Hallo serioestus,

dein Beitrag ist super!!! Du hast vollkommen recht!!!

Ich kann alles zu 100% nachvollziehen. Und ich kann nur den Hut ziehen vor dir: nicht reden, sondern machen. Ich kann auch die teilweise negativen Beiträge nicht verstehen, aber das liegt wohl daran, dass ich mir angewöhnt habe grundsätzlich positiv zu denken. Du kannst alles schaffen, wenn du willst.

Wir wollen uns unser zu Hause in Thailand aufbauen, und DE verlassen. Aber das ist für mich schon lange klar: meine Frau ist Thailänderin, und ich fühle mich dort sehr sehr wohl. Die Menschen sind so herzlich. Die Wärme tut mir gut. Das Essen ist das Beste auf der Welt; sage ich ;-)
Betreuung und Pflege ist dort bezahlbar, wie das Leben auch.

In DE würden wir mit meiner Rente in Armut leben. Das Haus müssten wir verkaufen. Was hier in DE passiert ist wirklich nicht mehr zu begreifen.

Wenn wir nur 10 Thailand Freunde finden, die mit uns gehen, dann gehen wir sofort.

Wir unterstützen dort seit Jahren Waisenkinder und arme Familien. Die Dankbarkeit macht uns immer wieder glücklich und zufrieden. Warum kann man nicht einfach die zusammen bringen, die alleine sind: Rentner und Kinder. Wir halten fest an dieser Idee.

Ich wünsche Dir alles Gute. Bleib’ gesund und genieße dein Leben.

Viele Grüße aus OWL!!!
Solange man einigermaßen fit und gesund ist, für sich sorgen und finanziell alles regeln kann, einem die gewachsenen sozialen Konakte nicht so wichtig sind, mag ein Rentnerleben tausende von Kilometern entfernt eine gute Sache sein.

Wie bereits geschrieben, kostet so ein Umzug erstmal. Auch im Ausland werden adequate Unterkünfte nicht mehr zu Billigpreisen verschleudert.
Wer als alter Mensch nicht mehr selbst Hand anlegen kann, selbst Renovierungsarbeiten, Reparaturarbeiten übernehmen kann, ist doch sehr aufgeschmissen, zumal wenn das Budget begrenzt ist.

Ob die Pflege und Betreuung dort mit der hiesigen vergleichbar ist, lässt sich von hier aus nur schwer sagen. Das alles müsste man sich vor dem Entschluss auszuwandern, vorort anschauen.
Sprachkenntnisse des Landes wären ein Muss.
Aber genau das ist es ja. Das Finanzielle und die sozialen Kontakte. Etwa 800m entfernt von uns gibt es ein Altersheim. Wir waren mit unseren Kindern schon oft dort. Jedesmal werde ich zuerst traurig, dann irgendwie wütend. Wie kann man sowas machen? Die armen Menschen dort nehmen nicht mehr teil am Leben, und bezahlen dafür alles was sie haben. Manche geben dafür ihr Haus, ihr ganzes Erspartes. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig. Aber es gibt Alternativen, immer mehr. Ich jedenfalls will und werde so nicht enden. Meine Frau und ich haben zusammen darüber nachgedacht, und beschlossen eine solche Alternative zu bieten. Die Versorgung in Thailand ist sehr gut. Die Betreuung und Pflege besser und bezahlbar. Die Menschen sind freundlich und offen, sie kümmern sich von Herzen um die Alten. Wenn wir nur 10 Thailand Freunde finden die mit uns gehen, dann stellen wir sofort unser Land zur Verfügung, damit dort unser gemeinsames zu Hause entstehen kann. Ein zu Hause in dem man selbstbestimmt leben kann, auch dann wann man mal betreut oder gepflegt werden muss - auch mit kleiner Rente...

Ich stimme Dir aber auch zu: Die Sprache, das Ansehen vor Ort, der Umzug. Meine Frau ist dort aufgewachsen. Sie lebt jetzt seit 25 Jahren in Deutschland. Sie sagt, die medizinische Versorgung in den Zentren ist in Thailand besser, auf dem Land ist das nicht immer so. Das wichtigste aber ist sich mit Land und Leuten zu beschäftigen, anzufreunden und am besten zu verlieben. Ansonsten fällt die Entscheidung seine Heimat zu verlassen zu schwer. Wir nehmen jeden mit, der interessiert ist das Land kennen zu lernen. Aber ohne Startkapital geht es tatsächlich nicht. Wer glaubt man kann nur mit seine Rente auswandern, ist nicht gut beraten. Wer sich ernsthaft mit dem Auswandern beschäftigt, denkt z.B. nicht nur an den Umzug, sondern hält sich vor allem auch den Rückweg offen.
Aber ein Stückchen Land mit Häuschen am See gibt's hier schon für 30.000 EUR. Das zahlst Du in Deutschland für 1 Jahr Seniorenresidenz ... und mehr
Es ist für mich ein Unterschied,
ob ich in das Heimatland meines Partners umziehe oder in ein völlig fremdes Land, dass ich höchstens vielleicht mal im Urlaub kennengelernt habe.
Wie gesagt, fehlende Sprachkenntnisse treffen nicht zu, Kultur und Gewohnheiten sind bekannt und wohlmöglich sind da auch Familienbande, die ein Leben dort erheblich leichter machen.

