Da ich gerade selbst betroffen bin, dachte ich mir ich schmeiß dieses Thema einfach mal hier in den Raum.
Ich muss morgen zum Hausarzt und mir Prednisolon verschreiben lassen. Ich soll eine Stoßtherapie bekommen, die schnell hochdosiert und langsam runterdosiert wird. Und ich habe Angst, Angst vor den sehr unschönen Nebenwirkungen. Wer hat Erfahrung und kann mir die Angst nehmen? Ich wäre froh wenn ganz viele Meinungen zusammen kommen.
Prednisolon wurde mir wegen einer schlimmen Hautallergie auch schon mal verschrieben.
Innerhalb eines Tages fing es an zu wirken.
Theoretisch hätte ich stündlich Fotos von meinem Hautbild machen können, wie genial sich mein Hautzustand verbesserte.

Mein Arzt riet mir an, nach Gesundung innerhalb von drei Tagen das Medikament "auszuschleichen".

Und das war es auch schon.
Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen.
Danke für deine Antwort "Die Gesellschafterin". Ganz so kurz wird die Behandlung bei mir nicht werden. Laut Therapieplan soll ich mit 40mg Prednisolon anfangen und es 5 Tage lang nehmen. Dann am 6. Tag um 5mg reduzieren. Die 35mg dann wieder 5 Tage lange nehmen, dann wieder um 5mg reduzieren. Und das so lange bis ich auf Null bin (nehme ich an). Ich hab das mal ausgerechnet, ich würde dann 6 Wochen lang Cortison nehmen. Am 13. September 2018 habe ich den nächsten Kontrolltermin im UKH Klagenfurt. Mal sehen ob ich es ganz ausschleichen soll oder es minimaldosiert weiternehme. Auf jeden Fall muss die krasse Entzündung aus dem Gelenk bevor sie operieren. Dennoch............ich habe echt Angst vor den blöden Nebenwirkungen. Zumal ich nebenbei noch tgl. 2x 4mg Hydal retard und 2x wöchtl. 100mg Utrogestan gegen Wechselbeschwerden nehme.
Liebe Zucker,
die heutigen Cortisonpräperate sind schon ziemlich ausgefeilt.

Ich bekam auch schon ein Langzeitcortisonpräparat injiziert welches über drei Monate seine Wirkung entfaltete.

Das tat es dann auch und mein krankhafter Zustand war geheilt.

Ich hatte weder Wassereinlagerungen noch veränderte sich mein körperliches Gewicht.
Zucker2710 hat geschrieben: Da ich gerade selbst betroffen bin, dachte ich mir ich schmeiß dieses Thema einfach mal hier in den Raum.
Ich muss morgen zum Hausarzt und mir Prednisolon verschreiben lassen. Ich soll eine Stoßtherapie bekommen, die schnell hochdosiert und langsam runterdosiert wird. Und ich habe Angst, Angst vor den sehr unschönen Nebenwirkungen. Wer hat Erfahrung und kann mir die Angst nehmen? Ich wäre froh wenn ganz viele Meinungen zusammen kommen.


Salut.
Definitiv ein Segen, doch Corticoide sind keine Grundnahrungsmittel.
Es gibt jedoch Erkrankungen, da geht es nicht ohne.
Bei einer kurzfristigen Therapie, das Ausschleichen muss unbedingt beachtet werden, da nach ca. einer Woche oraler Zufuhr die Nebennierenrinde die Produktion des körpereigenen Cortisol runterfährt, sind keine der gefürchteten Langzeit-Nebenwirkungen wie Stammfettsucht, Vollmondgesicht oder Zigarettenpapierhaut zu erwarten.
Prednisolon/Prednison ist schon eines der stärkeren, das verschreibt kein Arzt mal eben so im Vorbeigehen.
Darf ich fragen, wieso?

Liebe Grüße
Aylurah
Cortison ist auf jeden Fall richtig angewendet ein Segen. Vertrau Deinem Arzt und mach es genau so, wie er es anordnet!
Ich bekomme schon mal eine Stoßtherapie, wenn ich zusätzlich zum Asthma Bronchitis habe und nur noch schniefe, und ich kenne mindestens zwei Userinnen hier, die
auch ab und zu mal einen ,Stoß' brauchen. Keine große Sache!
Möglicherweise bekommst Du rote Bäckchen ganz ohne Rotbäckchensaft,
etwas schnelleren Puls und mehr Appetit, aber das legt sich nach ein paar Tagen von selbst wieder.
Dafür ist die Wirkung verblüffend gut.
Ich nehme an, Du sollst es wegen einer Entzündung in Deiner Schuler nehmen?
Steigere Dich nicht in die Nebenwirkungen rein. Die Angst ist schlimmer als die Nebenwirkungen selbst!

