanft als Filou.

Kaum hatten wir das Wort Filou mehrmals laut ausgesprochen, trabte auch der zweite Zuchtbulle den Hügel herunter und kam bis auf wenige Schritte Abstand zu uns her.

"Hansi, ist der Elektrozaun auch unter Spannung?", fragte daraufhin Hermine leicht beeindruckt von den beiden gewaltigen Fleischpaketen, die an ihrer Männlichkeit keinen Zweifel aufkommen ließen und sie sogar unverblümt zur Schau stellten.

"Nur keine Angst, Hermine, diese zwei Typen scheinen genau zu wissen, was sie den Sommerfrischlern aus der fernen Stadt zu zeigen haben, damit diese mit unvergesslichen Eindrücken vom Dreikönigshof in Amselschwang wieder nach Hause fahren.", versuchte ich meine Freundin zu beruhigen, die es ja noch nie so arg mit Landluft und Rindviechern hatte, wie ich, da sie ein reines Stadtpflänzchen ist..

Trotz allem Albern erreichten wir irgendwann den langgezogenen Kuhstall, in dem die 81 Kühe in einer sogenannten Offenstallhaltung wie in einem riesengroßen Laufstall frei herum laufen durften.
Wir gingen zielstrebig auf den Raum zu, in dem der Melkstand für das maschinelle Abzapfen der prall gefüllten Euter eingerichtet ist.
Das Zischen und Fauchen der Melkmaschinen schien die Kühe wenig zu stören, genau so wenig wie das Anlegen und Abnehmen der Schläuche an die Zitzen, damit die Milch abgepumpt werden konnte.
Leo, der Vorarbeiter von Hansi und seine Frau Helene, waren bereits fleißig bei der Arbeit.
Hansi fragte uns höflich, ob er sich bei den Beiden für eine Stunde einklinken und so lange bei uns ausklinken dürfte, damit er den Melkvorgang etwas unterstützen könne, weil die Milch ja sofort herunter gekühlt werden müsste, um am anderen Morgen zusammen mit der Frühmilch zu Bergkäse verarbeitet werden zu können.

In dieser reichlich bemessenen Stunde liefen Hermine und ich die vor dem Kuhstall durchführende Straße so lange entlang, bis wir mit großem Vergnügen wie nachgestellte Traktoren im Wendekreis am Ende der Straße wieder umkehren mussten.
Bei dieser Gelegenheit lernten wir auch die Weiden der Ziegen und Schweine kennen, die ebenfalls zum wesentlichen Bestand der Hoftiere gehörten.

Auf dem hübschen Holzbänkchen vor dem Kuhstall warteten wir dann auf die Rückkehr von Hansi und genossen dabei das Vogelgezwitscher, das Brüllen der hungrigen Kühe, das Gemecker der Ziegen und die Landluft, die trotz der vielen Tiere weniger ihres Geruches als der vielen Fliegen wegen, nicht nur ungetrübter Genuss war.
"Und, Ehrentrude, wie gefällt dir denn deine neue Eroberung?", fragte Hermine plötzlich in die Abendstille hinein.

"Nu mach mal halblang, Hermine.", konterte ich und gab ihr zu bedenken, dass man von einer Eroberung wohl erst dann sprechen könnte, wenn einem der Mann zumindest die Treue versprochen hat.

"Ja, versprochen hat mir mein Mann vieles, nur gehalten hat er nichts. Ich würde keinem Mann mehr ein Versprechen abnehmen, sondern von Anfang an das Zusammensein so gestalten, dass es mir nicht wieder jahrelang weh tun würde, wenn er mich wieder verlässt. Also schmuck ausschauen tut er ja schon, Ehrentrude."

"Die Figur ist drahtig, lediglich der Schnauzbart stört mich ein wenig. Ich finde, dass er ohne diesen komischen Bart weniger wie ein Bauer aussähe!"

"Aber, aber, Trude, er ist ein waschechter Allgäuer Bauer. Die tragen vermutlich alle hier solch einen Stutzer. Sein Vater, der Seppi, hat jedenfalls auch so was im Gesicht."
Ihr auf einen Punkt gerichteter Blick verriet, dass sie mal wieder ihren Gedanken Freilauf lies und das bedeutete, ihr gab das ganze Drumherum des Anwesens und der Personen einiges an Rätsel auf.
"Er hat wohl ein gutes Herz, nicht gesundheitlich, sonder menschlich, da seine Noch-Gattin mit ihrem Lover bei ihm residieren" ging es nun weiter, " vielleicht fühlt er sich alleine inmitten dieser wunderbaren Landschaft nur mit den Viechern und dem großen Haus und reiner Männerwirtschaft"

Wirklich alles sah danach aus, die Ex umsorgt das Haus mit blumigem Charme und die Mannsbilder mit leckerem Essen, dazu kredenzt sie einen leckeren Kuchen, dessen Geschmack nach Sommer ist und für jede Konditorei zu Ehren gereichen würde.

So ein Mannsbild hat es ja echt nicht leicht eine neue Hälfte an seine Seite zu bekommen, schließlich ist er nicht Adam, der sich dank Gott schnell aus der Rippe eine Frau formen kann, die ihm dienlich sein soll. Nun nahm der Herr des Hauses die virtuellen Möglichkeiten in Anspruch und baggerte auf dem Monitor irgendeiner Dame im Netz, die in seinen Augen ein Funkeln hervorruft, mit seinen bezirzenden Worten einen Weg zu ihrem Herzen.

"Nach außen sieht das Anwesen sehr gepflegt aus und riecht eher nach Geld als wie nach Mist"

Sie fühlte sich so wohl wie schon lange nicht mehr, wollte sich noch Klarheit verschaffen, ob es an der würzigen Luft liege oder ob sich hier ein vertrautes Gefühl einstellt, dass sie so lange nicht mehr kannte.
"Trude, träumst Du?"
"Ach, Hermine, träumen ist wohl das falsche Wort, denn ich bin hellwach, wenngleich ich dir etwas weggetreten vorkommen mag."
"Bist du in Gedanken schon die neue Bäuerin vom Dreikönigshof?"
"Hermine, das geht ja nun ein bisschen zu weit!", fuhr ich meine Freundin etwas harsch an.
"Tschuldigung, Herzchen!"
"ist schon gut, ist schon gut. Man macht sich halt so seine Gedanken."
"Mit Konzertbesuch ist auf der Alm vermutlich ein wenig schwierig, liebe Trude."
"Das ist nicht mein Problem. Mein ganzes Leben träumte ich in der großen Stadt von Erlebnissen, die ich bei meiner Oma hatte. Mein Studium, meine Karriere in der Agrarwissenschaft waren alles Folgen dieser Kindheit auf Oma's Schwarzwaldhof.. Was ich heute als Frau, die ihr Berufsleben allein lebend in der Stadt verbracht hat, nicht mehr weiß ist die Antwort auf die Frage nach der künftigen Lebensform. Will ich weiterhin alleine leben oder es mit 62 Jahren zum ersten Mal mit der Partnerschaft versuchen?"