.@Anouk

....1.)@filofaxi: Egal ob man adoptiert ist oder nicht, zu den Eltern (sozialer Art, weil durch sie sozialisiert und/oder biologischer Art) besteht immer eine schicksalhafte Beziehung, die auch aller meistens in der Synastrie nachweisbar ist. Ich selbst bin adoptiert (kenne momentan also nur meine sozialen Eltern) und um nur eine beispielhafte Konstellation zu nennen, der Mond (Mutter/Kind) meiner Adoptivmutter steht exakt an meinem Aszendent!

Von einer Freundin, die ebenfalls!!! adoptiert wurde, kann ich berichten, dass hier der Fall umgekehrt liegt, ihre eigene Mondposition ist identisch mit dem Aszendent ihrer Adoptivmutter! Es gibt jedoch selbstverständlich weitere entsprechende Synastrieaspekte, die ich hier nicht alle nennen möchte. .....



schicksalhaft können auch eltern werden, die garnicht da sind, sodass man reserveeltern zugewiesen bekommt. also wäre hier das kriterium für „schicksalhaftigkeit“ zweideutig.


nach traditioneller deutung ist der aszendent immer man selber, und der planet, der dort zur eigenen geburt steht, auch. das bedeutet, dass eine frau, die gerade mutter wird, den transitierenden mond möglichst an ihrem radix asc haben müsste.

der descendent hingegen ist das, was einem gerade entgegentritt, also zb der partner, den man getrennt von sich selber wahrnimmt. das wäre beim neugeborenen dann seine mutter, sodass das neugeborene den radixmond der mutter, durch den sie sich als mutter darstellt, immer idealerweise an seinem dsc haben müsste

da der radixmond des kindes den transitmond für die mutter bei der geburt darstellt, müsste hingegen der radixmond des kindes im synastriehoroskop immer am radixascendenten der mutter stehen – unabhängig davon, welches kind es jeweils ist.

daraus folgt, dass alle geschwister den radixmond an der gleichen stelle haben müssen, wenn dies als familienmerkmal über den ascendenten der mutter vorgegeben ist.

da das leider nicht der fall ist, kann man eine zufällig übereinstimmung mit dieser deduktiv abgeleiteten regel nicht als wissenschaftlich (prognostisch) verwendbare tatsache ansehen.

ähnlich ist es auch mit der behauptung, der zeugungsmond sei mit dem geburtsmond identisch und man könne – je nach stellung in weiblichen oder männlichen zeichen – das geschlecht des kindes im voraus ablesen, denn dann müssten alle frauen bei der geburt den mond im weiblichen und alle männer den mond in männlichen zeichen haben.


.....2.)Ich selbst habe Zwillinge, 2 Jungs (26 J.), die zweieiig sind. Doch es gilt auch für eineiige: ihre unterschiedlichen Lebensläufe, sowie Wesensarten lassen sich am besten mit Hilfe der Combin-Methode verfolgen. Dabei gilt: dem Älteren entspricht der AC und die Sonne, dem Jüngeren der DC und der Mond, sowie die jeweiligen Zeichenherrscher derselben. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass dieses zutrifft! ......

das ist eine interessante beobachtung, die mich vor vielen jahren ebenfalls zur astrologie geführt hat, und die ich aber nur bei mir selber beobachten konnte. als ältester von drei kindern steht meine sonne im gleichen zeichen wie der asc der mutter, jedoch nicht im traditionellen ersten sondern im 12. haus. mein asc hingegen entspricht dem sonnenzeichen des vaters. die jüngste schwester hat ihrerseits den radixmond tatsächlich am descendenten ihrer mutter – im 7. haus, und hat das gleiche sonnenzeichen wie der vater – allerdings mit einem ziemlich großen orbis.

wenn man nun eine genügend große familie hat, kommt irgendwann jede kombination vor, und ist damit ebenfalls leider nicht prognostisch (und auch nicht diagnostisch) verwendbar.


......Diese Methode hat vor allem Marie Luise Mathis, eine bekannte österreichische Astrologin, bezüglich Mehrlingsgeburten ausgearbeitet und dargestellt. Außerdem möchte ich den Erkenntnissen von Frau Mathis noch hinzufügen, dass die Tatsache der unterschiedlichen Lebensläufe auch damit zusammenhängt, dass das Radix meiner Ansicht nach eben nicht das “Ich“ zeigt, sondern die ganz eigene Färbung der Seele. Das freie “Ich“ entscheidet jedoch letztlich welche Seelenanteile es wann zum Ausdruck bringt und das kann eben auch bei Mehrlingsgeburten sehr anders und differenziert sein! ......

wenn man die deterministische sichtweise der psychologischen astrologie zugrunde legt, bei der die ersten erfahrungen nach der geburt prägend für das weitere leben sind, sodass alle weiteren erfahrungen darauf aufbauen oder sogar darauf reduziert werden, gibt es garkein „freie entscheidendes ICH“, denn sofern man die umstände kennt, kann man sofort voraussagen, wie sich der entsprechende dabei verhält.

geht man hingegen davon aus, dass es keine schicksalsbestimmende geburtssituation gibt, gibt es auch keine astrologie, die irgendetwas aufgrund einer „stundenschau des beginns“ beurteilen könnte, weil dann alles von anderen faktoren bestimmt wird, wie zb umwelt und soziale einflüsse, sowie einen selbstbestimmbaren lernfortschritt, der dabei hilft, zu einem andren menschen zu werden, wie man es zum geburtszeitpunkt mal war.

beide modelle einfach willkürlich miteinander zu vermischen, schafft hingegen keine klarheit sondern vergrößert die verwirrung nur noch mehr, sodass man am ende von der astrologie weder als nützlicher weltanschauung noch als "wissenschaft zur errechnung und bewertung von zeitqualitäten" sprechen kann.

also wäre eine statistik, wie sie zb die gebrüder gauquelin zur ermittlung von übereinstimmung von beruf und planetenstellung an asc und mc aufgestellt haben, zwingend notwendig, um die astrologie vielleicht doch noch halbwegs salonfähig zu machen.



....>>auch wenn man bei krankheitsverläufen die antike astrologie völlig außer kraft setzt und vor allem die neuen langsamen planeten bewertet, kommt man trotz großer toleranzräumen nicht zu medizinisch wirklich brauchbaren resultaten. <<

Sollte es hier nicht eher heißen: "Denn WEIL MAN..." ? Dann würde ich deine oder diese spezielle Aussage von dir, glaube ich, verstehen, doch in der Form wie folgt, eher nicht.....


nun, es spielt keine rolle, ob man die antiken planeten beibehält oder einfach weglässt und sich statt dessen ausschließlich auf die modernen konzentriert, um das nachzuweisen, was mit den antiken alleine nicht geht – das resultat ist gleichermaßen unbefriedigend.

um langdauernde entwicklungen irgendwie zu erfassen, hat man vor der entdeckung der neuen planeten verschiedene direktionssysteme erfunden, bei denen die planeten symbolisch pro jahr ein grad oder um 30 grad (ein zeichen) oder um ein haus (erdraumfeld vom ascendenten aus gemessen) verschoben wurde.

es gibt auch die methode der septare nach döbereiner, der die planeten alle 7 jahre um ein haus verschiebt, sodass ein ganzes lebensalter mit 84 veranschlagt wird. falls hier nicht die gewünschte übereinstimmung von planetenkonstellation mit ereignissen (die dadurch „ausgelöst“ werden) erfolgt, wird einfach die reihenfolge umgedreht, bis irgendwas passt.

dass natürlich so manche leben schon vorher enden, zeigt, dass dieser schlüssel individuell zumindest modifiziert werden müsste. das geschieht anhand der ereignisberechnung mit dem ziel, einen bestimmten rhythmus herauszubekommen. ähnlich funktioniert auch die geburtszeitkorrektur, wenn die tatsächliche nicht exakt feststeht.

