Schlimm ist es, wenn die Bankberater richtige "Nulpen" sind. Das ging mir einige Male so.
Ich fiel leider auf sie rein.
Shekinah hat geschrieben: Ja MM und der seriöse Spezialist rät dann, bei allergrösstem Zweifel einfach mal die Finger davon zu lassen.


die andere Möglichkeit ist:
sich selber schlau machen - selber probieren und aus seinen Fehlern lernen

wenn man sein Depot breit genug streut über verschiedene Länder und Branchen hinweg - kann das funktionieren......
allerdings muss/sollte ? man sich seine Fehler eingestehen, weil man es nur dann später besser machen kann...... :wink:
Gundulabella,
da sagst Du etwas sehr Wichtiges. Bei gut laufenden Papieren nimmt man gern mit Freuden Gewinne mit. Die schlechten sind ärgerlich, bei einem Verkauf muss man sich den Fehler eingestehen. Was macht Privatanleger? Um den Schmerz erträglich zu halten lebt er von Hoffnung, sie werden schon wieder steigen, dann aber. Zum Schluss besteht das Depot aus lauter Schwächlingen. Denn immer mehr Faule sammeln sich an und warten nach dem Prinzip Hoffnung.

Deshalb gilt die Faustregel: Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen. Glaube mir Gundulabella, das hört sich leicht und vernünftig an. Es ist aber extrem schwer. Es gibt da eine Hilfe, die Gann´sche Regel.

Gruß und viel Erfolg
Felix
"Gewinne laufen lassen"
"Verluste begrenzen"

beides hört sich so einfach an.....

wenn wir in die Zukunft schauen könnten, dann wüßten wir, wie lange eine Aktie weiter läuft......
gleichzeitig wüßten wir, wie tief eine Aktie noch runter gehen wird.....

seit wievielen Jahren ? Jahrzehnten ? habe ich mich immer wieder getäuscht -
habe zu früh Gewinne mitgenommen ?

und ja - bei einigen Aktien habe ich zu spät die Notbremse gezogen, als die Verluste größer wurden....

im Nachhinein ist man immer schlauer - da ist deutlich zu sehen - auch - und gerade - in den Charts !
im Nachhinein :!:

und die Analysten stufen dann - im Nachhinein - runter ..... :wink:

dennoch liebe ich die Börse ...halte meine Lauscher gespitzt - lese die Wirtschafts-News....
ich habe mal eine Studie gelesen, dass das ähnlich sei wie Schachspielen und vor Demenz im Alter schützt......
na dann !
"Gewinne laufen lassen"
"Verluste begrenzen"

Diese Aussagen meiner Vorschreiber sind sehr schwer umzusetzen. "Gewinne laufen lassen" bis der Absturz kommt, ist fatal und dann heißt es nur noch "Verluste begrenzen", wenn man den Mut dazu hat.

Da gibt es noch eine andere Börsenregel: "An Gewinnmitnahmen ist noch keiner arm geworden." Diese Regel wird auch von einigen Börsen-Profis geteilt.

"Verluste begrenzen" - ja wie denn?
Ich orientiere mich am Chart der Aktie. Fällt dieser unter die (steigende) 200-Tage-Linie heißt es spätestens jetzt: Verkaufen. Mit Sparplänen auf Aktien kann man kontinuierlich die Aktie wesentlich billiger nachkaufen ohne großes Risiko einzugehen, die Aktie zu teuer nachzukaufen. Je nach Zeitraum und Ausdauer kann man so den Boden (niedrigen Preis) abfischen.

Diese Strategie hat sich bis jetzt bewährt. Verluste lassen sich deutlich reduzieren, jedoch nicht verhindern.
dagegen steht, dass jeder neue Kauf auch ein neues Risiko bedeutet....

angenommen - eine meiner guten Dividendenaktien ist unter die 200 Tageslinie gefallen und ich verkaufe....
danach nochmals einen guten Einstiegs-Zeitpunkt zu erwischen, ist gerade bei diesen "soliden" Aktien sehr schwierig.....
denn diese Aktien geben auch bei größeren Rücksetzern wenig nach.... :!:

spekulativere Aktien (Wachstumsaktien - moderne (Tech) Firmen) schwanken stark und meist ohne eine nennenswerte Dividende zu zahlen.....
ganz klar - da muss man ab und zu Gewinne mitnehmen...

doch auch da ist der erneute Einstiegszeitpunkt immer ein Risiko....
denn ob der erneute Kauf (Nachkauf) günstig war - das sieht man auch erst wieder im Nachhinein..... :!:
Das von Gundulabella geschriebene sehe ich auch so.
Da solide Aktien / Dividendenaktien eine niedrigere Schwankungsbreite zwischen Tief und Hoch haben, liegt man auch näher am richtigen Punkt für Kauf und Verkauf als bei Wachstumsaktien. Meine Empfehlungen:
1) Mit einem Sparplan auf Aktien geht man dem ganzen Schwankungen und der Suche nach dem richten Kaufzeitpunkt aus dem Weg. Man braucht nur noch den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf finden. Dieser hängt davon ab, wieviel Gewinn man machen möchte. Bei solide Aktien / Dividendenaktien braucht man allgemein einen langen Zeitraum. Der ist sehr unterschiedlich und ist von vielen Faktoren abhängig, er dürfte allgemein zwichen zwei und fünf Jahren liegen.
2) Man teilt die Kaufsumme in zwei / drei Teilbeträge. Bei einem bestimmten Kurs kauft man den ersten Teil. Damit hat man einen Teil investiert. Die Börse kann ja plötzlich nach oben laufen. Für die restlichen Teile setze ich tiefere Limits für den Kaufkurs. Das funktioniert ganz gut. Bleibt Geld übrig, weil ein Limit nicht getroffen wurde, ergibt sich häufig relativ zeitnah eine andere Kaufgelegenheit. Beim Verkauf kann man das ganze genau so machen.
Den richtigen Punkt wird man nur im allergrößten Ausnahmefall treffen. Wichtig ist, dass man sich ihm annähert. ... und keiner weis, wo er ist.
so ist es.....
ich bin dazu übergegangen die Gesamtzahl der Aktien in meinem Depot zu verrringern ....d.h. - ich habe nicht mehr so viele Titel.....
doch von den einzelnen Titeln habe ich bis zu 3 Positionen (in Ausnahmefällen 4)...
denn wenn eine Aktie einem gefällt und gut läuft, spricht nichts dagegen nachzukaufen....
Gundulabella hat geschrieben: ...
denn wenn eine Aktie einem gefällt und gut läuft, spricht nichts dagegen nachzukaufen....

Genau so.
Ergänzung:
Man sollte sich seine einzelnen Titel suchen. Diese beobachten und dann zu einem günstigen Zeitpunkt kaufen und verkaufen.
das ist klar - jeder hat seine Vorlieben und Abneigungen....
McDonalds z.B. kann noch so gut laufen - ich mag die Aktie einfach nicht...