Das „alt“ bezieht sich nicht auf das Alter unserer Bekanntschaft, denn ich kenne sie erst seit gut 20 Jahren.
Habe sie leider nicht mehr seit gut 10 Jahren besucht. Aber sie ist sehr schön geworden, ja eine Perle. Sie ist die Hauptstadt eines Landesteils, oder einer historischen Landschaft einer mitteleuropäischen Republik. Das Gebiet war schon sehr früh besiedelt. 40-12.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung lebten hier schon Cromagnon-Menschen auf diesem Gebiet. 8. bis 10. Jh. n. Chr. war hier das Verwaltungszentrum Stare Zamku u. Lisne und 1021-1034 wurde auf einer Anhöhe eine Burg und die Kirche des hl. Michael erbaut. Die erste schriftliche Erwähnung dieser Stadt stammt von 1091 aus der Chronik von Kosmas. 1243 gründete Wenzel I. die Stadt durch Erteilung königlicher Privilegien. Zur Zeit hat die Stadt ca. 377.500 Einwohner.
Es werden wohl einige erraten um welche Stadt es sich handelt.
Hier noch ein Fingerzeig: Um das mittlere abgekknikte Türmschen auf dem Bild gibt es einige Geschichten. Die eine besagt, daß Anton Pilgram, aus Frust über die Stadträte die ihm noch Geld schuldeten, dieses getan hätte. 
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Das Portal des Alten Rathauses in Brünn ?? :D :D
Stimmt liebe amazing60 :D , das alte Rathaus in meiner Heimatstadt Brno/Brünn.

Unter dem gewölbten Durchgang im Turm hängt der berühnte Brünner Drache - symbol der Stadt und Held einer ganzen Reihe von Sagen.