@pluliz

....Würde die Lösung nicht annähernd darin bestehen können, dass man nicht den tropischen, sondern den siderischen Tierkreis bei der Bewertung zugrunde legt? Und hier sowohl die "antike Astrologie" als auch "die langsamen Planeten" miteinbezieht? Oder den chaldäischen Tierkreis, zu dem ich aber noch zu wenig weiß, um einen sinnvollen Vorschlag zu machen.
Oder wurde sowohl dieser als auch jener Tierkreis zugrunde gelegt?....


beim horoskop geht’s vor allem um die position der planeten (und allen voran von sonne und mond) in den erdraumfeldern (doppelstunden eines tages), denen einen bedeutung beigemessen wird.

die position in den (siderischen) sternbildern oder (synodischen) sternzeichen, die den monaten innerhalb eines jahresumlaufs der erde um die sonne entsprechen, ist nur die rechnerische voraussetzung dafür, ihre tagesposition zu ermitteln, um sie anschließend in die uhr des horoskops richtig einzuordnen.

wer die sonne beispielsweise nach ihrer synodischen position bewertet, kann dadurch die jeweilige jahreszeit (monat des widders, des stiers etc) ermitteln. im zusammenspiel mit dem mond werden die gravitationsfelder berechnet, die auf die erde wirken und zb ebbe und flut hervorrufen (gezeitenkalender).

eine reine mondberechnung hingegen zum zwecke der ermittlung von pflanz und erntezeiten ist genauso sinnlos wie die reine sonnenberechnung, weil dazu immer beide himmelskörper zusammen gesehen werden müssen, was dann in den einzelnen mondphasen sichtbar wird. ein vollmond im sommer ist dann noch anders zu bewerten als einer im winter, sodass dann die sonnenberechnung in den synodischen zeichen hinzukommt.

wer jedoch sagt: „wenn man zum friseur geht, und der mond im widder steht, werden die haare militärisch rappelkurz geschnitten“, unterstellt damit, dass nicht der mond eine bestimmte gravitationsbedingte wirkung ausübt, sondern der sternenhintergrund, vor dem er gerade steht.

dann müsste man jedoch seine siderische und nicht synodische position berücksichtigen, und da stünde er leider im fisch, und der haarschnitt würde eher verträumt und langhaarig ausfallen.
eher glaube ich, dass Erkenntnisse wie z. B. hier vorgestellt werden
http://www.astro.com/astrologie/in_astromed_g.htm

sowie weitere beobachtbare Faktoren, bisher niemals nahezu alle zusammen berücksichtigt wurden bei wissenschaftlichen Überprüfungen von jenen Wissenschaftlern, die jenen naturwissenschaftlichen Beweis einer Koinzidenz zwischen transitierenden Planeten ....., zumindest vorgaben, finden oder ausschließen zu wollen.

Und was sagst du hierzu? (informativ gefragt)

was ist deiner Meinung nach dran an dem, was hier steht?
Zitatanfang
>>Ich persönlich habe auch einen Punkt, der mir als der geeigneteste erscheint für einen Ayanamsha. Die Andromedagalaxie (M31) liegt genau auf dem Übergang zwischen Fische und Widder. Von ihren astrologischen Eigenschaften her und von ihrer Stellung eben am Anfang des Fixsterntierkreises scheint sie mir der wirkliche Anfang zu sein. Sie lag im Jahr 2000 bei 27°43 Widder.<< Zitatende
Hier ist der vollständige Artikel:
http://www.astrologie-ausbildung.eu/ast ... r-tropisch

Da du auf Seite 12 eien anderen Punkt nennst, wollte ich dich gerne noch einmal zu dem Unterschied befragen, wieso das hier Gesagte auf keinen Fall stimmen kann nach deiner Ansicht.
ich denke, das medizinische problem der "machbarkeit" einer gesunden entwicklung im sinne einer optimierung des menschen zu einem perfekt funktionierenden organismus ist eher ein filosofisches als ein astrologisches.

die auffassung von "gehemmten und kompensierten anlagen", die es zu entwickeln gilt, um einem (jedem) menschen ein (kern-)gesundes, und womöglich noch ewiges leben zu ermöglichen, ist eine etwas größenwahnsinnige auffassung der modernen medizin, die die fehlerhaftigkeit der natur ausgleichen will, ohne zu sehen, dass damit die einseitigkeit allen „so-seins“, welche eine dynamische polarität bedingt, und damit auch die notwendigkeit des ausgleichs durch äußere hilfsmittel, damit ebenfalls aufgehoben würde.

das hieße in der praxis, dass jemand, der energie verbraucht, (was auch immer jungfrauenhaften verschleiß und damit vergänglichkeit durch tod bedeutet, für die die krankheit der indikator ist) diese nicht mehr aus der umwelt wieder nachzufüllen brauchte, was ja kompensation bedeutet, indem der mangelbedingte leidensdruck durch neuaufnahme von energie (zb in form von nahrung) kompensiert (ausgeglichen und damit behoben) wird.

dass dies nicht immer zum gewünschten und vielleicht (für bestimmte zwecke) notwendigen zeitpunkt und auch nicht im entsprechenden maße möglich ist, und damit gehemmt wird, lässt sich dabei leider nicht vermeiden. die dabei erforderliche frustrationstoleranz aufzubringen, und dabei bedürfnisaufschub oder –ersatz zu leisten, gehört jedoch zu den fähigkeiten eines sich selbstregulierenden systems mit dazu, was aber auch eine natürliche grenze hat. denn selbst wenn man alle organe austauschen würde, wäre die genetische reproduktionsfähigkeit der zellen trotzdem sozusagen das programmierte ende des lebens für den jeweiligen organismus.

die (höher-)entwicklung vom kind zum erwachsenen als maßstab für eine künstliche, lineare weiterentwicklung zum unsterblichen supermenschen anzustreben, ist insofern illusiorisch, weil zum zyklischen lebenskreis auch die vergänglichkeit und die vernichtung durch tod dazugehört. im geistigen sinne dient die skorpionische selbstüberwindung des egos in der partnerschaft und die steinböckische selbstopferung zugunsten der gemeinschaft dazu, den lebenszweck der arterhaltung zu erfüllen, und nicht nur der selbsterhaltung auf kosten anderer, wie es in der kindheit notwendig ist, um überhaupt widdermäßig überlebensfähig zu werden und später seine gene löwemäßig an geeignete sexualpartner weitergeben zu können.

also wäre die skorpionische einsicht der ärzte, dass der tod zu den unbesiegbaren gegnern des ewigen lebens gehört, eine wichtige voraussetzung, um wassermännisch die eigenen grenzen zu begreifen, ohne die es keine wirklich nutzbare freiheiten gibt, und dann das tun, was man tun kann, um das lebensbedingte leiden auf erden halbwegs erträglich zu gestalten.
Für die Ausführungen wieder vielen Dank.

