Sind so kleine Hände
winz'ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
könn' sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.

Sind so kleine Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen
die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden
könn' sie nichts mehr sehn.

Sind so kleine Seelen
offen ganz und frei.
Darf man niemals quälen
gehn kaputt dabei.

Ist so'n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen
wär'n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab'n wir schon zuviel.

Brigitte Wegner
Ich liebe dieses Lied.
Auch von Hella Heinzmann einst gesungen.
Danke, Leonetta.
Weisheiten vom Dalai Lama

Bedenke:Nicht zu bekommen
was man will
ist manchmal ein grosser Glücksfall
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Habe stetst Respekt vor dir selbst,
Respekt vor anderen
und übernimm Verantwortung
für deine Taten.
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Bedenke ,dass die beste Beziehung
die ist,in der jeder Partner
den anderen mehr liebt als braucht

:D :D
Ehe man vom Glück der befriedigten Bedürfnisse redet, sollte man entscheiden, welche Bedürfnisse das Glück ausmachen.
Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi
Heute mußt du glücklich sein

Willst du ein sicheres Mittel wissen, um niemals glücklich zu sein?
Hänge traurig an den schönen Tagen, die endgültig vorbei sind.
Warte ewig auf das Glück, das irgendwann einmal kommen soll.
Denke nicht zu schnell, du könntest dann erst glücklich sein,

wenn du dieses Ziel erreicht und jenen Sieg errungen hast,
wenn dir ein Auto oder ein Haus gehört,
wenn du einen Supermann oder eine Traumfrau hast,
wenn du dir kostspielige Hotels und weite Reisen leisten kannst.

Das wahre Glück ist kein extravaganter Luxusartikel,
unerschwinglich teuer und unerreichbar fern.
Das Glück ist ganz nahe.
Am Tag von heute blühen kleine Freuden an deinem Weg.

Du mußt sie nur entdecken und zu schätzen wissen
und dankbar dafür sein.
Hör auf, die Nöte von gestern wiederzukäuen.
Mach dir keine sinnlosen Sorgen um die Zukunft.

Wenn du heute nicht glücklich sein kannst,
erwarte nicht, daß morgen ein Wunder geschieht.
Heute mußt du glücklich sein.

@Phil Bosmans (1922 - 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller (›der moderne Franziskus‹).
Ich will tauschen

Tausche
sündteure Luxusgüter
gegen eine Kombipackung
Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Tausche
einen randvollen Terminkalender
gegen ein Überraschungspaket
zu Herzen gehender Augenblicke.

Tausche
extragroße Zweifel und Ängste
gegen eine Familienpackung
Vertrauen und Geborgenheit.

Tausche
ein Leben voll Haben
gegen ein Leben
voll Sein und Sinn.

© Ernst Ferstl
(*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
Genuss des Lebens

Genuss des Lebens ist die Zeit
die du zu nehmen bist bereit .
Die Zeit , die unterteilt in Stunden
wie wertvoll sind doch da , Sekunden .

Genuss des Lebens ist die Zeit
sei du dazu auch schon bereit .
Ein bisschen Zeit dir selber zu geben
damit du kannst in Ruhe schweben .

Gib dir doch selber ein bisschen Zeit
Dein Herz ist bestimmt dazu bereit
genieß das Leben jederzeit
die Seele öffnet sich da weit .

Du spürst das Glück
in deinem Leben .
Die hat die Zeit
dir dann gegeben .

von Gerhard Ledwina ( 1949 )
Die kleine sündige Natur in dir
verlangt nach Genüssen
nach zärtlichen Küssen
wohlschmeckenden Speisen
und abenteuerlichen Reisen

Gibst du ihr nach
im rechten Moment
wird dir die Gnade
reinen Genusses geschenkt.

© Christa Schyboll
(*1952), Eventmanagerin, Autorin
Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind,
nicht gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man “Authentisch-Sein”.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen,
obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war,
auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
Heute weiß ich, das nennt man “Selbstachtung”.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man “Reife”.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist
– von da konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich, das nennt sich “Vertrauen”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte
für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe
und mein Herz zum Lachen bringt,auf meine eigene Art und Weise
und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man „Wahrhaftigkeit”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”,
aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt, das nennt man “Demut”.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo alles stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es: „Vollkommenheit“.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner,
diese Verbindung nenne ich heute “Herzensweisheit”.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen
manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich, das ist das Leben!

