schabbalabba....Die Ausgrenzung muss nicht stattfinden, weil der andere absichtlich ausgegrenzt werden soll. Oft sind es wohl auch Unsicherheiten, wie mit Behinderten oder offensichtlich anders Aussehenden umgegangen werden kann.
Ich kenns ja von meinem Sohn. Ihm macht es zum Glück nichts aus, auf andere zuzugehen, sie anzusprechen. Ich glaube, die würden das von sich aus nicht ohne weiteres machen.

cat....Im Grunde tue ich mich auch schwer, auf Fremde zuzugehen. Ich muss mich dazu regelrecht zwingen. Sind eben noch die alten Ängste in mir.
Als ich mal in meiner ersten Linedance-Gruppe neu war, setzte ich mich an einen Einzeltisch. Die anderen, die sich kannten, saßen natürlich in Gruppen zusammen. Keiner von denen fragte mich, ob ich mich dazusetzen will. Und ich traute mich nicht, so blöd sich das anhört. Das ging über Wochen so.
Vielleicht machte ich auch einen abwehrenden Eindruck auf sie. Keine Ahnung.
ich habe dieses ausgrenzen in vergangenen zeiten brutal erlebt durch meine tocher.
nicht von allen, nein, aber schon von einigen sehr heftig.

und das hat mich jedesmal halb zerschnitten, und ich glaube, ich habe mehr darunter gelitten, als meine tochter.

allerdings waren wir überwiegend mit anderen menschen zusammen, die tolerant waren, vielleicht, weils sie selber auch nicht immer dem "durchschnittsmenschen" weiss jetzt keine anderes wort dafür , angehörten.

und rückblickend denke ich auch, ich habe manches überbewertet, und bei objektiver rückblickender betrachtungsweise .....waren es mehr menschen, die auf uns zugegangen sind, oder wo auch ein schöner umgang mit war, als es anders war. nur das negative fällt hallt oft mehr ins gewicht ......

vielleicht habe ich auch manches einfach so schmerzhaft erlebt, dass mir das manchmal wie "ein riese" vor augen war, obwohl vieles auch anders war.

aber ich kann es nicht vertragen, wenn menschen ausgegrenzt werden, und mir macht es dann auch nichts aus, mich auf die "andere" seite zu stellen.
Es stimmt schon Rotkappe, viele grenzen sich selbst aus. Ich kann das auch sehr gut, wenn es mich privat betrifft. Geschäftlich kein Problem, mit nichts und niemandem, geht es aber ins Private dann kapsel ich mich ab.
Die Leute sagen dann immer: die ist aber hochnäsig :lol: ....gut so, ich will es nicht anders. :D
Was Behinderte angeht behandle ich sie so wie jeden anderen Menschen auch. Ich denke Mitleid wäre da ein schlechter Berater, Ablehnung aber auch. Es soll Hotels geben, wo Behinderte nicht aufgenommen werden?
Die Leute sagen dann immer: die ist aber hochnäsig

Kommt mir bekannt vor :wink:
nein, das glaube ich nicht, dass es hotels gibt, wo menschen mit behinderung nicht aufgenommen werden ............

ganz im gegenteil, wir waren mit unserer tochter häufig unterwegs,
und eine schöne erinnerung habe ich an ein pasqua auf iscia .......in einem hotel

da war unser tisch am ostersonntag als einziger tisch toll geschmückt, mit den grossen italienischen schokoladeneiern, einem stofftiger, und schönen kleinigkeiten,

und zwar hatten da die kellner zusammengelgt ..........für unsere tochter, und den tisch so schön mit geschenken belegt ............

wir waren sprachlos ........

und ich muss auch sagen, wir haben überhaupt neben einigem sehr negativem und miesem auch sehr viel schönes erlebt, und gerade auch in italien, und in dem ort san vincenzo, wo wir häufig waren, war es immer wie ein nachhausekommen, wir empfanden es so auch durch das verhalten von einigen leuten, und das lag mit sicherheit auch an der herzlichkeit unserer bambina gegenüber

wie oft haben wir eis umsonst bekommen, uns wurde geholfen, auch häufig, ohne zu fragen, dann einfach so, unsere tochter wurde gedrückt, geküsst ...................am rolli wurde angepackt, wenn es nicht weiter ging............
aber ... das liegt halt auch an der herzlichen mentalität (naja, sicher nicht immer) aber überwiegend

und ich mag einfach diese herzlichkeit ....................


und ......allerdings mit unseren hunden hatten wir öfter probleme, in hotels, und das besonders in italien, selbst mit dem kleinen baci, aber da haben wir uns dann halt etwa spezielles gesucht, meist sowieso apartementos, aber auch da
und ich stelle fest .......fernweh ....oder nein, heimweh .....ist mein 2. zuhause, mehr als meine alte heimat, seltsam
Das hört sich alles sehr gut an, Danna Toscana.
Die Südländer sind sowieso ziemlich unkompliziert, finde ich, aber dafür sehr temperamentvoll :)
ja, das ist ja gerade das schöne

mir ist es auch lieber, die fetzen fliegen mal ........als ewig lange kalter krieg oder schweigen
in der deutschen Bevölkerung scheint nach meiner Wahrnehmung das Schweigen immer mehr zum guten Ton zu gehören - die soziale Kompetenz könnte schon besser sein. Man muss nur mal das allgemeine Erstarren miterleben, wenn jemand in der S-Bahn mal laut wird. Angst!