Doch lieber Filofaxi, da ist evtl. ein Missverständnis aufgetreten, was meine Frage im 2.Teil betrifft. Es ging dabei nicht um Gesundheits- oder Entwicklingsangelegenheiten, es geht mir um die unterschiedlichen Begründungen im Netz, somit auch um deine Begründung bezüglich den Grad-Verschiebungen zum Frühlingspunkt. Ayanamsha - wieso sagen die Einen auf z. B. 1950 bezogen, die Verschiebung sei beim Lahiri-Ayanamsa 23° 09', beim Bhasin-Ayanamsa 22° 02', gem. Bradley seien es 29° 06′
Dann steht da: Der siderische Fagan-Bradley-Tierkreis liegt für 1950 bei einem Ayanamsa von 24° 02′.
Und gem. meiner Frage an Dich im vorigen Beitrag (sorry mein Link dorthin war kaputt) schreibt diese Autorin, gem. ihrer Berechnung sei
es im Jahr 2000 bei 27°43 Widder gewesen. Was stimmt unter den verschiedenen Einschätzungen bzgl. des Ayanamsa am ehehesten und mit welcher Begründung d. E. ?
Hier ist der vollständige Artikel:
http://www.astrologie-ausbildung.eu/ast ... r-tropisch

M. E. stimmen die Daten auf den folgenden Seiten auch zum Teil nicht mit dem, was du bzgl. Ayanamsa erklärt hast, überein:
http://www.astrologie-zentrum.net/index ... umrechnung
http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4zession
http://de.wikipedia.org/wiki/Siderische_Astrologie

Und daher interessiere ich mich für deine evtl. besseren Begründungen.
Oder habe ich wieder etwas verwechselt oder missverstanden? Kann ja gut sein, denn wirklich Ahnung habe ich noch nicht. Doch was auf den obigen Seiten ausgrführt wird, ist teils halt anders zu dem, was du z. B. auf Seite 12 zu den Verschiebungen sagst.
pardon, ich habe meine antwort geteilt, also zuerst die medizinische frage beantwortet und komme jetzt zum astrologischen teil.

ausgehend davon, dass es tageszeitentypen (die durch die sonnenposition in den erdraumfeldern angezeigt werden) und jahreszeitentypen gibt (zu sehen an der sonnenposition in den synodischen tierkreiszeichen vom frühlingspunkt an gerechnet), hat der sternenhintergrund der ekliptiksternbilder (scheinbarer lauf der sonne um die erde) nur die aufgabe eines messkreises, und stellt nicht etwa einen „strahlenden energiekreis“ dar, durch den planeten ziehen, die – ja nach position – ein kleines stückchen davon verdecken, sodass diese minimale störung hier auf erden irgendwelche wirkungen hervorruft.

der messkreis wurde nach einer spiegelbildlichen ordnung entworfen, wobei die 6 (bzw 7) planeten auf 12 gleich große tierkreisabschnitte verteilt wurden, über die sie symbolisch herrschten. das sieht man heute noch sehr deutlich daran, dass die vertikale teilung zwischen den beiden saturnbeherrschten zeichen steinbock und wassermann im winter und zwischen den beiden lichterbeherrschten (sonne und mond) zeichen krebs und löwe stattfindet.

die beiden anderen kardinalpunkte bilden dementsprechend null grad stier und null grad skorpion, wo damals der frühlingsanfang und herbstanfang stand, sodass der tropische tierkreis mit dem siderischen identisch war, weil letzterer die vorlage für die benennung der sternbilder war. wann das genau war, lässt sich ziemlich genau nachverfolgen, wenn man den abstand von aldebaran im stier bis zum heutigen frühlingspunkt berechnet.

dies wäre dann das ayanamsha vom frühbabylonischen zeitpunkt an bis heute, und nicht etwa vom indischen oder römischen zeitpunkt an gerechnet. dass man aldebaran heute auf 15 grad stier verlegt hat, ist wohl auch eine eigenwillige maßnahme, die den umstand negiert, dass das ganze system auf null grad stier ausgelegt ist, weil sonst die ganze symmetrie keinen sinn machen würde.

mythologisch wird gern die sumerische geschichte von gilgamesch und enkidu (ca 2600 v chr.) als der zeitpunkt angenommen, wo der frühlingspunkt vom zwilling in den stier gewandert ist, und 1200 v chr zeigte dann der ägyptische widderkult den übergang vom stierzeitaler ins widderzeitalter an, und die zeit um christi geburt kennzeichnet den übergang ins fischezeitalter. hierbei fragt sich, ob die rückwärtsbewegung des frühlingspunktes gleichmäßig vonstatten ging, oder sich sogar beschleunigt.

es hängt also immer davon ab, wann man die ayanamsha misst und von wo an man misst. wenn man von einer gleichmäßigen bewegung von einem grad in 72 jahren ausgeht, und den frühlingspunkt um 2600 v chr, bei null grad stier (statt wie heute bei 15 grad stier) annimmt, hat er seitdem ca 64 grad zurückgelegt und läge jetzt bei 26 grad wassermann.

geht man jedoch davon aus, dass man den heutigen siderischen tierkreis so verschoben hat, dass aldebaran auf 15 grad stier und der frühlingspunkt bei 0 grad fisch oder 29 grad wassermann steht, wäre die differenz 75 grad. multipliziert mit 72 jahren käme man auf eine ayanamsha von 5400 jahren, also 3400 v chr. wo der siderische mit dem synodischen tierkreis exakt übereinstimmte.

interessant ist auch, dass das in etwa auch dem großen maya-zyklus entspricht, von dem man ja glaubt, dass er letztes jahr zu ende ging und ein neuer begonnen hat, und auch mahavira, der vater der indischen astrologie sein wissen von shiva persönlich erhalten haben soll. die veden als brahmanisches kulturgut sind allerdings nachweislich erst um 1600 v chr entstanden, als der vater abrahams aus dem lande kusch (hindukusch) in die heutige türkei aufbrach, und abraham selber dann von da aus in richtung ägypten zog, und möglicherweise das gedankengut beider kulturen zu einer neuen vereinigte.

in anlehnung zu der in deinem letzten wikipedia link geäußerten kritik der synodischen an der siderischen astrologie teile ich den standpunkt dieter kochs, der ja auch die häuser neu berechnet hat, nachdem placidus sie viel zu groß dargestellt hat, sodass immer wieder bis zu zwei tierkreiszeichen darin platz fanden.
Alles sehr wichtig zum Dazulernen, was du ausführst und wieder sage ich Danke.
Doch...
Ich sollte endlich einmal frei heraus fragen, was ich wissen möchte, anstatt wie bisher herum zu eiern.
Welches Ayanamsa trifft den Charakter des Horoskopeigners am ehesten genau?
Die folgenden Unterschiede zeigen doch sehr schön, was ich meine und dass sich diese Unterschiede bei jedem Menschen finden lassen würden. Welcher Ayanamsa ist d. M. nach stimmiger?
Doch um zu verstehen, was ich meine, habe ich dir nur einmal zwei meiner Planeten in Häusern als Beispiel hier her kopiert.

Nach dem tropischen Tierkreis steht meine Venus im 11. Haus (geb. am 3. 12.58 um 2:30 in Tanger)
Nach dem siderischen bei einer Verschiebung um 23° 16' ist mein Mond im 3. Haus.
Was meinst du(!), was da schon bei den Häusern für ein Unterschied heraus kommt (hier nach Astrid Aichner z. B).
Und jeweils eines von beiden Häusern beschreibt meinen Charakter und mein Wesen nunmal eindeutig genau, während das jeweils andere nicht stimmt.

