Wie fühlt sich für euch diese Aussage an?

Kannst man damit leben oder gibt es Probleme?
Ich kenne nicht alle Einzelheiten dieser Krankheit, und es ist sicher nicht einfach. Aber wie ist ein nicht so abgedroschener Spruch:

MAN MUSS ES NEHMEN WIE ES KOMMT.

gefällt mir besser als das neumodische:

MAN MUSS DIE KRANKHEIT ANNEHMEN.


Das klingt so hochtrabend, und viele verstehen ihn nicht.
ja, ich denke schon

doch wie bei vielen Lebensplänen, von denen wir uns oft erst mit Trauer verabschieden "müssen", ist es auch gerade bei dieser Erkrankung ein
nicht zu vernachlässigender Schritt
anzunehmen, dass wir vielleicht erst mal in ein mentales Loch fallen und dann
hoffend, dass sich vieles fügt, von dem wir heut noch gar nichts wissen...

alles gute lg Elke
Liebt man das Leben nicht immer? Mal abgesehen von denen, die freiwillig aus dem Leben scheiden.
Ob krank oder gesund, die meisten versuchen doch solange wie möglich " am Leben" zu bleiben.

Je älter man wird, desto mehr körperliche Beeinträchtigungen werden zum Lebensbegleiter.

Altersbedingte Krankheiten gibt es unzählige, entscheidend ist doch wie gehe ich damit um, wie sehr lasse ich zu, dass die Krankheit mein Leben beherrscht.

Ich kenne Parkinson-Kranke , die sehr positiv agieren und ihre Ressourcen so einsetzen, um ihre Lebensqualität zu erhalten.

Andere Jammern den ganzen Tag......Gilt eigentlich für alle Krankheiten, und bejammern ihr tragisches Schicksal.

Sorry wenn ich das so drasstisch ausdrücke, aber ich habe tagtäglich damit zu tun.
EmmaKlein .... Die Erkrankung Parkinson hat viele, sehr viele Facetten und kommt schleichend.Oft werden fälschlich z.B. Rückenbeschwerden behandelt, aber nur nach einem Datescan kann die Erkrankung deutlich diagnostiziert und mit Madopar/Dopamin behandelt werden.
Diesen Patienten geht es relativ gut. Sie lieben das Leben, sind unternehmenslustig und voller Tatendrang.
Irgendwann aber spürt der Patient, daß die Erkrankung voran schreitet. Er ist machtlos und kämpft dennoch gegenan. Er akzeptiert nicht, daß viele Dinge im Alltag immer beschwerlicher werden, daß er stürzt und auch vergeßlich wird. Diese eingeschränkte Alltagskompetenz kann Aggressivität, andererseits aber auch eine sog. Zufriedenheit hervorrufen. Momente, in denen der Patient glücklich zu sein scheint.
Mein Mann hatte Parkinson - er war sehr tapfer und hat das Leben geliebt.
bittege hat geschrieben: Wie fühlt sich für euch diese Aussage an?

Kannst man damit leben oder gibt es Probleme?

Bin gerade in dieser Situation...

Habe nach Festellung meines Mannes mit dieser Krankheit meinen Beruf kündigen müssen...Mit 61 habe ich jetzt noch keinen Anspruch auf Rente...nach 2 Jahren war es jetzt so das mein Mann immer aggresiver Reagiert hat...mich nicht mehr erkannt hat und mit Essen geben und Körperpflege es sehr schwer wurde...er lebt jetzt in einem Heim und da geht es ihm viel besser als mit mir alleine....Er ist in seiner Welt....singt viel mit den anderen...Gymnastikstunden....Spaziergänge mit geschultem Personal....Ernährung ist in der Gemeinschaft viel besser geworden...Wenn ich ihn besuche ist kein erkennen mehr da....Wir Frauen drösten uns dann gegenseitig weil das auch sehr schmerzhaft ist
Mit 64 mußte ich mein Haus verkaufen....kein Beruf mehr und Abschlag der Rente....Deshalb versuche ich es mal hier....mein Leben sollte wieder weitergehen.....
Ich denke, da hast du dich sicher nicht unbedingt auf 'Parkinson' bezogen ?.