Vielleicht fehlt mir auch einfach nur die Abenteuerlust ?
Ja, natürlich ist das ein Unterschied. Ich würde alleine auch nicht gehen, aber in Gemeinschaft.... :-)

Gerade diese Woche kam das Thema wieder: Wie ist die Situation in Altenheimen und Seniorenresidenzen hier in Deutschland. Es fehlt an Betreuungs- und Pflegekräften, mal ganz abgesehen davon was so ein Platz kostet. Eine Pflegekraft antwortete auf die Frage was er sich denn für sich persönlich in der Zukunft wünsche, dass er die Hoffnung nicht aufgibt selbstbestimmt und in Würde alt zu werden, und dort zu sterben wo er sein Leben verbracht hat. Ich finde, das sagt alles.

Uns geht es genauso. Ich sage immer, ich bin eher der pessimistische Typ, hier aber bin ich nur der Realist. Auch wenn wir mal unser Haus verkaufen, wird es nicht reichen das in Deutschland umzusetzen. Also was bleibt einem übrig, wenn man nicht will, dass sich die Kinder kümmern (auch finanziell)?

Ich denke wir werden ein paar Thailand Freunde finden, die den Schritt wagen, und mit uns gehen...

LG
Hardy
Vor etwa einem Jahr hat ein user, der nach Thailand ausgewandert ist, in ausführlichen blogs seine Erfahrungen erzählt.
Ich kann die blogs leider nicht mehr finden, ...

...aber ich kann mich noch gut an die Erlebnsiberichte erinnern!

s ist z.B. nicht leicht, ein Haus zu bauen, weil weil die Menschen in Thailand einen anderen Begriff von Zeit haben als die Deutschen. Das Wort "Termin" ist den Meisten unbekannt, und "morgen" wird als "irgendawann einmal später" verstanden.

Europäer sind im Vergleich zu den Thailändern grenzenlos reich. In ihrer Kultur teilen die Einheimischen alles, was sie besitzen, mit Verwandten und auch mit Freunden, und das wird auch von den Zuwanderern erwartet.
Es ist sehr schwierig, diesen liebenswürdigen Menschen klarzumachen, dass eine deutsche Rente kein bodenloser Brunnen ist, aus dem alle grenzenlos schöpfen können.

Wer in einem anderen Land leben möchte, darf nicht vergessen, dass die Einheimischen nicht die liebenswürdigen billigen Bediensteten sind, die man sich so sehr wünschen würde.
Man ist Gast in einer Kultur, die einem sehr fremd ist und die Regeln hat, die ein Fremder kaum duchschauen kann.

Ich kenne einige Rückwanderer, die nach ihrem exotischen Experiment enttäuscht nach Österreich zurückgekommen sind. Zurückkehren ist fast noch schwieriger als Weggehen....

Auch ich könnte mir vorstellen, in einem ganz anderen Land zu leben, würde mich aber vorher genau erkundigen, alle rosigen Illusionen beiseite schieben und auf jeden Fall schon vorher die Sprache lernen.
Das erwarten ja auch die Europäer von den Zuwanderern.
Das ist alles richtig, wir stimmen da zu 100 % zu!!!

Natürlich muss man sich mit Land und Leuten beschäftigen, mit der Kultur und muss die Sprache lernen. Wir denken auch, es macht überhaupt nur Sinn es zu versuchen, wenn man schon einige Male dort war und sich dabei nicht nur in das wunderschöne Land verliebt hat, sondern eben vor allem in die Art und Weise des Lebens dort.

Zudem sollte man das Klima nicht nur vertragen, sondern erfahren, wie sehr es dem Körper gut tut. Da wird das eine oder andere Medikament überflüssig. Ebenso ist es mit dem Essen. Man muss es kennen und lieben lernen. In Thailand kochen die Menschen überwiegend frisch direkt aus dem Garten oder vom Markt. MHD, Tiefkühlprodukte oder Konservierungsstoffe sind auf dem Land so gut wie nicht bekannt.

Also kurzum: erst kennen lernen, mindestens für 3 Monate. Und zum Rückweg: das stimmt auch, denn es soll Auswanderer geben, die erst darüber nachdenken wenn es soweit ist. Den Rückweg muss man sich immer offen halten, und zwar von Beginn an. Das ist wohl das Wichtigste. Daher unser Rat: Die Wurzeln niemals ganz kappen, und möglichst lange auch in Deutschland gemeldet bleiben. Das hat in jedem Fall mehr Vorteile als Nachteile.

Und wie gesagt: leichter ist es in einer Gemeinschaft. Am besten noch mit einer sinnvollen Aufgabe - z.B. sich um Kinder kümmern. Dann klappt es auch mit der Sprache. Das ist unser Angebot. Wenn wir 10 Thailand Freunde finden gehen wir gemeinsam. Unser Plan soll in 2 Jahren Wirklichkeit werden.

LG
Hardy
cron