"-Mond im 11. Haus, Krebs an der Spitze des 11. Hauses:
Wen der Horoskopeigner mit dem Mond im natürlichen Wassermannhaus ‚Freund’ nennt, der kann alles von ihm haben. Aber ebenso verletzt reagiert er auf Enttäuschungen (er erwartet ebenso Unterstützung vom anderen, wenn er sie braucht) im freundschaftlichen Bereich, daher ist es wichtig zu prüfen, auf wen man sich einlässt. Gute Freundschaften bedeuten dem Horoskopeigner für seine emotionale Sicherheit sehr viel. Mitunter können so enge freundschaftliche Beziehungen entstehen, an die die Bindung ebenso stark ist wie an Blutsverwandte (Fähigkeit zur „Freundesfamilie“). Über die persönlichen freundschaftlichen Beziehungen hinaus besteht meist auch Interesse für gesellschaftliche und soziale Belange (Vereinsleben, karitative Organisationen, u. a.). Viele Menschen mit dem Mond im 11. Haus betrachten Gruppenaktivitäten und gesellschaftliche Anlässe als Möglichkeit, sich von den Kämpfen in anderen Lebensbereichen zu erholen. Oft ist die Fähigkeit vorhanden, die Gefühle großer Menschengruppen zu bewegen."
(Anmerkung: Ich gelte zwar als gute Freundin, auf die man sich verlassen kann usw.
Doch ich selbst BRAUCHE leider keine Freunde im üblichen Sinne, bin Einzelgängerin...
Somit passt 3.12. 58 um 2:30 wesentlich weniger gut, als wie es nach dem siderischen passt (10.11.58 um 1:19 Uhr, wo der Mond im 3. Haus steht.)
------------
" -Mond im 3. Haus, Krebs an der Spitze des 3. Hauses:
Menschen mit dem Mond im natürlichen Zwillingshaus haben meistens Phantasie und ein gutes Gedächtnis. Die Sonne im 3. Haus glaubt, Wissen sei Macht; der Mond im 3. Haus sehnt sich danach, mehr zu wissen, weil es ihm das Gefühl der Sicherheit verleiht. Da der Mond stark den Einflüssen der Vergangenheit unterliegt, kann eine Faszination für Wissensgebiete wie Archäologie, Genealogie und Geschichte bestehen. Kinder mit dieser Mondposition nehmen Wissen besonders gut virtuell (mittels Bilder) und akustisch auf (Geschichten, Märchen). Abstrakte Lerninhalte werden besser angenommen, wenn es gelingt eine emotionale Beziehung zum Lerninhalt herzustellen. Kommunizieren ist für das Wohlbefinden des Horoskopeigners von großer Bedeutung. In der Regel ist er ein guter Zuhörer, und als Redner ist er meist in der Lage, die Herzen seiner Zuhörer zu bewegen. Diese Mondstellung gehört auch zu den ‚Lehrer-typischen’ Konstellationen, was mit dem Talent zusammenhängt, auf die tieferen Bedürfnisse und Gefühle der Schüler und Studenten einzugehen. "
.....................

" -Mond im 2. Haus, Krebs an der Spitze des 2. Hauses:
Eine solide Existenz und finanzielle Absicherung gehören mit dieser Mondstellung im natürlichen Stierhaus zum emotionalen Sicherheitsbedürfnis des Horoskopeigners. Der Mond projiziert Gefühle auf das, was er besitzt. Manchmal findet man ein sentimentales Haften an Gegenständen, vor allem, wenn sie Familienerbstücke oder mit der Erinnerung an wichtige Menschen oder Situationen im Leben verbunden sind. Die Begeisterung für Erbstücke und Antiquitäten, für alles Mögliche aus der Vergangenheit ist oft groß. Menschen mit dieser Mondkonstellation verdienen ihren Lebensunterhalt oft mit Berufen, die für den Mond typisch sind, also öffentliche Dienste, Arbeit im Bereich der Lebensmittelversorgung oder der Verpflegung, in Gaststätten oder Hotels, Kinderbetreuung, Tätigkeiten in Zusammenhang mit Haus und Grund oder sogar auf hoher See. Diese Mondposition weist auf ein seelisches Vermögen zur Anpassung, auf Sensibilität und das instinktive Gespür für die Bedürfnisse anderer hin."
..............................
gem. trop. Tierkreis 3.12.1958
-Mars im 8. Haus, Widder an der Spitze des 8. Hauses:
"Bei geschäftlichen Unternehmungen kommt Mars im Skorpionhaus richtig in Fahrt, vor übereilte Geldgeschäfte sei aber gewarnt. Ein schwierig aspektierter Mars könnte auf Auseinadersetzungen mit dem Ehepartner über gemeinsamen Besitz, auf Streitigkeiten wegen Erbschaften, Schwierigkeiten in Steuerangelegenheiten, und Konflikten mit gerissenen Geschäftspartnern hinweisen. Zur mystischen, esoterischen sowie spirituellen Welt hat Mars im 8. Haus einen offenen und direkten Zugang. Menschen mit dieser Marskonstellation haben keine Angst sich „die Fragen des Lebens zu stellen“ und „hinter die Türen zu schauen“. Tabus, auch auf intimer Ebene, kennt diese Marsstellung kaum. Meist sind diese Horoskopeigner leidenschaftliche Liebhaber, und ein reges Sexualleben gehört zu ihrem persönlichen Lebensverständnis. Im Falle von zwischenmenschlichen Defiziten und/oder Problemen im Intimbereich, können sich Aggressionen anhäufen und entladen, gegenüber den Partnern und/oder anderen Personen, aber auch in Form von Unfällen. Da mit dieser Marskonstellation, vor allem bei emotionaler Unstimmigkeit, eine gewisse Risikobereitschaft und damit generelle Unfallgefahr besteht, sind Vorsicht und ein evtl. bewusster Verzicht auf Risiken sinnvoll (beispielsweise angetrunken, spät nachts, schnell mit dem Auto zu fahren, unbedingt einen Gipfel erklimmen müssen, beim Skifahren Pistengelände zu übertreten, …)"
gem. sid. Tierkreis (23 Grad 16) verschoben nach 17 Grad 08 trifft Mars in 9 zu, doch nicht so auf Mars in 8.
-Mars im 9. Haus, Widder an der Spitze des 9. Hauses:
„Was ich wissen will, will ich wissen!“, so kann das Motto für Mars im natürlichen feurigen Schützehaus lauten. Und haben sich Menschen mit Mars im 9. Haus einmal eine Überzeugung (gleich auf welchem Geistes- oder Wissensgebiet) zurecht gelegt, wird diese radikal verteidigt. Das Bild des Studenten, der sich mit dem Professor anlegt, mag symbolisch hierfür stehen. Ob Philosophie, Religion oder Wissenschaft, der feurige Mars kann sich hier mit seinen für ihn typischen Eifer und Ehrgeiz ein hohes geistiges Niveau aneignen, wenn er auch Demut und Respekt in diesem Lebensbereich beherrschen lernt. Diese Marskonstellation spielt häufig in Horoskopen von Leistungssportlern, wirtschaftlichen oder militärischen Führungskräften und Ärzten eine Rolle. Auch Berufe, welche die Möglichkeit zu „predigen“ geben, also Schriftsteller, Lehrer, Verleger oder Geistlicher, üben wahrscheinlich auf jemanden mit Mars im 9. Haus eine starke Anziehung aus. Oft ist Interesse für fremde Kulturen und eine große Reiselust vorhanden, und manchmal macht sich der Horoskopeigner von einem Augenblick auf den anderen auf den Weg."
Anmerkung: Hier werde ich haargenau beschrieben, wobei Mars im 8. Haus absolut nicht zutrifft und sogar das krasse Gegenteil von mir beschreibt in fast allem
---------------------------------------
Zitate aus http://astrid-aichner.npage.eu/astro-wissen.html
mit dem Unterthema "Planeten in den Häusern"
---------------------------------------
Ich kann somit doch eindeutig heraus finden, welche Verschiebungen oder welche Tierkreise von denen, die man im Netz findet, sehr gut passen und welche weniger bis gar nicht.

