Freude schöner Götterfunken

Es gibt nur einen einzigen Unterschied zwischen glücklichen und unglücklichen Menschen. Die einen sagen ja und die anderen nein.
Schmerz ist nicht das Gefühl. Schmerz ist Widerstand gegen das Gefühl.
Dies ist der Augenblick. Es gibt keinen anderen. Wir können nicht wählen ob wir ihn erleben wollen oder nicht - aber wir können wählen ob wir nein sagen, zu dem, was sowieso ist, oder wir bedingungslos ja sagen. Wenn wir akzeptieren was ist, wird das was wir glauben ablehnen zu müssen, zum Durchgang in das Paradies.
Nur das totale JA zu dem was das Leben für dich bereit hält, führt in den Frieden – es gibt keinen anderen Weg, ich habe sie alle ausprobiert...

Das Eintauchen in den Augenblick – unabhängig von dem, was mein Verstand mir sagt – ob gut oder schlecht – verwandelt den abgestandenen Geschmack des „Gewöhnlichen“, des Alltags und des Profanen – in ein Fest des Fühlens absoluter Präsenz. HIER gibt es kein Problem – nur DORT, wo mein Ego Verstand angeblich das bessere finden möchte, das größere, die Lösung...das später, das morgen...Morgen wird nie hier sein, das war es noch nie, es ist einfach nicht möglich.

Wenn du wahre Transformation erleben möchtest, dann höre vollständig auf mit allem. Halte jetzt an und fühle, was immer du fühlst. Dein Befinden ist nicht von den äußeren Umständen abhängig. Es ist wirklich so einfach – und so langweilig für den Verstand, weil so unspektakulär.
Dein JA zu allem was ist, bringt dich in die wahre Freude und unschuldige Begeisterung kann gelebt werden. Das ist der Trick: Wenn du im Moment nicht ja sagen kannst, dann sag ja zum nein. Nur der Kampf gegen etwas kann ein Problem manifestieren. Mit deinem JA endet alles , die ganze Menschheitsgeschichte löst sich in dem Moment auf. Es gibt kein Karma mehr, keine Reinkarnation, nichts das in Ordnung gebracht werden muss, kein Ziel, keine Motivation etwas „reparieren“ zu müssen – nichts von all dem. Das Spiel des Egos hört sofort auf mit deinem JA. Der Angriff gegen Gott ist beendet und Friede kann in dein Herz einziehen und muss nie wieder weichen. Diesen Kuss der ganzen Welt!

Mario Amenti
Der Schmerz liegt in der Dauer, die Freude im Augenblick.

Friedrich Hebbel
(1813 - 1863), Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker
https://youtu.be/1RYM6TS_StM


Der Tanz zwischen Ying und Yang....
DAS WORT ZUM SONNTAG

Die Welt, die ganze Existenz, ist kein festes Objekt, kein Zustand, sondern ein dynamischer, individueller, persönlicher, subjektiver Fluss von Vorstellung und Wahrnehmung.

Jedes Wesen lebt praktisch ganz allein in seinem eigenen, ganz persönlichen Universum, das sich spontan nach einer bestimmten Ordnung entfaltet.

In dieser Entfaltung können natürlich vorübergehend auch andere Wesen auftauchen, zur erfahrbaren, fühlbaren Realität werden und wieder verschwinden.

Das einzig Konstante, was immer bleibt, trotz häufiger Überschneidungen mit anderen Wesen, ist deine ganz private Welt.

Selbst das Bild, das du dir von dir selbst machst, kann immer nur in dem Augenblick real sein, in dem du es tust und du hast dich schon längst wieder verändert, wenn es dir bewusst wird.

Eine allen gemeinsame, friedliche, gesunde, natürliche, saubere Welt, in der alle empathisch, authentisch, wohlwollend, liebend, erfüllt, glücklich, ohne Neid, Angst, Wut sind, es keine Diebe, Betrüger, böse Wesen gibt, kann es immer nur vorübergehend als einseitige, subjektive Realität geben, denn alle scheinbaren Gegensätze bedingen sich gegenseitig.

Sie können immer nur im Moment, isoliert, von allem abgetrennt wahrgenommen, erfahren und real gefühlt werden.

Das bedeutet nicht, dass du eine perfekte Welt in Harmonie nicht erleben oder nicht immer in einer solchen verweilen könntest.

