An alle Mitglieder sowie Interessierte der Themengruppe "Sucht" :-)

Hiermit möchte ich mich als neue Moderatorin kurz vorstellen, auch wenn Einige mich ja bereits "kennen".

Ich lebe seit nunmehr 18 Jahren als trockene Alkoholikerin sehr zufrieden. Mein Weg in die Trockenheit war ein wenig ungewöhnlich - ich habe während meiner ambulanten Therapie in der Gastronomie gearbeitet - aber er war für mich genau das Richtige.

Jeder andere Weg ist aber auch sinnvoll, wenn zielführend.

Für diese Forum würde ich mir künftig eine etwas regere Beteiligung wünschen; in den letzten Wochen und Monaten war es hier ja sehr ruhig.

Allerdings bin ich recht drastisch, wenn Beiträge lächerlich gemacht oder aber auch Menschen abgekanzelt werden. Dafür steht einem Moderator die Lösch-Taste zur Verfügung und ich habe kein Problem damit sie zu nutzen.

Ab dem 01.05. werde ich vermutlich wieder in TZ arbeiten; ich hoffe alles unter einen Hut zu bekommen.


Auf ein nettes Miteinander.



kleine_chaotin
Finde es ist auch kein leichtes Thema, Betroffen sind sicherlich einige auch hier in diesem Treff.
Kann mir gut vorstellen das nicht jeder drüber reden mag.
Imagine58 hat geschrieben: Finde es ist auch kein leichtes Thema, Betroffen sind sicherlich einige auch hier in diesem Treff.
Kann mir gut vorstellen das nicht jeder drüber reden mag.



Ganz bestimmt sind einige davon betroffen :-) und ein paar mögen darüber "reden", einige eben nicht.

Und wenn das Forum nur dazu dient, daß die Nichtredenwollenden für sich selbst einen Denkanstoß bekommen, ist es doch schon mal gut. Wir können und wollen doch keinen therapieren.
Jedoch erkennt man ja auch, daß es viele Betroffene gibt und das kann durchaus hilfreich sein.
Denn oft bremst die Scham aus, und der ein oder andere verkreicht sich im stillen Kämmerlein.


kleine_chaotin
Hallo kleine_chaotin
Erst mal wünsche ich dir als Moderatorin alles gute, und hoffe, das du viele ansprechen wirst.
Aus meiner Erfahrung als Ausbilder weiß ich auch, das viele, es noch nicht war haben wollen, das sie Abhängig sind, und diese melden sich leider nicht.
Aber sie werden es lesen, und das ist auch schon ein kleiner Erfolg, allerdings sieht man den nicht.
Nicht den Mut verlieren, und mach weiter so.
Apeterle
Hallo Apterle,

herzlichen Dank für die guten Wünsche.

Du hast recht, viele werden evtl. nur lesen und weiterhin der Meinung sein, daß sie keine Suchtproblematiken haben. Ging mir, und vermutlich den meisten der trocken lebenden Menschen, ja auch lange Zeit so.

Und wenn nur eine/r nach dem Lesen einfach mal nachdenkt, sich selbst Fragen stellt und egal in welche Richtung aktiv wird, dann finde ich das wunderbar.

Man muss es nicht lesen, nicht sehen -)

Liebe Grüße

kleine_chaotin
ich denke mal, einem "Zuvieltrinker" ist in der Regel schon bewusst, dass "da was nicht stimmt", mit dem Trinkverhalten, zumal dann, wenn andere ihn schon mal drauf angesprochen hatten.

Nun ist's ein langer und anstrengender Weg, von der Erkenntnis zur Umsetzung von heilenden Maßnahmen. Im Zweifelsfall ist die wirksamste Maßnahme : keinen Alkohol mehr trinken.

Klingt einfach. Ist es aber nicht. Und ist nicht ohne Hilfe von außen zu schaffen.

Steht der Entschluss fest : "ab heute trocken", also ist die Kapitulation erfolgt, braucht's sofort mindestens zwei Helfer :

einen mit Suchtkrankheiten erfahrenen Mediziner,

eine Selbsthilfegruppe.

von beiden erfährt man, wie man Situationen mit Trinkverlangen durchhält, wie man sich ablenkt, welche medizinischen Maßnahmen ggf. notwendig sind.

Ich denke schon, dass Fingerzeige dieser Art, wie mein Beitrag hier, hilfreich sind. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Ich widerspreche da an einem Punkt.

Der Entschluss keinen Alkohol mehr zu trinken ist mitnichten eine Kapitulation, sondern die Entscheidung, den Kampf gegen die Sucht aufzunehmen. Dabei ist klar, dass dieser Kampf in unterschiedlicher Ausprägung bis ans Lebensende dauert.
Ist jemanden schon aufgefallen, dass die Moderatorin seit einem Jahr sich hier nicht mehr geäußert hat? Letzter Eintrag 26.07.2014, 20:19
Ja-leider.