Also ich stelle das mal hier rein, in der Hoffnung das sich einer besser als ich auskennt, und weil es vielleicht auch andere interessiert.
Ich hatte heute einen Termin beim Augenarzt (auch weil mein Hautarzt mir empfohlen hat meine Augen untersuchen zu lassen, ich habe Rosacea ).
Als erstes bekam ich von der Sprechstundenhilfe einen Bogen mit Belehrungen wie wichtig manche Augenuntersuchungen seien und das die Kassen das nicht bezahlen.
Meine Ansage , das ich keine Igel - Leistungen möchte wurde mit strengen Blicken quittiert.
Dummerweise hatte ich nicht beide Brillen mit, also meine der Doktor ich müsse noch mal wieder kommen.
ABER
Die Überprüfung der Sehstärke würde die Kasse nicht mehr zahlen und die Glaukomuntersuchung ( ab 50 jährlich) wäre ja auch keine Kassenleistung.
Zu der Problematik der Rosacea will er sich erst nach den anderen Untersuchungen äußern.
Jetzt bin ich stark am grübeln. Ist das der richtige Arzt für mich?

Wie sind Eure Erfahrungen mit Augenärzten? Und müsst Ihr alles selber zahlen?

Danke fürs Lesen und im Voraus Danke für Eure Antworten .

Engel07 (Vero)
Hallo Vero,

ah, da ist der Beitrag. :wink:

Wenn aufgrund einer Erkrankung eine Augenuntersuchung vom Arzt befürwortet wird, sollte die Krankenkasse die Leistungen übernehmen. Bei Verdacht auf eine Glukomerkrankung also auch.

Ich würde das direkt mit der Krankenkasse abklären. Wobei da sicherlich auch Unterschiede von Kasse zu Kasse sind................ leider.

L.G.
Deern
Hallo Vero,
Deern hat Dir schon eine Antwort gegeben.
Ich kann Dir sagen, daß alle Untersuchungen für Druckmessung, Glaukom-Untersuchung, Blickfeldmessung usw. heute tatsächlich privat zu zahlen sind, es sei denn, es liegt eine entsprechende Erkrankung oder Diabetes vor. In diesen Fällen werden die Kosten von der Kasse übernommen.
Vielleicht solltest Du auch wissen, daß natürlich Augenärzte -wie auch alle anderen Ärzte heutzutage- ihre Leistungen häufig von den Kassen nicht gut bezahlt bekommen -je nachdem was sie für Patienten haben. Deshalb ist jeder Arzt an solchen "Nebeneinnahmen" interessiert. Man muß nun selbst entscheiden, ob man solche Angebote annimmt oder nicht. Spritzen oder andere Behandlungen, die ein Orthopäde gegen Bezahlung anbietet, würde ich persönlich ablehnen. Beim Augenarzt sollte man schon in die Geldtasche greifen, denn das Augenlicht ist besonders wichtig.
LG
Feli
Hallo Feli!

Ist das wirklich so bei euch - ich bin schockiert?
Ich gehe zum Augenarzt - die Untersuchungen zahlt die Kasse und die Brille muß ich beim Optiker selbst bezahlen - (nur geringer Kassenzuschuss alle 2 Jahre),

Habe noch nie bei einem Augenarzt was bezahlen müssen.
Das ist aber sehr schlimm - gerade wegen dem Augenlicht - daß ist ja überhaupt nicht sozial.

kundgeba
kundgeba hat geschrieben: Hallo Feli!

Das ist aber sehr schlimm - gerade wegen dem Augenlicht - daß ist ja überhaupt nicht sozial.

kundgeba


seit der "gesundheitsreform" hier in deutschland ist die medizinische versorgung alles andere als sozial geworden.
Irgend jemand sagte, oder schrieb, " weil du arm bist, musst du früher sterben".....

Leider kann man diesen ausspruch mittlerweile bei jedem arztbesuch, -schon beim bezahlen des eintrittbeitrages. - am eigenen leib erfahren.....
Ach Husky - ich fasse es kaum -
Ich dachte immer Deutschland ist vorbildlich und wir kleinen Österreicher - müssen uns ein Beispiel daran nehmen.
Das habe ich nicht gewußt, wie arm ihr mit euerer medizinischen Versorgung dran seid. Das ist echt schlimm - was macht eine alleinerziehende Mutter - die kaum Einkommen hat - die kann sich doch keinen Arztbesuch mit den Kindern erlauben - oder sind Kinder ausgenommen?

Ich bin echt schockiert -

kundgeba
kundgeba, natürlich sind vorsorgeuntersuchungen von kindern und heranwachsenden ausgenommen.. nur wurden die kassenleistungen seit der "reform" für "normalos" sehr eingeschränkt........ alles unter dem mäntelchen der kostenreduktion im gesundheitswesen.....
Husky1 hat geschrieben: kundgeba, natürlich sind vorsorgeuntersuchungen von kindern und heranwachsenden ausgenommen.. nur wurden die kassenleistungen seit der "reform" für "normalos" sehr eingeschränkt........ alles unter dem mäntelchen der kostenreduktion im gesundheitswesen.....




Das entspricht LEIDER den Tatsachen...
[quote="Husky1
...
seit der "gesundheitsreform" hier in deutschland ist die medizinische versorgung alles andere als sozial geworden.
Irgend jemand sagte, oder schrieb, " weil du arm bist, musst du früher sterben".....