Dazu brauchst du nur zu lernen, deine eigenen Wahrnehmungen zu unterscheiden, zu erkennen und anzunehmen, was genau in dem Augenblick, in dem sie erscheinen, wirklich deine Realität ist und was nur Vorstellung ist, was einmal gewesen zu sein scheint, irgendwann einmal geschehen könnte oder scheinbar irgendwo gerade passiert, wo du nicht bist.

Es ist immer absolut alles gleichzeitig wahr und falsch, real und Illusion, gut und böse, ewig und vergänglich. Wenn du nur eine Seite davon erkennst oder annehmen kannst und willst, hast du dich nur in deinen Vorstellungen von dir und der Welt verfangen, lehnst dich gegen den ewigen Fluss des Seins, der Veränderung auf und erfährst es als falsch, negativ, böse.

Die Welt selbst ist und bleibt immer im Fluss, in vollkommener Harmonie, im absoluten Gleichgewicht. Und du bist ein Teil davon und schon das Ganze. Ob du sie auch so erfährst, liegt nur an dir.

R.Baba


So ist es.........
Die sogenannte Alltagsrealität ist auch nur ein Traum, eine Illusion.

Naturgemäß neigen viele Ichs, die das einmal erkannt und erfahren haben dazu, sich eine neue Illusion zur einzigen Wahrheit und absoluten Realität zu machen, vorzugsweise irrationale, also magische, religiöse oder esoterische, die sich jedem Versuch erfolgreich widersetzen, sie zu widerlegen, weil sie auf Glauben beruhen.

Spiritualität ist zwar eigentlich etwas ganz anderes, da sie weder Religion, Magie, Esoterik noch Rationalität verwirft und unterdrückt, sondern ihre beschränkten Gültigkeitsbereiche erkennt und sie in diesen als beschränkt nützlich erkennt und zu einem rational UND emotional harmonischen Ganzen integriert.

Was dagegen heute im aufgeklärten Westen als spirituell betrachtet, dafür gehalten, definiert und angebetet wird, ist nur ein wüster, undifferenzierter, egozentrischer Mischmasch aus Mythen, Religionen, Magie, Esoterik, Rationalität und Spiritualität, in dem alles gnadenlos verurteilt, unterdrückt, geleugnet, bekämpft und alles blind verherrlicht, angebetet und verbreitet wird, was gerade dem Ego recht gibt.

Das alles spielt sich natürlich komplett in Gedanken ab, genauso wie die Vorstellung, es wirklich zu fühlen.

Jedes noch so hoch trabende, menschliche, ethische oder spirituelle Ideal und Konzept ist und bleibt nichts weiter, als ein Gedanke, eine Vorstellung, Illusion. Auch Liebe, Mitgefühl, Meditation, Intuition, Manifestation, jegliche Form von positiver oder negativer Kontrolle.

Damit kann man ganz bewusst und herrlich spielen, aber genauso leicht darin hängen bleiben und es für die einzig wirkliche, richtige Wahrheit halten - dann ist es aber mit der geistigen Freiheit vorbei.


R. Baba
Tun im Nichttun ist das spannendste Paradoxon, das mir je begegnet ist. Wu Wei ist ein Begriff aus dem Daoismus und bedeutet (nach Wikipedia) „die Enthaltung eines gegen die Natur gerichteten Handelns“.

Wu Wei zu erfassen und zu leben, entspricht der Integration aller Gegensätze und bezeichnet die totale Entspannung ins Hier und Jetzt mit der gleichzeitigen Möglichkeit, der höchsten Dynamik Ausdruck zu verleihen. Wenn sie sich spontan zeigt.

Wu Wei kann man erst nachvollziehen, wenn man den Denker in sich als illusorisch entlarvt und ihn nicht mehr durch „Folgen“ bedienen und dadurch aufrechterhalten muss. Wenn er nach und nach das Interesse der Aufmerksamkeit verliert und zu einer Randfigur degradiert wird. Dann erst kann ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken, was sowieso die ganze Zeit ungesehen durch einen Menschen wirkt.
Das Ichgefühl ist ein Zwang

Die größte Schwierigkeit dabei ist, den auf sich selbst bestehenden inneren Denker, als ursprünglichen Verhinderer dieser Entspannung wahrzunehmen.

Im Grunde ist das erst möglich, wenn ich erkenne, dass mein normales „Ichgefühl“ nichts anderes ist, als der unerkannte Zwang permanent aus einem verdichteten Zentrum heraus zu denken, zu vergleichen, abzuwägen, mich zu erinnern, vorauszusehen, zu beurteilen, zu verurteilen, abzugrenzen, abzustecken, zu ordnen und auf all diesem Wahnsinn ein Gedankengebäude aufzubauen und aufrecht zu erhalten, das sich wie „Ich“ anfühlt.