Diese Rede wird Charlie Chaplin zugeschrieben, anlässlich seines 70. Geburtstages.
Ich mag diese Gedanken sehr!
LEISTUNGSSUCHT
Der gefährlichste Schatten
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Ein Schatten ist ein unbewusstes, destruktives Verhaltensmuster und es gibt einen Schatten, der sich besser tarnen kann als alle anderen: die Leistungssucht. Warum?
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Erstens, weil dieser Schatten tatsächlich materielle Erfolge produziert, also nicht gerade wie ein Nachteil wirkt. Zweitens, weil kein Schatten mehr Anerkennung genießt. Und drittens, weil die Gesellschaft diesen Schatten am stärksten fördert.
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Daher gibt es keine offizielle Diagnose oder Therapie dafür. Dieser Schatten wird schlicht nicht als solcher betrachtet, sondern eher als Ideal gesehen. Es gibt keine Hilfe oder Verständnis dafür. Allerdings kann die Leistungssucht einen in den Selbstmord treiben. Das macht diesen Schatten so gefährlich.
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Menschen mit einer Leistungssucht sind hocheffizient, voller Energie, können sich wertvoll positionieren und sich oft exzellent vermarkten. Sie haben ein feines Gespür dafür, was für andere wertvoll ist und welche Rolle sie spielen müssen, um für andere wertvoll zu sein.
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Menschen mit einer Leistungssucht (LS) können eigentlich alles – außer sich entspannen. Zwei Wochen Urlaub und wirkliches Nichtstun sind undenkbar. Oft halten sie es nicht einmal ein paar Tage mit sich selbst aus, ohne zwanghaft produktiv sein zu müssen.
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Warum?
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Weil sie bei längerem Nichtstun merken würden, dass sie sich innerlich wertlos fühlen – trotz aller Erfolge! Dieses Gefühl wird um jeden Preis vermieden. Die Vermeidungsstrategie lautet: nur nicht stehenbleiben, mehr leisten! Nur macht es alles nur noch schlimmer.
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Natürlich ist es für Menschen mit LS extrem schwierig, sich diese Sucht einzugestehen. Denn scheinbar machen sie alles richtig und der Erfolg gibt ihnen recht. Eigentlich dürften sie sich nicht wertlos fühlen. Kaum einer hätte dafür Verständnis – und sich Hilfe zu suchen, passt einfach nicht zum Image des Erfolgs, das die Betroffenen verköprern wollen.
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Besonders tragisch wird es, wenn der Kontrast zwischen äußerem Erfolg und der inneren Leere so groß wird, dass ein Mensch mit LS Suizid begeht. Für das Umfeld kommt das völlig unerwartet, denn niemand rechnet damit, dass jemand, der scheinbar alles Wünschenswerte im Leben besitzt, innerlich so leiden kann.
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Damit das nicht so weit kommt, müssen Menschen mit LS früher oder später anhalten. Sie müssen sich mit dem Gefühl der inneren Wertlosigkeit konfrontieren. Wie das geht, ist ein Thema für sich, aber das Geschenk dahinter möchte ich gleich noch erwähnen.
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Durch die Leistungssucht versucht der Betroffene, eine innere Qualität zu imitieren, von der er nicht ahnt, dass sie sich im Inneren befindet und nicht leistungsabhängig ist. Es ist ein inneres Potenzial, das in der Gesellschaft kaum bekannt ist, aber ein Potenzial, das der Betroffene unbewusst sucht.
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Er will die Fülle der Existenz erleben. Er will sich bedingungslos reich und geliebt fühlen. Er will überfließen vor Dankbarkeit, Wertschätzung und Liebe. Ohne etwas dafür leisten zu müssen, sondern einfach nur, weil er existiert.
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Wenn der Betroffene anhält und das Gefühl der Wertlosigkeit auf die richtige Art durchfühlt, offenbart sich das Geschenk: die grundlose, existenzielle, innere Fülle wird aktiviert. So wird dieser Schatten transformiert.
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Die Befreiten fließen dann mühelos so über vor Liebe, dass sie nicht anders können, als diese Liebe großzügig zu teilen – mit Leichtigkeit.
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Nicht mehr aus dem Zwang heraus, Leistungen für Anerkennung zu erbringen, um ein Fass ohne Boden zu füllen, sondern weil der Überschuss an Liebe einfach geteilt werden muss, um die Energie in Balance zu halten. Und wenn ein Überschuss an Liebe in eine Leistung fließt, bekommt sie eine völlig andere Qualität.
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Vorher steht hinter der Leistung ein egoistisches Motiv. Menschen mit LS reden sich manchmal ein, dass sie leisten, um anderen zu dienen, aber genauer betrachtet, ist das eher eine Fassade.
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Tatsächlich wird geleistet, um Anerkennung zu bekommen – nicht unbedingt für die Leistung, sondern für den Erfolg an sich. Warum? Um das Gefühl, wertvoll zu sein, zu imitieren und vor dem darunterliegenden Gefühl der Wertlosigkeit zu fliehen.
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Nur funktioniert das letztendlich nicht.
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Dieses egoistische Motiv kann einen nicht erfüllen – egal, wie erfolgreich man ist. Anerkennung von außen kann das Herz nicht befriedigen, auch nicht den unwahren Glaubenssatz heilen, dass man ohne Leistung wertlos ist.
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Zudem bleibt das Wohlbefinden im hohen Maße von der Aufrechterhaltung des Status quo abhängig. Manchmal bremst das Leben einen Menschen mit LS, indem es ihm alle Statussymbole nimmt, die den Erfolg verkörpern. Wie leicht man diesen Versuch des Lebens, einen in die Heilung zu bringen, missdeuten kann, lässt sich sicher nachvollziehen.
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Da die Leistungssucht einen nicht erfüllen kann, wird sie auch die Herzen anderer Menschen nie so inspirieren, wie ein überfließendes Herz, das sich bedingungslos wertvoll fühlt und den Überschuss an Liebe teilt.
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Das wünsche ich mir für die Betroffenen. Mögen sie im Inneren finden, was sie suchen. Sein Wille geschehe.
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Anssi
Sucht ist die Suche nach Erleichterung
von den Lasten des Lebens.

