Soisses, hinterher ist man (ich in diesem Fall) schlauer.
Und stimmt, die Anwältin hat eine "Einigungsgebühr" berechnet.
Kruzifix....ich hätte wissen müssen, dass alle nur mein "Bestes" wollen :evil:
Wer z.B. Probleme mit der Abrechnung des Anwalts hat, ergo diese für nicht richtig hält, kann sich an die entsprechende Anwaltskammer wenden. Dort gibt es Schlichtungsstellen, die sich der Sache annehmen.

Ansonsten gibt es wie überall solche und solche Anwälte.

Es gibt aber auch solche und solche Mandanten, die, wenn sie einen Prozess verlieren, natürlich die Schuld sofort dem Anwalt zuschieben, was aber oftmals nicht stimmt.

Auch die Aussage hier zum "Vergleich" ist so nicht richtig. Ein Vergleich kann durchaus Sinn machen und für beide Parteien die beste Alternative sein. Dass es dafür eine zusätzliche Gebühr gibt, macht auch Sinn, den der Vergleich muss z.B. erst ausgearbeitet und dann mit dem Mandanten abgestimmt werden, was mitunter einen erheblichen Aufwand nach sich ziehen kann, je nach Größenordnung des Streitwerts.

AK
Rotkappe, das weiß doch kaum jemand.

"Eigentlich" ! müsste man solche Anwälte, die so vorgehen und dazu noch einem die zusätzlichen Kosten und ihr teurer werdendes Honorar verschweigen, wegen vorsätzlicher Täuschung verklagen, den Anwaltsvertrag anfechten

Schon das Erstgespräch mit dem Anwalt läuft in den meisten Fällen nicht so ab, wie es dem Mandanten zuträglich wäre. Ich kann mich nur an Gespräche mit Anwälten erinnern, in denen mir
"zwischendurch" ein Stück Papier zur Beauftragung vorgelegt wurde, das man dann gehetzt unterschreibt. Meistens mit den Worten: "Ich brauch da jetzt mal Ihre Unterschrift, dass ich für Sie tätig werden darf.....und Ihre Bankverbindung".

Eingeschüchtert und in der Hoffnung, dass "einem nur geholfen wird", unterschreibt man dann, ohne
über Rechte/Pflichten informiert zu sein und traut sich nicht das Honorarthema anzusprechen.
AnneKlatsche hat geschrieben: Auch die Aussage hier zum "Vergleich" ist so nicht richtig

Doch, ist sie !

AnneKlatsche hat geschrieben: Ein Vergleich kann durchaus Sinn machen und für beide Parteien die beste Alternative sein

Das bestreitet niemand und niemand rät davon ab.
Hier ging es um die finanziellen Folgen daraus, und dass kaum ein Normalbürger darüber informiert ist.
Auch der Gedanke, über eine mögliche Motivation des Anwalts, der zum Vergleich rät, kann nicht
verkehrt sein.

AnneKlatsche hat geschrieben: Dass es dafür eine zusätzliche Gebühr gibt, macht auch Sinn, den der Vergleich muss z.B. erst ausgearbeitet und dann mit dem Mandanten abgestimmt werden, was mitunter einen erheblichen Aufwand nach sich ziehen kann, je nach Größenordnung des Streitwerts.

Das kann man auch ganz anders sehen.
Was hat die Höhe des Streitwertes denn mit dem Arbeitsaufwand zu tun !
Rotkappe hat geschrieben: Heute habe ich Post bekommen und habe beschlossen, im nächsten Leben Jura zu studieren.
Der Endrechnungsbetrag hat mich glatt vom Hocken gehauen!

Wie sind denn eure Erfahrungen mit Anwälten?

@Rotkappe, es ist nun natürlich nicht bekannt, wie hoch der Betrag - bei welchem Aufwand - war. Ein Handwerker kalkuliert heutzutage durchaus mit einem Stundenlohn von EUR 100,00 und darüber. Man kann und muss dann natürlich davon ausgehen, dass ein Anwalt, der eine viel längere und viel qualifiziertere Ausbildung aufzuweisen hat, ein enormes berufliches Wissen und Können vorhalten muss, zur ständigen beruflichen Weiterbildung gezwungen ist und dann auch noch ein erhebliches Berufsrisiko trägt, nicht mit weniger Stundenhonorar als ein Handwerker rechnet.