Leider kann man diesen ausspruch mittlerweile bei jedem arztbesuch, -schon beim bezahlen des eintrittbeitrages. - am eigenen leib erfahren.....[/quote]



Wobei von dem "Eintrittsbeitrag" der Arzt nix hat, weil er den nur an die Kasse weiterleiten muss... Vom sog. "Budget" pro Jahr ganz zu schweigen...
Bürokratie und Schreibarbeit ohne Ende statt Zeit für die Patienten...
Traurig, aber leider wahr...
Danke schon mal für eure Antworten,

ich werde mich auf jeden Fall bei meiner Kasse schlau machen, und euch hier darüber informieren. Bisher habe ich mir meine Brillen beim Optiker gekauft. Schon da finde ich die Gesundheitsreform eine Frechheit, denn seiher sollen wir uns ja die Brillengläser mit den Händen vor's Auge halten, es sei denn wir können uns eine Fassung dazu kaufen.
Nur das jetzt schon die Untersuchungen Privatleistungen sein sollen, das hat mich dann doch geschockt.

schönen Tag wünscht
Engel07
Wie versprochen habe ich bei meiner Kasse nachgefragt.
Alles was vom behandelnden Arzt als Untersuchung empfohlen wird, und auf dem Überweisungsschein steht kann als Kassenleistung abgerechnet werden. Also immer schön drauf achten, das man eine Überweisung hat.
Die 1. Glaukomuntersuchung ist nur für Diabetiker ( wegen erhöhtem Risiko) Kassenleistung, Alle anderen müssen privat zahlen.
Achtung : Es gibt enorme Preisunterschiede, von Arzt zu Arzt, manche Ärzte empfehlen diese Untersuchung sogar bei Kindern (natürlich als Privatleistung).
Wird bei einer 1. Glaukomuntersuchung etwas festgestellt, sind natürlich die Folgeuntersuchungen Kassenleistung.

Komisch, oder traurig an der Sache ist:
Die Sachbearbeiterin der Krankenkasse wußte genau das besonders Fachärzte gerne Privatleistungen als dringend empfehlen und die Patienten dabei auch gerne mal ein wenig verängstigen.
(Sollen die Krankenkassen eigentlich unsere Interessen vertreten? Warum ändern sie nichts, wenn doch davon wissen?)

Immer schön wachsam bleiben

Engel07
(Vero)
Guten Abend,

genau so ist es, wie bei dem blinden Huhn :wink: :D , immer Augen und Ohren offenhalten. :wink:

L.G.
Deern
Guten Abend

ich war erst neulich beim Augenarzt und brauchte keine der Untersuchungen selber zahlen.

Wenn der Arzt die Untersuchungen für nötig hält, zahlt sie die Krankenkasse.

Wenn der Patient die Untersuchungen von sich aus will, muss er selber zahlen.

Der 1. Augenarzt wo ich war, wollte auch privat abrechnen. Bin dann zu einem anderen Augenarzt gegangen der mich aufklärte und mir zu verstehen gab, das sein Kollege an mir verdienen wollte.

Liebe Grüsse


bowlingmaus
Hallo bowlingmaus,
Lies nochmals den Beitrag von Engel07 und meinen Beitrag oben.

Damit hier keine Verwirrung entsteht,
das, was Engel 07 und ich geschrieben haben, entspricht den Tatsachen.

LG. Feli
Ich bin seit ca 20 Jahren bei Augenärzten in Behandlung. Seit ein paar Jahren muss ich alle 8 Wochen dorthin. Was ich in der letzten Zeit dort erlebt habe grenzt schon an Erpressung. Nicht gegen mich, sondern gegen andere Patienten. Sie werden beim ersten auftauchen mehr oder weniger gezwungen die Eingangsuntersuchung für den grünen Star(Glaucom) machen zu lassen, egal ob sie 15 oder 100 Jahre alt sind. Das sind jedesmal 18€. Sollte bei diesen Untersuchungen ein Krankheitsbild festgestellt werde, muss die Kasse die Folgemedikation übernehmen. Aber auch hier gibt es grosse Unterschiede. Da ich privat versichert bin, bezahlt die Kasse bei mir alles bis 85%. Mir ist aber auch gesagt worden, weil sie privat versichert sind, kann ich diese Medikamente ohne Bedenken einsetzen, die AOK bezahlt sie nicht. Nun muss ich dreimal pro Tag tropfen mit zwei unterschiedlichen Medikamenten, die im Dreierpack zusammen 118€ kosten und die ich mindestens 4 mal im Jahr vorausbezahlen muss. Hier gilt wieder der Spruch von vorhin: " Weil du arm bist........". Im Klartext heisst das aber auch, dass es den GKV's offensichtlich egal ist, ob die eingesetzten Medikamente auch wirksam sind. Anders kann ich mir den Hinweis des Arztes nicht erklären. Seit 2 Jahren hat man bei mir zum grünen Star auch den grauen Star festgestellt. Nun hat vor wenigen Tagen der Arzt gewechselt und der neue hatte nichts besseres zu tun, mir eine Op dafür zu empfehlen. Offensichtlich wird auch dabei kräftig kassiert, denn ich kenne in der Verwandtschaft jemanden, der seit 10 Jahren mit grauem Star behaftet ist, der aber in einer GKV Mitglied ist. Hier müsste mal kräftig in der Politik getrommelt werden, wie weit Politiker an der Gesundheit der Bürger interessiert sind. Was unsere Gesundheitsministerin angeht, die habe ich in einer Fernsehsendung mitverfolgt, als man ihr zum Vorwurf machte, sie würde sich nicht für die Gesundheit des Bürgers interessieren. Solch eine überhebliche und arrogante Zicke habe ich noch nicht erlebt. Dass Politiker längst vom Boden der Tatsachen abgehoben haben und in Regionen schweben weit weg vom Normalbürger ist ja hinreichend bekannt. Man könnte ja erfahren wie es "da unten" aussieht und da sind die Herrschaften nicht dran interessiert.