Weil ich nur 3/3 habe, frage ich Dich noch einmal hier.
Hat Dein Doc Dir wirklich die Diagnose nur mit den lateinischen Fachausdrücken mitgeteilt, oder hast Du das aus der Überweisung an den Facharzt kopiert? War das wirklich Euer Aufklärungsgespräch? Kann ich so nicht glauben.
Hallo Zucker,

auch ich gehöre zu denen, die immer wieder mal eine Stoßtherapie machen müssen.

Bei mir ist es wie von Flesermutzel geschrieben, ergo ein paar kleine Nebenwirkungen, die nach Absetzen des Kortisons aber wieder weggehen.

AK
Nach einer Cortison-Spritze ins Knie konnte ich am nächsten Tag wieder schmerzfrei gehen. Es ist aber lt. meinem Orthopäden nicht oft angesagt, da es das Gelenk schädigt.
Hat Dein Doc Dir wirklich die Diagnose nur mit den lateinischen Fachausdrücken mitgeteilt, oder hast Du das aus der Überweisung an den Facharzt kopiert? War das wirklich Euer Aufklärungsgespräch? Kann ich so nicht glauben.

Ich habe 3 Sehnenanrisse in der li. Schulter. Wobei die Bizepssehne fast durch ist. Zudem habe ich eine, dem Arzt unerklärliche starke Bewegungseinschränkung. Nein, ich habe keine "frozen sholder". Und weil der Arzt nicht weis wo das herkommt, soll ich die Cortisontherapie machen um zu schauen ob das besser wird.
Ja, genauso hat der Arzt es in seinen Kurzbrief an seinen Kollegen geschrieben.
Wortwörtlich gesagt hat er zu mir nach dem Röntgen (obwohl ich mit einem brandfrischen MRT kam), "Fr. ........ ich sags mal so, sie haben Äpfel und Birnen. Das Eine muss operiert werden, sonst können sie nie wieder als Trainerin arbeiten. Aber das Andere muss auch behandelt werden. Das kann nicht so bleiben, sonst können sie die Schulter bald gar nicht mehr bewegen".
Meine Blutwerte sind top. ALLE. Keine Entzündungszeichen. Keine Leukos erhört, normale BSG, unauffälliger CRP. Darum kann der Arzt sich ja nicht erklären warum ich die starke Bewegungseinschränkung habe. Hab zwar bisserl Kalk drin aber nicht so viel dass es das rechtfertigt.
Also, im Kern weiß ich was ich habe, aber ganz genau nicht. "Unklare Diagnose" sagte der Arzt. Ich soll am 13. September wiederkommen. Dann will er wissen wie das Cortison angeschlagen hat.
Wenn der wüßte dass ich nicht mit 40mg Prednisolon angefangen habe sondern nur mit 20mg. Weil ich einfach panische Angst vor den Nebenwirkungen habe. Hoffe die niedrige Dosierung hilft mir auch.
Zucker2710 Kortison ist nur dann gefährlich, wenn man es ständig. und über eine längere Zeit einnimmt, glaube mir Deine Angst ist in der Regel also irrational.
Solche Patienten wie Du sind aber auch schwieríg!
Da schreibst Du am 24.8.:
Wer kennt das nicht. Du gehst zum Arzt, wirst untersucht und bekommst deine Diagnose. Aber wie immer, nicht im laienverständlichen Deutsch. Vielleicht gibt es den Ein-oder Anderen Experten, der beim Übersetzen hilft.
Diese Darstellung hinkt.
Jetzt hast Du ja zum Glück aufgeklärt, daß er Dir Deine Diagnose durchaus verständlich erklärt hat. Was Du nicht verstanden hast, war die Diagnose in der Überweisung, die ja auch gar nicht an Dich gerichtet war, sondern an den weiter behandelnden Arzt.
Wenn Du das Cortison jetzt nicht so nimmst, wie verordnet, ist das Dein Problem!
Sorry, aber :roll:
Es ist bei Cortison wie bei allen Medikamenten: es KANN...
Ich nehme seit vielen Jahre von Zeit zu Zeit Cortison und es hilft und zeigt auch keine Nebenwirkungen bei mir.
Für die Haut geht nach dem Ausschleichen auch wenig dosierte Salbe.
Jetzt brauche ich es seit einiger Zeit für die Augen und auch hier habe ich keine Nebenwirkungen.
Wie schon die Anderen schreiben, es ist sehr wirksam.
Zucker2710 hat geschrieben: Hat Dein Doc Dir wirklich die Diagnose nur mit den lateinischen Fachausdrücken mitgeteilt, oder hast Du das aus der Überweisung an den Facharzt kopiert? War das wirklich Euer Aufklärungsgespräch? Kann ich so nicht glauben.