Hat man so eine Untersuchung denn noch nicht bei einer großen Gruppe von Menschen durchgeführt?
Es geht hier auch nicht um die wackeligen Selbstbeschreibungen. Schau z. B. in meine (oderin jede eine andere Homepage von Kunst- und Kulturschaffenden oder Schriftstellern usw.), was ich real tue und tat und schreibe..., schau, wie oft ich umgezogen bin (über 35 mal) Schau bei anderen Menschen in deren Homepages, in ihre Vitae, in ihre Lebensläufe usw. Ich finde, es dürfte doch ein einfaches sein, anhand des wahren Wesens Rückschlüsse zu ziehen auf den am ehesten zutreffenden Tierkreis zu schließen.
Und in dem Sinne meinte ich meine Frage an Dich: Welcher Tierkreis, also der siderische, der tropische usw. passt am besten DEINERN MEINUNG nach und deiner Erfahrung nach überhaupt und allgemein?
Kleine Korrektur: Zwar ist 17° 08' richtig, doch nur solange der Mond AUCH im 3. Haus berührt ist, was nur nach Placidus der Fall ist, doch nicht nach Koch.
Somit wäre richtiger: Zwischen 17° 08' und 17° 07' weil dann sowohl nach Placides als auch nach Koch der Mond zwischen 2. und 3. Haus steht. Dies ist z. B. dann gegeben, wenn ich die Geburtszeit von 1:19 auf 1:04 Uhr korrigiere. (Und am Rande erwähnt, ich bin ja tatsächlich nach Angaben meines Vaters um 1 Uhr herum und gem. meiner Mutter um plus minus halb drei in der Nacht geboren.)

Wobei, 1:19 Uhr gem. Placidus sehr genau passt im Hinblick auf die so ausgeprägte künstlerische Seite in mir (Pholus 5/6), die nach Koch zwar auch passt, aber nach nach dem Häusersystem von Koch rutscht der Mond dann wieder ALLEIN ins zweite Haus.
Und das passt ja überhaupt nicht, weil ich absolut nichts nach materiellen Dingen frage und an nichts Materiellem hänge. Nach der Scheidung überließ ich alles meinem Exmann. Die erste Wohnungseinrichtung überließ ich dem Vater meines Sohnes, auch bis heute habe ich mir keinen Besitz angeschaftt. Bin über 35 Mal umgezogen (Merkur 4, was bei 2:30 Uhr am 3. Dez. 58 ja auch nicht zu sehen ist, weil Merkur da im 3. Haus steht, obwohl zugegeben, wenn gem. meinem Vater seiner Erinnerung ich um 1 Uhr herum geboren wäre, wiederum im 4. Haus..) und fange oft wieder von vorne an. Bin halt eine typische Künstlerin mit wissenschaftlichem Interesse, also auch ein bisschen ein zertreuter Professortyp zugleich. Somit passt eindeutig das folgende nicht auf mich, während Mond in 3 genau passt. Ich zäune das Pferd von hinten vielleicht auf, tue etwas, was umgekehrt abläuft zu dem, was Astrologen im Allgemeinen tun. Doch da ich ja auch mit analytischer Begabung ausgestattet bin, was mir total viel Freude macht, so vor zu gehen... was also spricht dagegen? Ich finde, auf diesem Weg, wie ich es hier anklingen lasse, lässt sich doch auch eine wissenschaftliche Großstudie angehen.
So ein bisschen nach dem Ausschlussverfahren vorzugehen, erhält hier wie ich finde, hiermit seine Berechtigung. Hier folgt also, was nicht passt, was nach dem System von Koch allerding heraus kommt und nach dem System von Placidus nicht, weil bei ihm "mein" Mond im 3. Haus mit dabei ist.

"-Mond im 2. Haus, Krebs an der Spitze des 2. Hauses:
Eine solide Existenz und finanzielle Absicherung gehören mit dieser Mondstellung im natürlichen Stierhaus zum emotionalen Sicherheitsbedürfnis des Horoskopeigners. Der Mond projiziert Gefühle auf das, was er besitzt. Manchmal findet man ein sentimentales Haften an Gegenständen, vor allem, wenn sie Familienerbstücke oder mit der Erinnerung an wichtige Menschen oder Situationen im Leben verbunden sind. Die Begeisterung für Erbstücke und Antiquitäten, für alles Mögliche aus der Vergangenheit ist oft groß. Menschen mit dieser Mondkonstellation verdienen ihren Lebensunterhalt oft mit Berufen, die für den Mond typisch sind, also öffentliche Dienste, Arbeit im Bereich der Lebensmittelversorgung oder der Verpflegung, in Gaststätten oder Hotels, Kinderbetreuung, Tätigkeiten in Zusammenhang mit Haus und Grund oder sogar auf hoher See. Diese Mondposition weist auf ein seelisches Vermögen zur Anpassung, auf Sensibilität und das instinktive Gespür für die Bedürfnisse anderer hin."
Quelle: http://astrid-aichner.npage.eu/mond.html
----------------------------------------------------

Hier zum Vergleich Mond im 3. Haus

-Mond im 3. Haus, Krebs an der Spitze des 3. Hauses:
Menschen mit dem Mond im natürlichen Zwillingshaus haben meistens Phantasie und ein gutes Gedächtnis. Die Sonne im 3. Haus glaubt, Wissen sei Macht; der Mond im 3. Haus sehnt sich danach, mehr zu wissen, weil es ihm das Gefühl der Sicherheit verleiht. Da der Mond stark den Einflüssen der Vergangenheit unterliegt, kann eine Faszination für Wissensgebiete wie Archäologie, Genealogie und Geschichte bestehen. Kinder mit dieser Mondposition nehmen Wissen besonders gut virtuell (mittels Bilder) und akustisch auf (Geschichten, Märchen). Abstrakte Lerninhalte werden besser angenommen, wenn es gelingt eine emotionale Beziehung zum Lerninhalt herzustellen. Kommunizieren ist für das Wohlbefinden des Horoskopeigners von großer Bedeutung. In der Regel ist er ein guter Zuhörer, und als Redner ist er meist in der Lage, die Herzen seiner Zuhörer zu bewegen. Diese Mondstellung gehört auch zu den ‚Lehrer-typischen’ Konstellationen, was mit dem Talent zusammenhängt, auf die tieferen Bedürfnisse und Gefühle der Schüler und Studenten einzugehen.
Quelle: http://astrid-aichner.npage.eu/mond.html

