Über die im Vorbericht erwähnten Persönlichkeiten möchte ich einmal kurz berichten.
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Jan Blahoslav 1523 - 1571 Berühmter Gebürtiger aus Přerov, Bischof, Diplomat und Pädagoge der Brüdergemeinde, Sprachwissenschaftler, Historiker, Musiktheoretiker und Komponist. Die klassische Übersetzung des Neuen Testaments, anregende Vorschläge zur tschechischen Übersetzung der Bibel, Erhebung der tschechischen Sprache und die Lieder des Schamotuler Gesangbuches sicherten Jan Blahoslav eine unvergessliche Stelle in der tschechischen Nationalgeschichte.
Jan Amos Komenský 1592 - 1670 Völkerlehrer, Theologe, Philosoph und Politiker - studierte in Přerov an der namhaften brüderlichen Schule, hier begann er auch pädagogisch zu wirken und sich für seine umfangreiche theologische, wissenschaftliche und literarische Tätigkeit vorzubereiten. In Přerov schloß er seine Ehe mit Mandalena Vizovská.
Für mich ist er der erste Europäische Bürger. Wegen Verfolgung arbeitete er in mehreren europäischen Ländern, unter anderem auch in Deutschland und zwar in Heidelberg. Einiges was er an Schulvorschriften eingeführt hat, hat heute noch Bestand.
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Am Masarykplatz. Das Eckgebäude vorne ist das Stadthaus. Seine Grundsteinlegung fand am 1. Mai 1896 statt und im Dezember 1897 wurde es in Betrieb genommen. Es handelt sich um einen bedeutsamen architektonischen Bau in Neurenaissancestil, mit reicher Stuckverzierung und Sezessionselementen. Es handelt sich um ein kulturelles und gesellschaftliches Zentrum, wo verschiedene Theater Aufführungen, Konzerte und gesellschaftliche Veranstaltungen statt finden. Zu den bedeutsamsten musikalischen Veranstaltungen zählt das tschechische Jazzfestival mit internationaler Teilnahme.
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Die St. Lawrence`s Church (Laurentiuskirche) Sie ist schon vom Masarykplatz aus zu sehen. Der einschiffige Barockbau wurde in den Jahren 1725 – 1732 errichtet. Die Front der Kirche ist mit Barockstandbildern von St. Karl von Boromäa und St. Ignatius von Loyola geschmückt.
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Horni namesti (oberer Platz). Er ist historischer Kern der Stadt mit Häusern aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Seit 1992 gehört er zum Denkmalschutzgebiet. Viele der Renaissancehäuser mit Arkaden stehen unter Denkmalschutz.
Die Stadt ist etwas für Entdecker, sie hat noch so viel zu bieten. für die Ornitologen und auch die Archäologen ist es eine Fundgrube, aber unsere Reise geht weiter ins etwa 22 km entfernte Kroměříž
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Um die Mittagszeit setzten wir unsere Reise über die Straße 55 und 432 fort und erreichten nach etwa 22 km unser Ziel Kromeriz (Kremsier)
In Kromeriz angekommen, steuerte ich sofort den Felke namesti (Großer Platz) an, denn dort befand sich unser Zuhause für 3 - 4 Tage. Da Kromeriz zu meinen Lieblingsstädten in Mähren gehört, kenne ich mich auch sehr gut in der Stadt aus und brauchte nicht zu suchen.1997 wurde die Stadt wegen seines unter Denkmalschutz stehenden Zentrums zur schönsten historischen Stadt Tschechiens gewählt. Wegen seiner historischen, kulturellen und politischen Bedeutung trug es den Beinamen „Athen der Hanna-Region“. Die Stadt mit etwa 10 Stadtteilen hat etwa 29.000 Einwohner..
