Als junge Frau wollte ich Handarbeitslehrerin werden. Dazu brauchte es ein Jahr Frauenfachschule - Fächer u.a. Hauswirtschaft, Kochen, Handarbeit. Nach diesem Jahr verwarf ich zwar meinen Berufswunsch, aber verlorene Zeit war es nicht. Jedenfalls hat es mir nicht geschadet ...

Bei der Mehlschwitze verwies uns die Lehrerin auf unsere feine Nase. Während der Zubereitung stieg nach kürzerer Zeit ein herrlicher Duft nach oben, und das war dann der richtige Zeitpunkt, die Flüssigkeit hinzuzufügen. Ich erschnuppere das heute noch gerne.
Ich mache bis heute Mehlschwitze selbst.
Ich bestimme, wieviel Öl ich hinein mache. Dementsprechend ist meine Mehlschwitze ziemlich fest. Ich mache sie vorrätig und lagere sie im kleinen Einmachglas im Kühlschrank.
Ich bestimme auch selbst, wieviel ich für die Sauce brauche.
Die Menge macht viel aus.
Ich kann Mondamin nicht riechen (hat schliesslich auch Kalorien).
Ich habe Mondamin einmal im Leben gekauft und die 1/2 weggeschmissen.
Die klassische Mehlschwitze wird mit Butter und Mehl zubereitet.
@tigi und @Figges - ihr kocht nach Gefühl :D
Da ich lange Zeit viel zu laute Nachbarn hatte, hatte ich mit NC-Kopfhörern gekocht und mir fehlten also die Geräusche. In dieser Zeit ist mein Geruchssinn an die Stelle des Hörens getreten und seitdem erschnuppere ich alles!

Butter hat übrigens auch ein ganz anderes Dufterlebnis als Öl... verbrennt auch früher, zugegeben. Aber da ich das erschnuppere, bevor's soweit ist, kann ich gut damit leben.

Also - tigi - ich wollte mit diesem Universum nie was zu tun haben. Meine Handarbeitslehrerin und ich stritten bis zum Äußersten, ob ich die Reihe Maschen nun gehäkelt hatte oder nicht. Letztlich war sie am längeren Hebel und ich musste nachsitzen 8)
Ich schnuppere auch und kenne die Mehlschwitze ausschließlich mit Butter. Meine Oma und meine Mutter sagten Buttersoße dazu. Da sagt schon die Bezeichnung Alles. Wenn allerdings der Eine oder Andere keine Butter verträgt, muss eine Ausweichmöglichkeit her. Der Geschmack ist dann eben anders.
Die Amerikaner machen ihren Apfelkuchen mit Öl (statt Butter) .... da hab ich dann gebremst ...
in Ungarn und Slowenien habe ich Mehlschwitze mit Schweinefett kennengelernt. Diese Gerichte sind sehr schmackhaft aber leider auch sehr deftig.

diese öligen Kuchen habe ich in Kanada kennengelernt. Da steht noch in der Kuchenschachtel mm dick das Öl. Brrrr -)))
Vielleicht war das Grund, warum sie aus der Mode kam: "Mehlschwitze mit Schweinefett". Aber eigentlich brauchte man ja schon so einiges an Kalorien für die harte Arbeit... Ich habe vor einer Weile versucht, so einen Eisenpflug auch nur anzuheben. Tja :D
Die Mehlschwitze zu Gemüse ist doch eigentlich ein typisches Nachkriegsrezept. Seit es Gemüse in Hülle und Fülle gibt und die Leute nicht noch zusätzlich zur Sättigungsbeilage Extra-Kalorien brauchen, findet man sie kaum mehr irgendwo. In Ostdeutschland hat sie sich länger gehalten, glaube ich. Jedenfalls bekam ich sie nach der Wende auch in Hotel-Restaurants vorgesetzt.
Was das Backen mit Olivenöl angeht, haben die Italiener vorgemacht, wie lecker das sein kann. Viele vegane Backrezepte basieren auch auf Öl. Das geht ohne Weiteres und kann auch richtig gut schmecken - nur eben nicht nach Butter.
Ich habe jetzt Mal nach dem Salat Forellenschluss gegoogelt, der scheint mir sehr reizvoll, gesehen habe ich ihn hier noch nie, leider.