Aber Donna, du hast was gesagt, was mir auch aufgefallen ist: warum bleibt das Negative eher hängen als all die Gelegenheiten, wo man aufgenommen wurde von einer Gruppe (es können ja nur Gruppen sein, die ausgrenzen). Die ganze Gesellschaft kann gar nicht ausgrenzen, sie ist ja keine homogene Masse.
Zum Glück wird es immer mehr gesellschaftlich inakzeptabel, Behinderte zu benachteiligen. Trotzdem, im gepflegten Hamburg war ich öfter mit meinem Vater im Rollstuhl unterwegs, auch Eis essen. Das klappte nicht mehr so gut, er musste gefüttert werden. Tatsächlich stand ein älteres Ehepaar auf - es empfand dies als Zumutung.
Von derartigen Leuten lasse ich mich gerne ausgrenzen.
Ebenso möchte ich zu keiner Gruppe gehören, die andere aufgrund fehlender Markenklamotten ausgrenzt. Was schon als Kind so.
Mir fällt grade der Spruch ein (Groucho Marx?) ich würde zu keiner Party gehen, zu der ich eingeladen bin. 
Es ist sehr leicht ausgegrenzt zu werden, man muss nicht mal eine ansteckende Krankheit haben.
Es reicht schon, wenn man erfolgreicher als der andere ist. Egal in welchem Fachgebiet.
Heute nennt man es Mobbing und ist weit verbreitet, aber es reicht auch schon, wenn man nicht in das Denkmuster des anderen passt, wird man schon im vorhinein ausgegrenzt.
Am schlimmsten finde ich die Ausgrenzung bei älteren Leuten, sie können sich nicht wehren.
Nicht umsonst sind die Sprechzimmer der Psychiater überfüllt und es werden immer mehr.
Jelly
Ich denke unter "Ausgrenzen" wird im Endefekt Meiden gemeint. Doch man meidet Menschen aus vielen Gründen. Man meidet sie ja schon, wenn man keinen Grund für das Gegenteil hat, nämlich den Kontakt zu ihnen zu suchen. Man meidet zB Menschen mit denen das Gespräch uninteressant ist, oder die immer nur über das Gleiche reden, oder sich immer nur beschweren, oder immer nur über andere herziehen, Menschen die einen hinunterziehen, weil sie meinen, dass nichts einen Sinn macht usw.

Krankheit ist nur einer von vielen Punkten Menschen zu meiden. Wenn Krankheit der Grund ist, dann weil man befürchtet angesteckt zu werden, oder weil man sich überfordert fühlt damit. Also nicht weiß, wie man nun am besten damit umgeht.
Ob das nun Ausgrenzung oder Ablehnung heißt. Die Menschen haben meistens davor Angst, was sie nicht konkret kennen. Und eine massive psoriasis ist so eine Erscheinung! Nicht ansteckend, sieht  aber ekelig und grausam aus. Kein Wunder, wenn die Leute Abstand halten!


Ich erinnere mich an Anfangszeiten, wo nach dem ein liegend und zugedeckt  im Fahrstuhl transportierter an Aids erkrankten Patient, der Fahrstuhl so gründlich desinfiziert wurde, wie damals in Cholera Zeiten. 
Und heute kann man aus der selbem Glas trinken! 


Es gibt ganz viele Gründe, warum jemand abgelehnt, bzw. ausgrenzt werden kann heute. Angefangen von Äußerlichkeiten, über psychische Erkrankungen bis hin zu Bagatellen.
Da ist man gut beraten, eine gute Portion Selbstvertrauen an zu trainieren, was meistens auch zu der Therapie gehört. Nicht alle schaffen das leider. 



Wissen befreit

Guckst du hier

http://youtu.be/OwtqzOh1vks 
erstmal vielen Dank, Tarantel, für dieses faszinierende Video - wäre ich von selbst kaum drauf gekommen, einfach weil mir das zu groß und unbegreiflich ist. Das Universum meine ich.

Und was für ein Schicksal - aufgrund seiner Intelligenz und noch anderer Eigenschaften und Umstände wurde Herr Hawking nie ausgegrenzt - ich an seiner Stelle würde mich trotzdem wohl sehr einsam fühlen. Aber das tut er sichtlich nicht.

Ich glaube inzwischen, dass es einen Grund gibt, wenn man von wem auch immer ausgegrenzt ist. Vielleicht einfach die falsche, unpassende Gesellschaft oder Gemeinschaft, die man anstrebt?  Das Ziel, irgendwo "dazugehören" zu wollen, ist nicht das Passende, sondern nur ein Konzept, was man hat? 
Oder es ist gerade mal ganz gut, auf sich selbst geworfen zu sein und herauszufinden, was herauszufinden ist? Oder, wenn man wirklich etwas will, den Kampfgeist zu entwickeln, sich seinen Platz zu erkämpfen?
Meine Art ist das nicht - wenn ich merke, irgendwo sind die Türen zu, geh ich lieber woanders hin.  
 
die Ausgrenzung fängt da schon an, wo man nicht so ganz der "allgemeinen Norm" in seiner näheren Umgebung entspricht..... :wink:

ich war ja selber ein Außenseiter, doch ich hätte dem "Ruthle" damals helfen sollen....
die anderen Kinder haben geschrieen:
du bist ja kein Mensch, weil du nicht getauft bist (sie - oder ihre Eltern - gehörten zu den Zeugene Jehovas).......
wenn man selbst ein Außenseiter ist, ist es sehr schwer - dann hat "der Mob" (anders kann ich es auch bei Kindern nicht nennen) ein Opfer mehr. Man muss sehr stark und unabhängig sein und welches Kind ist das schon?

Gegen Dummheit und unbewusstes Nachplappern (ist wohl bei Kindern so) gibt es leider kein Rezept.