Ein riesiges Konstrukt mit unüberschaubaren Wegen, Windungen, Kanälen, Türen und Mauern, an dem ich festhalten muss, um mich nicht „verloren“ zu fühlen. Fatal ist, dass ein Mensch selten bis nie merkt, wie hoffnungslos verloren er innerhalb dieses Gebäudes ist. Wie sehr dieses konstruierte „Ichgefühl“ der Hort der persönlichen Hölle ist und dass erst die Auflösung dieses dunklen geistigen Labyrinthes, den Fall in wahres Gehaltensein bedeutet.

Dieser Prozess der Auflösung dauert unter Umständen Äonen. Und dennoch kann es auch sehr schnell geschehen. Wovon hängt das ab? Muss ich mich bemühen oder nicht? Kann ich was tun oder nicht? Im Grunde geht es darum, wie schnell Du verinnerlichen kannst, dass Du, als dieses denkende Konstrukt, nichts tun kannst, um etwas irgendwann zu erreichen.
Das Ich-Konstrukt will immer weg von hier

Als identifiziertes Bewusstsein kannst Du lediglich der Flamme folgen, die in Dir brennt. Jetzt. Jetzt. Und jetzt … Wenn Du ihrer gewahr wirst. Das Brennen wird zunächst als Interesse sichtbar. Als unerklärlicher Drang, sich mit den Fragen nach „Wer bin ich?“ zu beschäftigen. Je mehr Raum dieses Interesse in Dir bekommt, d.h. je mehr Du diesen Drang bemerkst und Dich ihm öffnest, um so heller wird die Flamme brennen und Dich, als illusionäres Denkkonstrukt, eines Tages, verbrennen.
Dann übernimmt Klarheit das Terrain und Wu Wei geschieht.

Man kann sagen: Bemerken (Sehen) geschieht, wenn es geschieht. Wenn Du es bemerkst, wenn Du „siehst“, dann kommt es darauf an, wie gut Du mit Deiner Aufmerksamkeit folgen, also dabei bleiben kannst, weil Du als Denker bereits durchlässig bist. Oder Du kannst weniger folgen, hast große Schwierigkeiten zu „verstehen“, dann ist Dein Denker noch zu stark.
Was willst Du wirklich?

Es gibt auf diesem Weg viele Fallen, in die Du geraten kannst. Deshalb ist es sehr wichtig, Dir immer wieder die Frage zu stellen, was Du wirklich willst. Willst Du Erleichterung von Deiner Qual? Willst Du nicht mehr einsam sein, echten Kontakt, willst Du Dich nicht verloren fühlen, keine Angst mehr haben, Liebe, Glücklichsein und ein gutes Leben haben? So, wie Du es Dir vorstellst? So, wie es scheinbar die anderen haben?

Dann musst Du das berücksichtigen und ernst nehmen. Denn dann geht es in erster Linie darum, Dich als dieses denkende Konstrukt zu entspannen und die Konditionierungen der Kindheit innerhalb dieses Konstruktes, das sich als „Du selbst“ präsentiert, aufzulösen.

Sonst wirst Du, unter Umständen, jahrzehntelang versuchen Dein Ich zu transzendieren, das Du noch nichtmal in Besitz genommen hast. Das ist so gut wie nicht möglich. Dann kann es nach vielen Jahren geschehen, dass Du erschöpft und ernüchtert zusammenbrichst und das Gefühl hast all die Jahre verschwendet zu haben, weil Du Dich wie am Anfang fühlst. „Es hat sich immer noch nichts verändert. Ich fühle mich immer noch verloren und nicht „bei mir“. (Ein echter Zusammenbruch kann allerdings auch die relative Heilung auslösen, wenn er endgültig ist.)
Damit wirst Du scheitern

Wenn die Frage nach „Wer bin ich wirklich?“, eigentlich ein verdeckter Versuch ist, Dich aus Deiner Lebensrealität zu erlösen, dann wirst Du damit scheitern. Du wirst immer wieder auf Dich, als dieses ungewollte Subjekt, zurückfallen. So lange, bis Du Dich willst. So, wie Du in (Deiner) Wirklichkeit bist.

Wenn es so ist, dann kannst Du sofort aufhören, Dich mit spirituellen Konzepten zu beschäftigen, die endgültige Transformation beschreiben. Denn sie werden Dich in die Irre führen. Weil Du gar keine andere Möglichkeit hast, als sie misszuverstehen.