@nochkeinbischenweise, warst Du schon mal hier?
Meine Ankunrt in Brno
 Ich hatte schon 2 Wochen Südmähren hinter mir und steuerte nun Brno an. Ich wollte die Stadt auch an einem Sonntag erleben, weil dann auch die meisten Kirchen offen sind und die wollte ich auch einmal von innen sehen. Ich kam am Samstag dem 18. Oktober über Pernstein und Tisnov gegen Abend in Brno an. Au weia, was mich nun erwartete war eine kleine Katastrophe. Ich musste mich ja noch durchfragen nach der Buzkova wo meine gebuchte Unterkunft war. Aber wo anhalten, es war ja alles in der Stadt zugeparkt. Durch die Hilfsbereitschaft einiger netter Menschen erreichte ich gegen 19 Uhr meine Unterkunft. Bei meinen ersten Besuchen, waren wenig Autos dort anzutreffen. Die Hilfsbereitschaft der netten Leute und vor allem der Stadtpolizei ist lobenswert. Es haben sich oft kleine Privatgespräche aus der Bitte um Auskunft ergeben.
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Nach den überstandenen Strapazen vom Vortag verließ ich gegen 8 Uhr meine Pension und machte mich auf Erkundung in Richtung Innenstadt.
Mit der Straßenbahn hatte ich 2 Möglichkeiten schnell und bequem in die Altstadt zu gelangen, Ging ich nach links, war ich nach etwa 200 m an der Haltestelle der Linie 9, Sie fuhr zum Bahnhof und man konnte dort auf viele andere Linien umsteigen, oder sie zweigte vor dem Bahnhof nach rechts ab und fuhr zum mährischen Platz. Das war auch ein günstiger Ausgangspunkt in der Altstadt. Ich entschied mich aber nach links zu gehen, denn nach etwa 50 m war die Haltestelle der Linie 8 und es standen auch schon Leute dort die auf die Bahn warteten. Brauchte auch nur einige Sekunden zu warten und die Bahn kam schon angerattert. Nach kurzer Fahrt bog sie eh auf die Geleise der Linie 9 ein und man konnte mit ihr über den Bahnhof zum Freiheitsplatz (die Zentrale der Altstadt) oder auch zum mährischen Platz gelangen. Man konnte natürlich auch weiter fahren, aber das waren sehr günstige Ausgangspunkte zur Erkundung der Altstadt. Ich entschied mich aber nach einigen Stationen schon in der Krenova Straße auszusteigen um eine Kirche die 1913 auf dem Gelände eines vom Markgraf Jodock im Jahr 1380 gegründeten Spitals außerhalb der Stadtmauern zu besichtigen. Also es gehörte nicht zum Altstadtkern. Es ist die Kirche der hl. Maria an der Krenovastraße. 
Ich hatte mir von dieser Besichtigung eigentlich mehr versprochen. Aber es ist ja erst der Anfang.
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Weiter ging es nun zur Altstadt.  
Jetzt hatten die Füße einiges zu überstehen und das Auto eine zweitägige Pause. Die Krenova ging ich bis zum Ende und bog rechts in die Koliste ein. Diese Straße begrenzt ein Teil der Altstadt, hier verlief auch die Stadtmauer. Nach kurzer Entfernung erreichte ich das Dum umeni mesta Brna (das Künstlerhaus), es entstand als im Jahr 1946 Bohuslav Fuchs den beschädigten sezessionistischen Ausstellungspavillon Jubiläumskünstlerhaus rekonstruiert hat. Hier befindet sich auch der lang gestreckte Malinovskeho namestie (Malinovskiplatz). Nur ein par Schritte weiter, befindet sich auf gleicher Seite das Mahentheater.
Das Mahentheater (ursprünglich „Auf den Schanzen“ genannt) wurde 1881-82 erbaut. Projektiert wurde es von den Wiener Architekten und Spezialisten Ferdinand Fellner jr. und Hermann Hellmer, die in der zweiten Hälfte des 19. Jh. insgesamt 48 Theaterbauten in Europa erstellten. Das Gebäude ist eine Kombination von Neorenaissance, Neobarock und Neoklassizismus. An der Stirnseite befinden sich korinthische und toskanische Säulen. Das Mahentheater war damals das erste Theater in Europa mit elektrischer Beleuchtung. Diese Installation, die fast 100 Jahre diente, löste Thomas Alva Edison.
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Barborka hat geschrieben: Stimmt liebe amazing60 :D , das alte Rathaus in meiner Heimatstadt Brno/Brünn.

Unter dem gewölbten Durchgang im Turm hängt der berühnte Brünner Drache - symbol der Stadt und Held einer ganzen Reihe von Sagen.

@nochkeinbischenweise, warst Du schon mal hier?




@ ja ich tippe auf Retep ?
     Der hat immer so schöne Reiseberichte eingestellt :wink:  
Die erste Kirche die ich in der Altstadt erreichte , war die zum Minoritenkloster gehörende Kirche Sv. Jan (Kirche des hl. Johannes).
Vom oberen Ende des Malinovskiplazes brauchte man nur die Janska bis zur Minoritska zu gehen und man war am Eingang zur Kirche. Um 1230 gründete die Familie Boskovic das Kloster welches auch von König Vaclav II. unterstützt wurde. 1256 wurde die Kirche vom Olmützer Bischof Bruno von Schauenburg eingeweiht. Minoriten sind der einzige Orden der hier seit dem Mittelalter residiert, also schon fast 800 Jahre.

Ich hoffe, mein Bericht gefällt auch .
Barborka, wenn Brno Deine Heimatstadt ist, kennst Du Dich ja bestens aus dort.
Heißt Barborka nicht Barbara, oder ist davon abgeleitet? 
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Kirche Sv. Jan
Das Interieur hat eine barocke Ausstattung aus den 30er Jahren des 18. Jh. Die Wölbungen Tragen Fresken vom Brünner Maler Johann Georg Etgens aus dem Jahr 1733. 
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nochkeinbischenweise hat geschrieben: Meine Ankunrt in Brno
Ich hatte schon 2 Wochen Südmähren hinter mir und steuerte nun Brno an.

Es haben sich oft kleine Privatgespräche aus der Bitte um Auskunft ergeben.


