Völlig falsch!!
Demente Menschen haben immer wieder sehr helle Momente und
erkennen ihren Zustand.
Oft weinen sie bitterlich.....
Natürlich, war ja von mir auch nicht so ernst gemeint. :wink:
Demenz hat viele Schweregrade, für eine Erkrankte mit der schlimmsten Ausprägung bin ich seit 2 Jahren Besuchsdienst.
Aus dem Netz aber leider wahr!!!!

Das Altenheim – ein Ort zum Leben?!

Der Frühdienst kommt, der Nachtdienst geht,
schon fünf nach sieben – bin viel zu spät!
Den Kittel her, den strahlend weißen,
will nicht mehr Frau XY – sondern Schwester Karin heißen!

Raus aus dem Bett, Frau Müller schnell,
das Bettzeug ist auch nicht mehr ganz hell,
für heute muß es jedoch taugen,
die Oma hat sowieso schon schlechte Augen

Und jetzt ins Bad, ich muß mich sputen,
der MDK gibt mir dafür nur sieben Minuten.
Zum Zähneputzen reicht’s zur Not,
Mach den Mund auf Oma, sonst seh ich rot
Mit ‚ ner Prothese ging’s viel schneller,
die weicht im Wasser ganz von selber

O‘ Gott, es ist schon balde acht,
und die Station noch nicht ganz fertig gemacht,
weil Schwester Ute wieder mal fehlt,
ja, ja Zeit ist schließlich Geld.

Um neun ist alles dann Paletti,
die PDL ist endlich happy,
und in der Doku steht zu lesen,
wir sind viel schneller als geplant gewesen.

Es mag ja sein, daß so manche im Haus
aus dem Bett noch nicht wollen so früh heraus,
sie möchten erzählen den neuesten Traum,
doch wen interessiert das? Uns doch wohl kaum
solch Gequassel läßt uns schon lange kalt,
führ’s Zuhören werden wir nicht bezahlt,
nur die Leistung gilt, die bringt Gewinn,
Betreuung ist „out“, bloß noch Pflegen ist „in“

Das Frühstück wird herangeschafft,
Kakao gibt den Leuten Kraft,
um all die Pillen zu verdauen,
die von den Ärzten, den ganz schlauen
mit hohem Eifer rezeptiert
weil Pharmazie die Welt regiert

Inzwischen ist es Elf – Uhr – dreißig
Das Küchenpersonal war äußerst fleißig,
die Suppe steht schon auf dem Tisch
Kartoffel dampfen weich und frisch,
mit Soße und Salatblatt drauf,
ein Häppchen Fleisch schaut auch heraus
im Speisesaal riecht’s angenehm,
Hoch lebe das Tablettsystem.

Um Zwölf – Uhr – dreißig eilt Sabine,
die Köchin , heim zu ihrer Familie,
nun kann sie endlich wie sie will,
ohne Budgetierung, rein nach Gefühl,
den Kalbsbraten richten und Knödel dazu,
von Speiseplanzwängen hat sie jetzt Ruh;

Im Heim ist‘s mittags ruhig und still,
so wie die Hausordnung dies will,
Schichtwechsel ist beim Personal,
mit Kaffee und Kuchen – ganz legal,
denn noch fehlt vom MDK und Kasse,
das zeitliche Limit pro Torte und Tasse

Die „Hausinsassen“ ,sofern sie nicht schlafen,
können sich ebenfalls Kaffee beschaffen,
nur hie und da wird durchbrochen die Ruhe,
durch unerwünschte, weil lästige Besuche, von Angehörigen, die, man glaube es nicht,
sich womöglich beschweren bei der Heimaufsicht,
wenn ihre Oma, müde und matt,
kein Bedürfniss nach Ratsch und Bewegung hat, die Laien versteh’n halt das Planungsziel nicht,
absolute Ruhe ist erste Seniorenpflicht.

