bergauf oder bergab hat nichts :!: mit dem Alter zu tun.....
(eigene Erfahrung)
Welches Alter ist gemeint?
Vor 2 Jahren gab es mal von unserer örtlichen Zeitung eine Umfrage "Wie altert man in Würde?".
Meine Antwort:

Was ist altern? Der Kalender behauptet, ich sei 67, der Körper Ende 50, die Lebenserfahrung scheint Ende 70, und die Begeisterungsfähigkeit ist noch die eines Jugendlichen (nur vernünftig kanalisiert durch Erfahrung). Ich habe keine Zeit zum Altern, ich bin zeitlos. Mal sehen, ob ich Heesters toppen kann.
Natürlich gibt es im Alter mit der Zeit körperliche Einschränkungen. Das beste Mittel dagegen ist, nicht jammern, sondern sich arrangieren und mit den restlichen Fähigkeiten möglichst aktiv weiter leben.
Jugendfetischismus und andere Modeströmungen sind mir sch…egal. Ich lebe MEIN Leben. Mit jüngeren Menschen hatte/habe ich keine Probleme, nur mit Chefs, die keine selbstbewussten, weil erfahrenen Mitarbeiter mochten (vmtl. der Hauptgrund für Jugendfetischismus). Mit Beginn der Rente habe ich mir dann neue Tätigkeiten erschlossen, in denen ich mich weiter engagieren kann. Warum immer nur "jung und dynamisch"? Alt und dynamisch ist doch auch Klasse. Oder wie es Martin Buber ausdrückte: "Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt."

Übrigens: Falten vermehren die Menge der Haut, die man streicheln kann.
Egal welche Ziffer an deinem Geburtstag nun "vorne" steht, eigentlich ist jede(r) an diesem überbewerteten Ehrentag ja doch nur EINEN Tag älter geworden und die ganze Aufregeung von wegen "... wieder 1 Jahr älter ..." wird sinnlos.
diese Sicht merke ich mir...... :wink:
kunvivanto hat geschrieben:

........und die Begeisterungsfähigkeit ist noch die eines Jugendlichen (nur vernünftig kanalisiert durch Erfahrung).
...........


Das wäre ideal, doch die Begeisterungsfähigkeit nimmt bei einigen schneller ab, als die Anzahl der Jahr zunehmen.
Das ist richtig. Stress, Enttäuschungen, Pflichten knabbern daran. Es ist wie bei medizinischen Krankheiten: Wenn die Belastung größer ist, als die Resilenz, geht's den Bach runter.
Es gibt bezaubernd schöne Frauen über sechzig.
Geist und Charme lassen sie anziehend und lebendiger wirken, als so manche jüngere Frau.
Diese Frauen könnten mit Leichtigkeit einen Liebhaber und Gefährten finden.
Wenn sie weniger wählerisch wären.
Doch das Angebot an attraktiven, interessanten Männern über sechzig ist ist sehr überschaubar.
Sie sind meist bequem geworden. Innerlich und auch äußerlich stehn geblieben.
Insofern ist das Alter nicht immer nur eine Zahl.
abgesehen davon, dass in unserem Alter die Männer weniger werden, weil etliche bereits gestorben sind.......
sorry - wollte ich nur mal erwähnt haben...

und während viele Männer bereits vor der Rente ausgebrannt sind - und/oder nach der Rente sterben - bekommen dagegen einige Frauen nochmals einen Schub, wenn sie ihre Kinder großgezogen und aus den Füßen haben....

diese zwei Szenarien möchte ich nur hier erwähnen - mehr nicht...... :?

(wobei mir klar ist, dass auch das mit unserer Erziehung zu tun hat)
Diese beiden Szenarien gibt es eigentlich bei beiden Geschlechtern:
Wenn die Frau außer dem Großziehen der Kinder keine Interessen hatte, fällt sie bei vollständiger Leerung des Nestes ebenso in "Rentnerdepression", wie ein Mann, der außer seinem Beruf nichts hatte. (So ging es z.B. meiner Frau und meiner Schwiegermutter.)
Wenn aber neben Beruf/Kindern noch andere Interessen da sind, die aber wegen der Hauptaufgabe zurückstecken mussten, dann können die Betroffenen neu durchstarten.
Wobei die Netzwerke der Frauen geeigneter sind, diesen Übergang zu überstehen, so dass der Fall nicht so tief sein muss.
Gundula,

klar hat das mit der Erziehung zu tun, und mit dem Rollenverhalten, was anerzogen worden ist.

Der alte weiße Mann war eine Zeitlang ganz nützlich.
Jetzt hat er seine Schuldigkeit getan und kann gehen.

Das tut er dann auch.
dieser Wandel ist jahrhundertelang gefordert worden - und sogar heute ist er noch nicht vollständig vollzogen....
(wobei es mich wundert, dass ich - obwohl ich mein Leben lang um Stärke gekämpft habe - noch immer an diesen Grenzen gescheitert bin)

warum werden Frauen (auch hier) gemieden, die sich "wehren" - Frauen, die nicht der "lieben Frauchenrolle" gerecht werden wollen ?

ich bin jetzt seit 7 Jahren hier.....anfangs waren sehr viele jüngere Männer auf meinem Profil......und ja - auch einige konventionelle ältere Herren.....

ansonsten möchte ich hier noch einmal "winkewinke" machen zu den vielen Frauen, die auf meinem Profil waren und sind....

und warum lieber @BB fühst Du dich immer wieder gemüßigt, gegen solche Beiträge zu posten ?
Gundulabella hat geschrieben: warum lieber @BB fühst Du dich immer wieder gemüßigt, gegen solche Beiträge zu posten ?

Danke für "gemüßigt" ... ich liebe das ... :D

Wieso "gegen"??
Du schriebst von der geringen Lebenserwartung der Männer, und ihrem Ausgebrannt sein.
Ich hab das ergänzt.
Der impotente Rentner hat nicht wirklich was zu bieten, und dementsprechend attraktiv wird er hier kommentiert.
Hätte er sich vor 50 Jahren nicht auf seine Rolle eingelassen, dann vielleicht ...
... ja, Fahrradkette.

Du musst Dich jetzt nicht gemüßigt auf die Zehen getreten fühlen ... war echt nicht meine Absicht. Dein Kopf, Dein Kino. Mein Baum steht woanders.
Habe ich hier etwas übersehen ?
Von impotenten Rentnern habe ich nichts gelesen.
Ein phantasiereicher, liebevoller Mann, der, egal welchen Alters, mental und emotional nicht verarmt ist, muss nicht unattraktiv für reif gewordene Frauen sein.
Im Gegenteil. Er kann wesentlich mehr zu bieten haben, als manch junges Kerlchen.
Entscheidend ist doch die Tiefe der Zuneigung.
Die Kunst der Verführung.
Und ganz viel mehr.
Erektive Potenz wird dort überbewertet, wo nichts anderes vorhanden.
Also ich finde Keith Richards immer noch klasse. :)
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