Bingo Sonnenkind1, letzten Endes bestätigst du das Geschriebene einiger User.
Toll, dass es Deine Sohn schaffte ohne .....seinen Weg zu finden.

Bei velen anderen Problemchen im Leben, werden viel zu schnell, gedankenlos Medikamente geschluckt ohne dem "Übel" auf den Grund zu gehen.
Medikamente unterdrücken oft genug das Problem (mit Nebenwirkungen...) ohne die Ursache zu suchen und zu beseitigen. Wobei ich nicht damit ausdrücken möchte, dass es Situationen gibt, wo Medikamente erforderlich wären - Verhältnismäßigkeit - Dosen, Alternativlosigkeit....!
Aber das ist wiederum eine ganz andere Geschichte.
In der von mir erwähnten Sendung auf Arte wurde tatsächlich auf transgenerationale Hintergründe von Hyperaktivität hingewiesen. ADHS könnte somit tatsächlich durch Traumatas voriger Generationen ausgelöst werden.
gar nicht so abwegig.
ich denke an den „Returning Solidier Effekt“.
demzufolge wäre nicht einmal ein traumatisches erlebnis nötig.
zumindest keines, welches unbedingt auf das individuum selbst wirkt .
ataata hat geschrieben: Vielleicht gibt es User, die dies Thema interessiert!

"ADHS gibt es NICHT / Prof. Dr. Gerald Hüther

Rund eine Million Kinder leiden in Deutschland am Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom ADS
und Variante mit Hyperaktivität ADHS


Ich habe mal ein Bericht gelesen, in welchem in aller Ernsthaftigkeit bewiesen wurde, dass ADHS eine erfundene "Krankheit" ist.
Diese wurde für die Pharmaindustrie von einem US-Amerikaner aus dem Boden gestampft.

Kinder brauchen täglich mehrere Stunden Bewegung im Freien (und das ist für die Erziehungsbeechtigte sehr anstrengend) und keine Medikamente.
Ich hatte so ein Kind (heute 29) - mein gesamter Haushalt war über Jahre vernachlässingt, aber mein Sohn bekam die Bewegung, die er brauchte und keine Diagnose.
Figges, wenn du lange genug suchst, findest du auch irgendwo etwas, in dem in aller Ernsthaftigkeit bewiesen wird, dass die gemäss in aller Ernsthaftigkeit bewiesen nur erfundene Krankheit eben doch keine erfundene Krankheit ist.

Hast du die Fakten höchstpersönlich überprüfen können? Wohl kaum. Je nach Quelle ist die Aussage eine andere, welche wirklich korrekt ist, kann wohl selten wirklich überprüft werden. Geglaubt wird halt dann einfach, was geglaubt werden will.
@Shekinah,

warum musst Du fast immer fast alles in Frage stellen, würde mich mal interessieren......
Ich schaue genau die Quelle an, wenn ich was recherchiere.

Mein Patensohn ist Dipl-Psychologe.
Und arbeitet seit vielen Jahren mit Problemfamilien mit vermeintlich hyperaktiven Kindern zusammen.
Er organisiert und durchführt z.B. Feriencamps mit den Familien und bringt ihnen den Umgang mit Kindern bei. Einfach interessante Aktivitäten und Aufgaben jeden Tag......
Die Kinder in seiner Obhut schlucken keine Medikamente und es sind keine verhaltensauffällige Kinder.
Er hat mir schon vor Langem bestätigt, dass es eine für die Pharmakonzerne erfundene Diagnose ist.

Ich hatte auch einen vermeintlich hyperaktiven Sohn. Er ist ohne Medikamente normal aufgewachsen.....
Figges, bei allem Respekt....

Es stellt sicher kaum jemand in Abrede, dass es Fehldiagnosen git, dass zu viel und zu schnell Medikamente verabreicht werden, dass Kinder oft zu wenig "Auslauf" und Bewegung haben usw.