Doch damit ist’s ohnehin bald vorbei
Den um siebzehn- Uhr -dreißig gibt’s den Abendbrei,
mit zwei Scheiben Wurst und Pfefferminztee,
aber dann wird’s hektisch o’ weh, o‘ weh
die Zeit verrinnt, es geht um Minuten,
bei Pflegegrad eins heißt, es sich sputen,
bis alle Verwirrten und Desorientierten,
mit ihren unkontrollierten Weglaufbegierden,
eingefangen und zu Bett gebracht sind,
pfeift es durch’s Haus, wie der Wüstenwind

Spätestens Neunzehn – Uhr , ist es jedoch geschafft,
die Station liegt im Bett, um sie pünktlich um acht,
dem Nachtdienst nach Vorschrift liegend zu übergeben,
den Ordnung ist schließlich das halbe Leben

Und wer’s nicht glauben will, der komme zu uns,
Er wird’s dann schon merken: Qualität ist Trumpf!
:shock: :shock:

Da ist es ja in unseren Gefängnissen humaner.
fragilHope,
den Bericht unterschreibe ich dir sofort!!! :mrgreen:
Meine beiden Elternteile würden diesen "Alltagsbericht" ganz und gar nicht unterschreiben, da es sich um eine der vielen und alltäglichen Pauschalierungen handelt. Sie haben sich beide im Altersheim sehr wohl und auch bestens betreut gefühlt. Auch ich habe stets nur positive Rückmeldungen von ihnen gehört und diese auch selbst, bei meinen Besuchen, immer wieder bestätigt bekommen.

Außer diesem Heim, kannte ich nur noch EIN anderes, mit ebenfalls stets zufriedenen Bewohnern. Somit kenne ich bis heute insgesamt ZWEI dieser Heime und würde mir daher nie anmaßen, ALLE als gut oder schlecht zu bezeichnen und schon gar nicht ungeprüfte Negativa aus dem Netz quasi als Tatsache verbreiten.
Hawaii.72 hat geschrieben: Es geht auch anders, monty1 hat das beschrieben.
Ich bin e.h. seit ca. 10 Jahren in einem niederösterreichischen Landespflegeheim ca. 35 Std./Monat gern im Einsatz. Die Heime haben ein Pflege-Zertifikat und werden überprüft.
Regelmäßige Seminare über Zusammenarbeit zwischen Obrigkeit-Dipl.Pflegepersonal-Ehrenamtlichen zum Wohl der Heimbewohner (nicht Insassen!) finden statt. Wertschätzung für alle ist nicht nur ein Schlagwort.


Ich wiederhole mich.
Das obige Gedicht lese ich mit einem Augenzwinkern. Natürlich sind in einem Heim die drei S vorrangig: Satt, sauber, sicher.
Klagen von Heimbewohnern betreffen meist nicht die Betreuung, sondern ihren eigenen hinfälligen Zustand.
Teilweise etwas herzlose Routine kommt leider oft, wer von uns möchte diesen anstrengenden Job des Pflegepersonals schon viele Jahre machen?
Ich glaub es ist ein Unterschied, ob ich gesund und mit meinem Partner ins Heim gehe um mir die letzte Zeit angenehm gestalten lasse

Oder allein in krank abgeschoben werde.

Der Begriff Selbstmord beinhaltet schon meine Antwort, es ist jedem selbst überlassen sich zu ermorden, aber bitte mit Anstand, ohne großes Blutvergießen oder Aufsehen und eine schöne Leiche, damit man auch komplett im Sarg liegt und nicht unter der Deutschen Bahn klemmt.
ich bitte doch darum, dass die Vokabel "Selbstmord" hier nicht weiter in den Mund genommen wird......
weder hat der verzweifelte Heimbewohner vor, sich selbst zu ermorden, noch möchte er sich bestrafen...
hier geht es darum, dass dieser verzweifelte Mensch nur nicht mehr länger leben möchte aus gegebenen Anlass...sei es, ein Heim für sich als schlechteste Möglichkeit in Betracht zu ziehen oder sich krank,einsam,verlassen zu fühlen....
es wird deshalb entweder der gebräuchlichste Name "Suizid" genannt, oder auch "Selbsttötung"....oder Er/Sie ist aus dem Leben geschieden aus versch. Gründen, die zu akzeptieren sind.

Nochmal: der Mensch, der in diesem Gedankenkarussel sich befindet,seinem Leben lieber ein Ende zu setzen, der möchte in der Regel nicht sterben,sondern nur nicht mehr leben!
Die verbreiteste Art im Heim ist deswegen das Weglassen von Nahrung und Getränken.
Was wissen wir, was auf uns zukommt. Nichts.

Jeder kann jeden Tag in jeder Sekunde zu einem Rund-um-die Uhr-Pflegefall werden, der einen Heimaufenthalt zwingend notwendig macht.

Wer also auf Nummer sicher gehen will, der sollte schon heute.......................

Ja ich weiß, das ist Sarkasmus pur.
Aber über Suizid als Alternative zum Heim diskutieren, das ist wahrlich Gift obendrauf für wirklich Gefährdete.
cron