Durch einen Trauerfall im Bekanntenkreis bin ich darauf gestossen: verschiedene Friedhöfe schreiben biologisch abbaubare Urnen vor. Bestatter bieten z.B. Überurnen aus Keramik an, die biologisch abbaubar sein sollen. Die Aschekapsel (wird vom Krematorium gestellt u. abgefüllt) ist aus Blech. Als Landwirt glaube ich zu wissen, dass weder Blech noch Keramik biologisch abbaubar sind. Wers nicht glaubt, kann bei mir mal nach dem Ackern übers Feld gehen, das war zu Napoleons Zeiten mal teilweise Schlachtfeld.
Nun frag ich mich als Laie: ökologisch korrekt wäre es doch nur, wenn die Totenasche lose ins Grab käme..
Hallo Gustav 321,

schau mal hier: http://www.friedwald.de/bestattung/urnenangebot/
Demnach sind die biologisch abbaubaren Urnen aus Arboform, einem Flüssigholz.
Dem nach macht nur noch die blecherne Aschekapsel Probleme. Allerdings verstehe ich nicht, warum das so schwierig wäre, ein anders Material dafür zu nehmen...
Was ich sehr begrüßen würde ist aber etwas anders!

Ich habe mal einen Bericht kurz mitbekommen, da sprach man von Auflösung von einem Friedhof, weil die Stadt (habe vergessen welche) Platz braucht. Und nicht nur das, sondern die horrenden Summen, die die Kirchengemeinden (?) regelmäßig kassieren spielte auch eine Rolle. Denn es gibt immer weniger die, die zahlen wollen/können und die anonyme Bestattungen werden auch Jährlich mehr. Jedenfalls da sprach man auch von "im Wald bestatten". Muss natürlich Ökologisch vertretbar sein.
Und dann wäre wahrscheinlich die Feuerbestattung quasi Pflicht. (und manche "Tatort" Reihe überflüssig - Aber das war jetzt Rabenschwarzer Galgenhumor.)

Nein wirklich. Feuerbestattung sollte Pflicht werden! (wegen wie Fremdwärme *ggg)
Baaah, wenn ich daran denke, was wir schon alles in die Erde gebuddelt haben... die Särge waren lange Jahrzehnte mit nicht abbaubare Plastikfolie ausgeschlagen... die ganzen früheren "Blütenkränze" an den Gräbern...- wahre Sondermüll Deponien!
Allerdings, solche Probleme werde ich nicht haben, ich lasse mich plastinieren!
Wenn noch was übrig bleibt...

In der Nähe von Wien gibt es ein Waldstück,mit Bäumen die die Namen,*Baum der Hoffnung,der Liebe,des Friedens*u.s.w. tragen.
Da wird man nach der Einäscherung unter den Wurzeln,in einer biologisch-abbaubaren Urne beerdigt.
Es gibt nur eine kleine Nummer am Baum,die anzeigt wer hier begraben ist,auch sind Blumen und Grabsteine verboten,finde ich super.
Der Regen und die Witterung löst das Ganze auf und man wird zur Nahrung des Baumes.
Somit schließt sich wieder der Kreis!
Entspricht ganz meiner Vorstellung!
Die Bestattungsgesetze sind in Deutschland Ländersache, und werden durch Vorschriften der Gemeinden, auf deren Gebiet die Friedhöfe liegen, weiter ergänzt. z.B. ist in Bayern in Art.17 Abs.(1) festgelegt:
" Soweit es zum Schutz der Gesundheit oder zur Verhinderung einer über eine schickliche Totenehrung hinausgehenden Inanspruchnahme öffentlicher Bestattungseinrichtungen erforderlich ist und nicht andere Rechtsvorschriften darüber bestehen, können die Gemeinden Verordnungen über die Vorbereitung und Durchführung der Bestattung, insbesondere über die Verrichtungen an Leichen und ihre Verwahrung, ferner über die Beschaffenheit der Särge, Sargausstattungen, Urnen und die Bekleidung von Leichen und die Anlage, Tiefe, Instandhaltung und Öffnung der Grabstätten erlassen."

Als ich meine Eltern beerdigt habe, duften die Toten nur Kleidungsstücke tragen, an denen keine unverrottbaren Teile dran waren. Die Griffe an den Särgen mussten auch verrottbar sein, also nicht mehr wie früher aus Metall, sondern aus Holz.
Die Vorschrift nur biologisch abbaubaren Urnen zu verwenden, gibt es meines Wissens nur bei Seebestattungen.
Für jede andere Beisetzung können sie zwar auch verwendet werden, ist aber keine Bedingung.
Bei mir im Dorf, können die * Bewohner * so lange im Erde bleiben, bis Gabriel ruft :D :D
Die Gräber heben die verwandte Männer aus, ich habe schon öffters Reste gesehen, mal ein Unterkiefer, mal......... :lol: alles biologisch abbaubar, nach ca. 1000 Jahre :idea:

Vom EU hat das Dorf 60 Millio Forint erhalten, um auszubauen, eine Wand für 120 Urnen, in 3 jahren immerhin 2 Stk., Wege gebaut, für evtl. Rollstuhlfahrer, nicht eine einzige ist im Dorf, Abwasserkanal, im Dorf gibt es noch nicht, nicht mal im Planung, aber ein Friedhof, mit allem Schnick-Schnack, für ca. 400 Einwohner :twisted:

Das Beste ist aber, die marmorner Gräbe, für noch lebende, zukünftige Nutzer, mit Namen, Geburtstagen versehen :roll: :roll:
Wie schon Musk52 und auch Abendrot geschrieben haben gibt es mittlerweile in einigen Ländern die sogenannten Friedwälder , dort kann man die Asche seiner Angehörigen beisetzen lassen aber nur in Biologisch abbaubaren Urnen, Meine Mutter hat in einem einen Familienbaum gekauft, für 10 Familienangehörige und dort übernimmt die Forstverwaltung eine Garantie für 99 Jahre für den Bestandsplatz des Baumes, man muß also nicht den Platz nach 15 - 25 Jahren neu kaufen.
@Tarantel bei den Urnen dort ist auch das Innenleben Biologisch abbaubar
Ich hab gelesen auf See und aus der Luft,wird keine Urne verwendet....
nur die Asche verstreut!
Uschi1948 hat geschrieben: Die Vorschrift nur biologisch abbaubaren Urnen zu verwenden, gibt es meines Wissens nur bei Seebestattungen.
Für jede andere Beisetzung können sie zwar auch verwendet werden, ist aber keine Bedingung.


Im Friedwald sind wie schon geschrieben ebenfalls nur Bio Urnen zugelassen. Selbst bei Umbettungen einer Urne von einem normalen Friedhof muß die Asche in einen Bio Behälter umgefüllt werden
Vor Jahren gab es hier irgendwo in der Nähe (Zentralschweiz) auch mal verrottbare Särge (aus 'nem Pappeprodukt). Hat sich wohl nicht durchgesetzt, hab jedenfalls nie mehr davon gehört/gelesen.

Warum soll eigentlich Verbrennen umweltfreundlicher sein als eine Erdbestattung? Die Abgase, die beim Verbrennen freigesetzt werden, müssen heute doch schon speziell gefiltert werden!!! Ist auch kein Wunder, bei all dem künstlichen Zeugs (nicht nur Medis), das wir, zum grossen Teil ohne unser Wissen, zu uns nehmen.

Wenn wir bei einer Erdbestattung in einem funktionierenden Erdboden-Ökosystem beerdigt werden, findet doch ein komplett biolgischer Abbau statt.

Bei Asche haben die Bodenbewohner (Würmer, Schnecken, Mikroorganismen) nicht mehr viel zu "kauen".
Vor Jahren gab es hier irgendwo in der Nähe (Zentralschweiz) auch mal verrottbare Särge (aus 'nem Pappeprodukt). Hat sich wohl nicht durchgesetzt, hab jedenfalls nie mehr davon gehört/gelesen.

Warum soll eigentlich Verbrennen umweltfreundlicher sein als eine Erdbestattung? Die Abgase, die beim Verbrennen freigesetzt werden, müssen heute doch schon speziell gefiltert werden!!! Ist auch kein Wunder, bei all dem künstlichen Zeugs (nicht nur Medis), das wir, zum grossen Teil ohne unser Wissen, zu uns nehmen.

Wenn wir bei einer Erdbestattung in einem funktionierenden Erdboden-Ökosystem beerdigt werden, findet doch ein komplett biolgischer Abbau statt.

Bei Asche haben die Bodenbewohner (Würmer, Schnecken, Mikroorganismen) nicht mehr viel zu "kauen".
Vor Jahren gab es hier irgendwo in der Nähe (Zentralschweiz) auch mal verrottbare Särge (aus 'nem Pappeprodukt). Hat sich wohl nicht durchgesetzt, hab jedenfalls nie mehr davon gehört/gelesen.

Warum soll eigentlich Verbrennen umweltfreundlicher sein als eine Erdbestattung? Die Abgase, die beim Verbrennen freigesetzt werden, müssen heute doch schon speziell gefiltert werden!!! Ist auch kein Wunder, bei all dem künstlichen Zeugs (nicht nur Medis), das wir, zum grossen Teil ohne unser Wissen, zu uns nehmen.

Wenn wir bei einer Erdbestattung in einem funktionierenden Erdboden-Ökosystem beerdigt werden, findet doch ein komplett biolgischer Abbau statt.

Bei Asche haben die Bodenbewohner (Würmer, Schnecken, Mikroorganismen) nicht mehr viel zu "kauen".
Was ist denn DAS für ein Thema??? Wir sind hier zwar bei 50+, aber muss ich mir jetzt schon Gedanken machen? Nix für ungut! :wink: :wink: :wink:
Ich bitte alle Leser um Entschuldigung wegen des mehrfach erschienenen Beitrags!
Als ich merkte, dass es doppelt erschienen war, wollte ich einen löschen - und prompt war er noch mal erschienen!
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