Es ist aber bewiesen, dass es nachweisbare Vernetzungen im Gehirn gibt, die bei solchen Kinder oder auch Erwachsenen nicht, oder nicht ausreichend vorhanden sind.

Auch wenn der diplomierte Patensohn da anderer Meinung ist, die Forschungsergebnisse sind vorhanden und nicht mit einer lapidaren Ausage wie:"gibt es nicht" vom Tisch zu wischen.
Es gibt solche, und solche.


Mich erinnert diese Debatte an ein  Buch von einem gewissen Dr. Anonymus aus dem Jahr 1968:

« Ärzte Diagnosen Honorare»
 

Dort werden ( schon damals!) die maroden Praktiken auf dem Gebiet von med. Versorgung sehr eindrucksvoll geschildert, quasi aus erster Hand! In erstem Moment dachte ich an Professor Julius Hackethal,  der seinerzeit ganz plakativ " Vorsicht Arzt" in sein Vorgarten installierte.

Natürlich ist vieles zu beanstanden und man sollte ewig dankbar sein, wenn es einigermaßen gesund verläuft. Man sollte aber nicht den Fehler machen, alles für selbstverständlich zu halten. Das, was eine selbst gut meistert, kann im nächsten Moment ein anderer völlig versemmeln. Selbst bei mehrere eigenen Kindern funktioniert nicht die gleiche Rezeptur! Es gibt sehr viele, die eine
" Achillesverse" habe, die ohne Pharmakologie nicht auskommt.
Nicht alles kann man wegdiskutieren.
Das sagt eine, mit jahrzehntelangen Fachkompetenz in Psychiatrie und Psychotherapie.  
Leon Eisenberg
https://www.adhs-zentrum.de/Kritik/leon ... n-adhs.php

Erfundene Krankheiten
https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... -noch.html

Modekrankheit, Lüge der Pharmaindustrie – gibt es ADHS gar nicht?
http://www.t-online.de/gesundheit/kinde ... ritik.html

Wo die wilden Kerle wohnten
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 45933.html

Zusatzinformation:

Geschichte der Drogen: Raketentreibstoff und Panzerschokolade

Kopiebeginn:
1944 Der Chemiker Leandro Panizzon synthetisiert Methylphenidat – ein künstlicher und anregender Stoff, der Amphetamin ähnelt. Nach Jahrzehnten im Schattendasein wird es als Ritalin seinen Siegeszug antreten. Namensgeberin ist übrigens Marguerite Panizzon, die Ehefrau des Forschers: Sie nimmt das Mittel vor dem Tennisspielen und spielt gleich viel besser.
Ende.

http://www.wiwo.de/erfolg/trends/histor ... 922-2.html

Fazit:
1 Frage. 1000 Antworten.
Shekinah hat geschrieben: Heute Abend zeigt Arte eine interessante Sendung, die möglicherweise auch etwas mit diesem Thema zu tun haben könnte.

Vererbte Narben - Generationenübegreifende Traumafolgen.

Es ist schon lange bekannt, dass wir mehr Vergangenes in uns tragen, als wir wissen. Noch ist diese Vererbbarkeit ein nicht wirklich erforschtes Gebiet.



https://www.facebook.com/betz.robert/po ... 1107159924

Vererbte Narben Generationsübergreifende Traumafolgen

Kriege, familiäre Gewalt und andere traumatische Erlebnisse wirken sich nicht nur auf diejenigen aus, die es selbst erleiden. Auch nachfolgende Generationen können Symptome entwickeln. Die Wissenschaftsdokumentation geht diesem Phänomen auf den Grund.
http://www.spiegel.de/sptv/vererbte-nar ... 65181.html

anscheinend eine neue Erkenntnis??? :oops: :oops:

wenn man dies dann weiter denkt:
was erwartet man von den Flüchtlingskinder??? die sind oft Generationsübergreifend mit Krieg ect. geboren/aufgewachsen....
ach ja, und wir sollen die alle schnell integrieren bzw. sie sollen sich gefälligst integrieren und lernen....

