Es lohnt sich bald gar nicht mehr, hier zu schreiben. Entweder wird man
beurgrunzt, geschulmeistert oder abgeurteilt
Schön ist das alles nicht.
Nicht zu vergessen: " Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit"...Die Begriffsdefinition daher auch.
Wenn der Wunsch nach seelischer Intimität eine Voraussetzung für sexuelle Attraktivität ist, dann ist der Mensch nach dieser Defiinition demisexuell, also eine Randerscheinung. Im Zentrum steht dann wohl, der hedonistische , promiske Genießer ohne Tiefgang. Hat sicher seine Berechtigung und ist so auch zu akzeptieren. Aber als Zentrum der Definition? Da gäbe es wohl masssenhaft Randerscheinungen. in höchst signifikantem Ausmaß!
Mir ist es eigentlich und fast durchweg ziemlich egal, welchen Namen etwaige menschliche Ausprägungen so haben. Die Hauptsache ist doch, dass Menschen mit dem, was sie für sich als richtig erkannt haben, gut leben können und auch zufrieden sind.

Jeder sollte halt leben, was ihn gegeben ist und zu ihm passt...... finde ich..... solange es niemand anderen schädigt, natürlich.

Namen für die Dinge sind eh nur Schall und Rauch.... ;-)
Der Wunsch nach"seelischer Intimität" wird stärker mit den reiferen Jahren, oder?
Hat das wirklich mit Demisexualität zu tun?
.Milady. hat geschrieben: Für Dich geht dann innere und äussere Attraktivität nahtlos ineinander über und ich vermute, das kann auch sehr schnell gehen bei Dir, bis Du eine Person sexuell attraktiv findest.?
Und vor allem Du findest Sie sexuell attraktiv, bevor ein emotionales, verbindendes Band und gegenseitiges Vertrauen längerfristig aufgebaut wurde ? Kann man das so sagen ?..
klare Antwort: JA/NEIN
es trifft zu dass innere und äussere Attraktivität für mich gleich sind.
es trifft zu dass ich sehr schnell Nähe und Intimität zu Anderen aufbauen kann.
Das gilt für alle Geschlechter und für jedes Alter, also mit einem Baby oder mit einem Greis genauso wie mit jungen attraktiven Frauen.
Diese Fähigkeit hilft mir bei meiner Tätigkeit als Sterbebegleiter. Innerhalb kürzester Zeit eine Verbindung mit Hilfe der oft eingeschränkten Kommunikations-Möglichkeiten sprachlich und nicht-sprachlich herzustellen ist für mich als Sterbebegleiter wesentlich.
es trifft nicht zu dass sexuelle Attraktivität zeitlich vor einer emotionalen und seelischen Verbindung kommt. Dauer ist für mich übrigens bei intimen Begegnungen kein Qualitätsmerkmal über die Intensität.

Buzico
Cool. Sterbebegleiter als Sexualratgeber. Das ist echt mal was neues auf der 50plus Bühne!
Bin mal wieder zu spät:

Rheinnixe: Es zu verstehen war jetzt keine schwierige Aufgabe. Lass dich nicht ärgern.
Grüße B.

Ich war davon ausgegangen, nicht falsch verstanden zu werden. Schließlich ist meine Orientierung kein Geheimnis.
:wink:
U.a eingebettet in das Thema "Allg. Gedanken zu Definitionen, deren Sinn und deren Herkunft", hier dann exemplarisch anhand dieses Begriffes.

Hmm,
es ist letztendlich eine DEFINITION. Mit Sicherheit eine "populär wissenschaftlich" junge. Und ob nun überhaupt eine wissenschaftliche, das mag ich anzweifeln. Hier dürften nicht einmal "pragmatische" Fakten vorliegen:
also nicht einmal repräsentative Gesellschafts-Studien bzgl. der Verteilung dieser "Ausrichtung".

Die Definition der "Semisexualität" ist eingebettet (so oder so ähnlich) in die der der "Asexualität". Selbst diese ist noch sehr jung und entstammt dem Angloamerikanischen (USA) und ist dann zu uns rübergeschwappt. Wie so vieles. Etwas früher auch die Bereiche des Behaviorismus.

Eine Definition in diesem Bereich (Biologie/Psychologie) ist immer auch "in sich" etwas gefärbt. Die kann soziologisch, psychologisch oder biologisch gefärbt sein. (Im Gegensatz zur mathematischen Begriffsbildung/Definition, die quasi global identisch ist.) Je nachdem, von welcher wissenschaftlichen Richtung sie kommt.

Da sich in den Wissenschaftsbereichen Biologie + Psychologie im Laufe von kurzer Zeit immens viel an erweitertem Wissen angesammelt hat, wurde es auch nötig, weiterhin zu differenzieren. Was natürlich auch erweiterte bzw. differenziertere Definitionen nach sich zog. Zu meiner Studienzeit ... etwa ... existierte der Begriff "Asexualität" noch nicht. Geschweige denn der der "Semisexualitat".

Diese allgemeine Betrachtungsweise empfand ich für wichtig, um nun zur ganz speziellen überzugehen ...
Demisexualität ... bedeutet "übersetzt" HALB (Vorsilbe).