Kommt man heutzutage noch zurecht, wenn man kein Tschechisch kann, sondern nur Deutsch?
Die nächste Klosterkirche ist nur 250 m entfernt. Geht man auf der Minoritska weiter, heißt sie ab der nächsten Querstraße Josefska. Hier befindet sich auch die Josefa (Josefskirche), sie gehört zum Kloster der Franziskanerinnen (Ursulinerinnen). Die Nonnen siedelten 1487 in Brno an, auf dem hiesigen Gelände seit 1647. Im Rahmen der Reformen des Kaisers Josef II. wurden die Mitglieder des Konvents gezwungen, den Orden der Ursulinerinnen anzunehmen. Heute ist in dem Klostergebäude das Technische Museum untergebracht. Die Kirche entstand im 3. Viertel des 17. Jh. und wurde 1674 geweiht. Die schlichte Innenausstattung wurde von bekannten Künstlern wie den Bildhauern A. Schweigl und V. Kutalek und dem Maler J. Winterhalter jr. ausgeführt.
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Hallo wolke16.
Ich bin vor 2 Wochen von einer dreiwöchigen Reise durch Südmähren zurück gekehrt und hatte sprachlich kaum Probleme. Ein par Worte in der Landessprache können schon von Vorteil sein. Die Verständigung ging hin und wieder auch mal über 3 Sprachen, tschechisch, deutsch und ein wenig englisch, aber es hat funktioniert und es ergaben sich auch manchmal lustige Momente dadurch. Die Bevölkerung ist sehr nett und hilfsbereit. Man freut sich über jeden Besucher der sich für ihre Geschichte und Sehenswürdigkeiten interessiert und davon gibt es dort reichlich.
Die dritte im Bunde ist auch nur um die Ecke. ]
Geht man von der Josefska rechts über die Frantiskanska zur Masarykova, ist man auch schon an der Maria Magdalena Kirche. Die von außen schlicht und einfach wirkende Kirche wurde 1651-54 auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge errichtet. Man nimmt an, dass A. Erna der Baumeister war. Die Bildhauer A. Schweigl und J. Scherz waren maßgeblich an der Ausstattung der Kirche beteiligt. Die Altarbilder und ein Teil der Bilder im Kirchenschiff stammen von dem Maler Josef Stern.
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Zwischendurch ein kleiner Stadtbummel.
Vom Kapuzinerplatz (Kapucinske namestie) zum Krautmakt (Zelny trh). Auf dem ehemaligen Kohlenmarkt präsentieren sich die Hl. Kreuz-Kirche und das Kapuzinerkloster in einer typischen Architektur, Die Kapuziner sind um 1604 nach Brno gekommen und ließen sich bei dem Menin Tor nieder. Das Kloster wurde im Schwedenkrieg niedergerissen. Man entschied sich mit Hilfe von Christoph von Liechtenstein-Kastelkorn und Franz de Magnis, in den Jahren 1648-51 hier an dieser Stelle ein neues zu bauen. Die Terrasse vor der Front schmücken Figuren von Ordensheiligen. Immer wieder fällt der Blick zwischen den Häuserzeilen auf den Petrov.
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Der Krautmarkt (Zelny trh).
Leider war er als ich jetzt dort war eine Baustelle. Zum Glück wurde der wertvolle Brunnen Parnas aus den Jahren 1691-95 erhalten und geschützt. Der Krautmarkt wurde schon im 13. Jh als Obermarkt (forum superius) oder als Zentrum der Siedlung unterhalb der Burg erwähnt. Man nimmt an, dass auf dem Petrov einst eine Burg war, die später auf den Spilberk verlegt wurde. Beweise dafür stehen noch aus. Es gibt Hinweise, dass hier auch ein Geflügelmarkt, Töpferwarenmarkt und Trödelmarkt war. Brot und Fleisch wurden auch hier angeboten. Bevor es Baustelle wurde verkaufte man hier Obst Gemüse und Blumen. 
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cron