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[attachment=3]Mähren15 445.jpgDer Rundgang über den Platz Es war die erste Orientierung für meinen mitreisenden Skatbruder. Von dem was er hier zu sehen bekam, war er sehr beeindruckt. Der Platz ist das Zentrum der historischen Stadt. Er wurde in der 2. Hälfte des 13. Jh. von dem Olmützer Bischof Bruno von Schauenburg als Marktplatz gegründet. Die Mitte des Platzes ziert eine barocke Mariensäule die nach einer Pestepedemie im Jahre 1680 errichtet wurde. Bei der Pestsäule befindet sich ein Brunnen aus dem Jahr 1655, der als Teil des Wassersystems der Stadt gebaut wurde.
Die Stadthäuser und Capitula- Häuser mit Arkaden haben bis heute die frühbarocken Fassaden und den typischen Renaissancestil bewahrt. Heute finden auf dem Platz die größten kulturellen Veranstaltungen der Stadt und auch Messen in Kromeriz statt.
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Die Stadtgeschichte. Kroměříž ist eine Kreisstadt mit etwa 29.000 Einwohner im Tal der Morava. Die Besiedlung des Stadtgebietes vor 5.000 Jahren, ist durch archäoligische Funde, die im Museum in Brno ausgestellt sind, belegt. Eine slawische Burgstätte mit Ansiedlung gab es schon während des Großmährischen Reiches. Das tradizionelle Kulturzentrum war lange Zeit (von etwa 1100 bis 1948) Sommersitz der Olmützer Bischöfe. Um 1266 wurde der Ort durch Anregung des Bischof Bruno von Schaumburg durch König Premysl Otakar II. zur Stadt erhoben und mit Mauern, Bastionen und einer Burg befestigt. 1290 wurde durch den Bischof Dietrich von Neuhaus das Brünner Stadtrecht erteilt. Die aufsteigende Stadt erlitt schwere Rückschläge durch die Kämpfe mit den Hussiten, die 1423 und 1432 die Stadt eroberten. Von den nachfolgenden Besitzern wurde die Stadt auch mehrfach verpfändet und wurde erst 1456 an das Olmützer Bistum zurück gegeben. Es folgten 1465- 1471 die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Böhmischen König Georg von Podiebrad und dem ungarischen König Mathias Corvinius die erst 1479 im Frieden von Olmütz beigelegt wurden.
Auf Kriegsfuß stehe ich auch mit dem Programm, was selten richtig funktioniert und mich viel Zeit kostet. Fliege öfter raus während ich am Einstellen bin und muss mich neu einloggen, bzw. wieder von vorne beginnen.
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Teil 2 der Stadtgeschichte. Der aus einer ungarischen Magnatenfamilie stammende Bischof Stanislaus Thurzo ließ Anfang des 16. Jh. die Burg in ein Renaissance- Schloss umbauen und machte die Stadt zum Hauptresidenz der Olmützer Bischöfe. Unter den Olmützer Bischöfen war jan Pivec von Hratschein und Klimstein Ende des 16. Jh. Hauptmann der Stadt. Unter den Bischöfen Wilhelm Prusinovsky und Stanislaus Pavlovsky gelangte die Stadt zu Wohlstand. Die Stadt wurde im Dreißigjährigen Krieg durch die Einnahme von General Thorstenson völlig zerstört. Bischof Karl II. von Liechtenstein- Kastelkorn verhalf der Stadt zu einem wirtschaftlichen Aufschwung indem er die Stadt wieder aufbaute und Straßen , Wasserleitungen und Kanalisation anlegen ließ. Die bischöfliche Residenz entstand wieder und ein Piaristengymnasium wurde gegründet. Kremsir wurde 1742 im österreichischen Erbfolgekrieg von der preußischen Armee besetzt. 1752 wurde die Stadt von einem Brand heimgesucht.
Der Altstadtkern ist von einer teilweise 6 spurigen Straße umgeben. Von Nordwesten kommend ist es die Straße 367. Ab dem Kreisel ist es die Straße zum 1. Mai, die später als Straße 432 in nordöstlicher Richtung aus der Stadt hinausführt.