Ich will dir natürlich nicht unterstellen, dass deine Vorstellungen unangemessen niedrig waren. Vielleicht hast du ja einen Anwalt erwischt, der sich wirklich am Höchstsatz des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes orientiert. Aber du hättest die Möglichkeit gehabt, die Gebührenfrage vorher zu klären, also trägst du sicher ein bisschen Mitschuld an der von dir für zu hoch befundenen Rechnung.

Ich studiere im nächsten Leben übrigens Medizin oder Zahnmedizin........ 200 bis 400 Euro für 10 Minuten sind da bei Privatpatienten keine Seltenheit....

lg Mambo

Ich will dir natürlich nicht unterstellen, dass deine Vorstellungen unangemessen niedrig waren. Vielleicht hast du ja einen Anwalt erwischt, der sich wirklich am Höchstsatz des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes orientiert. Aber du hättest die Möglichkeit gehabt, die Gebührenfrage vorher zu klären, also trägst du sicher ein bisschen Mitschuld an der von dir für zu hoch befundenen Rechnung.


Mambo, natürlich gebe ich mir die Mitschuld! Ich war einfach zu gutgläubig bzw. mir nicht über die Kosten im Klaren.
Für mich ist der Aufwand, den die Anwältin betrieben hat, im Vergleich zu ihren Gebühren zu hoch.
Und wenns nur die von dir angesprochenen 100 €/Stunde wären, da wär ich glücklich.
Sie hat bei allem den Höchstsatz veranschlagt.

Ich werde versuchen, ein persönliches Gespräch mit ihr zu führen und mal die Gebühren - für mich verständlich - aufzudröseln.

Danke soweit für eure Antworten.
Soisses ...


"Was hat die Höhe des Streitwertes denn mit dem Arbeitsaufwand zu tun !"

Nun, es macht wohl einen Unterschied, ob es um 100 Euro geht oder um (sehr) hohe Summen, denn je höher sie Summe, umso mehr (Entscheidungs-)Beteiligte und ein höheres Abwägen der Vor- und Nachteile.

AK
Rotkappe ...

Du kannst Dich wegen der Gebührenrechnung an die Anwaltskammer wenden. Die kümmern sich dann darum.

AK
@Rotkappe
du kannst dich an die Anwaltskammer wenden und die Gebühren überprüfen lassen ob diese gerechtfertigt sind.. Da hast du schon mal eine Antwort bevor du dich mit deiner Anwältin besprichst. Oft kann man da auch persönlich einen Termin bekommen, ist leichter als alles zu Papier zu bringen.

Auch die Verbraucherberatung vor Ort kann dich dahingehend beraten.

Danach bist du ein wenig schlauer wenn du dich mit deiner Anwältin triffst. Ein Versuch ist es wert, ist ja meist kostenlos..

.
Wie wird man Anwalt?

https://www.youtube.com/watch?v=AmrFXCvaOhA 

PS: Vielleicht hilft's ja noch? 
Rotkappe will doch kein Anwalt werden ... :roll:
Auja dieser Thread ist genau richtig...

Aufgrund einer bevorstehender Erbschaftsangelegenheit, bei der ich auf anwaltliche Hilfe mit Sicherheit nicht verzichten werden kann, habe ich mir Rechtschutzversicherungen angesehen, um unliebsame Überraschungen, wie rotkappe passiert, möglichst zu vermeiden.

Worauf muss ich beim Abschluss einer Rechtschutzversicherung besonders achten?

Was mich nun interessieren würde, auch bei freier Anwaltswahl (so steht es im Versicherungsoffert)... wie verhalten sich Anwälte, die mit Versicherungen abrechnen müssen? Wird hier möglicherweise genausoviel Engagement gezeigt, bis die Versicherungsleistung erschöpft ist?
Überschreiten die Stundensätze nach Erreichen der Versicherungshöchstleistung astronomische Summen?

