zum Anwalt:
Es gibt keinen gemeinsamen Anwalt, sondern einer von beiden verzichtet auf einen Anwalt, der Anwalt meiner Frau hat deutlich darauf hingewiesen, ein Anwalt darf nur eine Seite vertreten. Zwar hat der Anwalt nichts negativ beeinflusst, aber er muss immer das Wohl seiner Partei im Auge haben.
Wir haben das so gemacht, ich habe auf einen Anwalt verzichtet, weil es keine Streitpunkte gab und wir uns einig waren, wir uns im Guten getrennt haben (und heute wieder halb zusammen sind). Dann hatte ich übrigens beim Termin (der 10 Minuten dauerte) 4 Wochen Bedenkzeit bekommen bis die Scheidung gültig war, weil ich keinen Anwalt hatte.
Übrigens bei einer älteren Frau kann sich der Altersunterschied auch bei der Rente sehr negativ für den Mann auswirken (sie hat ihre Rente vor der Ehe erworben und ist in der Ehe dann teilweise in Rente und bekommt für diese Zeit die Hälte der Rentenansprüche des Mannes). Bei uns hätte das dazu geführt, dass ich nah am Sozialhilfesatz geendet wäre und sie eine gute Rente gehabt hätte. Wir haben das verhindert in dem sie auf den Rentenausgleich verzichtet hat und ich ihr notariell abgesichert monatlich einen Betrag zahle (so bleibt mir mein Rentenanspruch für immer erhalten).
guuut habt ihr das gemacht, Ulrich....wenn das alle so machten, wäre weniger Grimmigkeit unter den ehemals Verliebten! :oops:
Wir haben es ähnlich gemacht ,es war dann Nervenschonender! Nerven hat nur die Zeit vor der Trennung gekostet und das war lang! :arrow:
Man sagt ja nicht umsonst :
In der Trennung erst lernt man den Menschen erst
r i c h t i g kennen !
Es gab auch im meinem Leben Partnerschaften, die auseinander gingen.
Ich kann und könnte heute jedem von ihnen wieder begegnen. Da ist kein Groll.
Manche schöne Erinnerung ist geblieben.
Das andere verblasst.
Wenn es nicht genährt wird.
Zum "gemeinsamen" Anwalt gibt es noch eine Alternative, bei unserer Scheidung, äußerst kostensparend, praktiziert. Als meine damalige Frau und ich uns über alle Einzelheiten, sie waren im Großen und Ganzen finanzieller Natur und Kinder waren nicht vorhanden, einig waren und dies auch schriftlich festgehalten hatten, beantragten wir am Bezirksgericht einen Termin. Die schriftliche Vereinbarung wurde dann bei der Verhandlung vom Richter begutachtet und nach kurzer Befragung war die Ehe geschieden und nach Ende der gesetzlichen Einspruchsfrist auch rechtskräftig ... somit "aus Ende Amen" ganz ohne Anwälte
so hat es meine Freundin damals auch gemacht - allerdings auch keine Kinder....
Hallo Valentin, schön dass ihr es so gut geschafft habt. So konntet ihr einige tausend Euros, die die Anwälte eingestrichen hätten, zwischen euch teilen.
BRAVO :wink: :wink:
ValentinAK hat geschrieben: Zum "gemeinsamen" Anwalt gibt es noch eine Alternative, bei unserer Scheidung, äußerst kostensparend, praktiziert. Als meine damalige Frau und ich uns über alle Einzelheiten, sie waren im Großen und Ganzen finanzieller Natur und Kinder waren nicht vorhanden, einig waren und dies auch schriftlich festgehalten hatten, beantragten wir am Bezirksgericht einen Termin. Die schriftliche Vereinbarung wurde dann bei der Verhandlung vom Richter begutachtet und nach kurzer Befragung war die Ehe geschieden und nach Ende der gesetzlichen Einspruchsfrist auch rechtskräftig ... somit "aus Ende Amen" ganz ohne Anwälte


Richtig. So geht es auch.
Als meine Freundin wg. körperlicher Gewalt die Scheidung bei einer Richterin mit ihren noch sichtbaren Blessuren einreichte, ermöglichte diese einen Termin innerhalb drei Monate.
Die Scheidung kostete meiner Freundin damit nur dreitausend Euro.
Mein Ex und ich - beide Juristen - haben einen Scheidungsvergleich entworfen,der Richterin beim Termin vorgelegt und waren in 10 min
nach 24 Ehejahren glücklich geschieden.
Dies war auch deshalb so einfach weil wir wechselseitig keinerlei Ansprüche stellten und gemeinsames Sorgerecht sowie Unterhalt für unseren Sohn vereinbart haben.Mein Ex kümmert sich heute noch um mein Haus wenn ich wegfahre und bringt im Sommer kistenweise
Getränke etc. - wenn er etwas braucht bin ich auch da.