Das waren bisher, wenn die aus meinem vorigen Beitrag mit gezählt werden, nur wenige Beispiele zum Vergleichen.
Und für alle in Astrologie Unversierten (so wie ich), die es auch mal ausprobieren wollen: Bei diesem interessanten Vergleichen hilft mir ungemein auch diese Seite:

http://www.astroschmid.ch/zodiak.htm
(also in Kombination zu Astrid Aichner oder horoskop-paradies.ch oder auch die Häuserbeschreibung in Astroschmid.ch u.a...)
man hat natürlich schon statistische erhebungen gemacht, um zb bestimmte berufe einer jeweiligen sonnenposition in den entsprechenden sternzeichen zuzuordnen. dies ergab allerdings weder signifikante häufungen in den erwartbaren zeichen noch in irgendwelchen anderen, sodass hierzu offenbar weder eine tropische noch ein siderische sonnenposition passt. damit kann eine „strahlenwirkung“ aus dem entsprechenden bereich der ekliptik ausgeschlossen werden.

also ist die deutung von planeten in den zeichen (egal ob siderisch oder synodisch), wie sie zunächst gerne vorgenommen wird, völlig unsinnig und eine übereinstimmung mit der realität rein zufällig. die ekliptik dient lediglich als messkreis, um positionen von planeten zu orten, um sie anschließend zueinander in bezug zu setzen (winkelbeziehungen herzustellen im sinne eines sternenorakels, wo sich planeten entweder harmonisch oder disharmonisch zueinander verhalten).

statt 15 grad stier könnte man genauso gut sagen: 45 grad vom frühlingspunkt an gemessen (synodisch) der sich siderisch bei den römern auf 0 grad widder befand, oder aber bei den sumerern da, wo (siderisch) aldebaran steht und wo gleichzeitig auch der frühlingspunkt (synodisch) stand, als man den tierkreis in entsprechenden sektionen eingeteilt und benannt hat. entscheidend dabei ist eigentlich nur, dass man ein einheitliches system bei der messung verwendet.

nachdem man also die planeten geortet hat, werden sie den tageszeiten zugeordnet, die von den häusern oder erdraumfeldern angezeigt werden, und eigentlich die 12 doppelstunden sind, in die der tag früher eingeteilt wurde. die bewegung, die auf der ekliptik gegen den uhrzeigersinn stattfindet, findet durch die gegenläufige erddrehung im uhrzeigersinn statt. also müsste auch die häuserreihenfolge im uhrzeigersinn erfolgen, was nicht der fall ist, weil man hier nicht mit echten erdraumfeldern arbeitet, sondern lediglich den nullpunkt der ekliptik auf den ascendenten verlegt, und dann die 30 grad abschnitte von dort aus gegen den uhrzeigersinn neu definiert hat.

die französischen geschwister gauquelin haben nun eine neue statistische erhebung gemacht, um zu überprüfen, ob wenigestens die planeten in den erdraumfeldern irgend etwas mit den ausgeübten berufen zu tun haben, und sie wurden tatsächlich fündig. eine häufung fand allerdings nicht im traditionell erwartbaren ersten (widder) und 10. (steinbock) haus statt, sondern im 12. (fische) und 9. (schütze) haus. dreht man hier die reihenfolge um, so erhält man das 2. (stier) und das 5. (löwe) haus, welche beide für weltliche macht stehen.

wie gesagt, die stellung der planeten in den häusern hat nichts mit dem ayanamsha zu tun, sondern mit den 12 zeitabschnitten im tagslauf, wo man die planeten in aufsteigende und absteigende, sowie in die, die überm und die, die unterm horizont stehen, einteilt, um ihre „stärke“ zu beurteilen. in wiefern das horoskopschema mit den tatsächlichen gegebenheiten etwas zu tun hat oder nicht, lässt physikalisch sich nicht messen, außer bei der sonne, die dort ja die jeweilige tageszeit anzeigt, und - psychologisch gesehen - möglicherweise einen entsprechenden tageszeitentyp, so wie im synodischen einen jahreszeitentyp. hinzu käme eventuell noch ein mondphasentyp, der sich durch die berechnung des mondkalenders ergibt.

ich persönlich denke, dass man zum zwecke des messens und bewertens von zeitzyklen das tierkreisschema an jedem radixplaneten separat anlegen müsste, und zwar nicht mit der spitze des widderhauses sondern mit der spitze des wassermannhauses, der dem natürlichen beginn eines umlaufs entspricht, welcher jeweils um mitternacht, bzw zum winteranfang beginnt. von dort an beginnt der planet dann seinen tageslauf durch die häuser analog zu seinem lauf durch die ekliptik, bis sich am ende vom steinbockabschnitt der lebenskreis vollendet.
Demnach was du schlussfolgerst, hast du entweder meinen Vorschlag dem Wesen nach nicht verstanden, oder du hast meine Besipiele nicht überprüft, was ich ja auch nicht von dir erwarte - das ist klar.

Was ich anführe und ansatzweise erkläre, kann sein, dass das bis jetzt noch niemand so getan hat?
Da kommt es sehr wohl auf die Häuser an. Gradgenau. Will gleichzeitig heißen auf die Bevorzugung dieses oder jenes Ayanamsas. Seit Monaten bin ich hierin am Forschen und Vergleichen. Mit treffsicheren Ergebnissen. Glaube es mir oder lass es.
Dennoch gibtst du mir genügend Grund, danke zu sagen für alles, was neu war für mich und worüber ich neu nachsinnen kann.
nun ich kann deine beispiele nicht mit deinem leben überprüfen, weil ich das ja garnicht kenne.

ausgehend von einem bestimmten häusersystem und den planeten darin zum zeitpunkt der geburt fängt die arbeit ja erst an, denn das war nur der startpunkt ins leben.

das sogenannte transitsystem funktioniert nämlich auch nicht so, wie allgemein behauptet wird, sodass eine anlage, die im geburtshoroskop sichtbar ist, eben nicht durch sinngemäße verschiebung von planeten durch die häuser zu bestimmten zeiten ausgelöst wird, wie wolfgang döbereiner es in der münchener rhythmenlehre ausführlich dargelegt hat.

einfach irgendwelche texte zu vergleichen, und zu gucken, was am besten hinhaut, ist so vieldeutig, wenn man es mit allen planeten macht, dass man dabei auch nicht zu einem eindeutigen ergebnis kommt.

also ist das häusersystem, wie ich es beschrieben habe, nur ein vorschlag, um mal nachzudenken, wie es vielleicht noch ganz anders funktionieren könnte, und kein dogma, was man einfach befolgen muss, um zum ziel zu gelangen.

dabei fällt - im uhrzeigersinn vom asc aus gemessen, der babylonisch den anfang des stierhauses kennzeichnet - dein mond übrigens tatsächlich ins darauf folgende (zwillings) haus, statt ins wassermannhaus, und würde deine vielen umzüge erklären.
Auf Seite 12 schreibst du:
Code: Alles auswählen
den gleichen lauf nimmt die sonne von der erde aus gesehen gegen den uhrzeigersinn auch während eines sonnenjahres, 


Verwechselst du da etwas grundlegend? Denn das stimmt nicht. Nicht von der Erde aus gesehen. Das stimmt allein von der Sonne aus betrachtet.

Die Sonne "wandert", von der Erde aus gesehen von links nach rechts.
So auch der Uhrzeiger, er läuft vom Mittelpunkt des Ziffernblatts aus betrachtet, von links nach rechts (von 11 Uhr nach 12 Uhr oder von 12 Uhr nach 1 Uhr usw., heißt also von links nach rechts).