... ich hab noch nie anwaltlichen Beistand gebraucht .. aber nun scheint es so weit zu sein
danke :)
qualcuno
qualcuno ...

Ich habe meine Rechtsschutzversicherung übers Internet ausgesucht, ergo über ein Vergleichsportal. Heraus kam eine namhafte Versicherung, die auch noch die günstigste war. Ich habe sie einmal in Anspruch genommen und war zufrieden.

Zu den Kosten:

Normalerweise wird über das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz abgerechnet, also die gesetzlichen Gebühren, die die Rechtsschutzversicherungen auch übernehmen, - Anfall der Gebühren vorausgesetzt.

Eine Stundenvereinbarung würde ich keinesfalls abschließen, denn dabei wirst Du arm. Die Rechtsschutzversicherungen beteiligen sich auch nur insoweit, als dass sie die Kosten erstatten, die gesetzlich angefallen wären. Den Rest musst Du selbst bezahlen.

Zu achten ist auch darauf, dass diese Versicherungen in der Regel Sperrzeiten haben. D.h., nach Abschluss dauert es ein paar Monate, bis Du diese Versicherung in Anspruch nehmen kannst. Das steht aber genau in den Versicherungsbedingungen.

Zur freien Anwaltswahl: Ich habe das gemacht, würde es aber nimmer tun. Jetzt würde ich bei der Versicherung anrufen und mir Anwälte nennen lassen. Die Versicherungen arbeiten mit Anwälten zusammen und von daher gibt es dann auch keine Abrechnungsprobleme.

AK
Auf jeden Fall, wenn es nicht brennt, vorher im Internet recherchieren und die Homepage der jeweiligen Kanzlei/Anwalts genau durchlesen. Vor allem sollte dort auch auf die Kosten Bezug genommen werden und zwar so, wie von mir gefunden:

Unser Honorar

Eine wichtige Frage für Mandanten sind natürlich die Kosten, die auf sie zukommen, wenn sie unsere Kanzlei mit der Strafverteidigung in ihrem Fall beauftragen. Zwar ist die konkrete Höhe der Kosten immer eine Frage des jeweiligen Einzelfalles. So spielt es beispielsweise eine Rolle, ob ein Verfahren besonders umfangreich ist. Dies ist in der Regel bei mehrtägigen Verfahren vor dem Landgericht oder in komplizierten Wirtschaftsstrafverfahren der Fall. Aber eines lässt sich bereits jetzt schon sagen: eine effektive und engagierte Strafverteidigung muss Sie kein Vermögen kosten.

Volle Kostentransparenz
In einem ersten für Sie kostenlosen Informationsgespräch allgemeiner Art informieren wir Sie gerne über die Rechtsanwaltskosten, mit denen Sie in Ihrem konkreten Fall zu rechnen haben. In der Regel treffen wir eine Honorarvereinbarung, die den tatsächlichen zeitlichen Aufwand unserer Arbeit berücksichtigt. In geeigneten Fällen bieten wir unseren Mandanten auch die Vereinbarung eines Pauschalhonorars an. Dies bietet Ihnen die größtmögliche Transparenz und Kostensicherheit. Wenn Sie bereits die (telefonische) Beantwortung konkreter Fragen zu Ihrem Fall wünschen, bieten wir Ihnen für eine solche Erstberatung auf Wunsch gerne eine Pauschale an. Mehr dazu finden Sie im nachfolgenden Punkt.


Unbedingt vor Übergabe des Mandats die Kosten erfragen!
@qualcuno

Achtung: sehr viele Rechtschutzversicherungen schließen Vertretung bei Erbschafts- und Familien-Rechtsangelegenheiten aus. Manche bieten an, eine anwaltliche Beratung zu übernehmen, d.h. der Anwalt darf nicht mit der Gegenseite in Verbindung treten.

Bei solchen, die die Kosten übernehmen, muss man sehen, ob die monatlichen/jährlichen Beiträge im Verhältnis stehen und einem nicht zu hoch sind.

Auf die Wartezeit wurde bereits hingewiesen.
cron