das nur mal so am Rande
ADHS - Das Aufmerksamkeitsdefizit bei Kindern aus genetischer Sicht
Prof. Dr. Jobst Meyer
Eine der ersten Beschreibungen von ADHS geht auf Englands ersten Professor für Medizin im Kindesalter, Sir George Frederick Still (1868 - 1941) zurück, der das Krankheitsbild im Rahmen von drei Vorlesungen am „Royal College of Physicians“ im Jahr 1902 vorstellte und es im gleichen Jahr im Fachmagazin „The Lancet“ auch publizierte. Seine Studie umfasste 43 Kinder, die er unter anderem als aggressiv, impulsiv und disziplinlos beschrieb. Zur Verdeutlichung der Symptomatik wird vielfach der deutsche Kinderarzt Dr. Heinrich Hoffmann bemüht, der wahrscheinlich als Vorlage für seine berühmte Zeichnung „Der Zappelphilipp“ (1844) das Bild „Die unterbrochene Mahlzeit“ (1838) seines Freundes Herrmann von Rustige benutzte. Eine epidemische Gehirnhautentzündung von 1917 bis 1918 in Nordamerika ließ bei den überlebenden Kindern ein Syndrom von Hyperaktivität und Impulsivität zurück; als dessen Ursache wurde „brain damage“ angenommen. Einen Hinweis auf die Richtigkeit dieser Annahme bieten heute so genannte „bildgebende Verfahren“, die bei ADHS- Kindern unter anderem verkleinerte Basalganglien (Nucleus caudatus, Thalamus, Globus pallidus und Putamen) ergaben. Diese Gehirnregionen stehen in Zusammenhang mit Bewegung und Lernen; der Thalamus fungiert als Filter für Sinnesreize. Dies alles sind Funktionen, die bei ADHS-Patienten als beeinträchtigt gelten.

Es wird angenommen, dass allelische Varianten vieler Gene wie auch Umweltfaktoren zusammenwirken, um einen solchen komplex vererbten Phänotyp hervorzubringen. Die Normalverteilung des Ausmaßes an „Aktivität“ hat zwangsläufig zur Folge, dass ein so genannter „cut off“ definiert werden muss, ab dem bei einem Kind die Diagnose „ADHS“ gestellt werden kann. Dies wiederum bedeutet, dass ein bestimmtes Kind noch als „sehr lebhaft“ eingestuft werden kann, während ein anderes Kind bei vergleichbarem Phänotyp die Diagnose „ADHS“ erhält. Konträre Diskussionen sind in solchen Fällen natürlich vorprogrammiert. Je weiter man sich jedoch in den extremen Bereich der Normalverteilung begibt, desto klarer stellt sich das Störungsbild auch für den medizinischen Laien dar. Die Übergänge zum Autismus sind hier fließend.

Aus diesem Grund versuchen internationale Konsortien in den letzten Jahren mit großem Erfolg, genügend große Stichproben mit weit mehr als tausend Patienten zu rekrutieren, die mittels DNA-Chips im Rahmen von so genannten „genomweiten Assoziationsstudien“ genotypisiert werden. Auf diese Weise können Tausende von Patienten mit bis zu zwei Millionen SNP-Markern („single nucleotide polymorphisms“) innerhalb kürzester Zeiträume (Tage oder Wochen) genetisch untersucht werden. Eine der größten Studien der letzten Zeit ergab, dass bei einigen wenigen ADHS-Patienten eine Deletion des Glutamatrezeptorgens GRM5 vorliegt. Dieser Befund weist auf eine monogene Vererbung in einigen Fällen hin.
Potentielle Vorteile von Familienstudien
https://www.genetikum.de/de/genetikum/I ... icht&all=1