Wu Wei, Tun im Nichttun geschieht aus Deiner relativen Ganzheit heraus. Wenn die Bereitschaft da ist, erwachsen zu werden und alle Konzepte zu durchschauen, die Dich davon abhalten, Dich als relatives Ich, anzuerkennen. Aus dieser Entspannung heraus, ganz „Du selbst“ zu sein, hältst Du bereits weniger fest an Gedankenmustern, die Dich „zwingen“ etwas so zu sehen und so zu tun.

Ich kann auch sagen: Bewusstsein ist so gereift, dass es die relative Besetzung erkennt und sie als Folge des Erkennens – verbrennt.
Verwirklichte Selbstliebe und Wunschlosigkeit

Selbstliebe ist ein Konzept, das zuerst verwirklicht werden muss, bevor seine Begrenztheit erkannt werden kann. Erst wenn Du so offen für Deine inneren Vorgänge geworden bist, dass sich „niemand“ mehr einmischt, der etwas umwandeln und verändern will, ist der Weg für das „freie Sehen“ geräumt.

Dann geht es nicht mehr darum unerfüllte Wünsche zu befriedigen. Und zwar ganz von selbst. Denn dann kann gesehen werden, dass Wünsche an sich unbegrenzt sind. Sie werden niemals aufhören, denn es liegt nicht in ihrer Natur „anzukommen“. Und so wirst Du niemals aus dem Hamsterrad des Wünschens aussteigen können. Auf Befriedigung folgt Unbefriedigtsein. Das ist das unausweichliche Hamsterrad. Das bezeichnet das eigentliche menschliche Leiden, aber nicht die letzte Erfahrungsmöglichkeit des Lebens.

Und nur hier liegt der endgültige, dynamische Frieden: In der Wunschlosigkeit des Augenblickes. Und nur hier kann erkannt werden, dass Wunschlosigkeit nicht bedeutet Deine Wünsche zu unterdrücken, sondern tatsächlich keine Wünsche mehr zu haben, die Dich von da wegbringen, wo Du jetzt gerade stehst. Hier kann gesehen werden, dass Wunschlosigkeit einzig den Wegfall der Grenzen Deiner Wahrnehmung bedeutet und damit den bewussten Eintritt ins Sein. Hier geschehen Wille und Handlung von selbst.

Hier kann sich wahrhaftiges und höchst lebendiges Wirken in Frieden entfalten. Aus DIR selbst heraus. Es braucht und gibt niemanden mehr, der sich in irgendwas einmischt, was in Dir, als Innerlichkeit und als Du selbst, in Form veräußerlichter Reflexion – als Sein – geschieht. Das ist die Realisation. Es geschieht keine Handlung mehr gegen Deine Natur.


Nicole Paskow



Nicole hat eine unglaubliche Gabe, derartig komplexe Themen, wie Bewusstseinserweiterung, einfach und klar auf den Punkt zu bringen.
Achtung, Liebesjunkies.

Sobald ihr DIE Liebe gefunden und erfahren habt und das Gefühl, sie jetzt mit allem und jedem teilen, sie jedem aufdrängen zu müssen, seid ihr schon wieder ins Ich, die Illusion von Trennung und Sucht zurückgefallen.

DIE Liebe, also nicht eure albernen Vorstellungen und Konzepte davon, ist so erfüllend, dass sie jede andere Wahrnehmung vollkommen verblassen lässt und euch absolut gedanken- und sprachlos zurück lässt, völlig atemlos ins reine Sein getaucht.

Für mehr als WOW ist da gar kein Platz mehr im Bewusstsein.

Liebe kann nicht persönlich erfahren, erkannt, angenommen, erreicht, verbreitet oder verschenkt werden, denn in der Liebe existiert nur Liebe. Sobald solche Ideen auftauchen, auch nur ein Gedanke an Liebe, ein Wort, ein Gefühl, herrscht Trennung und sie ist weg.


R.Baba
Solange Menschen denken, daß Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen, daß Menschen nicht denken.

(Indianische Weisheit)
Seher

gab es zu allen Zeiten. Menschen, die dazu in der Lage waren, Ereignisse mehr oder weniger zuverlässig voraus zu sehen.

Sie wurden und werden naturgemäß meist ebenso geschätzt, wie gefürchtet.

Weil es den Menschen in der unbewussten Identifikation bei fast allem, was sie denken und tun, um Kontrolle geht, um die Illusion, immer das „richtige“ tun und durchsetzen zu können, wobei die Voraussicht als das einzige zuverlässige Mittel erscheint, die „richtigen“ Entscheidungen zu treffen.

