froschzauber hat geschrieben:
catdog hat geschrieben: Die Gefahr die vom Alkohol ausgeht weiss wohl jeder, sogar die Jugendlichen sind informiert. Dazu brauche nicht ständig vom Staat verordnete Horrorbilder mir anzuschauen. Ein gutes Glas Wein in Ehren kann niemand verwehren.
Wer sich in die Sucht begibt ist selber schuld. Der kann auch nur selber wieder raus.


begebe dich bitte mal 4 Wochen auf eine suchtstation, ich glaube, deine antwort würde sich etwas ändern





Was auf die Suchtstationen sich abspielt, das ist das eine.
Der letzter Satz von froschzauber "Der kann auch nur selber wieder raus" gilt aber dort, oder gerade dort mehr als irgend wo anders! Weil alle Hilfe ist vergebens, wenn der Klient es nicht rafft.
Ich stelle mir ganz praktisch und pragmatisch die Kinder vor, die aus der Hausbar der Eltern was geklaut haben und sich damit hinter dem Schuppen damit vergnügen.
Einige Jahrzehnte später wird dann nach den Gründen gesucht....
Deine Überlegung ist mir nicht ganz geläufig Lionesss.
Wenn ich an mich und meine Kinder denke...
Ich habe noch vor 4 Jahre wie ein Schlot geraucht,
aber meine Kinder haben das schnell begriffen und gar nicht erst damit angefangen.
Bis heute nicht.
Ich denke, zu Alkoholsucht bedarf es eine bestimmte Disposition.
Man könnte sich fragen, wie kommt es, dass Menschen unter gleichen Bedingungen nicht immer alle Alkoholiker werden....
Irgendwo las ich mal von einem "Sucht-Gen"... Ob es solch genetische Konditionierung gibt, weiß ich zwar nicht, würde aber erklären, warum unter vergleichbaren Randbedingungen die Einen süchtig werden, die Anderen nicht...
@ Tarantel

Ich verstehe deine Frage nicht. Geht es um die Ursachenforschung? Die Vergangenheit ändern, kann ich nicht. Aber diesen jetzigen eine Moment, der steht mir zur Verfügung.

Ich für mich gehe davon aus, dass die Neurologie irgendwann Antworten zur Suchtdispositioon liefern wird. Das wird aber nichts daran ändern, dass einer das erste Glass stehen lassen muss, wenn er aus dem Suchtkreis aussteigen will.
Habe eine interessante Seite incl. Video zur Frage 'Wie wirkt Alkohol im Gehirn' gefunden.

Wer mag kann ja mal schauen:

http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2004/0210/003_alkohol.jsp

.
macorg hat geschrieben: Finde ich schon sehr komisch das es Alkohol zu kaufen gibt.
Er macht abhängig und ist tödlich allein in Deutschland
ca 45 000 im Jahr.
Anders beim Thc ohne so nach 3 Tagen Ok nervös schlechter Schlaf
und vorbei.
Weltweit kein Toter dadurch bekannt.
Verboten bis jetzt da es ja wohl selbst angebaut werden kann.

Colorado und Washington haben den Konsum von Cannabis legalisiert.

Wenn Ihr eine Strasse runter geht,
auf der einen Seite kommen 3 besoffene
auf der anderen drei bekiffte welche Seite wählt Ihr ? 

:-) 


 Alkohol macht nicht generell abhängig.
Die Behauptung stimmt so nicht.

 
   THC ist nicht so harmlos wie von Dir dargestellt.
Hier gilt das Gleiche wie für Alkohol.
Es gibt Leute die vertragen es und andere nicht.
Es gibt viele Fälle von THC-induzierten Psychosen. 

Diese Verharmlosung ist in meinen Augen nicht ok.
Eigentlich müsste doch die Aussage stimmen, das jedes Mittel, in dem Suchtpotenzial steckt, gefährlich ist, oder?
Alles was im Übermaß genossen wird kann zur Sucht führen, das ist die einfachste Erklärung.
FrankGT hat geschrieben: Eigentlich müsste doch die Aussage stimmen, das jedes Mittel, in dem Suchtpotenzial steckt, gefährlich ist, oder?


Bei den bewußtseinsverändernden Stoffen.
wie Alkohol oder Cannabis ist auf jeden Fall Vorsicht geboten.
Bei den oben genannten kann es zu Abhängigkeiten kommen muss aber nicht.

 Es ist längst widerlegt, dass THC nicht in die Abhängigkeit führen kann.
Es ist dann angeblich nur eine geistig/seelisch. Aber ich finde das reicht völlig. 

Und über alle anderen Stoffe muss man nicht diskutieren. Die führen, bis auf sehr
seltene Ausnahmen, auf jeden Fall in die Abhängigkeit. 
Es gibt ja noch andere Abhängigkeiten.
Ich glaube, dass auch zuviel Zucker abhängig machen kann
und eine Gier nach ständig neuen süßen Nahrungsmittel erzeugt.

Ist nicht bewußtseinsverändernd, aber die Figur kann ganz schön leiden. :-) 

Lösung: Xucker light benutzten (Erythritol). 
Lioness hat geschrieben: @ Tarantel

Ich verstehe deine Frage nicht. Geht es um die Ursachenforschung? Die Vergangenheit ändern, kann ich nicht. Aber diesen jetzigen eine Moment, der steht mir zur Verfügung.

Ich für mich gehe davon aus, dass die Neurologie irgendwann Antworten zur Suchtdispositioon liefern wird. Das wird aber nichts daran ändern, dass einer das erste Glass stehen lassen muss, wenn er aus dem Suchtkreis aussteigen will.





Ich bezog mich lediglich auf deine vorangegangene Messsage, mit den Kinder.
Weil ich denke nicht, dass Alkoholiker zwangsläufig Kinder bekommen, die auch saufen.
In meinem Fall waren das die Zigaretten.
Oder ich habe dich nicht verstanden.
Niemand wollte hier die Vergangenheit ändern,
aber um die Gegenwart zu verstehen,
muss man manchmal zumindest auch die Vergangenheit begreifen.
Sehr schade, das das Thema jetzt einfach in die Gruppe Sucht verschoben wurde.
Es war vorher bei Gesundheit und Wellness.

 Als Info war es da meiner Meinung nach auch sehr gut platziert.
Zumal da auch viel mehr Leute schauen.  

Schade, schade.
Zumal sich in der Suchtgruppe oft nur Betroffene zu Wort melden. 
Stimmt Beatrixe. War mir noch gar nicht aufgefallen. Da kann man wohl nix machen.
Die Beiträge finde ich sehr aufschlußreich und gut...
Sehr selten, daß hier in den Foren zu solch "heissen" Themen soviel Sachlichkeit bleibt!

Alkohol spielt in meinem Leben gottseidank keine Rolle, auch keine Rauschgifte, habe noch nie welche probiert! :shock:
Für mich wäre es auch z.B. unvorstellbar, mit einem Mann zu leben, der solche den Geist "vernebelnden" Stoffe konsumiert.

Tragisch ist auch Tablettenabhängigkeit, oft genug sogar in Folge von "ärztlich verordnet"...

Aber ich kenne Esssucht und bin cola-süchtig, Zigaretten sind erfolgreich aus meinem Leben verbannt. Ansonsten esse ich unheimlich viele Tomaten... :D (wirklich wahr!)

Ein Bekannter von mir sagt übrigens ganz offen, wenn ihm Alkohol aufgedrängt wird, daß er ein trockener Alkoholiker ist, dann ist auch schnell Schluß mit dem gefüchteteten (und hier auch erwähnten) Unverständnis...
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