So wie es auch andere Salatsorten nicht gibt, z.B. den Krauthäuptel (auch romanischer Salat genannt, nicht zu verwechseln mit Romana). Den gabs schon in meiner Kindheit und in Österreich immer noch.

Früher konnte ich Salat selbst anbauen. Erster Versuch waren zeitgleich 40 essfertige Salatköpfe (ich verortete in der Planung doch einige bei dem Schneck, der blieb fern), zweiter und alle folgenden Versuche, die Schnecken hatten ihn entdeckt, nicht nur die nackigen, später dann die fast unsichtbaren kleinen schwarzen und fraßen alles restlos. In meinem jetzigen kleinen Garten ist dafür auch kein Platz und die Schneckenkolonie sowieso allgegenwärtig, ich versuche mich schon verzweifelt und vergeblich an einer Zucchini wegen der Blüten, bin beim Topf gelandet, da wurden aber die Zucchini nichts.
@ maybe, vllt solltest du die Sackmethode zum Pflanzen deiner Zucchini probieren. Du nimmst einen 50 l Sack gute Pflanzerde, stichst ihn mehrmals durch (zum Abfluss des Giesswassers), legst in auf und schneidest in der Mitte eine Pflanzöffnung. Hier setzt du deine Zucchinipflanze hinein. An den Rändern des Sacks kannst du einige Küchenkräuter setzen.
Diese Methode wurde auf Gartenbaumessen mehrmals gezeigt und ich habe schon allerhand Gemüse so gepflanzt und geerntet..

...und es artet schon wieder in Arbeit aus *smile*
Ninotchka hat geschrieben: Lattich ist ein störrisches Zeug, es braucht tatsächlich Zähne für den Rohverzehr. Doch eine Stunde kochen find ich definitiv zu lang, egal womit man zubeisst. :?
Rosenkohl bei mir nur in Brühe knapp bissfest gegart und dann noch ein paar Minuten mit Butter und latürnich viel Muskat.
Mehlschwitze ist wirklich ein uraltes Rezept, find ich nur gut, wenn gleich zur Béchamelsauce aufbereitet.



Genau, denn die braucht man, um Lasagne zuzubereiten.
@Rugginosa. Diese Arbeit macht ja Spaß.

Mir fehlt der optimale Platz. Ich habe über die ganze Breite einen Hang und unten in der 'Steppe' fast nur Schatten vom vorgebauten Haus, Lehm und Unkraut. Dummerweise wächst in dem Hang auch ein Holunder, den ich versuche halbwegs klein zu halten, er ist halt schon sehr alt. Die Zucchini war bisher auf einem sonnigen Fleck im Hang, der genau unter dem Holunder liegt, wobei zumindest in der Blütezeit Läuse vom Holunder fallen. Denen werde ich mit nichts Herr. Rausreißen will ich ihn nicht, weil er eigentlich schön ist. Und die Blüten bräuchte ich für Sirup (die nehme ich jetzt meist vom Wegesrand beim Radeln mit).

Aber die Idee gefällt mir, ein Eck am Fuß des Hanges könnte gehen. Kriechen denn die Schnecken nicht in den Sack? Ich habe tatsächlich massig Nacktschnecken, auch welche mit Haus und die kleinen schwarzen, die ich nie sehe.

Übrigens Dein Birnen-Gorgonzoladressing geht mir nicht aus dem Kopf und motiviert mich dazu heute zumindest Birnendressing zu machen (da Gorgonzolasauce am Fleisch). Den Forellenschluss würde ich gerne bekommen. Fragt sich nur wo.
Mir fällt noch etwas zur Mehlschwitze ein.

Dillsauce mach Ich ebenfalls, wie hier schon erwähnt, mit Mehlschwitze.

Leichte Senfsauce süßsauer, in die dann hartgekochte, kleingeschnittene Eier kommen. Habe ich schon ewig nicht mehr gegessen. Hab ich jedoch in guter Erinnerung.

3/3