Sehr lange Zeit wurde dabei überwiegend auf Magie, Religion und Esoterik gesetzt, seit der Aufklärung aber mehr auf Logik und Rationalität.

Nicht zuletzt, weil es in jeder dieser Kategorien immer „Spezialisten“ gab, Zauberer, Priester, Schamanen, Heiler, Meister, Wissenschaftler, die mit ihrem „Sehen“ besser waren, was ihnen scheinbar mehr Macht verlieh, Abhängigkeiten, Widersprüche und Ungerechtigkeit erzeugte - weshalb sich auch keines dieser Systeme auf Dauer durchsetzen und halten konnte.

Heute wird weltweit zunehmend auf Spiritualität gesetzt und sehr viele Menschen erhoffen sich davon endlich die ersehnte Macht und Kontrolle, mit der sie für alle Wesen alles in ihren Augen Negative verhindern, beseitigen, unterdrücken und alles Positive erreichen, durchsetzen, verwirklichen, erkämpfen können.

Das ist natürlich gar keine Entwicklung, kein Fortschritt, keine Verbesserung, sondern eine tiefe Regression, entspringt den Kindheitserfahrungen von Ohnmacht, völlig hilflos einem absolut übermächtigen Universum ausgesetzt zu sein, das nur innerhalb enger Grenzen einigermaßen berechenbar erscheint.

Und wieder sind es „Seher“, wenige „Spezialisten“, spirituelle Menschen, die aufgrund ihrer Losgelöstheit vom Geschehen der phänomenalen Welt und der daraus resultierenden inneren Ruhe und Sicherheit weit tiefer in die kosmischen Zusammenhänge hinter der Oberfläche der Erscheinungen einblicken und daher treffendere Voraussagen machen können, was sie ebenso angebetet, verehrt, beliebt, wie gefürchtet und verhasst macht.

Was die Meisten aus ihrer unbewussten Identifikation mit ihrer besonders spirituellen und deswegen total überheblichen Rolle allen Menschen gegenüber, die je gelebt haben und nicht alles genauso sehen, wie sie großzügig übersehen ist, dass die gesamte Existenz ein feines Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, Falsch und Richtig ist.

Es wird nie nur die „gute“ Seite geben und sich endgültig für alle Zeiten und jedes Wesen durchsetzen, denn ohne das „Böse“ gäbe es gar kein Gleichgewicht, keine Existenz.

Was ihnen ebenso völlig entgeht ist, das weder Vergangenheit, noch Zukunft in Stein gemeißelt sind. Das Einzige, was wirklich ist, ist das, was gerade jetzt ist - unveränderlich, nicht zu verbessern oder verschlechtern. Zukunft existiert noch nicht, kann also auch nicht vorhergesehen, kontrolliert und manipuliert werden.

Was „Seher“ zu allen Zeiten gesehen haben, egal, wie man sie nannte und nennt, in welche Schubladen man sie steckt, sind Tendenzen, kosmische Zusammenhänge, Wahrscheinlichkeiten, die bis zum letzten Augenblick noch umkippen können.

Was natürlich zu jeder Zeit, in jedem System, die interessanteste Frage ist und war, ist wie sie das machen und machten.

In spirituellen Kreisen wird da natürlich immer sofort in blindem Aberglauben das Herz als einziger „richtiger“, unfehlbarer Zugang zur absoluten Wirklichkeit genannt, total einseitig dualistisch verherrlicht und angebetet.

Nur eine Form von Gefühl soll dazu in der Lage sein, 100%ig zutreffende Vorhersagen über zukünftiges Geschehen machen zu können, die jede Einmischung des absolut „bösen“ Verstandes, jeder Gedanke verhindert.

Und das von Leuten, die Pläne machen, was sie einkaufen, wann und wohin sie in Urlaub fahren, sich genaue Gedanken machen, woher das Geld dafür kommt, was sie dazu alles brauchen, mit welchen Schritten sie das erreichen können, was sie möchten und verhindern oder beseitigen können, was sie nicht möchten - deren Leben ohne Denken gar nicht möglich wäre.
Sie lügen sich natürlich genauso in die Tasche, dass ihr Herz, ihr Gefühl, ihre Intuition ganz genauso oft trifft und völlig daneben liegt, wie ihr Verstand - ja, ohne Verstand, der die als reine Energie auftretenden Gefühle überhaupt erst interpretiert und wertet, nicht mal unterscheiden könnten, ob ihnen zu heiß oder zu kalt ist oder sie vielleicht einfach nur Hunger oder Durst haben.