Ich würde nun nicht unbedingt den (plakativen?) Stern zitieren, wenn's um valide Definitionen geht. Woanders habe ich gelesen, daß es irgendwie ZWISCHEN der Spannweite von Sexualität - Asexualität liegt. Und das finde ich schon passender.

Ich persönlich finde "Demisexualität" begrifflich nicht geglückt. Und würde es eher "Endosexualität" nennen wollen. (Okay - eigene Kreation. Habe diese Begrifflichkeit noch nie irgendwo vernommen.) Endo- bzw. Ekto- sind in der Biologie häufig verwendete Vorsilben (etwa Endodermis/Ektodermis oder endokrin/exokrin bei Drüsen"sekreten"). Und sicher ist diese Begrifflichkeit eher biologisch gefärbt:

Die biologische Natur der Sexualität (Trieb, der reinen Fortpflanzung der eigenen Species dienend!! Es IST so, auch wenn Mensch "verbrämt" etwas anderes draus macht/machen will.) ist gerichtet auf OBERFLÄCHLICHES. Die Biologie der Instinkte kennt da den soooo passenden Begriff des SCHLÜSSEREIZES (auf den völlig "automatisch" also unbewußt der Reiz dann folgt, auch beim Menschen !!) Und das finde ich im Stern gut und passend wiedergegeben: ja - die primäre sexuelle Anziehung basiert auf äußerlichen Merkmalen wie Aussehen, Stimme oder Bewegungsablaufe. (Vertieft: das sind tatsächlich instiktive Schlüsselreize mit dann instiktiv menschlich redultierend ablaufenden Gedanken und Handlungen). Das wäre der EKTO-Bereich der Sexualität. Und ich sehe die Sexualität des Menschen viel eher auf dieser biologischen Schiene ablaufen. Die letztendlich eine (dann) äußere ist. DAS ist die wirkliche und tiefere Natur der Sexualität des Menschen.

Und so gesehen, diese Gedanken vorausgeschickt, versteht man, daß dann eine "Demisexualität" eine NICHT sexuelle Ausrichtung ist (Stern). Oder zumindest eine, die zwischen Sexualität und Asexualität liegt.

Und nicht Ekto- wäre = Endo-. Und ja, wenn das sexuelle Verlangen bei diesen Menschen erst dann bzw. dadurch kommt, daß erst diese innere zwischenmenschliche Nähe und Beziehung zum Anderen vorausgesetzt vorhanden sein muß, ... dann ist das einerseits a-sexuell (wider die "normale" Natur der menschlichen BIOLOGISCHEN Sexualität, wie vorhin beschrieben) und andererseits Endosexualitat.
....und nu?
Na ja, @Mister Fritz

So kurz vor knapp muss Alles noch einmal be- und erleuchtet werden. :wink:
Und nu - Nowhere ? Natürlich gnadenlos immer und überall ausleben, die "blanke" Sexualität ... nicht nur hier im Forum! Äh, hier gibbets doch etliche, die immer noch allseits bereit sind. :mrgreen: :mrgreen: (Okay - Schäärz)

Nee, mal ernst (und persönlich):

ich sehe es eher wie ups und Milafranzi: ... ja, der Wunsch nach seelischer Intimität wird stärker im reiferen Alter (Milafranzi). Und ja, die Sexualität ist erst dann berauschend, wenn sie in ein gemeinschaftliches sehr vertrautes WIR eingebettet ist (in Annäherung an ups Empfinden). Wo "äußere Attraktivität" gegenüber einer "inneren" fast unbedeutend wird. Mein Empfinden.

Außerdem ist es ein Fakt, daß Männer ab einem bestimmten Alter nicht mehr soviel an Libido-"Kraft" besitzen. (Und, je mehr sie diesbzgl. rumprotzen, umso weniger besitzen sie davon. Meine Meinung.) Wer jemals als (fast) 60igjähriger mit einer End30iger oder 40iger Frau eine Partnerschaft hatte, merkt mehr als deutlich, daß Frauen in diesem Alter ihr "sexuelles Maximum" haben. Während der Zenit bei uns Männern längst überschritten ist.)
Da ist es wieder.....

Außerdem ist es ein Fakt, daß Männer ab einem bestimmten Alter nicht mehr soviel an Libido-"Kraft" besitzen. (Und, je mehr sie diesbzgl. rumprotzen, umso weniger besitzen sie davon. Meine Meinung.)

Ich weiß ja nicht ab wann das losgeht!? Sicherlich ist das nicht mehr so wie mit 30 und das ist auch gut so.Gibt nur Rückenprobleme :P
Ich finde Sex findet im Kopf seinen Anfang und wenn der Kleine mal streikt, habe ich genügend Phantasie um Frau trotzdem glücklich zu machen. Kommt mal vor, ist aber nichts schlimmes. Das Leben ist bunt auch im Bett.
LG B.
kicher mal :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Bengel1963 hat geschrieben: ...

Ich finde Sex findet im Kopf seinen Anfang und wenn der Kleine mal streikt, habe ich genügend Phantasie um Frau trotzdem glücklich zu machen. Kommt mal vor, ist aber nichts schlimmes.

...

In dem Fall empfiehlt sich ein Tässchen Doppelherz und der anschließende Sprint zum nächsten Urologen. Vielleicht kann der ja den Kleinen wieder aufrichten ...

:mrgreen: