Habe ich vorhin geschickt bekommen, zum Schmunzeln und irgendwie genial!

https://www.youtube.com/watch?v=xtK5pR8sj6A
Als wir noch 13, 14, 15 waren!?

Jeder wird es anders wahrgenommen haben. Vielleicht waren wir damals unbeschwerter, unbefangener, vieles war aufregender, weil die Social Media unseren Alltag nicht so bestimmt haben wie es in der heutigen Zeit bei der Jugend so ist. Wir waren auf Entdeckungstour ohne Hilfe von Facebook , Google und co...

Die Anhäufung der Schreckensnachrichten waren geringer, oder zumindest nicht auf Knopfdruck verfügbar.

Trotz aller Technologien glaube ich, dass es die heutige Jugend schwerer hat.
Ich habe für mich die Beobachtung gemacht, dass das Erwachsen werden der jungen Menschen sich immer weiter nach hinten verschiebt und Paar-Beziehungen weniger werden, ---der Mensch sich oft vereinzelt.
Das ist alles so lange her, dass es bald gar nicht wahr ist!
Und heute möchte ich gar nicht so jung sein. 


Wenn ich noch einmal jung sein dürfte, würde ich es heute sein wollen. Immer nur heute!
Dass früher alles besser gewesen sei, halte ich für den größten Humbug. Sorry.

Aber gut: Wie war’s denn noch gleich in den Ende-60ern / Anfang-70ern? Nur Piefiges um einen herum. „Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren“: Überall alte Nazis in den öffentlichen Institutionen, Schulen und Akademien… Klar, dann natürlich plötzlich die Studentenbewegung (für die ich noch zu jung war, um mitzumachen), die Beatles, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Woodstock, Hippies, Prager Frühling…. okay. Aber auch der ewige Kampf gegen die gesellschaftliche Doppelmoral. Zum Glück war damals wenigsten gerade die Pille aufgekommen… :wink:

Aber das ist tatsächlich schon lange her. Und die grauenhaften Zeiten davor, vor der Nachkriegszeit, in der wir geboren wurden: War die nicht noch verdammt nah dran an uns? Keiner redete darüber, es war unheimlich. – Mit 12 oder 13 vielleicht, der erste Ausstellungsbesuch mit der Klasse: Die Bilder von Leichenbergen aus einem befreiten KZ…
Das war richtig und wichtig, aber auch ein Schock. Aber erst als meine Tochter so alt war, erfolgte in den Schulen eine gründliche Aufarbeitung jener Zeit, sogar mit noch lebenden Zeitzeugen. Das war schon besser, viel besser!

Bräuchte ich also unbedingt jene Zeit, wenn ich die Wahl hätte?
– Nein, ich würde wirklich lieber heute jung sein.


Janis Joplin - Me and Bobby McGee
https://www.youtube.com/watch?v=N7hk-hI0JKw

Heutzutage wäre sie die Heldin meiner Jugend (mit ganz ähnlichem Schicksal)...
Amy Winehouse - Back To Black
https://www.youtube.com/watch?v=TJAfLE39ZZ8

Ich halte es ebenfalls mit Verdandi.

Es ist grober Unfug anzunehmen, dass unsere Jugendzeiten besser gewesen wären, als die der heutigen Jugend.

Meine Jahrgänge haben tatsächlich noch in studentischen Kreisen gegen die „alten Zöpfe“ gekämpft. Nazi-Gedankengut und Spießigkeit waren unter den Alten noch weit verbreitet, das Frauenbild noch antiquiert frauenfeindlich.

Die Mädels wurden noch an der Kandare gehalten oder schlitterten u.a. viel zu jung, unreif und unerfahren in sog. Mussehen, mit ungeliebten Jugendsünden.

Den Freund im eigenen Elternhaus mit übernachten zu lassen, wie es bei Töchtern meiner Freunde, deren Alter sich heute um die Mitte/ Ende 20 bewegt, durchaus üblich war, war wegen des Kupplungsparagraphen noch unmöglich. Heimlichtuerei war angesagt.

Und nur den wenigsten Frauen meiner Jahrgänge war seinerzeit eine höhere Ausbildung gewährt.

Die jungen Menschen sind heute nicht unreifer als früher, eher das Gegenteil, und sie leben ebenso in sozialen Strukturen wie das zuvor der Fall war, leben ihr Leben allerdings weitaus eher aus, binden sich erst später mit all den Verpflichtungen, die z.B. eine frühe Mutterschaft oder Vaterschaft ausmachen.

Natürlich leben sie auch in Paarbeziehungen, binden sich aber nicht unbedingt gleich an den Erstbesten oder die Erstbeste und haben nicht unbedingt Verpflichtungen, die ein sehr früher Einstieg ins Berufsleben ausmachen, die der unbeschwerten Jugend früher viel zu früh ein Ende gesetzt haben.

Früher war alles besser, ist für mich das Gedankengut sehr alter Menschen, die es schwer haben, sich auf zeitgeistige Veränderungen einzustellen.
http://www.augsburger-allgemeine.de/pan ... 30622.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 22960.html

https://www.zeitenschrift.com/artikel/k ... martphones

Wir reden hier in diesem Thread wohl um Handy, Internet und Co. und deren mögliche Auswirkung auf unsere heutige Jugend.

Nur mal zur kleinen Anmerkung! :wink:
ich fürchte, so pauschal kann man das gar nicht abhandeln, wie ihr das macht, Moira1  und Verdandi!DAS wäre wirklich grober Unfug! Es hängt besonders davon ab wo dieses Alter stattgefunden hat. Ich habe z. B. erst 1972 deutschen Boden betreten und meine Kindheit und Jugend war von Glück und Zufriedenheit gekrönt im Ausland. Ja, dort wo ich herkomme, da werden noch die Kinder für vollgenommen, und Jugendliche auch. Diese ganze Misere was ihr aufzählt, das hatten wir bei uns nicht.

 Man müsste nicht permanent Student sein, um das Leben nach Möglichkeit zu genießen. 
Ich sage beschränkend " nach Möglichkeit" denn die Armut war lange Jahre allgegenwärtig.
Aber das wäre eine andere, lange Geschichte.

In der heutigen Zeit möchte ich nicht mehr 15 sein. Man muss aber zugeben, dass jede Epoche seine Reize und Ablehnungen hat. Und wie schon immer wieder gesagt wird: alles hat seine Zeit.


 Paeonie, so habe ich das auch verstanden. 


Der Threadtitel lautet: "Als ich 13, 14, 15 war..."
und nicht: "Wie und womit ich mit 13, 14, 15 kommuniziert habe". :roll:

... lässt also Raum für alles Mögliche, die Jugend betreffend, was uns dazu einfällt und erwähnenswert erscheint, odrrr? :wink:

Im Übrigen, @Karoerlich, habe ich nichts "pauschal abgehandelt" sondern explizit von mir gesprochen:

"Wenn ich noch einmal jung sein dürfte, würde ich es heute sein wollen. Immer nur heute!
Dass früher alles besser gewesen sei, halte ich für den größten Humbug. Sorry."

Versuche einfach eine Verbindung zwischen Titel und Clip herzustellen und vielleicht erkennst du das Thema dann, oder auch nicht.
Wer sollte schon behaupten wollen, das früher alles besser war? 
Aber vieles schon! Die Tatsache dass man jung und unbekümmert war ist nun mal Fakt. Man war ein Kind, und man war ein Jugendliche.
Was die neue Medien mit den Menschen heute machen, zeichnet sich allmählich auch ab. Das kann dir jede kinderpsychiatrie sehr eindrucksvoll belegen. Die Menschen sind mit so viel Information einfach überfordert. Und wenn das in der frühesten Kindheit schon beginnt, dann ist das nicht unbedingt etwas, was man sich erhofft, mit so viel Innovation. Leider ist das Leben kein Wunschkonzert. 


Also ich lerne neue Telefonnummer jetzt wieder auswendig!  
Jedes Ereignis, jeder Trend, jede Veränderung hat nur seine, eine Gegenwart.

Dort allein kann bewertet werden. Abgleichen und Versuche sie in eine andere Zeit zu implizieren um es mit etwas völlig Anderem zu vergleichen sind mega subjektiv.

Es kann nicht gelingen. Somit ist für mich die Frage, wann war etwas besser, denn in seiner Zeit einfach Unsinn.

Stelter will ganz bestimmt nur auf recht humorvolle Art Veränderungen karikieren.
Also ja.

Da wird heute über die Sucht/ Abhängigkeit von Internet mit fachpersonen stundenlang öffentlich diskutiert, bis am Schluss der Moderator beendet mit dem Satz:

» näheres finden sie unter www, oder sie erreichen uns auf Facebook, Twitter, oder Instagram «


Herz! Was willst du mehr! 


Der Mensch ist eine fatale Fehlkonstruktion, denn er begreift alles erst im nächsten Jahrhundert.
( ist nicht von mir, aber frage nicht von wem)  
 Meine 3/3 die ich sehr gerne hier geopfert habe. 
Ein Ja und ein Nein ... zu fast allem/allen hier
Als wir "13, 14, 15 waren", mußten wir nicht mit der Schwere des Seins kämpfen, uns dessen bewußt zu werden, daß wir unser Leben in einem Forum bzw. in der WWW-W e l t LEBEN. :mrgreen:

PS:
... die *Feder* beschwingt geführt von der Leichtigkeit des Seins ... einer gepflegten, noch sonnenumgarnten Wiese ... in Kassel (Karlsaue).