Lieber @DieFra
ich freue mich sehr, Dich wieder zu lesen....
Hallo Ihr Lieben, bin schon seit vielen Jahren in Erwerbsminderrungsrente. Musste erst lernen das Leben ohne Arbeit auch schön ist. Heute kann ich meine Hobbys pflegen und viel Zeit mit meinem Enkel verbringen. Ist alles nur noch schön. Ich kann jede Nacht die Sterne zählen.Welch Ein Luxus.
Ich gehe in 3 Monaten in Rente und möchte eine Grüne Dame im Krankenhaus werden.
Mal sehen, was sich noch ergibt.
Auf jeden Fall will ich aktiv bleiben.
Tja Ruhestand...was ist das. Ich bin schon viele Jahre in Pension. Als erstes habe ich mir einen Traum erfüllt. Eine grosse Reise ohne Zeitdruck mit selfmademobil ohne allem Komfort mit Zelt, Husky, Paddelboot durch Skandinavien. Es wurden dann 12000 km. Ich wollte die Heimat meiner Helden friedjof Nansen, und Roald Amundsen im Original sehen.Ohne zeitlimit.
Nach meiner Rückkehr, habe ich zusammen mit meiner damaligen "LAG" eine Galerie für Keramik und Holzkunst im Spreewald ins Leben gerufen. Mit Erfolg. In vielen Ländern Europas habe ich an kettensägensymposien teilgenommen und dadurch viele hochbegabte Skulpteure kennengelernt. Immer wieder ,beinahe jährlich, zog es mich zum Nordpolarkreis und Lappland. Dann kam der gesundheitliche Blitzschlag und alles war auf einmal anders. Das Arbeiten mit schweren Holzstämmen war nicht mehr möglich. Ein sinnloses "umherkutschieren "mit dem inzwischen angeschafften Wohnmobil zu öde. Ich fiel in ein tiefes Loch. Zu nichts die rechte Lust, bis ich wieder die Liebe zur Keramik entdeckte. Mir zu Weihnachten einen Brennofen geschenkt und mich mit Mut und altem Sachverstand an die Arbeit gemacht. Jetzt komme ich nach getaner Arbeit abends aus der Werkstatt, müde und zufrieden. Kann mir nicht vorstellen nur spazieren zu gehen, in Kaffee's zu sitzen und nix kreatives zu tun.
In diesem Sinne..........
Ich denke, in Zeiten von Corona ist es schwierig, die eigenen Vorstellungen nach dem Eintritt in die Rente auch zu verwirklichen.
Da bleiben erstmal nur Spaziergänge zur Betätigung. Aber die können auch sehr schön sein.
Hallo an alle !

Zwar befinde ich mich zur Zeit noch sozusagen in der Warteschleife zum
Ruhestand (längere Vorgeschichte), aber dennoch habe ich schon jetzt
einige Parallelen zu mir bei euch entdecken können.
Ich möchte aber hier nicht eure Meinungen zitiren und auseinanderpflücken.

Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass Pläne uns zwar einen gewissen Grad an Sicherheit vermitteln, aber andererseits auch Frust vorprogrammieren können.
Aufgrund meiner ADHS bin ich schon immer spontan und flexibel gewesen und konnte mich daher schnell auf neue Umstände einstellen.
Hinzu kommt mein ausgeprägtes , positives Denken sowie sehr viel Tolleranz und Empathie. Die Kombination aus alldem hat mich schon durch viele Krisen getragen !
Auch ich wollte mir eigentlich ein Ehrenamt suchen.
Ganz schnell habe ich jedoch festgestellt, dass mir spontane Ideen und Geschehnisse dazu keine Zeit lassen. Dadurch wäre ich für ein solches wichtiges Amt viel zu "unzuverlässig".
Nun nehme ich also jeden Tag so wie er kommt und freue mich auch an den ganz unscheinbaren Dingen.
LG
Sofern du es nicht bereits machst, kann du doch den Nachbarn ehrenamtlich helfen.
Vielleicht mit einem Einkauf oder auch mit einem Kaffee am Nachmittag. Es muss nicht immer das langfristige Engagement sein.
Auch im Kleinen kann man helfen. Gerade dort ist deine Flexibilität von Vorteil.