"von der Erde aus betrachtet" entspricht hier genau "von dem Mittelpunkt des Ziffernblatts aus betrachtet".
nein, ich meinte keine heliozentrische sondern die geozentrische sichtweise.

die sonne läuft im laufe eines jahres einmal durch die tierkreiszeichen im äußeren horoskopring GEGEN den uhrzeigersinn.

saturn braucht für einen umlauf ca 29 jahre, auch GEGEN den uhrzeigersinn.

aber während eines tageslaufes geht die sonne (und mit ihr auch alle anderen planeten) am asc auf und geht dann IM uhrzeigersinn durch die häuser innerhalb des horoskopschemas, die aber fälschlicherweise auch GEGEN den uhrzeigersinn numeriert worden sind, in der annahme, die häuser würden sich mit den planeten mit um die erde drehen. hier werden ganz klar sternzeichen (30 grad-abschnitte auf der ekliptik) mit häusern (erdraumfeldern) verwechselt.

das bedeutet: die sonne stand zu deiner geburt um ca 1 uhr nachts unten links neben dem IC im traditionellen 3. haus, und wanderte dann weiter sodass sie um 2 uhr (nach beendigung der ersten doppelstunde am neuen tag) in das nächste haus wanderte, was aber das traditionelle 2. haus ist, wo sie sich um halb 3 (deiner zweiten möglichen geburtszeit) immer noch aufhielt.

um 4 uhr hatte sie dann die zweite doppelstunde hinter sich und trat in das traditionelle erste haus ein - also ist die reihenfolge falsch, weil damit die symbolische logik, der der übergang der häuser folgt, nicht mehr gegeben ist, denn normalerweise läuft die sonne (und alle anderen planeten mit ihr) vom ersten zum zweiten zum dritten haus usw. und nicht umgekehrt.

die idee des horo-skops (stunden-schau) ist nur dann sinnvoll, wenn man dafür den täglichen (scheinbaren) lauf der sonne um die erde IM uhrzeigersinn bewertet und nicht dagegen.

wie das mit der bewertung der anderen planeten ist, sei erstmal dahingestellt, weil von ihnen keine messbare graviationswirkung ausgeht, sodass man sie nur als maximalbedeutsam einschätzen kann, wenn sie sich kurz überm horizont am asc oder aber kurz hinterm mc nach mittag befinden, wie die gauquelins statistisch herausgefunden haben.

nächstes problem wäre dann die mondphase, die es zu ermitteln gilt, und zwar nicht nach dem siderischen oder synodischen, sondern nach dem drakonischen mondumlauf, der etwa einem sonnenmonat entspricht (29 tage von vollmond zu vollmond).
den gleichen lauf nimmt die sonne von der erde aus gesehen gegen den uhrzeigersinn


Das obige Zitat von dir sagt aber doch etwas anderes aus, als das neue. Und hier (oben) sagst du doch definitiv etwas Falsches, weil du die Formulierung "von der erde aus gesehen" wähltest, oder etwa nicht und meintest wahrscheinlich damit das, was du unten in deinem neuen Beitrag mir geantwortet hast, wie folgt.

die sonne läuft im laufe eines jahres einmal durch die tierkreiszeichen im äußeren horoskopring GEGEN den uhrzeigersinn.


Ansonsten wenn beide Aussagen von dir, also sowohl das in diesem Beitrag erste Zitat als auch das zweite richtig wären, dann würde ich erst einmal für die nächsten Minuten die Welt nicht mehr verstehen. Und lasse es besser mal so stehen.
Jedenfalls bleibe ich dabei, dass "von der Erde aus gesehen" die Sonne mit dem Uhrzeigersinn "wandert", während du es definitiv umgekehrt formuliert hast auf Seite 12, was ich in obiges erstes Zitat hier obendrüber hin kopiert habe.
Klar, auf den äußeren Horoskopring im trop. Tierkreis bezogen ... stimmt dein "GEGEN den Uhrzeigersinn", das habe ich, glaube ich, verstanden.
ok, ich versuchs nochmal historisch zu erklären:

es gibt 3 arten von zeitzyklen, mit denen 1. die tageszeit 2. die jahreszeit und 3. ein mehrjähriger zeitzyklus berechnet werden kann, um etwa historische ereignisse festzuhalten, die sich nach einer bestimmten anzahl von jahren wiederholen (wie zb der 100jährige wetterkalender, der in wirklichkeit 12x7 = 84 jahre dauert).

hierzu gebrauchte man zb im alten babylon nur (1.) eine sanduhr, die im laufe eines tages die 12 doppelstunden zählte, und später (2.) eine sonnenuhr, die mit ihrem unterschiedlich langen schatten zur mittagszeit auch gleichzeitig die jahreszeiten (bzw monate) angab.

die jahre (3.) hingegen zählte man von dem amtsantritt der gottkönige an, weswegen man erst mit hilfe der ägyptischen königsliste eine wirklich zuverlässige chronologie für die geschichtsschreibung des altertums rekonstruieren konnte.

unsere moderne geschichtsschreibung beginnt mit christi geburt als dem markanten punkt, von dem aus wir vor- aber auch zurückrechnen können bis in alle ewigkeit, dh solange man bereit ist, sich an diesen - von den römern recht willkürlich festgelegten zeitpunkt - zu halten.

es gibt aber auch ein argument, diesen null-punkt nach astronomischen gesichtspunkten festzulegen, wie es die sumerer taten, indem sie ihren kalender da beginnen ließen, als sich der frühlingspunkt und der herbstpunkt zufällig gerade direkt jeweils mit den hellen, gegenüberliegenden sternen aldebaran und antares deckten.

damit war eine klare messeinrichtung geschaffen, die man auch nachts benutzen konnte, um die position des mondes und auch der wandelsterne (planeten) auf der ekliptik zu ermitteln.

leider verschob sich diese einrichtung durch die trudelbewegung der erde alle 72 jahre um ein grad, sodass sie zwar intern immer noch zum messen taugt, aber nicht mehr, um den frühlingspunkt mit seinen jahreszeiten (2.) dort abzulesen.

den kann man jedoch - ganz unabhängig davon - weiterhin mit einer sonnenuhr ermitteln, um die jahreszeiten (2.) zu bestimmen, die immer noch in 12 monate (drakonische mondumläufe) unterteilt sind, welche man nach den hauptbeschäftigungen genannt hatte, die die menschen dann jeweils ausübten (zb landmann mit stier = feldbestellung im frühling, oder jungfrau mit ähre und waage = erntezeit im spätsommer etc).

diesen monaten entsprechend wurden dann die 30grad abschnitte der ekliptik in sumerischen zeiten auf die gleiche weise benannt, sodass symbolisch eine übereinstimmung bestand zwischen a) dem jahrszeitlich orientierten synodischen umlauf (tierkreis mit STERNZEICHEN gegen den uhrzeigersinn, beginnend beim frühlingspunkt) und b) dem damaligen siderischen anfangspunkt der erdumlaufbahn um die sonne (bzw der scheinbaren umlaufbahn der sonne um die erde - ebenfalls GEGEN den uhrzeigersinn) mit seinen STERNBILDERN. diese begannen mit dem sternbild stier, welches durch aldebaran gekennzeichnet wurde.