Ich habe 3 Sehnenanrisse in der li. Schulter. Wobei die Bizepssehne fast durch ist. Zudem habe ich eine, dem Arzt unerklärliche starke Bewegungseinschränkung. Nein, ich habe keine "frozen sholder". Und weil der Arzt nicht weis wo das herkommt, soll ich die Cortisontherapie machen um zu schauen ob das besser wird.
Ja, genauso hat der Arzt es in seinen Kurzbrief an seinen Kollegen geschrieben.
Wortwörtlich gesagt hat er zu mir nach dem Röntgen (obwohl ich mit einem brandfrischen MRT kam), "Fr. ........ ich sags mal so, sie haben Äpfel und Birnen. Das Eine muss operiert werden, sonst können sie nie wieder als Trainerin arbeiten. Aber das Andere muss auch behandelt werden. Das kann nicht so bleiben, sonst können sie die Schulter bald gar nicht mehr bewegen".
Meine Blutwerte sind top. ALLE. Keine Entzündungszeichen. Keine Leukos erhört, normale BSG, unauffälliger CRP. Darum kann der Arzt sich ja nicht erklären warum ich die starke Bewegungseinschränkung habe. Hab zwar bisserl Kalk drin aber nicht so viel dass es das rechtfertigt.
Also, im Kern weiß ich was ich habe, aber ganz genau nicht. "Unklare Diagnose" sagte der Arzt. Ich soll am 13. September wiederkommen. Dann will er wissen wie das Cortison angeschlagen hat.
Wenn der wüßte dass ich nicht mit 40mg Prednisolon angefangen habe sondern nur mit 20mg. Weil ich einfach panische Angst vor den Nebenwirkungen habe. Hoffe die niedrige Dosierung hilft mir auch.


Die vom Arzt verordnete Dosis drastisch zu reduzieren halte ich für sehr bedenklich. Übrigens treten nicht automatisch Nebenwirkungen auf. Aber wenn Du diesem Arzt und seinem Urteil nicht vertraust solltest Du Dir eine zweite Meinung einholen. Alles Gute für Dich.
Sicher merkt man dass ich nicht nur gute Erfahrungen mit Ärzten gemacht habe. Das heißt aber nicht zwingend, dass ich gar nicht mehr vertraue. Ich bin kritischer geworden, das ist alles. Auch wenn der Rat eines Arztes sicher gut gemeint ist, kann es nicht schaden, sich als Patient selbst zu informieren bzw. eine zweite Meinung einzuholen. Und vor allen Dingen zu wissen welche Medis man nimmt und ob die sich mit den neu verschriebenen vertragen. Leider ist mir auch das passiert. Dass ein Arzt mir ein Medikament verschrieb, was sich mit dem welches ich bereits einnahm, überhaupt nicht vertragen hätte. Hätte ich das nicht selbst recherchiert, hätte das fatale Wechselwirkungen haben können. Und sorry, ich hab halt nicht viel Gutes über Cortison gehört/gelesen. Mir hat es halt Angst gemacht, weil es insbesonder das Immunsysthem runterfährt. Und da meine Schwester erst kürzlich an Lungenkrebs verstarb, hatte ich auch Angst, dass ich auch was bekomme, wenn mein Immunsysthem nicht richtig funktioniert. Es ist halt blöd, dass grad alles zusammenkommt. Aber dennoch muss ich meine Schulter behandeln lassen, unabhängig davon ob ich gerade einen geliebten Menschen verloren habe.
Nehme übrigens seit dem 28.08.2018 Prednisolon (20mg Anfangsdosis, 5 Tage lang).Dosier alle 5 Tage um 5mg runter und bin bis jetzt zufrieden. Gott sei Dank blieben die befürchteten Nebenwirkungen aus. Und meine Schulter...........nunja, der Ruheschmerz ist minimal weniger, aber an der schmerzhaften Bewegungseinschränkung hat sich nix geändert. Da zeigt sich, dass ich wohl tatsächlich nicht um eine OP drum herum komme.
Danke für Eure erfrischenden und ehrlichen Antworten. Ihr habt mir sehr geholfen.
Eure Zucker2710
Zucker ....Eine Stoßtherapie von 40 mg Prednisolon endete nach einigen Wochen mit 2 mg Prednisolon. Zusätzlich Omeprazol 20 mg zum Schutze des Magens und Calcimed 500/1000 I.E. Kautabletten für die Knochen. Ich hatte absolut keine Nebenerscheinungen.
Die kamen erst, als die Therapie mit wöchentlich einer Fertigspritzen MTX (Methotrexat) 15 mg begann. Am darauffolgenden Tag, nach jeder Injektion, dann Folsan 5 mg gegen die Nebenerscheinungen.
Nach etwa 2-jähriger Therapie bin ich wieder topfit und total schmerzfrei.
Dir drücke ich die Daumen!
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