© Hermann J. Elling
(*1954), Managementberater und Trainer
Es reden und träumen die Menschen viel
von besseren künftigen Tagen;
nach einem glücklichen, goldenen Ziel
sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
doch der Mensch hofft immer Verbesserung,
Es ist kein leerer, schmeichelnder Wahn,
erzeugt im Gehirne der Toren.
Im Herzen kündigt es laut sich an:
Zu was Besseren sind wir geboren,
Und was die innere Stimme spricht,
das täuscht die hoffende Seele nicht.

Friedrich Schiller
Was ein g´rechter Heuschreck is
sitzt im Sommer auf der Wies
Auf der Wiese muss er singen
allweil hin und wieder springen;
auf der Wies ist sein Gespan
dor fällt ihn kein Langweil´ an.
Heuschreck hin, Heuschreck her
ein alter Heuschreck hupft nicht mehr.

Und die edle Heuschreckin
pfleget sein mit treuem Sinn
und an ihrem treuen Busam
schläft der Heuschreck nämlich ruhsam
schläft, ins grüne Gras versteckt
bis der Tag zum Springen weckt.
Heuschreck her, Heuschreck hin
es lebe auch die Heuschreckin!


Und solang der Sommer scheint
hupfen beide eng vereint
Er unzähmbar, wild, anarchisch
sie konstitutionell monarchisch,
bis im Herbst beim ersten Reif
beid sich strecken kalt und steif.
Heuschreck hin, Heuschreck her
ein toter Heuschreck hupft net mehr.
Man fällt nicht über seine
Fehler . Man fällt immer über
seine Feinde , die diese
Fehler ausnutzen .

von Kurt Tucholsky
...was ihr da zusammengetragen habt. :D Außerdem: Manches was Oscar Wilde sagte und schrieb.
Allein die widersprüchliche Persönlichkeit und der Gedanke, dass es Einige gibt, die Inspirierendes sagen, aber so ganz und gar nicht danach leben, irritiert mich.

Deshalb gefallen mir ehrliche, respektvolle, humorvolle, augenzwinkernde zwischenmenschliche Kommentare von euch besonders.