Und damit ist dann auch schon einigermaßen klar, wie und warum manche Menschen scheinbar häufiger vorhersehen können, als die Meisten: sie bewahren genug Distanz, lassen sich in nichts hinein ziehen, sodass sie vollkommen ausgewogen mit Herz und Verstand, mit allen Sinnen, ihrem ganzen Wesen das Sein erfassen.

Was nur möglich ist, wenn man sich eben auf keine magischen, religiösen, esoterischen, rationalen, physikalischen, psychischen, ethischen oder spirituellen Konzepte, Dogmen, Regeln, auf Gefühle, Fühlen, Intuition oder Verstand versteift, sondern all das natürlich zusammen fließen lässt.


R.Baba

Die Texte sind immer aktuell, meist innerhalb der letzten 2 Tage erschienen.
Ich persönlich kann keine eindeutige Aussage machen, außer dass der ganze Mechanismus etwas Automatisches ist. Die Beeinträchtigung durch das Denken ist nicht mehr vorhanden. Das Denken hat einen rein funktionalen Wert, mehr nicht. Es arbeitet dann, wenn die Umwelt es erfordert, aber es kann nicht mehr agieren, um etwas zu erreichen oder irgendwelche Dinge zu verändern. Das ist alles. Das ist Energie, eine Energie, die es einem leicht macht, in dieser Welt auf vernünftige und intelligente Weise zu funktionieren. Derzeit verschwenden Sie diese Energie, indem Sie versuchen, etwas anderes zu sein als das, was Sie tatsächlich sind. Dann werden Sie eine Gewissheit haben, die weder von mir noch von einem anderen vermittelt werden kann.

Ich habe durch und für mich selbst herausgefunden, dass das, was uns über Freiheit, Erleuchtung und Gott erzählt worden ist, falsch ist. Keine Macht der Welt kann das berühren. Das macht mich nicht überlegen. Nichts dergleichen. Um sich über- oder unterlegen fühlen zu können, müssen Sie sich von der Welt trennen. Ich schaue auf die Welt nicht als etwas Getrenntes, so wie Sie es tun. Das Wissen, das ich über die Welt habe – ob inneres oder äußeres – , kommt nur dann zum Einsatz, wenn es erforderlich ist. Ansonsten weiß ich einfach nicht. Ihr natürlicher Zustand ist einer des Nichtwissens.


U.G. Krishnamurti, „Mythos Mind“
So ist leben .....
Ich lasse los,
verliere aber nicht meinen Halt;
ich weine,
verliere aber nicht mein Lachen;
ich schreie,
verliere aber nicht meine Ruhe;
ich rede,
verliere aber nicht mein Schweigen;
ich bin wach,
verliere aber nicht meine Träume;
ich bin verzweifelt,
verliere aber nicht meine Hoffnung;
ich kann alle meine Gefühle zulassen,
ohne mich zu verlieren!

(Unbekannt)
Dieses Gedicht erzählt angeblich die Geschichte eines Kindes aus einer Zwangsehe bei der Mutter nur Vokale und der Vater nur Konsonanten sprach und so erst ihre Kinder dann beides also richtig reden konnten.


Das Fjölsvinnsmal -
Lied aus der neueren Edda

1. Außerhalb der Entwicklungsreihen (der Vormenschenformen) sah Svipdagr die Pursen, oder Riesen sich heraufentwickeln zu schöpferischem Bewußtsein.

Fjölsvidr: Ungünstige Bedingungen (fandest du),
zieh wieder von hinnen (Pursenvolk),
nicht hattest du ausreichende Nutzung
(für deine Daseinsaufgaben)

2. Svipdagr: Was ist das für ein pursischer Kult,
der geübt wurde, ehe wir Menschen waren,
und der sich auf gefahrbringendem Wege
um die Erziehung (Unmündigung) mühte?

Fjölsvidr: Was suchst du,
und wie begibst du dich auf die Suche?
Was vermeinst du, Erfolgloser, zu wissen?

3. Svipdagr: Was ist das für ein pursischer Kult,
der geübt wurde, ehe wir heutigen Menschen waren,
und der der unentwickelten Masse nur Trug bot?

4. Fjölsvidr: Stets nur Gebote, die die Seelen erstickten,
hast du dem Leben gesprochen.
Von hinnen hebe dich, heim!
Fjölsvidr heiß ich,
bin ich auch allem Wissen geneigt,
bin ich doch keineswegs milden Gemüts:
Innerhalb der Zuchtgemeinschaften (der lichthohen Vormenschenformen)
durftest du (herrendes, riesisches Pack) niemals dich zeigen.
Ungeziefer du, zieh’ deines Wegs!