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Teil 3 der Stadtgeschichte. Eine neuerliche Besetzung mußte die Stadt 1805, während der napoleonischen Kriege erdulden. Geschichtliche Bedeutung erlangte die Stadt im Herbst 1848. Nach der blutigen Niederschlagung des Wiener Oktoberaufstandes wurde der konstituierende Reichstag nach Kremsier verlegt und am 22. November im Sitzungssaal des Erzbischöflichen Schlosses eröffnet. Der Reichstag erstellte einen Verfassungsentwurf, der die Habsburger Monarchie in einen föderalistichen Staat umwandeln sollte. KaiserFranz Joseph und sein Ministerpräsident Felix Fürst zu Schwarzenberg ignorierten jedoch den Kremsierer Entwurf, führten stattdessen die Oktoierte Märzverfassung ein und lösten den Reichstag mit militärischer Hilfe am 7. März 1849 auf. 1885 trafen sich in Kremsier Kaiser Franz Joseph und Zar Alexander III. zu politischen Gesprächen. 1885 gründete Ignac Lorenz die Maschinenfabrik Lorenz, die bis zur Verstaatlichung 1948 vor allem landwirtschaftliche Maschinen herstellte. Im 20. Jahrhundert nahm die Einwohnerzahl durch Eingemeindung der umliegenden Dörfer stark zu.
Kommt man von nordwest über die Straße 367 in die Stadt, durchfährt den Kreisel am namesti Miru, nimmt die 2. Ausfahrt und biegt gleich danach links ab, so befindet man sich am Masarikovo namesti mit direktem Blick auf das auffällige Gebäude der Justiz- Akademie. Links daneben befindet sich das Gymnasium und rechts befindet sich die römisch katholische Kirche des heiligen Johannes des Täufers (sv. Jana Krtitele). Der Platz erstreckt sich über eine Straße bis er von dem Riegrovo nam. abgelöst wird.
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Die römisch katholische Kirche des Hl. Johannes des Täufers.
Sie ist eine Filialkirche der römisch katholischen Gemeinde in der Kirche von St. Moritz. Die Kirche steht im historischen Zentrum von Kromeriz am Masaryk-Platz. Die heutige Barockkirche wurde zwischen 1737 und 1768 von den Piaristen nach dem Entwurf des bischöflichen Architekten Josef Cyrani von Bolleshaus errichtet. Die Innenmaße der Kirche sind 42 Meter in der Länge und 15 Meter in der Breite. Die Kuppelhöhe beträgt 35 Meter.
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Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Kostel Nanebevzeti P, Marie). Sie befindet sich am Ende des Riegorovo namesti (Riegerplatz) benannt nach Rieger Orgelbau.
Die Kirche wurde 1247 von Bischof Bruno von Schauenburk erbaut. Als die Schweden im dreißigjährigen Krieg die Stadt eroberten, plünderten sie die Kirche und brannten sie nieder. Von der Kirche blieb nur der Kern des Turms und die kahlen Außenmauern stehen. 1724 wurde die Kirche von Bischof Wolfgang Hanibal von Schrattenbach restauriert. Seit 2010 werden schrittweise Reparaturen durchgeführt.
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]Das Rathaus. Es ist das bedeutenste Gebäude am großen Platz. Es wurde in den Jahren 1550 – 1611 errichtet. Dank des Bischofs Franz von Dietrichstein erhielt es sein heutiges Aussehen. Das ursprünglich einstöckige Gebäude wurde einige male verändert. In der Mitte des 19. Jh. wurde es um ein 2. Stockwerk erhöht, die Stirnwand erhielt einen 40 Meter hohen Turm und eine zweiarmige Treppe wurde hinzugefügt. Die Uhren des Turms stammen aus dem frühen 17. Jh. Das obere Zifferblatt zeigt die Uhr und das untere zeigt die Minuten an.
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