http://www.quer-denken.tv/wp-content/up ... a_ADHS.mp3
dort wird Genetik bestritten und warum! :?:
ADHS gibt es!
Hüther und andere hatten in ihrem Ansatz ein wenig recht. Aber heute weiß ich aus eigener Erfahrung, wieviel Quälerei es für Betroffene sein kann, wenn keine Erleichterung für die konstante Arbeit der Botenstoffe geschaffen wird. Ja, durch Neurofeedback ist es möglich, eine deutliche Verbesserung zu erreichen, so dass auf Medikamente wie Methylphenidat allmählich verzichtet werden kann. Aber eine nachhaltig vollständige Verbesserung zu erzielen, kann ich mir bei jüngeren Menschen eher vorstellen, bei Erwachsenen aber zwar starke Verbesserungen, aber keine "Normalität" mehr. Ritalin bei Kindern bzw. Medikinet bei Erwachsenen wirkt bei dieser Aufmerksamkeitsstörung ähnlich wie eine Brille bei Sehstörungen bzw. wie ein Hörgerät bei Schwerhörigkeit bei den höheren Tönen. Solange diese benutzt werden, helfen sie auch. Ohne Einsatz dieser "Hilfen"haben sie keine Wirkung mehr. Nur bei Gebrauch ist gesichert, nichts mehr zu verpassen aufgrund unbeeinträchtigter Wahrnehmungen und Konzentration, ohne verschwommenes Sehen oder ohne dumpfes Hören. Ohne diese Hilfen ist jeweils alles verschwommen.

ADHS ist ja nicht einfach eine Kinderstörung, sondern sie bleibt lebenslang als Beeinträchtigung und als große Chance einer übermäßigen Botenstoffaktivität erhalten.
Erst die langjährige Zwillingsforschung hat vor wenigen Jahren eindeutig ergeben, dass ADHS genetisch angelegt ist und weitervererbt wird wie andere Gene auch. Wie alle anderen werden sie manchmal gar nicht entfaltet, auch beileibe nicht immer frühzeitig schon bei den Kindern, sondern oft auch erst bei den Erwachsenen, die dann erheblich unter Schwierigkeiten leiden im Beruf sowie in der Partnerschaft und speziell bei gleichtönigen, selbstverständlichen Alltagstätigkeiten.
Bei emotional sehr bedeutsamen Themen und geistigen Herausforderungen stellt sich dagegen oft eine ganz besondere intellektuelle Befähigung ein, die es Beobachter*innen sehr schwermacht, an eine Betroffenheit durch ADHS zu GLAUBEN. ;-)
Doch Achtsamkeit, gesunde Ernährung und sportliche Betätigung (ver-) hilft unbedingt fast immer zu einer ausgewogeneren Balance und Abwehrkraft - in überhaupt allen Lebenssituationen sowie Störungs- und Erkrankungsfällen.
Doch ein gesundes und erfülltes Leben hilft leider von solchen Störungen am Ende nicht alleine genug ab!
ADHS haben ca. 6 % der Weltbevölkerung und es ist keine Krankheit.

In unserer Gesellschaft, speziell in unserem Schulsystem, kommt es aber zu Komplikationen, da diese Kinder nicht so "funktionieren", dass sie nicht auffallen, bzw. dass die Voraussetzungen für gutes Lernen nicht gegeben sind.
Nicht wenige Kinder werden auf ADHS behandelt, obwohl es eine bipolare Störung ist und es brauchte bei einem Kind in meiner Umgebung mehrere Ärzte und viele Jahre, bis diese Diagnose gestellt wurde. Ritalin und Amphetamin wird m.E. viel zu schnell gegeben. Auf diesem Gebiet hinkt die Hirnforschung noch hinterher.
Figges, in Frage stellen ist äusserst hilfreich bei der Wahrheitsfindung, soweit eine solche überhaupt möglich ist. Ich erlaube mir einfach, selber zu denken und den Dingen auf den Grund zu gehen. Dipl. Psychologen gibt es wie Sand am Meer und mit Sicherheit finden sich unzählige, die da ganz anderer Meinung sind als dein hochgejubelter Familienpsychologe. Was bin ich doch froh, dass ich von Psychologie so überhaupt keine Ahnung habe.