5. Svipdagr: Welche Augenweide,
die ich mir zu erhalten wünsche,
wo ich so Geliebtes zu sehn bekomme,
glänzend dünkt mich die Zuchtgemeinschaft
(der lichthohen Vormenschenformen)
voll des harmonischen Heils.
Hier besönne ich mich, mit dem Dasein
zufrieden zu sein.

6. Fjölsvidr: Sag’ mir Gesell,
wessen Sohn du bist,
von welchen Eltern du abstammst?


7. Svipdagr: Windkald heiß’ ich, (Erfroren ist meine Seele,
Warkald hieß mein Vater, erfroren war sie meinem Vater,
dessen Vater war Fjölkald. (und noch mehr dem Vater desselben)
Sage mir dies, Fjölswinn
was ich dich fragen werde
und ich wissen will:
wer wohnt hier
und waltet der Herrschaft,
des Guts und der Glanzhalle?

8. Fjölswinn: Menglöd heißt sie,
die Mutter gebar sie
dem Sohne Swafrthorins: (Gedankenkraft?)
sie wohnt hier
und waltet der Herrschaft,
des Guts und der Glanzhalle.

9. Swipdag: Sage mir, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und ich wissen will:
Wie heißt das Gatter—
bei den Göttern sah man
nie schlimmere Schutzwehr?

10. Fjölswinn: Thrymgjöll heißt es, (Traumgeröll)
dieses Tor machten
drei Söhne Solblindis: (Verblendung)
eine feste Fessel
wird es jedem Fremden,
der’s aus dem Rahmen rückt.

11. Swipdag: Sage mir dies; Fjölswinn,
was ich fragen werde
und ich wissen will:
wie heißt die Mauer—
kein Mensch je sah
eine schlimmere Schutzwehr?

12. Fjölswinn: Gastropnir heißt sie:
aus den Gliedern Leibrimirs
habe ich die Mauer gemacht;
so habe ich sie gestützt,
daß sie stehen soll
bis zum Weltende wohl.



13. Svipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und ich wissen will:
wie heißt der der Baum
der da breitet über
die Erde sein Geäst?

14: Fjölswinn: Mimameid heißt er,
kein Mensch aber weiß,
aus welcher Wurzel er wächst;
niemand kennt,
was ihnniederlegt:
nicht fällt ihn Brand noch Beil.

15. Swipdag: Sag mir dies, Fjölswinn;
was ich dich fragen werde
und ich wissen will:
Was wird aus der Frucht
des gewaltigen Baumes,
den Brand noch Beil nicht fällt?

16: Fjölswinn: Seine Frucht soll man
zum Feuer bringen
für fieberkranke Frauen:
austreiben soll sie,
was innen sitzt;
das vermag sie beim Menschenvolk.

17: Swipdag: Sage mir dies; Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und ich wissen will:
wie heißt der Hahn,
der im hohen Baume sitzt,
ganz glänzt er von Gold?

18. Fjölswinn: Widofnir heißt er,
der im Gipfel sitzt,
leuchtend durch die Luft;
Surt und Sinmara
quält mit einer Sorge
gar heftig der Hahn.

19. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und ich wissen will;
wie heißen die Hunde,
die hungrig laufen auf dem Gehöft umher?
20.. Fjölswinn Gifr (Gier) heißt der einer,
Geri (Neid) der andere,
wenn du es wissen willst,
nimmermüde Wächter,
die wachen hier
bis die Götter vergehn.

21. Swipdag: Sag mir dies, Fjölswinn;
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
kommt von den Menschen
denn keiner hinein?

22. Fjölwinn: Ewiger Schlafwechsel
ward beschieden den beiden,
seit die Wacht ihnen ward;
der eine schläft nachts,
der andre am Tage;
nichts hilft’s, kommt man hin:

23. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
gibt’s keinen Bissen,
den man ihnen bringen kann
wenn sie schnarchend im Schlafe liegen,
um, wenn sie fressen, einzuschlüpfen?

24: Fjölswinn: In Widofnirs (Winterwind?) Flügeln
ist dieser Fraß enthalten,
wenn du’s wissen willst;
das sind die beiden Bissen,
die man ihnen bringen muß,
wenn sie fressen, einzuschlüpfen.

25. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
gibt es den keine Waffe
die den Widofnir
zur Hel hin bringen kann?
26. Fjölswinn: Läwatein heißt sie;
sie schuf Lopt durch Zauber
an des Totenreichs Tor;
im eisernen Schrein,
den neun Schlösser sichern,
birgt Sinmara sie.
27. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
kehrt der heim,
der hinzieht nach ihr
und die Waffe gewinnen will?

28. Fjölswinn: Heim kehrt der,
der hinzieht nach ihr
und die Waffe gewinnen will,
schenkt er das,
was man schwer erlangt,
der Göttin der Glanzhalle. (die Glanzhalle ist das Heim Friggas)

29. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde und was ich wissen will;
ist die herrliche Gabe
zu haben für Menschen
die die Fahle erfreut?

30. Fjölswinn: Die lichte Sichel,
die im Leib sitzt Widofnirs,
zur Truhe du tragen mußt,
sie der Riesin zu reichen,
daß sie bereit sich erklärt,
dir zu leihen Läwatein.

31. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
wie heißt die Halle,
die rings umhüllt
die verwunschene Waberlohe?

32. Fjölswinn: Lyr heißt sie
beben auf Bergeshöh;
von dem Reichtumshaus
wird Gerücht nur kommen
ewig zum Erdenvolk.

33. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
welcher Gott hat,
was durchs Gatter ich sehe,
im Innern aufgebaut?
34. Fjölswinn: Uni und Iri,
Ori und Bari;
War und Wegdrasil,
Darri und Uri,
Delling, Atward,
Lidskjalf und Loki auch.

35: Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
wie heißt der Berg,
auf dessen Höh ich die Maid,
die Herrliche, hausen seh?

36. Fjölswinn: Lyfjaberg heißt er,
der lange Trost den Versehrten
und Siechen bringt:
gesund wird die Frau,
war sie gefährlich auch
erkrankt, die ihn erklimmt.

37. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
wie heißen die Mädchen,
die zu Menglöds Füßen
gesellt zusammen sitzen?

38. Fjölswinn: Hlif heißt die eine,
die andre Hlifthrasa,
die dritte Thjodwarta,
Björt und Bleik,
Blid und Frid,
Eir und Aurboda.

39. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
helfen sie allen,
die ihnen Opfer bingen,
wenn es dessen bedarf?
40. Fjölswinn: Allen helfen sie,
die ihnen Opfer bringen
am urheiligen Opferplatz;
nicht wird so mächtig die Not
für die Menschensöhne:
Sie befrein sie aus der Gefahr.
41. Swipdag: Sage mir dies, Fjölswinn,
was ich dich fragen werde
und was ich wissen will;
gibt’s keinen Mann,
der in Menglöds wonnigen
Armen ausruhn darf?

42. Fjölswinn: Keinen Mann gibt’s,
der in Menglöds wonnigen
Armen ausruhn darf,
außer Swipdag allein:
ihm soll die sonnige Maid
zur Gattin gegeben werden.

43. Swipdag: Stoß das Tor auf!
Die Tür gib frei!
Hier kannst du Swipdag sehn.
Flugs nun geh,
zu fragen, ob Menglöd
nach meiner Liebe verlangt!

44. Fjölswinn: Höre Menglöd:
Ein Mann ist gekommen;
Geh, zu grüßen den Gast!
Die Hunde wedeln,
das Haus tat sich auf:
mich dünkt, daß es Swipdag sei

45. Menglöd: Hungrige, weise Raben
sollen am hohen Galgen
dir die Augen aushacken,
lügst du das,
daß den langen Weg
Swipdag zum Saale kam.
46. Woher des Wegs?
Woher bist gewandert du?
Wie heißt man dich daheim?
Name und Sippe
Soll ich nehmen zum Zeichen,
ob ich als Gattin gegeben dir.

47. Swipdag: Swipdag heiß ich,
Solbjart hieß mein Vater,
und mich trieb’ s den windkalten Weg;
das Wort der Urd
überwindet keiner,
beschied’s ihm Schweres auch.
48. Menglöd: Froh sei gegrüßt!
Erfüllt ist nun mein Wunsch;
Komm und küsse mich!
Des Ersehnten Anblick
Muß die Sorge bannen dem,
der nach Liebe verlangt.
49. Lange saß ich
auf dem Lyfjaberg, (Himmelsberg)
Harrte dein Tag für Tag:
Wes ich gewartet,
das ward nun erfüllt,
da du, Held, kamst zur Halle mein.
Lange hatte ich Sehnsucht
Nach der Liebe dein
Wie du nach der Minne mein;
Wahr nun wird’s,
daß wir weilen sollen
immerdar vereint.