die römer haben dann, nachdem die beiden punkte astronomisch nicht mehr übereinstimmten, sondern mittlerweile 30-45 grad auseinandergedriftet waren (je nachdem wie sie die sternbilder vermessen hatten), nicht nur den siderischen nullpunkt in den widder verlegt, sondern auch den synodischen frühlingspunkt, und mit ihm die ganze symbolik verschoben, sodass das natürliche jahr nicht mehr mit dem stier begann, sondern mit dem widder, was den tatsächlichen jahreszeiten widerspricht.

richtigerweise hätte man lediglich die sternbilder umbenennen müssen, damit die übereinstimmung der symbolik von jahreszeiten und sternbildern gewahrt geblieben wäre. da es aber astronomisch gesehen nicht zweckmäßig schien, die ganze himmelskarte alle 72 jahre neu zu definieren, blieb man lieber bei der alten aufteilung, um sich am himmel weiterhin dauerhaft orientieren zu können, und versäumte es gleichzeitig, die TIERKREISZEICHEN, die den monaten auf der erde entsprechen, von den STERNBILDERN, die sich auf die antike himmelskarte beziehen, voneinander zu trennen.

die inder nahmen dann ca 1100 jahre nach den römern den stern spica im sternbild jungfrau zum anfangspunkt ihres tierkreises, als der mit dem herbstpunkt (0 grad waage) identisch war. die weitere rückwärtswanderung des herbstpunktes von spica an bildet die differenz, die sie ayanamsha nennen. auch die hat mit den jahreszeiten auf der erde nicht das geringste zu tun, und ist daher für die zeitliche bestimmung der jeweiligen (geburts-)monate und erst recht für die bestimmung der tageszeit völlig uninteressant.



nun zur bestimmung der doppelstunden (1.) im tageslauf.

diese geschieht ebenfalls in der reihenfolge der tierkreiszeichen, muss aber infolge der gegenläufigen erdumdrehung andersrum dargestellt werden, nämlich IM uhrzeigersinn (innerster kreis in der horoskopzeichnung).

um tagsüber und auch nachts die zeit (jeweilige stunde) zu messen, braucht man zb eine sanduhr, wo soviel sand drin ist, dass er vom mittag des ersten tages an bis zum mittag des nächsten ausreicht. diese sandmenge teilt man in 12 teile, markiert sie am stundenglas und nennt sie (doppel-)stunden, sodass man immer weiß, innerhalb welcher doppelstunde man sich gerade befindet – egal ob tagsüber oder nachts.

um die sanduhr jedoch zu eichen, braucht man den mittagspunkt der sonne. der wird mit einem stock im boden ermittelt, welcher tagsüber einen schatten wirft. da wo der schatten am kürzesten ist, steht die sonne im zenit, also am mc, der den himmel senkrecht über dem ort in zwei hälften teilt, an dem man sich gerade befindet.

man könnte das auch nachts tun mit hilfe des mondes, aber der leuchtet zu schwach, um einen brauchbaren schatten zu erzeugen, und funktioniert auch nur bei vollmond, wo er nicht vorzeitig von der aufgehenden sonne überstrahlt wird, sondern von mondauf- bis monduntergang am himmel sichtbar ist. die mitte der mondbahn, wo der mond am höchsten steht, wäre dann mitternacht.

der grund, warum man die mittags- oder mitternachtsposition statt den ort des aufgangs am ortshorizont (ascendenten) als anfangspunkt nimmt, ist der, dass - je nach breitengrad des betrachtungsortes auf der erde - der horizont unterschiedlich hoch ist. damit ergäben sich unterschiedlich lange tages- und nachthälften und auch unterschiedlich lange doppelstunden, was gut in den häuserberechnungen sichtbar wird, wo man die zeit in gradabständen auf dem messkreis der ekliptik darstellt, was zu unterschiedlich großen häusern (erdraumfeldern) führt.

deshalb hat man auch die sternstandstabellen (ephemeriden) auf die mittags- bzw mittlerweile einheitlich auf ihre mitternachtsposition berechnet, wo sie obendrein auch leichter messbar sind, weil sie dann nicht von der sonne überstrahlt werden.

da, wie gesagt, die sterne keinen schatten werfen, können sie auch nicht mit einer schattenwerfenden sonnenuhr berechnet werden, sondern man misst heute in der astronomie (und früher besonders in der schiffsnavigation oder in der wüste) ihren zeitbogen, dh die zeit, die sie von ihrem örtlichen aufgangspunkt am osthorizont brauchen bis zu dem punkt, wo sie sich gerade befinden.

dazu braucht man natürlich dann auch eine uhr, die die zeit in gleichgroßen doppelstunden anzeigt, und nicht in unterschiedlich großen, wie es im horoskop angezeigt wird, welches die ortsbedingte und jahreszeitlich wechselnde ansicht der ekliptik berücksichtigt.

konkret bedeutet das nun, dass zb am ende der 3. doppelstunde (6 uhr) im sommer die sonne bereits überm horizont und im winter noch unterhalb steht, was von ihrer physikalischen wirkkraft (gravitation) natürlich ein großer unterschied ist. vom rhythmusgedanken her jedoch spielt es keine rolle, wo die sonne gerade wirklich steht.

da mittlerweile unser orientierungssinn und unsere lebensgewohnheiten nicht mehr so von der tatsächlichen sonnenposition abhängig sind wie früher, als der bauer noch mit der sonne (und den hühnern) aufstand und zu bette ging, werden die physikalisch messbaren einflüsse von sonne und mond ebenfalls von den rhythmen unserer lebensgewohnheiten überlagert. dies zeigt auch die organuhr der chinesischen medizin, welche besondere aktivitäten der organe bei einem „normalen“ lebenswandel vorgibt, die mit der sonnenposition in den häusern nicht übereinstimmt.

auch an der chinesischen einteilung der doppelstunden sieht man, dass im laufe der zeit nach kompromissen gesucht wurde, die den unterschiedlichen orten im reich und den jahreszeiten entgegenkommt, indem man zb den tag nicht um 00 uhr mit der doppelstunde der ratte beginnen lässt, sondern bereits um 23 uhr des vortages.

http://www.shiatsu-austria.at/einfuehrung/kultur_27.htm

das hat ebenfalls nichts mit ayanamsha zu tun, sondern mit einem mittelwert, der fürs ganze chinesische reich galt, wie etwa die 24 zeitzonen, in die man die welt eingeteilt hat, um nicht alle paar kilometer die uhr auf die jeweilige ortszeit umstellen zu müssen. das horoskopprogramm rechnet dann mit hilfe der koordinaten des geburtsortes von da aus dann die exakte ortszeit aus, um damit den jeweiligen mc und den ascendenten zu bestimmen.

was es nun bedeutet, um 6 uhr morgens geboren zu sein (also so um sonnenaufgang herum) oder um 18 uhr, wenn die sonne untergeht, oder mittags bzw um mitternacht, könnte man theoretisch auch ohne horoskopzeichnung beurteilen, denn die ist ja nur ein foto des himmels, welches in zeit übersetzt werden muss, um einen sinn zu bekommen.

wenn wir es jedoch genau andersrum machen und die exakte uhrzeit bereits wissen, und danach ein horoskop anfertigen, bedeutet das eigentlich, eulen nach athen zu tragen. selbst wenn man das horoskop als eine art sternenorakel betrachtet, so müsste sich der sinn darin erschließen, dass man den zeitpunkt für bestimmte angelegenheiten als günstig und für andere eher als ungünstig beurteilen kann, und das erfordert ein sachbezogenes wissen, was mit astrologie im heutigen sinne erstmal gar nichts zu tun hat.
cron